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Bergkarabach: Separatisten sprechen von mindestens 200 Tote bei Militäreinsatz

Nach dem Militäreinsatz von Aserbaidschan in Bergkarabach wurde eine Waffenruhe vereinbart. Laut Separatisten starben bei der Militäroffensive mindestens 200 Menschen. Die Ereignisse im Newsblog.Separatisten: Mindestens 200 Tote bei Militäreinsatz21.45 Uhr: Bei der Militäroffensive Aserbaidschans in der Region Bergkarabach sind nach Angaben eines Menschenrechtlers aus dem Lager der Separatisten mindestens 200 Personen getötet worden. Zehn von ihnen seien Zivilisten, davon die Hälfte Kinder, hieß es am Mittwoch weiter. Zudem seien mehr als 400 Menschen verletzt worden. Die Angaben konnten unabhängig zunächst nicht bestätigt werden.Durch den breit angelegten Angriff Aserbaidschans waren die in Bergkarabach lebenden Armenier gezwungen worden, ihren bewaffneten Widerstand aufzugeben. Sie stimmten einer Vereinbarung zu, durch die die Region unter die Kontrolle von Baku gestellt werden soll.Aserbaidschan erklärt Militäreinsatz für beendet19.34 Uhr: Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew hat den Einsatz seiner Truppen gegen das von Armeniern bewohnte Gebiet Bergkarabach nach einem Tag für beendet erklärt. Aserbaidschan habe seine Souveränität über das Gebiet wiederhergestellt, sagte er am Mittwoch in einer Fernsehansprache in Baku.Armenien: Tausende demonstrieren vor Regierungsgebäude18.46 Uhr: In der armenischen Hauptstadt Eriwan haben tausende Menschen gegen den Umgang der Regierung mit der Krise in Bergkarabach demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am Mittwoch vor dem Büro von Regierungschef Nikol Paschinjan und blockierten die umliegenden Straßen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sie warfen der Regierung vor, die mehrheitlich armenische Bevölkerung der selbsternannten Republik Berg-Karabach im Stich gelassen zu haben.Der 20-jährige Demonstrant Sarguis Hajats forderte die Abdankung Paschinjans, da dieser das Land "nicht führen" könne. "Wir verlieren unsere Heimat, unser Volk", sagte er. Der aus Berg-Karabach stammende Hasmik Manukjan sagte unter Verwendung des armenischen Namens für die Region, "die ganze Welt hat Arzach verlassen".Moskau: Russische Soldaten in Bergkarabach getötet18.19 Uhr: Russland hat den Tod mehrerer Soldaten seiner Friedenstruppe in Bergkarabach gemeldet. Das Auto mit den Soldaten sei auf dem Weg von einem Beobachtungsposten nahe der Ortschaft Tschanjatag unter Beschuss geraten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Mehrere Soldaten seien dabei getötet worden. Russische und aserbaidschanische Ermittler untersuchten den Vorfall, hieß es weiter.Tausende Armenier strömen zum Flughafen16.10 Uhr: Die selbst erklärte Unterwerfung der Separatisten in Bergkarabach unter die Zentralregierung von Aserbaidschan hat die armenische Bevölkerung der Region in Unruhe versetzt. Nach der Bekanntgabe eines Waffenstillstands durch die Konfliktparteien begaben sich am Mittwoch Tausende Menschen zum Flughafen der Regionalhauptstadt Stepanakert, an dem russische Friedenstruppen stationiert sind. Die Separatistenführung rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und von Ausreiseversuchen über den Flughafen abzusehen.Armeniens Regierungschef: Kampfhandlungen in Karabach nehmen ab14.19 Uhr: Nach Vereinbarung einer Feuerpause für die Konfliktregion Bergkarabach haben sich die Kämpfe laut Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan abgeschwächt. "Die neuesten Informationen, die ich aus Bergkarabach erhalten habe, besagen, dass die Intensität der Kampfhandlungen stark abgenommen hat", sagte Paschinjan am Mittwoch einer Mitteilung zufolge. "Wir hoffen, dass die militärische Eskalation nicht weitergeht."Das Wichtigste sei, dass die Sicherheit der in Bergkarabach lebenden Armenier gewährleistet werde, wenn die aserbaidschanische Armee vorrücke, fügte Paschinjan hinzu. Er forderte die in der südkaukasischen Region stationierten russischen Soldaten auf, dafür zu sorgen.Russland spricht Bergkarabach offenbar Aserbaidschan zu13.43 Uhr: Russland bezeichnete die aserbaidschanischen Angriffe auf armenische Stellungen in Bergkarabach am Mittwoch de facto als innerstaatliche Angelegenheit. "De jure sprechen wir über Aktionen Aserbaidschans auf seinem Territorium", zitierte das russische Exilmedium Meduza am Mittwoch Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland sieht sich traditionell eigentlich als Schutzmacht Armeniens, spricht in diesem Statement aber Aserbaidschan die umstrittene Region Bergkarabach zu. Nach der "offiziellen Entscheidung der armenischen Seite, Karabach als Teil Aserbaidschans anzuerkennen", würde Russland die Vorwürfe, in dem Konflikt untätig gewesen zu sein, nicht akzeptieren, sagte Peskow dem Bericht zufolge weiter.Eine solche Erklärung der armenischen Seite, die Bergkarabach offiziell als Teil Aserbaidschans anerkennt, liegt nicht vor. Zuvor wurden in Armenien und in der hauptsächlich armenisch bevölkerten Region Bergkarabach Kritik an Moskau laut, den aserbaidschanischen Angriffen tatenlos zuzusehen. Bergkarabach-Vertreter wollen mit Aserbaidschan verhandeln13.20 Uhr: Nach der Vereinbarung einer Feuerpause wollen sich Vertreter der angegriffenen Südkaukasus-Region Bergkarabach mit der aserbaidschanischen Seite treffen. Die Behörden der mehrheitlich von Armeniern bewohnten Regionen haben Gesprächen an diesem Donnerstag in der aserbaidschanischen Stadt Yevlax zugestimmt, meldete die armenische Nachrichtenagentur Armenpress am Mittwoch. Aus der aserbaidschanischen Präsidialverwaltung hieß es, nach der Kapitulation der Armenier sollten "Fragen der Wiedereingliederung" Bergkarabachs besprochen werden.Iran streicht Flugverbindungen nach Armenien und Aserbaidschan13.05 Uhr: Der Iran hat Flugverbindungen in die Nachbarländer Aserbaidschan und Armenien gestrichen. Dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch unter Berufung auf den Chef der Luftfahrtbehörde. Hintergrund waren Kampfhandlungen in der Konfliktregion Bergkarabach.Paschinjan: Armenien an Ausarbeitung von Waffenruhe nicht beteiligt gewesen13.00 Uhr: Armenien ist nach Angaben von Regierungschef Nikol Paschinjan nicht an der Ausarbeitung der Waffenruhe in der umstrittenen Kaukasusregion Bergkarabach beteiligt gewesen. "Armenien hat an der Ausarbeitung des Textes der Waffenstillstandserklärung in Bergkarabach (...) nicht teilgenommen", erklärte Paschinjan am Mittwoch bei einer Ansprache an die Nation im Fernsehen."Wir haben die Entscheidung der Behörden von Karabach zur Kenntnis genommen, die Feindseligkeiten einzustellen und die Waffen niederzulegen." Armenien habe seit August 2021 keine militärischen Einheiten mehr in der Region stationiert, fügte er hinzu."Wir hoffen, dass die militärische Eskalation nicht fortgesetzt wird, denn unter den derzeitigen Bedingungen ist es sehr wichtig, die Stabilität zu gewährleisten und Kampfhandlungen zu beenden", sagte Paschinjan weiter.Russland: Soldaten bleiben in der Region12.51 Uhr: Die in Bergkarabach stationierten russischen Truppen wollen ihre Arbeit in der umstrittenen Region Bergkarabach fortsetzen. Man versuche, die Zivilbevölkerung weitestmöglich zu unterstützen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Auf dem zentralen Stützpunkt der Friedenstruppen befänden sich gegenwärtig 2.261 Zivilisten, darunter 1.049 Kinder. Zudem hielten die Truppen den Kontakt zu allen Seiten aufrecht.Russland hat 2020 nach einem kurzen Krieg zwischen den beiden früheren Sowjetrepubliken Friedenstruppen in der Region stationiert. Es tritt zudem vornehmlich als Schutzmacht Armeniens auf. Aus Sicht der armenischen Regierung vernachlässigte Moskau diese Rolle aber im Zuge des Ukraine-Kriegs in den vergangenen Monaten zunehmend.Flüchtende kommen an russischem Stützpunkt an11.55 Uhr: Ein Video auf X (ehemals Twitter) soll flüchtende Zivilisten aus Bergkarabach zeigen. Sie sind dem Journalisten Leonid Ragozin zufolge am Stützpunkt der von Russland eingesetzten Friedenstruppen in Bergkarabach angekommen sein. Nachdem Aserbeidschan am Dienstag eine Militäroperation gegen Bergkarabach befohlen hatte, verließen Tausende Menschen ihre Häuser. Feuerpause in Bergkarabach – Armenier sollen Waffen abgeben11.01 Uhr: Die armenischen Separatisten in Bergkarabach haben eine ab Mittwoch, 13 Uhr armenischer Zeit (11 Uhr MEZ), geltende Waffenruhe für die umstrittene Kaukasusregion verkündet. Demnach handelt es sich dabei um einen von der russischen Friedensmission vermittelten Waffenstillstand. Russland sieht sich als Schutzmacht Armeniens und Bergkarabachs.Zudem erklärten sie, Verhandlungen mit Baku (Aserbaidschans Hauptstadt) über die Integration der mehrheitlich von Armeniern bewohnten Region in das verfeindete Nachbarland Aserbaidschan akzeptiert zu haben. Diese Gespräche sollen demnach am Donnerstag beginnen. Zuvor hatten mehrere armenische und russische Staatsmedien über die Feuerpause berichtet. Demnach hätten die Armenier in Bergkarabach der Forderung Aserbaidschans zugestimmt, ihre Waffen abzugeben, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch.Zahl der Verletzten steigt offenbar auf 3510.58 Uhr: Die Zahl der Verletzten in Bergkarabach ist nach Angaben des Menschenrechtsverteidigers von Bergkarabach Gegham Sephanyan auf 35 gestiegen, 13 davon seien Kinder. Bergkarabach: Bürgermeister von Martuni durch aserbaidschanischen Angriff getötet10.34 Uhr: Der Bürgermeister der Stadt Martuni in Bergkarabach, Aznavour Saghyan, wurde über Nacht getötet. Das bestätigte der Menschenrechtsverteidiger von Bergkarabach, Gegham Sephanyan im Gespräch mit dem Radiosender Radio Free Europe / Radio Liberty am Mittwoch. Demnach soll er bei aserbaidschanischen Angriffen auf die Stadt ums Leben gekommen sein. Bevölkerung in Bergkarabach offenbar ohne Strom10.20 Uhr: In der gesamten Region Bergkarabach ist offenbar der Strom ausgefallen. Wie das Büro des Menschenrechtsverteidigers von Bergkarabach am Mittwochmorgen bekannt gab, soll die Stromversorgung für die gesamte Bevölkerung seit Dienstagnachmittag unterbrochen sein. In der Region leben mehr als 100.000 Menschen.Grund für den Stromausfall sei ein "gezielter Angriff" Aserbaidschans auf das Hochspannungsnetz in der Region Martakert in Bergkarabach. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht, doch auch Reporter in Stepanakert berichteten bereits Dienstagabend davon, dass es keinen Strom gebe.Experte vor Ort: "Mehrere Dörfer wurden bereits besetzt"10.13 Uhr: Tigran Grigoryan, ein armenischer Politikanalyst, der sich in Bergkarabach befindet, berichtet auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, dass bereits mehrere Dörfer in der Region von aserbaidschanischen Einheiten besetzt seien. "Es sollte klar sein, dass es nicht nur um Beschuss und Drohnenangriffe geht. Die aserbaidschanischen Streitkräfte rücken vor. Mehrere Dörfer in verschiedenen Richtungen wurden bereits besetzt", schreibt er. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben derzeit nicht.Aserbaidschan setzt Angriff offenbar fort10.00 Uhr: Seit Beginn des aserbaidschanischen Angriffs auf Bergkarabach stellt das Verteidigungsministerium Aserbaidschans Videos auf seine Website, die Angriffe auf Bergkarabach zeigen sollen. Auch am Mittwochmorgen gehen die Attacken demnach weiter. Die Regierung in Baku behauptet dabei nur "militärische Ziele" unter Beschuss zu nehmen. Reporter vor Ort berichten jedoch von Angriffen, auch auf die zivile Infrastruktur der Region. Mehrere Zivilisten wurden dabei am Dienstag getötet. Aserbaidschan bombardiert offenbar weiter Wohngebiete 7.51 Uhr: Die aserbaidschanische Armee beschießt offenbar auch zivile Infrastruktur in Bergkarabach. Wie die lokale Journalistin Siranush Sargsyan auf X (vormals Twitter) schreibt, habe Aserbaidschan ein weiteres Wohnhaus in der Regionalhauptstadt Stepanakert beschossen. Bereits am Mittwoch wurden auf X Fotos von einem mutmaßlich aserbaidschanischen Angriff auf zivile Infrastruktur geteilt. Kämpfe gehen "an der gesamten Frontlinie" weiter7.35 Uhr: Die Kämpfe in Bergkarabach dauern armenischen Angaben zufolge auch am Mittwochmorgen an. Laut den "Verteidigungskräften von Arzach", der lokalen Miliz von Bergkarabach, gebe es Kämpfe "mit variierender Intensität entlang der gesamten Kontaktlinie" (Frontlinie), heißt es auf X (vormals Twitter). Demnach feuerten Einheiten des aserbaidschanischen Militärs mit unterschiedlichen Waffen auf Stellungen in Bergkarabach, "auch auf zivile Infrastruktur". Die Angaben könnten nicht unabhängig überprüft werden. Scholz fordert erneut Ende der Gewalt – UN-Sicherheitsrat will tagen4 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat erneut ein Ende der Kämpfe in der Unruhe-Region Bergkarabach im Kaukasus gefordert. "Die erneuten militärischen Aktivitäten, davon bin ich überzeugt, führen in die Sackgasse", sagte Scholz am Dienstagabend (Ortszeit) bei der UN-Generaldebatte in New York. "Sie müssen enden." Hier lesen Sie einen Überblick über die gesamte Rede des Bundeskanzlers vor der UN.In New York wurde unterdessen für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen, wie aus Diplomatenkreisen verlautete. Zuvor hatte Armenien das Gremium um Hilfe gebeten. Am Rande der UN-Vollversammlung traf sich zudem Italiens Außenminister Luigi Di Maio separat mit seinen Kollegen aus Aserbaidschan und Armenien und bot einer Mitteilung zufolge eine italienische Vermittlung an. Auch der Iran bot sich als Vermittler an.Aserbaidschan ruft Armenier in Bergkarabach zur Kapitulation auf2 Uhr: Aserbaidschan will mit einem Großangriff die Autonomie der von Armeniern bewohnte Kaukasus-Region Bergkarabach beenden und die vollständige Kontrolle über das Gebiet erreichen. Aserbaidschan sei erst zu Gesprächen mit den Armeniern in Bergkarabach bereit, wenn sie sich ergeben und ihre Waffen niedergelegt hätten, sagte der Präsidenten-Berater Hikmet Hejiyev der Nachrichtenagentur Reuters. Das Präsidialbüro in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku teilte mit, der militärische Einsatz werde erst nach Erreichen aller Ziele beendet.Armenien bestritt Angaben aus Baku, es habe Militär in Bergkarabach stationiert. Viele Armenier haben sich aber in der Vergangenheit freiwillig gemeldet, um für Bergkarabach zu kämpfen. Das Land rief russische Truppen zur Hilfe. Die Europäische Union forderte den den Stopp der Kampfhandlungen und erklärte sich ebenso wie die USA zur Vermittlung in dem Konflikt bereit.Russland fordert Ende des Blutvergießens in Bergkarabach1.35 Uhr: Russland ruft die Konfliktparteien im armenisch-aserbaidschanischen Konflikt auf, die blutigen Auseinandersetzungen zu beenden und zum Waffenstillstand zurückzukehren. "Vor dem Hintergrund der starken Eskalation der bewaffneten Konfrontation in Bergkarabach rufen wir die Konfliktparteien auf, das Blutvergießen und die Feindseligkeiten sofort einzustellen und zivile Opfer zu vermeiden", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung des russischen Außenministeriums auf der Kurznachrichtenplattform Telegram. Zahl der zivilen Todesopfer wohl gestiegen1.30 Uhr: Die Zahl der Todesopfer unter der Zivilbevölkerung sei auf sieben Personen gestiegen, schrieb der Menschenrechtsbeauftragte der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach (Arzach). Es seien drei Frauen, zwei Kinder und zwei Männer gestorben.Indes gab es Berichte von schweren Explosionen in Stepanakert. Bilder, die von freien Journalisten in der Region in sozialen Medien geteilt wurden, zeigten Menschen in Luftschutzkellern und Verletzte in Krankenhäusern in der Stadt. Internationales Rotes Kreuz "extrem besorgt"23.30 Uhr: Das Internationale Rote Kreuz (ICRC) hat sich zur Lage in Bergkarabach besorgt geäußert. Auf X, vormals Twitter, schrieb das ICRC man sei "extrem besorgt" über die humanitären Auswirkungen der Eskalation auf Zivilisten. Die Menschen in der umstrittenen Region hätten in den vielen Jahren des Konfliktes viel Leid erfahren, was sich jetzt noch verschlimmern könnte. Das ICRC sei bereit, bei erhöhtem humanitärem Bedarf zu unterstützen. Zudem rief das Rote Kreuz alle Militärbehörden dazu auf, das Leben von Zivilisten zu schützen.27 Tote, mehr als 200 Verletzte gemeldet23 Uhr: Der aserbaidschanische Militäreinsatz im Südkaukasus hat nach örtlichen Angaben schon am ersten Tag mehr als zwei Dutzend Menschen in der betroffenen Region Bergkarabach das Leben gekostet. Bislang seien 27 Todesopfer bestätigt, darunter zwei Zivilisten, schrieb der Menschenrechtsbeauftragte der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach (Arzach), Gegam Stepanjan, am Abend auf der früher als Twitter bekannten Plattform X. Darüber hinaus seien in der Konfliktregion mehr als 200 Menschen verletzt worden.Mehr als 7.000 Menschen aus 16 Orten evakuiert21.25 Uhr: Nach dem Beginn eines groß angelegten aserbaidschanischen Militäreinsatzes in der umstrittenen Kaukasusregion Bergkarabach sind nach armenischen Angaben mehr als 7.000 Zivilisten aus 16 Ortschaften evakuiert worden. Die Menschen seien aus Gemeinden in den Regionen Askeran, Martakert, Martuni und Schuschi in Sicherheit gebracht worden, erklärte der Ombudsmann für Menschenrechte in Bergkarabach, Gegham Stepanjan, am Dienstag im Onlinedienst X, vormals Twitter. Die abtrünnige Region gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, in dem Gebiet leben aber überwiegend Armenier.Frankreich will Sitzung des UN-Sicherheitsrats21.20 Uhr: Frankreich strebt wegen des aserbaidschanischen Militäreinsatzes in Bergkarabach eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats an. Das teilte das französische Außenministerium in Paris am Dienstag mit. Frankreich spreche sich eng mit seinen europäischen und amerikanischen Partnern ab, um eine starke Antwort auf die inakzeptable Offensive zu geben, hieß es. Armenien hatte den UN-Sicherheitsrat bereits zu Maßnahmen aufgerufen.Frankreich forderte Aserbaidschan dazu auf, seine Offensive unmittelbar zu beenden. Kein Vorwand könne eine solch einseitige Aktion rechtfertigen, die Tausende Zivilisten bedrohe.Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bekräftigte in einem Telefonat mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan zudem seine Unterstützung für die territoriale Integrität Armeniens. Wie der Élysée-Palast im Anschluss mitteilte, forderte Macron die Wiederaufnahme von Gesprächen, um zu einem gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan zu kommen und den Bewohnern Bergkarabachs Sicherheit und Rechte zu garantieren.Reporter vor Ort: Stromausfall in Stepanakert21 Uhr: In der Hauptstadt der Region Bergkarabach, Stepanakert, ist wohl der Strom ausgefallen. Das berichtet ein Reporter, der vor Ort ist, auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter. Man höre die ganze Zeit den Einschlag von Geschossen. Viele Familien hätten ihre Kinder zum Schlafen in die Keller gebracht. Blinken fordert "sofortiges Ende" von Aserbaidschans Offensive20.10 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken hat Aserbaidschan aufgerufen, seine Militäroffensive in der umstrittenen Kaukasusregion Bergkarabach "sofort" zu beenden. Der Militäreinsatz verschärfe die "bereits schwierige humanitäre Lage in Bergkarabach" und untergrabe die Aussichten auf Frieden, erklärte Blinken am Dienstag nach Telefongesprächen über die neue Krise während der UN-Generaldebatte in New York. Die Anwendung von Gewalt sei "inakzeptabel", die Feindseligkeiten müssten eingestellt werden, erklärte er weiter.Zahl der Todesopfer in Bergkarabach steigt wohl auf 2519.47 Uhr: Mehrere Stunden nach dem Beginn des aserbaidschanischen Militäreinsatzes ist die Zahl der Toten in der betroffenen Region Bergkarabach nach örtlichen Angaben auf 25 gestiegen. "Mit Stand 20 Uhr gibt es 25 Opfer, darunter zwei Zivilisten, als Folge des umfassenden Terrorangriffs durch Aserbaidschan", schrieb der Menschenrechtsbeauftragte der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach (Arzach), Gegam Stepanjan, am Dienstagabend auf der früher als Twitter bekannten Plattform X.Darüber hinaus seien in der Konfliktregion im Südkaukasus bislang mindestens 138 Menschen verletzt worden, darunter 29 Zivilisten, teilte Stepanjan mit. Aus sechs Orten seien Bewohner vor dem aserbaidschanischen Beschuss in Sicherheit gebracht worden.Teheran bietet Aserbaidschan und Armenien Vermittlung an19.45 Uhr: Das islamische Regime im Iran hat nach dem aserbaidschanischen Beschuss der Konfliktregion Bergkarabach Vermittlung aus Teheran angeboten. Der iranische Außenamtssprecher Nasser Kanaani forderte am Dienstag die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 2020 zwischen Aserbaidschan und Armenien. Die beiden Länder teilen eine Grenze mit dem Iran. Erst vor wenigen Tagen hatte der Verteidigungsminister des Regimes im Iran Mohammed-Resa Aschtiani vor einem Krieg in der Region gewarnt.Proteste in Eriwan gehen am Abend weiter19.30 Uhr: Die Proteste in der armenischen Hauptstadt Eriwan gehen wohl auch am Abend weiter. Videoaufnahmen, die auf der Plattform X, zuvor Twitter, geteilt werden, zeigen Menschengruppen, die mit Transparenten und Fahnen schwenkend durch die Straßen ziehen. Beobachtern zufolge rufen sie dabei den armenischen Premierminister Nikol Paschinjan zum Rücktritt auf.Erdoğan stellt sich hinter Aserbaidschans Militäreinsatz19.18 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich hinter den neuen Militäreinsatz Aserbaidschans zur Eroberung der Konfliktregion Bergkarabach gestellt. Die Türkei unterstütze die Schritte zum "Schutz der regionalen Integrität Aserbaidschans", sagte Erdoğan am Dienstag zu Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Später fügte er hinzu, er hoffe auf ein schnelles Ende der "Entwicklungen in der Region".Armenien gilt als militärisch unterlegen. Aserbaidschan wird in dem Konflikt von der Türkei unterstützt, Russland ist traditionelle Schutzmacht Armeniens.Experte: "Das ist keine 'Anti-Terror-Operation'"19.10 Uhr: Der Politikwissenschaftler Narek Sukiasyan hat der Darstellung der aserbaidschanischen Regierung widersprochen, die ihren Angriff auf Bergkarabach am Dienstag als "Anti-Terror-Operation lokalen Charakters zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung" bezeichnete."Das ist keine 'Anti-Terror-Operation', wie es die aserbaidschanische Diktatur nennt. Es ist ein vorsätzlicher, unprovozierter Versuch, die dortige armenische Bevölkerung zu töten und die volle Kontrolle über das Gebiet zu erlangen", sagte Sukiasyan im Gespräch mit t-online. Das ganze Interview mit der Einschätzung des Experten lesen Sie hier.Verteidigungsarmee von Bergkarabach meldet Kämpfe an der gesamten Front18.55 Uhr: Die Verteidigungsarmee in Bergkarabach berichtet, dass die Angriffe durch Aserbaidschan unaufhörlich weitergehen. Die aserbaidschanischen Streitkräfte setzten demnach Artillerie, Raketen, Drohnen und Kampfflugzeuge gegen Bergkarabach ein. Es komme auf der gesamten Front zu Kämpfen.Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans veröffentlicht unterdessen Videos auf seiner Webseite, die Angriffe auf militärische Stellungen in Bergkarabach zeigen sollen. Wie Reporter vor Ort in den sozialen Medien berichten, nimmt Aserbaidschan entgegen eigener Angaben jedoch auch zivile Ziele unter Beschuss. Aserbaidschans Angriff: Worum geht es im Konflikt um Bergkarabach?Regierung in Baku weist Forderungen nach Waffenruhe zurück18.50 Uhr: Aserbaidschans Außenministerium hat die Forderung der EU, die Waffen niederzulegen, zurückgewiesen. "Wir bedauern die Erklärung der Europäischen Union, die die Gründe für die aktuelle militärische Eskalation bewusst falsch darstellt", heißt es in einer Erklärung. Aserbaidschan bekräftigte darin, ausschließlich gegen militärische und "terroristische Ziele" in Bergkarabach vorzugehen und beschuldigte Armenien, entgegen den Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern, Streitkräfte in der Region stationiert zu haben. Armenien hatte diese Darstellung zuvor zurückgewiesen. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan sagte am Dienstagmorgen, man habe keine armenischen Soldaten auf dem Gebiet stationiert. Auch deutete er an, vorläufig nicht gegen den Angriff durch Aserbaidschan vorzugehen.Aus Bergkarabach kamen indes Aufrufe zur Waffenruhe. Zudem zeigen zahlreiche Videos, die Reporter vor Ort aufgenommen haben, dass Aserbaidschan offenbar entgegen den eigenen Angaben auch zivile Infrastruktur angreift. Bergkarabachs Menschenrechtsverteidiger Gegham Stepanyan erklärte zuletzt, dass die Zahl der verwundeten Zivilisten auf 23 gestiegen sei.Trittin: Gewalt Aserbaidschans folgt einem bekannten Muster18.15 Uhr: Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin hat Aserbaidschan wegen der Eskalation in Bergkarabach scharf kritisiert und fordert die EU zum Handeln auf. "Die militärische Eskalation Aserbaidschans gegen die Menschen in Bergkarabach ist ein Verstoß gegen internationales Recht", sagte Trittin t-online. Aserbaidschans Regierung ziele offenkundig darauf, eine diplomatische Lösung im Voraus zu zerschießen. Jegliche Gewalt in Bergkarabach müsse "sofort gestoppt werden".Trittin betonte, die Notlage der Menschen in Bergkarabach sei "wegen der aserbaidschanischen Blockade des Latschin-Korridors schon vor Beginn des Angriffs verheerend" gewesen. Die aserbaidschanische Rechtfertigung für Gewalt folge einem Muster, das aus aktuellen Eskalationen erschreckend bekannt sei. Das ganze Statement Trittins und weitere Reaktionen auf den Angriff Aserbaidschans auf Bergkarabach lesen Sie hier.Bergkarabach: Gemeinde komplett von Aserbaidschans Einheiten umzingelt17.40 Uhr: Bergkarabachs Menschenrechtsverteidiger Gegham Stepanyan berichtet auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, dass die Gemeinde Yeghtsahogh in der Region Shushi mit insgesamt 150 Einwohnern von aserbaidschanischen Einheiten umstellt sei. Die aserbaidschanische Luftwaffe habe die Schule der Gemeinde zerstört. Auch gebe es keine Möglichkeit, die Bewohner zu evakuieren, so Stepanyan. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.Ehemaliger Nato-Generalsekretär: "Die Welt kann nicht schweigen"17.28 Uhr: Der frühere Nato-Generalsekretär und ehemalige dänische Premierminister Anders Fogh Rasmussen hat Sanktionen gegen Aserbaidschan gefordert, falls sich das Land weigert, seine Offensive zu beenden. "Die Welt kann nicht schweigen, wenn es zu ethnischen Säuberungen kommt", twitterte er.Reporter vor Ort: "Ununterbrochen ist Artilleriebeschuss zu hören"17.19 Uhr: Ein Reporter, der in Stepanakert vor Ort ist, berichtet auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, dass in der Hauptstadt der Region Bergkarabach unablässig Artilleriefeuer zu hören sei. "Ich lade gerade mein Handy im Krankenhaus in Stepanakert. Ununterbrochen ist Artilleriebeschuss zu hören", schreibt Marut Vanyan. "Ein Arzt mit blutverschmierten Händen rannte eben an mir vorbei", berichtet er. Wenig später filmt er die Hauptstraße der Stadt, in der sich der Beschuss durch Aserbaidschan deutlich zeigt.Bergkarabach: Zahl der Verletzten steigt auf 2317.13 Uhr: Bergkarabachs Menschenrechtsverteidiger Gegham Stepanyan hat erklärt, dass die Zahl der verwundeten Zivilisten auf 23 gestiegen sei. Bisher wurden Berichten zufolge zwei Zivilisten in Bergkarabach sowie ein aserbaidschanischer Zivilist in Schuscha (Shushi) getötet. Das schreibt Stepanyan auf dem Kurznachrichtendienst X. Überprüfen lassen sich die Angaben derzeit nicht. Videos in den sozialen Medien sollen jedoch zeigen, wie Verletzte in das Hauptkrankenhaus Bergkarabachs eingeliefert werden. (Siehe Eintrag von 16.19 Uhr)Auswärtiges Amt fordert Stopp der militärischen Gewalt durch Aserbaidschan16.43 Uhr: Robin Wagner, Grünen-Politiker und Koordinator des Auswärtigen Amtes für den Südlichen Kaukasus, Moldau und Zentralasien, hat auf dem Kurznachrichtendienst X den sofortigen Stopp des Angriffs auf Bergkarabach gefordert. Aserbaidschan müsse die militärische Gewalt sofort stoppen, um weitere Tote auf beiden Seiten zu verhindern."Nach schon lange anhaltender Blockade des Latschin-Korridors durch Aserbaidschan und einer dadurch verursachten humanitären Krise ist dies eine inakzeptable und bittere weitere Eskalation", so Wagner. Aserbaidschan hatte die einzige Zufahrtsstraße zu der von Armeniern bewohnten Region bereits vor Monaten blockiert. Lieferungen mit Lebensmitteln, Hilfsgüter und Medikamente kommen seitdem nicht mehr in der Region an. In den Supermärkten und Apotheken sind die Regale leer und die Menschen leiden an Hunger. Mehr zu der Blockade des Latschin-Korridors lesen Sie hier. Menschen in Eriwan protestieren für Eingreifen Armeniens16.35 Uhr: In Eriwan, der Hauptstadt von Armenien, gehen offenbar zahlreiche Menschen auf die Straße, um ihre Regierung zum Eingreifen in Bergkarabach zu bewegen. Ein Video, das der Konfliktanalyst Michael A. Horowitz auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, teilt, zeigt die Demonstrierenden. Auch versuchen die Protestierenden Berichten zufolge, die Polizeiketten zu durchbrechen und in das Regierungsgebäude zu gelangen.Bergkarabach forderte indes Aserbaidschan zur Waffenruhe auf. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan deutete zudem an, dass Armenien nicht militärisch zur Verteidigung Bergkarabachs eingreifen werde. Auch wies er die Behauptung Aserbaidschans, dass armenische Truppen in Bergkarabach stationiert seien, zurück.Beobachter hatten bereits zuvor immer wieder an der Behauptung Aserbaidschans, dass Armenien militärische Angriffe auf aserbaidschanische Stellungen nahe Bergkarabach durchgeführt habe, gezweifelt. Grund dafür ist, dass Armeniens Armee der von Aserbaidschan stark unterlegen ist. Auch kann sich Armenien derzeit nicht auf seine Schutzmacht Russland verlassen.Das christlich-orthodoxe Armenien und das muslimische Aserbaidschan sind seit langem verfeindet. Größter Streitpunkt zwischen Eriwan und Baku ist die Enklave Bergkarabach, die zu Aserbaidschan gehört, aber von Armeniern bewohnt wird. Nach einem Krieg Anfang der 1990er Jahre hatte zunächst Armenien die Oberhand. In einem zweiten Krieg 2020 siegte Aserbaidschan und eroberte eigenes Territorium zurück.Bergkarabach sieht sich selbst als unabhängig und bezeichnet sich als Republik Arzach, in einer UN-Resolution wurde das Gebiet bis zu einer endgültigen Lösung des Konflikts Aserbaidschan zugesprochen.Aserbaidschan attackiert offenbar auch zivile Infrastruktur in Bergkarabach16.19 Uhr: Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium in Baku hatte am Dienstagmorgen mitgeteilt, bei seinem Militäreinsatz in Bergkarabach nur "militärische Ziele" anzuvisieren. Mehrere Personen vor Ort, so etwa Gegham Stepanyan, der Menschenrechtsverteidiger von Bergkarabach, warf Aserbaidschan jedoch vor, auch zivile Infrastruktur unter Beschuss zu nehmen. Auf X warnt er vor einem Völkermord.Ähnlich äußerte sich Sergey Ghazaryan, Außenminister der Region Arzach: "Jetzt erleben wir, wie Aserbaidschan bei der Umsetzung seiner Völkermordpolitik zur physischen Vernichtung der Zivilbevölkerung und zur Zerstörung ziviler Objekte übergeht", sagte er "CivilNet". Videoaufnahmen, die Reporter vor Ort in den sozialen Medien teilen, sollen diese Vorwürfe der Angriffe auf zivile Infrastruktur belegen.Videos aus dem Hauptkrankenhaus in der von Armeniern bewohnten Region sollen zeigen, wie verwundete Zivilisten eingeliefert werden, die mutmaßlich bei den Angriffen durch Aserbaidschan verletzt wurden.Bergkarabach meldet Tote durch Angriffe Aserbaidschans – darunter Kinder15.50 Uhr: Infolge des aserbaidschanischen Militäreinsatzes sind in der Konfliktregion Bergkarabach laut Angaben von vor Ort mehrere Zivilisten getötet und verletzt worden. "Den bisherigen Informationen zufolge haben die aserbaidschanischen Angriffe mindestens zwei Tote, darunter ein Kind, und elf Verletzte, darunter acht Kinder, verursacht", schrieb der Menschenrechtsbeauftragte der international nicht anerkannten Republik, Gegam Stepanjan, am Dienstag auf X (vormals Twitter).Baku begründete seinen Militäreinsatz mit angeblichen Verstößen gegen die Waffenruhe und der "Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung". Das Außenministerium der vorwiegend von Armeniern bewohnten Region Bergkarabach (Arzach) bestreitet das und warf Aserbaidschan vor, eine ethnische Säuberung in der Region anzustreben und auch zivile Ziele anzugreifen. Der Militäreinsatz sei damit nur eine Verschärfung der Politik, die Aserbaidschan schon mit vorherigen Angriffen und der völligen Blockade der Region betrieben habe.Aserbaidschan blockiert seit mehreren Monaten den Latschin-Korridor und damit die einzige Zufahrtsstraße Bergkarabachs für Lebensmittel, Medikamente oder Hilfsgüter. Mehr zu der Blockade lesen Sie hier.Baerbock fordert von Baku Ende der Militäraktion in Bergkarabach15.36 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat von Aserbaidschan ein sofortiges Ende der Militäraktion in Bergkarabach verlangt. "Aserbaidschan muss den Beschuss sofort einstellen und an den Verhandlungstisch zurückkehren", forderte die Grünen-Politikerin am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Sie ergänzte: "Entscheidend ist der Schutz der Zivilbevölkerung in Bergkarabach. Dies ist auch Aufgabe der dort stationierten russischen Soldaten." Ein dauerhafter Frieden zwischen Aserbaidschan und Armenien könne nur am Verhandlungstisch erzielt werden.Baerbock erklärte, die Bundesregierung unterstütze die Verhandlungen unter Führung der Europäischen Union. "Angesichts der heutigen Eskalation sind diese dringlicher als je zuvor." Die Berichte aus Bergkarabach seien dramatisch. In den vergangenen Wochen habe man sich massiv für einen humanitären Zugang zu den Menschen in Bergkarabach eingesetzt. "Hier gab es zuletzt kleine Fortschritte. Umso schlimmer ist jetzt diese Gewalteskalation." Gerade in vergangenen Tagen habe es intensive Gespräche auch der EU und USA mit Armenien und Aserbaidschan zur Deeskalation gegeben. Die Zusage Bakus, von militärischen Maßnahmen abzusehen, sei gebrochen worden.Armenischer Regierungschef: Aserbaidschan setzt Bodentruppen ein15.03 Uhr: Aserbaidschan hat nach Angaben des armenischen Regierungschefs Nikol Paschinjan einen Einsatz am Boden in der Kaukasus-Region Bergkarabach gestartet. Die Führung in Baku habe einen "Einsatz mit Bodentruppen" mit dem Ziel losgetreten, die "ethnische Säuberung" gegen die armenische Bevölkerung in der Region zu betreiben, sagte Paschinjan am Dienstag in einer Fernsehansprache. Armenien sei "nicht in Kampfhandlungen verwickelt", die Lage an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze sei derzeit "stabil".Paschinjan berief dem Verteidigungsministerium zufolge angesichts der "großangelegten Militäraktionen" Aserbaidschans den nationalen Sicherheitsrat ein. Das armenische Außenministerium appellierte in einer Erklärung an die in Bergkarabach stationierten russischen Friedenstruppen, die aserbaidschanische "Aggression" mit "eindeutigen" Maßnahmen zu beenden. Russische Soldaten sind seit 2020 in der Region eingesetzt, um ein damals am Ende eines mehrtägigen Kriegs geschlossenes Waffenstillstandsabkommen zu überwachen.Spenden für Bergkarabach: So können Sie helfenDie Region Bergkarabach war bereits mehrere Wochen von der Grundversorgung abgeschnitten. Der Latschin-Korridor – die einzige Straße, auf der Lebensmittel, Medizin und andere wichtige Güter in die Region gelangen können – wurde von Aserbaidschan blockiert. Nun gab es in Bergkarabach wieder Angriffe. Wo Sie jetzt für Betroffene in Bergkarabach spenden können, lesen Sie hier.Hier startet der Newsblog zum aserbaidschanischen Angriff auf die armenisch bevölkerte Region Bergkarabach. Alle Informationen zum Beginn des Militäreinsatzes in der Kaukasusregion lesen Sie hier.