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Düsseldorf: Kamera-Autos sollen jedes Schlagloch filmen

Fast jeder kennt Google "Street View". Jetzt schickt die Stadt Düsseldorf auch Kamera-Autos los. Sie filmen aber vor allem nach unten, auf den Asphalt. Sämtliche Straßen und Wege in Düsseldorf sollen von Kamerawagen erfasst und nach Schlaglöchern, Rissen oder Flicken abgesucht werden. Das Rathaus sucht gerade einen Dienstleister, der insgesamt 1.224 Kilometer Straße abfährt und 19,9 Millionen Quadratmeter Verkehrsfläche dokumentiert. "Das gesamte Straßennetz Düsseldorfs soll in 3D in der Form von Punktwolken aufgenommen werden und diese Daten werden dann der Stadt zur Verfügung gestellt", so ein Stadtsprecher zu t-online. Aus den 3D-Daten und 360°-Panoramabildern (in 2D) solle dann "ein orthogonales Abbild der Straße" erstellt werden - als Basis für eine Straßenzustandserfassung. Spezielle Vorgaben für Straßenaufnahmen In einer 16-seitigen "Leistungsbeschreibung Straßenbefahrung" wird Interessenten erklärt, was sie der Stadt abliefern sollen und was zu beachten wäre. Zur Fahrt durch die Stadt heißt es zum Beispiel: "Die Aufnahmen der Straßen sind mit einer einfachen Fahrt auf einer der Fahrspuren anzufertigen. Straßen mit zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung oder mit einer natürlichen Fahrbahntrennung (z.B. Bäume) sind auf jeweils der äußeren Fahrspur in jede Richtung aufzunehmen." Wichtig, laut Stadt: Die ganze Straße soll erfasst werden. Wenn "die ausreichende Sichtbarkeit der Nebenflächen nicht gewährleistet ist" - zum Beispiel durch parkende Autos – "muss mit geeigneten Mitteln im Nebenflächenbereich eine erneute Befahrung erfolgen, um auch für diese Verkehrsflächen eine Zustandsdatenerfassung zu gewährleisten." Auch Fußgängerzonen sollen abgefahren werden Kurios: Sogar Fußgängerzonen sollen abgefahren werden („eigenständig außerhalb der Stoßzeiten zu planen“). Die Kamera-Autos sollen "bei guten Beleuchtungs- und Sichtverhältnissen" unterwegs sein, ohne Nebel oder Laub oder Schnee auf den Straßen. "Feststehende Einschränkungen der Befahrung, z.B. durch Märkte, Volksfeste, usw., sind zu umgehen." Die technischen Vorgaben sind komplex, die Bedienung durch die Menschen in den Ämtern und Tochtergesellschaften (Stadtwerke, Rheinbahn, Awista, Stadtreinigung) soll umso einfacher sein: In einem Web-Viewer soll man wie bei Google Street View an einem Punkt reinspringen und dann die Straße entlangspazieren können. Kennzeichen und Gesichter werden gepixelt. Damit niemand aus der Verwaltung im Computer die Millionen Quadratmeter nach Schäden absuchen muss, soll der Auftragnehmer das machen. Markiert werden sollen unter anderem eine "allgemeine Unebenheit", "Risse", "Flickstellen" und "sonstige Oberflächenschäden". Fünf Monate nach Auftragszuschlag soll alles fertig sein.