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Ukrainische Angriffe auf Treibstofflager in Russland

Ukrainische Drohnen treffen ein Öllager der Russen. Wagenknecht fordert Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine. Alle Entwicklungen im Newsblog. Vier Menschen bei russischem Angriff auf Kiew getötet 6 Uhr: Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew , Timur Tkachenko, meldet mindestens Tote und drei Verletzte nach einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in der Nacht. Wie Tkachenko über die Nachrichten-App Telegram mitteilt, waren die Getöteten von herabfallenden Trümmerteilen im Kiewer Stadtviertel Schewtschenkiwski getroffen worden. Trümmer seien auch im Bezirk Desnyanskyi auf der anderen Seite des Flusses Dnipro eingeschlagen. Die U-Bahn-Station Lukjaniwska nahe dem Stadtzentrum musste aufgrund von Angriffsschäden geschlossen werden. Die Station befindet sich unmittelbar neben einer Rüstungsfabrik, die bereits mehrfach Ziel russischer Raketenangriffe war. Anders als bei früheren Attacken auf Kiew gab es diesmal keine Vorwarnung: Luftalarm wurde erst nach mehreren Explosionen ausgelöst. Offiziellen Angaben zufolge kamen bei der Attacke ballistische Raketen zum Einsatz. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten beschädigte Autos und Überschwemmungen aufgrund einer geplatzten Wasserleitung unmittelbar an der U-Bahn-Station. In Teilen der Metropole mit drei Millionen Einwohnern fiel zumindest kurzfristig die Wasserversorgung aus. Explosionen in Kiew zu hören 5.10 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am Morgen Explosionen zu hören gewesen. Bürgermeister Vitaly Klitschko berichtete auf Telegram, dass die Luftabwehr aktiv sei. In einem Stadtteil sei ein Feuer in einem nicht bewohnten Gebäude ausgebrochen Weiteres Treibstofflager in Russland in Brand 4.20 Uhr: In der Region Tula südlich von Moskau ist russischen Angaben zufolge ein weiteres Treibstofflager durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand geraten. Ein Öltank eines Unternehmens sei in der Nacht zu Samstag getroffen worden, teilte Gouverneur Dmitry Miljaew auf Telegram mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Löscharbeiten liefen. Insgesamt seien fünf Drohnen zerstört worden. Unabhängig ließen sich die Angaben nicht überprüfen. Die Stadt Tula liegt 160 Kilometer südlich von Moskau. Wagenknecht fordert Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine 2.50 Uhr: BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht pocht in einem Interview mit der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge auf ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine. "Wir sollten Russland anbieten, die Waffenlieferungen sofort zu stoppen, wenn Russland einem Waffenstillstand an der jetzigen Frontlinie und dem Beginn von Friedensverhandlungen zustimmt", so Wagenknecht. Die Lieferung von Waffen habe die Position der Ukraine nicht verbessert. Dass sich Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für weitere Hilfen im Rahmen von drei Milliarden Euro ausgesprochen hätten, bezeichnete sie als unverantwortlich. Wagenknecht warnte zudem davor, deutsche Soldaten zur Absicherung einer Friedenslösung in die Ukraine zu schicken. "Die Ukraine braucht Sicherheitsgarantien, aber die müssen von neutralen Mächten gewährleistet werden", sagte sie. Als neutrale Mächte nannte Wagenknecht Brasilien , China, Indien und die Türkei. Freitag, 17. Januar Brand in russischem Tanklager nach Drohnenangriff 21.34 Uhr: In der russischen Region Kaluga südwestlich von Moskau ist ein Tanklager durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand geraten. Es habe einen Industriebetrieb in der Stadt Ljudinowo getroffen, bestätigte der Gouverneur der Region, Wladislaw Schapscha, den Angriff. Sicherheitsorgane und Rettungsdienste seien im Einsatz, schrieb Schapscha auf seinem Telegramkanal. Tote und Verletzte gebe es vorläufigen Informationen zufolge nicht. Ljudinowo liegt etwa 350 Kilometer von Moskau entfernt. Russland und die Ukraine überziehen sich gegenseitig immer wieder mit Angriffen aus der Luft. Kiew zielt dabei neben militärischen Einrichtungen auch verstärkt auf Treibstofflager, um die Logistik und den Nachschub des russischen Militärs zu schwächen. Russland und der Iran unterzeichnen Partnerschaftsabkommen 16.16 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Kollege Massud Peseschkian haben ein Abkommen über eine "umfassende strategische Partnerschaft" für die nächsten 20 Jahre unterzeichnet. "Es ist wirklich ein bahnbrechendes Dokument", sagte Putin am Freitag bei der Unterzeichnungszeremonie in Moskau. Die beiden stark vom Westen sanktionierten Länder seien vereint, um ihre Beziehungen "auf eine neue Ebene zu heben". Der genaue Inhalt wurde zunächst nicht öffentlich bekannt. Putin sprach von einem Abkommen "mit ehrgeizigen Zielen". Die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran seien "beträchtlich und für beide Seiten von Vorteil". Russland und der islamistische Gottesstaat Iran lehnten außerdem ein "Diktat" von außen ab, sagte Putin. "Unsere Länder verteidigen entschieden die Prinzipien des Vorrangs des Völkerrechts, die Prinzipien der Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten (...) und widersetzen sich entschieden jedem Diktat von außen", sagte er. Nato-Kampfjets steigen wegen Drohnenvorfall an rumänischer Grenze auf 12.36 Uhr: Nato-Kampfjets sind in der Nacht zu Freitag aufgestiegen, nachdem eine mutmaßlich russische Drohne in den rumänischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt sein soll. Offenbar war die Drohne Teil einer Angriffswelle auf einen ukrainischen Donauhafen nahe der rumänischen Grenze. Das rumänische Verteidigungsministerium teilt mit, dass zwei F-16-Kampfjets um 1.35 Uhr von der 86. Luftwaffenbasis in Borcea gestartet seien. Sie sollten die Luftlage überwachen und kehrten nach rund zwei Stunden zurück. Die Nato sei über den Vorfall informiert worden. Zudem sprach Rumänien eine Luftangriffswarnung aus. Anwohner in der Grenzregion mussten sich für 90 Minuten in Sicherheit bringen. Immer wieder geraten Drohnen- oder Raketenteile im Zuge russischer Angriffe auf ukrainische Infrastruktur nach Rumänien. Die Drohnenangriffe stehen offenbar im Zusammenhang mit einer größeren Welle russischer Luftschläge, die als Vergeltung für jüngste ukrainische Angriffe gesehen werden. Die Ukraine hatte zuvor mit britischen Storm-Shadow-Marschflugkörpern und US-amerikanischen ATACMS-Raketen Ziele in Russland getroffen. Großbritannien liefert neuartige Flugabwehr an Ukraine 11.59 Uhr : Die Ukraine hat eine neue Partnerschaft mit Großbritannien geschlossen und das Vereinigte Königreich liefert direkt: 15 Luftabwehrsysteme sollen bald kommen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Ukraine schließt Allianz mit einem mächtigen Freund 10.43 Uhr: Die Ukraine und Großbritannien haben eine enge Allianz vereinbart. Das langfristig angelegte Abkommen soll auch einen geheimen Teil enthalten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Institut: Nordkoreanische Soldaten bis April tot oder verwundet 3.01 Uhr: Laut einer Analyse des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) könnten die rund 12.000 nordkoreanischen Soldaten, die derzeit in der russischen Oblast Kursk stationiert sind, bis Mitte April 2025 vollständig getötet oder verwundet sein, sollten die aktuellen hohen Verlustraten anhalten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte vor kurzem, dass bereits 3.800 nordkoreanische Soldaten getötet oder verletzt wurden. Der südkoreanische Geheimdienst (NIS) berichtete am 13. Januar, dass bisher 300 Nordkoreaner getötet und 2.700 verwundet wurden. Die Verluste könnten sich in den kommenden Wochen weiter verschärfen. Russische Militärblogger hatten Anfang Dezember 2024 erstmals berichtet, dass nordkoreanische Truppen vermehrt an bedeutenden Kämpfen teilnehmen, nachdem sie zuvor nur in kleineren Gefechten eingesetzt wurden. Das ISW schätzt, dass die nordkoreanischen Kräfte seit Dezember täglich etwa 92 Verluste erleiden. Donnerstag, 16. Januar Ukraine und Großbritannien schließen Vertrag für 100 Jahre 16.23 Uhr: Vor dem Hintergrund des laufenden russisch-ukrainischen Krieges haben Großbritannien und die Ukraine ein Partnerschaftsabkommen mit einer symbolischen Laufzeit von 100 Jahren unterzeichnet. "Heute haben wir eine neue Ebene in den Beziehungen erreicht und das ist sogar mehr als eine strategische Partnerschaft", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premier Keir Starmer in Kiew. Die Ukraine sei fest entschlossen, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Starmer bezeichnet das Abkommen als "historisch". Garantien oder Bündnisverpflichtungen sind im Dokument nicht enthalten. London erklärt sich jedoch in dem Vertrag bereit, Kiew mindestens bis zum Finanzjahr 2030/31 und "solange, wie nötig" mit Militärhilfen von umgerechnet über 3,5 Milliarden Euro jährlich zu unterstützen. Ferner wurde vereinbart, dass das Vereinigte Königreich den Beitrag zur Ausbildung von Spezialisten an westlichen Kampfjets für die ukrainische Luftwaffe erhöht. Auch sollen die Kriegsmarinen beider Staaten vor allem im Schwarzmeerraum enger kooperieren. Das Partnerschaftsabkommen sieht neben der Rüstungskooperation auch eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Energie und Handel vor. UN: Brauchen drei Milliarden für Ukraine-Flüchtlinge 14.40 Uhr: Die Vereinten Nationen haben die internationale Gemeinschaft aufgerufen, umgerechnet rund 3,2 Milliarden Euro Hilfsgelder für ukrainische Flüchtlinge bereitzustellen. "Wir sollten die Menschen nicht vergessen. Sie leiden", sagt der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, auf einer Pressekonferenz in Kiew. Ziel sei es, ukrainischen Flüchtlingen auch nach fast drei Jahren Krieg weiterhin Hoffnung zu geben. Zuvor hatte Grandi frontnahe Regionen und Gebiete an der russischen Grenze besucht und Gespräche mit Ministerpräsident Denys Schmyhal geführt. Ein für 2025 vorgestellter UN-Plan sieht Hilfen für sechs Millionen Menschen in der Ukraine vor. Dazu gehören Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte, Bargeld und anderen Maßnahmen. Dies gelte besonders für verletzliche Gruppen wie Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderungen. Zudem sollen mehr als zwei Millionen Flüchtlinge in elf Aufnahmeländern Zugang zu Wohnraum, menschenwürdiger Arbeit und Gesundheitsvorsorge erhalten. 2024 versorgte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in der Ukraine drei Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln. Rund 5,8 Millionen wurde vor allem in frontnahen Gebieten bei der Versorgung mit Wasser, Sanitäranlagen und Hygienemitteln geholfen. Weitere zwei Millionen Menschen erhielten Zugang zu medizinischen Diensten, und etwa eine Million Flüchtlinge wurden bei Unterkünften, Bildungsmaßnahmen und mit Bargeld unterstützt. Britischer Premier unterzeichnet "100 Jahre Partnerschaft" mit Ukraine 9.25 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer ist in Kiew eingetroffen, um ein weitreichendes Abkommen mit der Ukraine zu unterzeichnen. Der sogenannte "100-Jahre-Partnerschaftsvertrag" umfasst unter anderem Verteidigung, Energie und Handel. "Dies ist nicht nur eine Investition in die Gegenwart, sondern in die nächsten hundert Jahre unserer beiden Länder", erklärte Starmer laut einer Mitteilung der britischen Regierung. Mehr dazu lesen Sie hier. Friedenstruppen für die Ukraine: Großbritannien und Frankreich beraten 9.20 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich gemeinsam über die Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine nach einem möglichen Friedensabkommen beraten. Macron, der seit Langem als Verfechter des Unterfangens gilt, hatte bereits mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk darüber beraten. Auch wenn Details der Gespräche zwischen den Regierungschefs aus Großbritannien und Frankreich nicht bekannt gegeben wurden, berichteten mehrere Quellen davon, dass es auf der britischen Seite noch ungeklärte Fragen gebe, sodass man sich bislang nicht vollends verpflichten könne. Einer Quelle des "Telegraph" zufolge gibt es "Streit darüber, was wir unterstützen könnten, was wir unterstützen wollen, und darüber hinaus die allgemeinere Frage der Bedrohung, der diese Truppen ausgesetzt sein könnten und ob diese Bedrohung eskaliert.“ Russisches Gericht verurteilt Flugabwehroffizier 0.15 Uhr: Nach dem Abschuss eines Mi-8-Militärhubschraubers der eigenen Streitkräfte hat ein russisches Gericht einen Offizier der Flugabwehr zu zwei Jahren und zehn Monaten Straflager verurteilt. Drei Menschen starben bei dem Abschuss über dem Schwarzen Meer am 18. Oktober 2023. Der Richterspruch vor einem Militärgericht in Rostow am Don erging wegen Fahrlässigkeit, wie die Zeitung "Kommersant" berichtete. Der auf der von Russland 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim stationierte Offizier hatte demnach geglaubt, eine ukrainische Drohne im Visier zu haben. Dann stellte sich heraus, dass die Flugabwehrrakete einen Hubschrauber traf. Bei dem Absturz starben drei Menschen an Bord. Laut der Zeitung war der Flugabwehroffizier zunächst in der Stadt Sewastopol auf der Krim vor einem Militärgericht zu drei Jahren Straflager verurteilt worden. Das Verteidigungsministerium und die Witwen der getöteten Hubschraubercrew hatten dann eine schärfere Strafe gefordert. Das Gericht in Rostow am Don milderte die Strafe nun aber ab, weil der Mann Reue gezeigt habe, hieß es. Statt der vom Ministerium geforderten fast 200 Millionen Rubel (rund 1,89 Millionen Euro) Strafe für den Verlust des Hubschraubers muss er auch nur 5 Millionen Rubel zahlen. Mittwoch, 15. Januar Scholz will Ukraine-Milliarden nur über Schulden finanzieren 19.12 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will zusätzlichen Waffenlieferungen in die Ukraine für drei Milliarden Euro noch vor der Bundestagswahl nur zustimmen, wenn sie über ein Aussetzen der Schuldenbremse finanziert werden. Die Hilfe sei nur über eine gesonderte Kreditaufnahme möglich, "weil sonst das Geld nicht da ist", sagte er in einem RTL-Interview. Scholz hatte diesen Vorschlag bereits in den Ampel-Verhandlungen über den Haushalt 2025 gemacht, an denen die Koalition dann letztlich zerbrochen ist. "Ich würde auch jetzt das noch beschließen, wenn alle mitmachen bei einem Beschluss: Wir finanzieren das extra über Kredite." Aber dann müssten "einige über ihren Schatten springen", sagte der Kanzler. Wer das nicht wolle, müsse sagen, wo die fehlenden Mittel herkommen sollten. Scholz bezifferte das Loch in dem noch nicht beschlossenen Haushalt 2025 auf 26 Milliarden Euro. Der FDP-Chef und frühere Finanzminister Christian Lindner schließt ein Aussetzen der Schuldenbremse kategorisch aus. Er will die Hilfe für die Ukraine – wie auch die Grünen – über eine "außerplanmäßige Ausgabe" finanzieren. Diese wäre nach Artikel 112 des Grundgesetzes aber nur unter bestimmten Bedingungen möglich. "Sie darf nur im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses erteilt werden." Ein Beispiel für eine solche Ausgabe waren 2013 Soforthilfen für Flutopfer nach schweren Überflutungen in Teilen Deutschlands. Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus 17.31 Uhr: Bei einem neuen Austausch zwischen den Kriegsparteien Russland und der Ukraine sind 50 Gefangene freigekommen. Kiew habe 25 Kriegsgefangene und Zivilisten im Alter zwischen 24 und 60 erhalten, teilt der zuständige ukrainische Stab mit. Unter den Freigelassenen seien neben Soldaten aus den Gebieten Charkiw, Saporischschja und Donezk auch Verwundete aus dem umkämpften russischen Grenzgebiet Kursk. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung bei dem Austausch. Ziel sei es weiter, alle Gefangenen nach Hause zu bringen, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Viele der Heimkehrer hätten schwere Verletzungen und Krankheiten und würden nun medizinisch versorgt. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor über den Austausch informiert, aber nur von jeweils 25 Kriegsgefangenen geschrieben – nicht von Zivilisten. Der Mitteilung zufolge fand der Austausch an der Grenze zu Belarus statt. Gazprom plant wohl Massenentlassungen 14.30 Uhr: Der russische Gaskonzern Gazprom plant wohl massive Personaleinsparungen. Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Elena Ilyukhina fordert in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden Alexei Miller, dass der Konzern die Zahl der Mitarbeiter in der Zentrale von 4.100 auf 2.500 reduziert. Das wären 40 Prozent der Stellen. Auch die Gehälter der Gazprom-Manager sollen gekürzt werden. Das Unternehmen, an welchem der russische Staat 50 Prozent der Anteile hält, hat für das Jahr 2023 Verluste in Höhe von 6,67 Milliarden Euro erwirtschaftet – die ersten Verluste des Unternehmens seit 1999. Grund für die schlechte Bilanz soll der Wegfall des Europageschäfts infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sein. Ukraine verlängert das Kriegsrecht 13.11 Uhr: Das ukrainische Parlament hat das seit dem russischen Einmarsch geltende Kriegsrecht und die Mobilmachung bis zum 9. Mai verlängert. Für die von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Gesetze stimmten jeweils über 300 Abgeordnete der Obersten Rada, meldeten örtliche Medien unter Berufung auf Parlamentarier. 226 Stimmen wären notwendig gewesen. Das Kriegsrecht wurde unmittelbar nach der russischen Invasion am 24. Februar 2022 verhängt. Das Parlament hat diese Maßnahmen bereits über ein Dutzend Mal verlängert. Solange das Kriegsrecht gilt, kann es in der Ukraine keine Wahlen geben. Russland attackiert Energieinfrastruktur im Westen des Landes 10.00 Uhr: Russland hat in der Nacht die Ukraine mit einer Vielzahl von Raketen und Marschflugkörpern beschossen, das berichtet die ukrainische Luftwaffe. Dabei seien vor allem Regionen im Westen des Landes beschossen worden. So meldeten die lokalen Behörden der Regionen Lwiw, Iwano-Frankiwsk und Chmelnyzkyj Einschläge. Ziel der Angriffe soll die Energieinfrastruktur in den Regionen gewesen sein. Über die genauen Schäden ist nichts bekannt. Todesopfer soll es aber keine gegeben haben. Die Attacke wird als Reaktion auf den ukrainischen Drohnenangriff vom Vortag gesehen. Bei diesem wurden mehrere industrielle und militärische Ziele getroffen. Aufgrund des russischen Gegenschlags versetzte die polnische Luftwaffe mehrere Geschwader in Grenznähe in erhöhte Alarmbereitschaft. Umfrage: fast jeder Zweite gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine 9.30 Uhr: 48 Prozent der Deutschen sind wenige Wochen vor der Bundestagswahl gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Besonders hoch ist die Ablehnung bei Anhängern der AfD (88 Prozent) und dem BSW (90 Prozent). Insgesamt gaben nur 38 Prozent der Befragten an, weitere Waffenlieferungen zu unterstützen, 14 Prozent hatten keine eindeutige Meinung. Brand in einer der größten russischen Raffinerien ausgebrochen 9.00 Uhr: Im Kurznachrichtendienst X berichten mehrere Nutzer, dass in der Lukoil-Raffinerie in Wolgograd ein Feuer ausgebrochen sei. Laut verschiedener Berichte soll eine Explosion zu hören gewesen sein, bevor das Feuer ausbrach. Was zu dem Feuer geführt hat, ist unklar. Lokale Behörden erklären aber, dass es sich nicht um einen Angriff gehandelt haben soll. Im vergangenen Jahr war die Raffinerie, die eine der größten Russlands ist, von ukrainischen Drohnen angegriffen worden, woraufhin ein Brand ausgebrochen war. Deutschland gibt der Ukraine 60 Iris-T-Raketen 6.40 Uhr: Deutschland wird der Ukraine kurzfristig 60 weitere Raketen für das Luftverteidigungssystem Iris-T für die Abwehr russischer Angriffe zur Verfügung stellen. Die Lieferung soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Beständen der Bundeswehr erfolgen und ist ein Ergebnis der Regierungsgespräche von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew. Die Kosten für die Raketen betragen insgesamt rund 60 Millionen Euro. Pistorius hatte am Vortag in Kiew auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Der Verteidigungsminister äußerte die Erwartung, dass es in den laufenden Verhandlungen in Deutschland über weitere Hilfen für die Ukraine in Höhe von drei Milliarden Euro eine Lösung geben werde. Dienstag, 14. Januar Selenskyj stellt sich gegen Versetzung von Luftwaffe-Soldaten 23.13 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Besuch von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew die Bedeutung der Militärhilfe aus Deutschland unterstrichen. "Wir haben unter anderem über Luftverteidigung, neue Systeme für unsere Städte und finanzielle Unterstützung gesprochen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. "Auf Deutschland entfallen 16 Prozent der gesamten Unterstützung aus allen Ländern. Das ist sehr ernst zu nehmen." Er habe dafür gedankt und darauf hingewiesen, "dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Umfang der Unterstützung gibt und dem, was wir auf dem Schlachtfeld wie auch beim Schutz von Menschenleben im Hinterland erreichen können". Deutschland ist hinter den USA das zweitwichtigste Geberland bei Militär- und Finanzhilfe. Der Präsident ging auch auf Unmut in der ukrainischen Luftwaffe ein, weil angeblich viele ihrer Soldaten zur Infanterie versetzt würden. Er habe angeordnet, auf keinen Fall die Kampfeinheiten der Luftwaffe zu reduzieren, die zur Flugabwehr oder zu Luftangriffen gebraucht würden. Mit den Versetzungen versucht das ukrainische Oberkommando, die ausgedünnten Infanterietruppen aufzufüllen. Gerade an der Ostfront, an der die Russen vorrücken, fehlen Soldaten zur Abwehr. Pistorius erwartet zeitnahe Lösung für weitere Ukraine-Hilfe 23 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist zuversichtlich, dass in den laufenden Verhandlungen in Deutschland über weitere Hilfen für die Ukraine in Höhe von drei Milliarden Euro zeitnah eine Lösung gefunden wird. Er hoffe darauf in den nächsten Tagen, sagte der SPD-Politiker in den ARD-"Tagesthemen" und im ZDF-"heute journal". Pistorius verwies darauf, dass es für 2025 noch keinen regulären Bundeshaushalt gebe und der Bund daher mit einer vorläufigen Haushaltsführung agiere. "Es ist nicht trivial, das Geld aufzutreiben", betonte er im ZDF. Der Verteidigungsminister nahm Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) diesbezüglich in Schutz. "Ich sehe keinerlei Grund anzunehmen, dass der Bundeskanzler hier bremst", sagte Pistorius in der ARD. Scholz lehnt Einsparungen an anderer Stelle für die Finanzierung weiterer Waffenlieferungen in die Ukraine ab. Pistorius hatte am Dienstag bei einem Besuch in Kiew dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Unterstützung Deutschlands auch über die Bundestagswahl am 23. Februar hinaus zugesichert. Mit Blick auf den Wechsel der US-Regierung sagte Pistorius, dass es in der Ukraine durchaus Sorgen gebe, ob das Land weiterhin Unterstützung durch die USA erhält. "Man macht sich aber tatsächlich überhaupt gar keine Sorgen um die Unterstützung der europäischen Partner und insbesondere auch nicht, was Deutschland angeht", stellte Pistorius in der ARD fest. Bundestagswahl: Lawrow lobt AfD und BSW 16.30 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow findet lobende Worte über AfD und BSW. Beim Jahrespressegespräch betont er die "vernünftigen" Ansichten beider Parteien. Mehr dazu lesen Sie hier . Putin-Vertrauter sendet Drohung an Ukraine und Moldau 15.32 Uhr: Nikolai Patruschew, Hardliner im Beraterkreis Putins, hat Drohungen an die Ukraine und Moldau ausgesprochen. "Es ist möglich, dass die Ukraine im kommenden Jahr überhaupt nicht mehr existieren wird", sagt Patruschew der Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Zudem schließe Patruschew nicht aus, dass die "aggressive, antirussische Politik" Moldaus dazu führen könnte, dass das Land entweder Teil eines anderen Staates werde oder ebenfalls aufhöre zu existieren. Patruschew zieht dabei eine Parallele zwischen der Ukraine und Moldau: Russland hatte unter anderem 2014 die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert und 2022 eine Vollinvasion auf das Land begonnen. Verhandlungen über eine Lösung im Krieg in der Ukraine sollten laut Patruschew zudem nur zwischen Russland und den USA geführt werden. "Ich glaube, dass Verhandlungen über die Ukraine zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ohne Beteiligung anderer westlicher Länder geführt werden sollten." Mit London und Brüssel gebe es nichts zu besprechen, fügt Patruschew hinzu. Habeck spricht sich für zusätzliche Ukraine-Unterstützung aus 13.22 Uhr: Robert Habeck (Grüne) hält zusätzliche Milliardenhilfen für die Ukraine für notwendig. Das sagt der Vizekanzler vor einer Sitzung des erweiterten Grünen-Fraktionsvorstands in Berlin. Mehr dazu lesen Sie hier . Russischer Außenminister: USA wollen Turkstream zerstören 13.08 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den USA vor, mithilfe ukrainischer Drohnenangriffe die für die Energieversorgung in Europa wichtige Gasleitung Turkstream ausschalten zu wollen. Die USA wollten ihre "ukrainischen Klienten" dazu drängen, nach den Sprengungen an der Ostseepipeline Nord Stream als nächstes Turkstream außer Betrieb zu nehmen, sagt Lawrow in Moskau. "Ich habe eine sehr feste Überzeugung: Die USA können auf keinem einzigen Gebiet Konkurrenz gebrauchen", sagt Lawrow bei seiner großen Pressekonferenz zum Jahresauftakt. Anlass war ein Drohnenangriff auf eine Gasverdichterstation für die Schwarzmeerpipeline Turkstream im südrussischen Gebiet Krasnodar. Mit Blick auf die bisher nicht aufgeklärten Sprengungen der Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und 2 im September 2022 kritisiert Lawrow auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er "wandte schweigend den Blick ab" und "wagte nicht, einen Pieps zu machen", als die Nord-Stream-Leitungen gesprengt wurden, sagt der Minister. Russland wirft den USA vor, hinter dem "Terroranschlag" zu stecken. Ukraine greift offenbar wichtige Luftwaffenbasis in Russland an 12.07 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Geheimdienstkreisen zufolge den russischen Luftwaffenstützpunkt Engels angegriffen. Dort sei ein Munitionslager getroffen worden, sagt ein Geheimdienstvertreter. Auf dem Stützpunkt Engels sind unter anderem Langstreckenbomber des Typs Tu-95 und strategische Bomber des Typs Tu-160 stationiert. Russland nutzt die Basis immer wieder für Angriffe auf die Ukraine. Es seien auch andere Ziele angegriffen worden. In dem Chemiewerk Alexinsky und in der Raffinerie Saratowsky seien Feuer ausgebrochen. Auch das Chemiewerk Brjansk sei getroffen worden. Britischer Experte warnt: Sabotage durch Russland ist Vorstufe zu Krieg 10.38 Uhr: Der britische Russland-Experte Keir Giles warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch Russland. In einem Interview zu seinem neuen Buch "Who Will Defend Europe?" mit der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws" bezeichnet Giles jüngste Sabotageakte in Westeuropa als Vorbereitung möglicher militärischer Operationen. "Die Sabotageakte, die als hybride Angriffe abgetan werden, sind in Wahrheit nichts anderes als Kriegshandlungen", sagt der Experte. Laut Giles verfolgen Sabotageakte und mögliche Raketenangriffe auf europäische Länder das Ziel, deren Bevölkerungen zu demoralisieren und Reaktionen auf einen Angriff gegen einen NATO-Verbündeten zu erschweren. Russland sei strategisch darauf ausgerichtet, Instabilität zu schüren, um eigene Vorteile zu sichern. Nach Ansicht von Giles unterschätzt Europa das Risiko russischer Aggressionen erheblich. Besonders problematisch sei die Uneinigkeit innerhalb der Nato sowie die begrenzte Verteidigungsfähigkeit europäischer Staaten. "Die europäischen Staaten allein haben schlichtweg keine ausreichenden Kapazitäten, um sich gegen Russland zu verteidigen", erklärt der Experte. Russland baue seine Armee schneller wieder auf, als die Ukraine sie zerstören könne. Moskau sei so in der Lage, nach dem Ukraine-Krieg weitere Ziele ins Visier zu nehmen. Ukraine greift wohl großflächig russische Industrie an 9:57 Uhr: Die Ukraine hat mit einem massiven Drohnenangriff in einer Reihe russischer Regionen offenbar mehrere Industrieobjekte beschädigt. Der Gouverneur der Region Saratow, Roman Busargin, bestätigt Einschläge in zwei Betrieben. Getroffen worden seien ein Industriebetrieb in Saratow und einer in der Stadt Engels, schreibt er auf Telegram. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben. Medienberichten zufolge wurde erneut das Treibstofflager getroffen, das nach einem Einschlag in der vergangenen Woche fünf Tage lang gebrannt hatte. Engels liegt etwa 600 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Von dem Luftwaffenstützpunkt steigen regelmäßig Bomber für den Beschuss des Nachbarlandes auf. Das Treibstofflager dient auch deren Versorgung. Angriffe auf ihre Regionen bestätigen auch die Gebietsverwaltungen von Tula, Orjol und Woronesch. In Tula sollen dabei mehrere Fahrzeuge und Wirtschaftsgebäude beschädigt worden sein. In Orjol seien 17 Drohnen abgeschossen worden. Größere Schäden habe es nicht gegeben, schreibt Gouverneur Andrej Klytschkow. Auch der Gouverneur von Woronesch meldet lediglich den Abschuss von Drohnen, ohne Schäden zu bestätigen. EU-Unternehmen zahlten 2023 rund drei Milliarden Euro Steuern an den Kreml 07.07 Uhr: Russland hat im Jahr 2023 trotz massiver westlicher Wirtschaftssanktionen rund drei Milliarden Euro an Steuern von EU-Unternehmen eingenommen. Das geht aus einer Studie der ukrainischen Nichtregierungsorganisationen B4Ukraine und Squeezing Putin sowie dem Kyiv School of Economics Institute. Demnach wachsen die Steuereinnahmen Russlands mit Unterstützung westlicher Firmen sogar auf 21,2 Milliarden Euro an, wenn Unternehmen aus nichteuropäischen Ländern, die ebenfalls die Ukraine unterstützen, einberechnet werden. Nach Beginn der russischen Vollinvasion haben viele große westliche Unternehmen Russland verlassen. Die Studienautoren konnten dennoch 1.600 Unternehmen untersuchen, die noch immer in Russland tätig sind: Mehr als 900 davon kommen aus den G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA. Außerdem zählten die Autoren insgesamt 827 EU-Unternehmen, die im vorvergangenen Jahr insgesamt 79 Milliarden Euro in Russland verdienten. Der Untersuchung zufolge verdient insbesondere der US-Tabakkonzern Philip Morris in Russland hohe Summen und spült damit Steuern in die russische Kriegskasse. Insgesamt soll der Konzern im Jahr 2023 knapp sieben Milliarden US-Dollar eingenommen und dafür 208 Millionen US-Dollar Steuern gezahlt haben. Im Vorjahr seien es noch 144 Millionen US-Dollar an Steuerzahlungen gewesen. Lindner: FDP würde Ukraine-Hilfen im Bundestag mittragen 06.01 Uhr: Die FDP ist nach Angaben ihres Parteichefs Christian Lindner bereit, ein mögliches Ukraine-Hilfspaket im Bundestag mitzutragen. "Wir haben für zusätzliche Ukraine-Hilfen in Höhe von drei Milliarden Euro schon im November Zustimmung signalisiert", sagt der Spitzenkandidat der Liberalen der Mediengruppe Bayern. "Man kann diese Summe problemlos finanzieren, ohne die Schuldenbremse mit einem Notlagenbeschluss auszusetzen. Das geht beispielsweise als außerplanmäßige Ausgabe." Lindner wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, die Hilfen zu blockieren. "Der ganze Vorgang entlarvt das Manöver von Olaf Scholz im November: Er wollte 15 Milliarden Euro neue Schulden an der Schuldenbremse vorbei von mir erpressen, um drei Milliarden davon an die Ukraine zu geben. Unter anderem daran ist die Ampel ja zerbrochen." Dass er nun die Ukraine-Hilfen blockiere, zeige, dass die Prioritäten des Kanzlers nicht bei der Ukraine lägen. Faeser warnt vor Russlands hybriden Angriffen: "Putin agiert absolut skrupellos" 04.35 Uhr: Knapp drei Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine sieht Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) eine neue Dimension der Bedrohung durch Russland. "Putin agiert absolut skrupellos", sagt Faeser der "Süddeutschen Zeitung". Die Bedrohung zeige sich in Angriffen auf die Zivilbevölkerung, Cyberangriffen, Desinformationskampagnen und Sabotage. Angriffe auf kritische Infrastrukturen und Unternehmen seien zu verzeichnen, auch bei Sabotage und Spionage gebe es einen deutlichen Anstieg der Vorfälle. Deutschland stehe als größter Unterstützer der Ukraine in Europa im Fokus russischer Aggression. Die Bundesregierung prüfe daher den Ausbau von Schutzräumen, so Faeser. Derzeit gebe es nur rund 480.000 Plätze für gut 80 Millionen Menschen. "Ziel ist ein System, das Menschen sehr schnell auf ihrem Handy zeigt, wo sie in der Nähe Schutz finden können." Zudem wirft sie Moskau vor, Migration zu instrumentalisieren, um Staaten zu destabilisieren. Grenzkontrollen seien daher weiterhin notwendig. Trump plant rasches Treffen mit Putin 2.24 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump kündigt ein zeitnahes Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach seinem Amtsantritt an. "Ich weiß, dass er sich treffen will, und ich werde mich sehr bald mit ihm treffen. Ich hätte es früher getan, aber … man muss im Amt sein", sagt Trump der Nachrichtenplattform Newsmax. Einen genauen Termin nennt er nicht. Es wäre das erste Treffen der beiden Staatschefs seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022. Auf die Frage nach seiner Strategie zur Beendigung des Krieges antwortet Trump: "Nun, es gibt nur eine Strategie und es liegt an Putin, und ich kann mir nicht vorstellen, dass er allzu begeistert darüber ist, wie es gelaufen ist, denn es ist für ihn nicht gut gelaufen." Pistorius: Wollen Ukraine mit mehr Rüstung unterstützen 0.37 Uhr: Deutschland und vier weitere europäische Nato-Partner haben bei einem Treffen in Polen weitere Unterstützung für die Ukraine mit Waffen- und Materiallieferungen angekündigt. Wenn das Geld und die Rüstungskapazitäten für die Produktion vorhanden seien, dann sei die Ukraine "selbst am schnellsten damit, ihre eigenen Truppen mit Material und Waffen zu versorgen", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag vor Journalisten nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Polen, Frankreich und Italien, Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, Sébastien Lecornu und Guido Crosetto, sowie dem britischen Verteidigungs-Staatssekretär Luke Pollard in Helenow nahe Warschau. Die fünf Länder wollen zudem auf eine engere Zusammenarbeit ukrainischer und europäischer Waffenhersteller setzen. Pistorius nannte in diesem Zusammenhang insbesondere den Bereich Software, aber auch die Herstellung von Munition und den Bau von Drohnen. Der Minister verwies dabei auf bereits vorhandene Vorzeigeprojekte bei der Zusammenarbeit, etwa bei der Drohnenproduktion. Drohnensoftware aus Deutschland habe dank der Erfahrung der Ukrainer "weiterentwickelt" werden können, sagte Pistorius. "Also profitieren beide Seiten von dieser Zusammenarbeit." Neben den Materiallieferungen ist die Stärkung der ukrainischen Rüstungsindustrie laut Pistorius "eine entscheidende Stellschraube, an der wir drehen wollen und müssen". Hauptziel müsse es weiterhin sein, "dass die Ukraine ganz generell, aber gerade auch industriell aus einer Position der Stärke heraus agieren kann". Russland greift die Ukraine massiv mit Drohnen an – mit perfider Taktik 0.30 Uhr: Das russische Militär hat die Ukraine am späten Abend erneut mit Drohnenschwärmen überzogen. Die Kampfdrohnen flogen aus verschiedenen Himmelsrichtungen ein, wie die ukrainischen Medien berichteten. Ein exaktes Ziel der unbemannten Flugkörper war nicht erkennbar. In der Nacht zuvor wurden nach Angaben der Flugabwehr 78 russische Kampfdrohnen abgeschossen, 31 sogenannte Köderdrohnen ohne Sprengsätze wurden elektronisch abgewehrt. Mit den Köderdrohnen will die russische Armee die Bestände an Flugabwehrmitteln der Ukraine erschöpfen, um dann mit Drohen, die mit Sprengstoff beladen sind, ins Ziel zu bringen. So wird die Armee Kiews dazu gezwungen, wertvolle Flugabwehrmunition zu verschwenden, die dann an anderer Stelle fehlt. Gasstreit: Fico lädt Selenskyj ein – der reagiert 0.20 Uhr: Nach wochenlangen gegenseitigen Vorwürfen und Drohungen hat der slowakische Regierungschef Robert Fico den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einer Aussprache in die Slowakei eingeladen. In einem vom Regierungsamt in Bratislava veröffentlichten "Offenen Brief" an das ukrainische Staatsoberhaupt erinnerte der linksnationale Ministerpräsident daran, dass die Slowakei ihr Nachbarland stets unterstützt habe. Selenskyj möge für seinen Besuch die soeben neu eröffnete direkte Bahnverbindung aus Kiew in die Slowakei nutzen. Selenskyj reagierte mit einer Gegeneinladung auf der Plattform X. "OK, komm dann am Freitag nach Kiew", lautete seine kurze, auf Englisch gefasste Reaktion auf Ficos Einladung. Fico fasste seine Sicht zusammen, dass der ukrainische Transitstopp für russisches Gas nicht nur der Slowakei, sondern auch der EU und der Ukraine selbst schade. Er appelliere an die ukrainische Seite, sich an Gesprächen dazu auf EU-Ebene zu beteiligen. Die Slowakei biete sich außerdem als Gastgeber für ukrainisch-russische Friedensverhandlungen an. Zuvor hatte Fico der Ukraine mit "Gegenmaßnahmen" für den Stopp des Gastransits gedroht. Die Ukraine hatte den Transit zu Jahresbeginn wie angekündigt eingestellt. Montag, 13. Januar Europäer wollen Ukraine mit mehr Rüstungskooperation stärken 23.20 Uhr: Deutschland will gemeinsam mit vier großen europäischen Partnern größere Anstrengungen für eine Stärkung der ukrainischen Rüstungsindustrie im Verteidigungskampf gegen Russland unternehmen. "Wenn das Geld da ist, wenn die Rüstungskapazitäten für die Produktion da sind, dann ist die Ukraine selbst am schnellsten damit, die eigenen Truppen zu mit Material und Waffen zu versorgen", sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zum Abschluss eines Treffens mit seinen Amtskollegen aus Polen, Frankreich, Großbritannien und Italien in einem Vorort von Warschau. Die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der Ukraine bei der Rüstungsproduktion seien bislang nicht ausgeschöpft, sagt Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Dies sei auch Gegenstand der Gespräche mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umerow gewesen, der per Video zugeschaltet war. Es gehe sowohl um Joint-Venture-Initiativen zur Entwicklung von Produktionskapazitäten in den europäischen Ländern, als auch um die Entwicklung von gemeinsamen Initiativen mit der Ukraine. "2025 muss das Jahr des Ausbaus der Rüstungsindustrie in Europa werden", sagt Kosiniak-Kamysz. Europa müsse Einigkeit zeigen, nicht nur in Worten über Werte, sondern in der Umsetzung dieser Werte. Biden: Putin hat keines seiner strategischen Ziele erreicht 21.02 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Auffassung von US-Präsident Joe Biden im Ukraine-Krieg keines seiner strategischen Ziele erreicht. In der letzten außenpolitischen Grundsatzrede seiner Amtszeit würdigte Biden am Montag die Unterstützung der westlichen Staaten für die Ukraine. Putin habe schließlich "keines seiner strategischen Ziele erreicht", sagte der scheidende US-Präsident. Allerdings gebe es noch mehr zu tun, die Verbündeten dürften die Ukraine nun nicht allein lassen, sagte Biden. Kreml und Iran wollen Abkommen unterzeichnen 16.42 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Amtskollege Masoud Peseschkian planen für den 17. Januar die Unterzeichnung eines strategischen Partnerschaftsabkommens bei einem Treffens in Russland. Das teilt die Pressestelle des Kremls mit. Die Vereinbarung soll die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Transport, Logistik sowie humanitäre Angelegenheiten stärken und aktuelle regionale und internationale Themen adressieren. Bereits im Dezember 2024 hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums angekündigt, das Abkommen bis Ende Januar abzuschließen. Laut der "Moscow Times" bildet der Ausbau des Nord-Süd-Transportkorridors, einer Infrastrukturverbindung zwischen Russland, Iran und anderen Ländern, einen zentralen Bestandteil der Partnerschaft. Zudem liefert Iran Russland Drohnentechnologie, darunter die Shahed-Drohnen. Wohl 1.700 ukrainische Elitesoldaten geflohen 11.31 Uhr: Nach zahlreichen Desertationen in einer Eliteeinheit wird die Kritik am ukrainischen Militär immer lauter. Die Verantwortlichen reagieren mit Ausflüchten. Mehr dazu lesen Sie hier. Kreml: Noch keine konkreten Vorbereitungen für Treffen zwischen Putin und Trump 11.21 Uhr: Der Kreml teilt mit, es gebe noch keine konkreten Vorbereitungen für ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem kommenden US-Präsidenten Donald Trump. Es gebe aber den politischen Willen für eine solche Zusammenkunft. Ein hochrangiger Trump-Berater hatte gesagt, ein Gespräch werde in den kommenden Tagen oder Wochen erwartet. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt zudem, Sicherheitsgarantien würden für Russland und für die Ukraine integraler Bestandteil einer möglichen Einigung auf ein Kriegsende sein. Russland: Ukrainischer Drohnenangriff auf Turkstream-Pipeline abgewehrt 11.07 Uhr: Moskau hat der Ukraine einen Drohnenangriff auf die Turkstream-Pipeline vorgeworfen, mittels derer russisches Erdgas über die Türkei nach Europa gelangt. Die ukrainische Armee habe am Samstag versucht, eine Verdichterstation der Gaspipeline in der Region Krasnodar im Süden Russlands mit neun Drohnen zu attackieren, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag mit. Alle Drohnen seien abgeschossen worden, herabfallende Trümmer einer Drohne hätten kleinere Schäden verursacht. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben jedoch nicht. Die Station befindet sich in dem Dorf Gai-Kodsor nahe der russischen Schwarzmeerküste, gegenüber der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge arbeitete die Anlage weiterhin normal, die Versorgung sei nicht unterbrochen worden. Die 2020 eingeweihte Turkstream-Pipeline verläuft 930 Kilometer unter dem Schwarzen Meer und verbindet die russischen Küstenstadt Anapa mit dem türkischen Ort Kiyiköy an der Schwarzmeerküste. Von dort aus wird das Gas dann in die Balkanländer transportiert. Es ist die letzte aktive Pipeline, durch die russisches Gas nach Europa gelangt. Sie hat eine Kapazität von jährlich 31,5 Milliarden Kubikmetern. Offenbar bereits 300 nordkoreanische Soldaten in der Ukraine gefallen 7.56 Uhr: Im Kampf gegen die Ukraine sollen laut Südkoreas Nachrichtendienst NIS bisher rund 300 nordkoreanische Soldaten ums Leben gekommen sein. Weitere 2.700 Soldaten aus Nordkorea seien zudem verwundet worden, sagt der Abgeordnete Lee Seong Kweun laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap. Mehr dazu lesen Sie hier. Kiew: Luftangriff trifft russisches Hauptquartier 5.15 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigener Darstellung eine russische Befehlsstelle in den besetzten Gebieten im Osten des Landes zerstört. Wie der Generalstab in Kiew auf Facebook mitteilte, wurde nach entsprechender Aufklärung ein Luftangriff gegen den Stab der russischen Gardeeinheit südöstlich von Pokrowsk am Rande des Donbass durchgeführt. "Treffer", schrieb die Generalität in Kiew zum Ergebnis des Angriffs. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Selenskyj sieht Slowaken Fico auf falschem Weg 4.15 Uhr: Die umstrittene Moskau-Reise des slowakischen Regierungschefs Robert Fico hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu weiterer Kritik am Nachbarn bewegt. "Es war ein klarer Fehler Ficos, zu glauben, dass er seine zwielichtigen Geschäfte mit Moskau unendlich fortsetzen kann", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Vor dem Stopp des russischen Erdgas-Transits durch die Ukraine habe Kiew der Slowakei helfen wollen, doch habe Fico dieses Angebot "arrogant abgelehnt", so Selenskyjs Darstellung. Und das, obwohl ihn viele europäische Politiker gewarnt hätten. Jetzt versuche er, "mit PR, Lügen und lauten Anschuldigungen die Schuld von sich auf andere abzuwälzen", schrieb Selenskyj weiter. "Aber das Problem ist, dass er auf Moskau gesetzt hat, nicht auf sein Land, nicht auf ein geeintes Europa und nicht auf den gesunden Menschenverstand", argumentierte Selenskyj. "Das war von Anfang an eine verlorene Wette." Schwere Kämpfe im Osten der Ukraine 2.34 Uhr: Die Umgebung der ostukrainischen Stadt Pokrowsk ist nach Darstellung des Generalstabs in Kiew einmal mehr zum Schauplatz schwerster Kämpfe geworden. Russische Truppen seien dort im Tagesverlauf zu insgesamt 50 Sturmläufen gegen die Verteidigungslinien angetreten, heißt es in dem am Abend in Kiew veröffentlichten Lagebericht. Russland habe im Verlauf des Tages 376 Soldaten verloren, unter ihnen 184 Gefallene. Die Zahlen konnten nicht unabhängig überprüft werden. Rund um den Verkehrsknotenpunkt Pokrowsk seien die russischen Truppen inzwischen zu einer neuen Taktik übergegangen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf ukrainische Militärquellen. Demnach versuchten die russischen Truppen, die inzwischen stark befestigte Stadt zu umgehen. Die aus dem Süden vorgehenden russischen Einheiten zielten inzwischen auf Positionen im Westen der Stadt, um Pokrowsk möglichst vom Nachschub abzuschneiden. "Sie wissen, dass sie beim Direktangriff gegen Pokrowsk viele Soldaten verlieren, also haben sie die Strategie geändert und versuchen jetzt, die Stadt von Süden her anzugreifen und zu umgehen", zitierte das Blatt einen ukrainischen Experten. Ein Erfolg an dieser Stelle würde dem russischen Militär den Weg nach Pawlohrad und später auch zur Großstadt Dnipro öffnen. Designierter Berater: Bald Telefonat von Trump und Putin 1.16 Uhr: Der designierte Sicherheitsberater des künftigen US-Präsidenten Donald Trump rechnet nach eigenen Worten damit, dass es schon bald ein Telefonat zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geben wird. "Ich erwarte (...) ein Telefonat in den kommenden Tagen und Wochen", sagt Mike Waltz in einem Interview des Senders ABC. Selenskyj will Los Angeles mit Feuerwehrleuten helfen 0.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA Hilfe bei der Bekämpfung der schweren Brände in Los Angeles angeboten. 150 Feuerwehrleute stünden bereit, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. An der Umsetzung des Hilfsangebots werde gearbeitet. Die USA sind der wichtigste Unterstützer der Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression. Zugleich drohte die Republikanische Partei des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, die militärische Unterstützung der Ukraine zurückzufahren. Trump wiederum kündigte an, dass er ein Ende des seit Februar 2022 andauernden Krieges erreichen wolle – wie genau, ist bisher unklar geblieben. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier. So können Sie für die Ukraine spenden Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen , an die Sie spenden können.