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Ukraine-Krieg: Kursk-Bewohner appellieren an Wladimir Putin

In Russland kommt es zu einer seltenen Protestaktion. Der ukrainische Präsident fordert eine Beteiligung der USA an möglichen Friedenstruppen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Bewohner von Kursk fordern mehr Hilfe vom Kreml 19.35 Uhr : In einer seltenen Protestaktion haben Bewohner der westrussischen Region Kursk in Online-Netzwerken mehr Einsatz für Angehörige im ukrainisch besetzten Teil gefordert. Sie appellieren an die Führung Russlands und der Ukraine sowie internationale Organisationen, "uns dabei zu helfen, das Leben unserer Familienmitglieder zu retten", heißt es in einem Beitrag auf dem in Russland äußerst beliebten Onlinenetzwerk VKontakte, der seit Freitag vielfach weiterverbreitet wurde. In dem von Bildern der Angehörigen begleiteten Post ist von "rund 3.000 Zivilisten" die Rede, die sich in der Gegend um die Kleinstadt Sudscha unter ukrainischer Besatzung befänden. In der Botschaft wurde der russische Hashtag #JaMiSudscha verwendet, was auf Deutsch so viel heißt wie "Ich und wir für Sudscha". Eine der Initiatorinnen der Aktion, die 37-jährige Ljubow Prilutskaja, die nach eigenen Angaben seit fünf Monaten vergeblich versucht, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, hatte zuvor am 10. Januar den russischen Behörden vorgeworfen, sich nicht um die unter ukrainischer Besatzung lebenden Menschen zu kümmern. Zudem kritisierte sie eine von der russischen Menschenrechtsbeauftragten Tatjana Moskalkowa erstellte Liste mit 517 Namen vermisster Menschen. Moskalkowa räumte später ein, die Liste sei "längst nicht vollständig". Prilutskaja beklagt gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass bislang "wenige Menschen" ihre Botschaft beachtet hätten. "Zwischen den Zeilen" sei ihr gesagt worden, dass "niemand anstrebt, unsere Angehörigen aus dieser Lage zu befreien". Neue Details bekannt: Die selbstmörderische Taktik der Nordkoreaner in Kursk 18.48 Uhr: Die nordkoreanischen Soldaten in Diensten des Kreml sind keine Anfänger. Ihr Vorgehen im Gefecht stellt die ukrainischen Truppen vor neue Herausforderungen. Was ukrainische und US-Beamte über die Taktiken der Nordkoreaner berichten, lesen Sie hier. Kreml-Gegner muss lebenslang in Haft 18.33 Uhr : Ein russisches Gericht hat die lebenslange Haftstrafe für den verurteilten Täter des Bombenanschlags auf den kremlnahen Schriftsteller Sachar Prilepin bestätigt. Der Einspruch des Verurteilten Alexander Permjakow gegen den im vergangenen September ergangenen Richterspruch wurde von einem Militärgericht abgelehnt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete. Bei dem Anschlag im Mai 2023 war Prilepin schwer verletzt worden. Zwei Bomben, die Permjakow laut dem Gericht unter der Straße vor Prilepins Wohnsitz in der nordöstlichen Region Nischni Nowgorod platziert hatten, hatten demnach sein Auto in die Luft gejagt und Prilepins Fahrer getötet. Vor Gericht hatte Permjakow erklärt, der ukrainische Geheimdienst SBU habe ihm 20.000 Dollar für den Mord an Prilepin versprochen. Moskau wirft der Ukraine mehrere Morde an prominenten Persönlichkeiten in Russland vor, unter anderem den Anschlag auf Darja Dugina, Tochter des ultranationalistischen Ideologen Alexander Dugin, im August 2022. Die Ukraine hat sich nicht offiziell zu dem Anschlag auf Prilepin bekannt, den Schriftsteller jedoch als "echten Kriegsverbrecher" bezeichnet. Der 49-jährige Prilepin ist bekannt für seine Bücher, in denen er seine Erfahrungen in der russischen Armee in Tschetschenien und als Mitglied einer verbotenen nationalistischen Gruppe verarbeitet. Prilepin kämpfte außerdem im Jahr 2014 gemeinsam mit prorussischen Separatisten in der Ukraine. Selenskyj: Putin wollte mich ersetzen 18.06 Uhr : Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in der Schweiz Einblicke in die Gespräche mit Moskau zu Beginn des russischen Angriffskrieges im Frühjahr 2022 gegeben. Kremlchef Wladimir Putin habe damals seinen Vertrauten, den prorussischen ukrainischen Politiker Viktor Medwedtschuk, als neuen Staatschef in Kiew einsetzen wollen. Selenskyj berichtete vor Journalisten beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, dass im März 2022 Ukrainer als angebliche Abgesandte Putins zu ihm gekommen seien. "Sie sagten, dass ich abtreten soll, dass sie mich durch den prorussischen Medwedtschuk ersetzen, dass ich nicht mehr Präsident bin." Nach Angaben Selenskyjs verlangte Moskau außerdem die Kontrolle über den Donbass, Änderungen an der ukrainischen Verfassung, die Anerkennung von Russisch als eine Amtssprache. Militärisch sollte die Ukraine ihre Armee verkleinern, alle Waffen mit einer Reichweite von mehr als 20 Kilometern abgeben sowie auf einen Nato-Betritt verzichten. Der prorussische Oppositionspolitiker Medwedtschuk entkam zu Kriegsbeginn im Februar 2022 aus dem Hausarrest in Kiew. Im April wurde er festgenommen. Im September tauschte ihn Moskau gegen 200 ukrainische Kriegsgefangene aus. Die Angaben Selenskyjs waren nicht unmittelbar überprüfbar. Sie passen aber zu dem, was über die damaligen ukrainisch-russischen Gespräche zuerst in Belarus, später in der Türkei bekannt ist. Moskau beharrt bis heute darauf, dass es in Istanbul ein fertiges Abkommen gab. Die Ukraine habe auf westlichen Druck nicht unterschrieben. Trump droht Putin mit hohen Zöllen bei Fortgang des Ukraine-Kriegs 17.12 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Kreml-Chef Wladimir Putin mit massiven Zöllen auf russische Produkte gedroht, sollte dieser nicht in ein Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs einwilligen. Wenn nicht bald ein "Deal" zum Ende des Kriegs gemacht werde, "habe ich keine andere Wahl als Steuern , Zölle und Sanktionen auf alles zu verhängen, was von Russland an die Vereinigten Staaten verkauft wird", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinenetzwerk Truth Social. Bereits am Dienstag hatte er Putin mit einer Verschärfung der Russland-Sanktionen gedroht. Selenskyj fordert US-Kontingent für Friedenstruppen 16.43 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert eine Teilnahme von US-Soldaten an einer möglichen Friedenstruppe in der Ukraine. Die europäischen Staaten hätten nicht ausreichend Soldaten, um eine realistische Abschreckung gegenüber Russland zu gewährleisten, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem Interview. "Es geht nicht ohne die Vereinigten Staaten", so Selenskyj. "Auch wenn einige europäische Freunde denken, dass es sein kann, nein, es kann nicht sein. Niemand wird ohne die Vereinigten Staaten ein Risiko eingehen." Bereits am Dienstag hatte Selenskyj bereits 200.000 Soldaten als Größenordnung einer Friedenstruppe genannt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte die Idee ursprünglich für die Zeit nach einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ins Spiel gebracht. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte allerdings schon vor Amtsantritt Insidern zufolge klar gemacht, dass er keine US-Soldaten für die Sicherheit der Ukraine entsenden würde. Die Europäer müssten eine Friedenstruppe alleine stellen. Litauens Außenminister: Russlands Attacken haben "andere Qualität" 14.33 Uhr: Der litauische Außenminister Kestutis Budrys fordert von der Nato ein robusteres Vorgehen gegen russische Sabotage-Attacke. Früher sei noch die Rede von hybriden Attacken gewesen, weil dahinter verschiedene Akteure gestanden hätten, die von der russischen Regierung kontrolliert worden seien, sagt Budrys dem Magazin "Der Spiegel" laut Vorabmeldung. "Mittlerweile haben wir es mit Sabotage-Operationen zu tun, mit realen Angriffen." Die Attacken seien also "nicht mehr hybrid, das hat eine andere Qualität", hebt der Litauer in dem Interview hervor. Die Angriffe würden "vom Militärgeheimdienst geplant und ausgeführt". "Und wenn das Militär dafür verantwortlich ist, müssen wir auch unseren Umgang mit diesen Angriffen ändern", mahnt Budrys. Ihm zufolge hat Russland die hybriden Angriffe ausgeweitet. "Wir müssen als Alliierte darauf robuster reagieren, wenn wir verhindern wollen, dass Russland nicht auch die nächsten Schritte der Eskalation unternimmt", sagt Budrys. Noch gebe es "nicht überall in Europa das nötige Verständnis, um die richtigen Entscheidungen zu treffen". Heftige Kämpfe in Kursk: Ukraine verteidigt Stellungen 13 Uhr: Ukrainische Spezialeinheiten haben in der russischen Region Kursk acht Stunden lang einen Angriff nordkoreanischer Soldaten abgewehrt, bevor sie sich zurückzogen. Dabei sollen sie 21 Angreifer getötet und 40 weitere verletzt haben, wie das 8. Regiment der Spezialkräfte am Mittwoch mitteilte. Ein von den ukrainischen Spezialkräften veröffentlichtes Video zeigt eine große Gruppe mutmaßlicher nordkoreanischer Soldaten, die ein offenes Feld und ein Waldgebiet überqueren. In weiteren Aufnahmen ist ein intensiver Nahkampf zu sehen – nur wenige Dutzend Meter trennen die beiden Seiten. Am Ende zeigt das Video getötete Soldaten, bei denen es sich laut ukrainischen Angaben um Nordkoreaner handeln soll. Nordkorea hat nach ukrainischen Angaben rund 12.000 Soldaten in die Region Kursk entsandt. Im Gegenzug für die Truppenentsendung soll Russland über 2.000 US-Dollar pro nordkoreanischen Soldaten zahlen. Unklar ist, wie viel davon tatsächlich an die Soldaten selbst oder an die Regierung in Pjöngjang geht. Ukraine: 1.200 russische Angriffe auf Energieanlagen seit 2022 12.41 Uhr : Russland hat seit Beginn des Krieges nach ukrainischen Angaben Energieanlagen in der Ukraine 1.200 Mal angegriffen. Darunter seien über 800 Angriffe auf Umspannwerke sowie Verteilungs- und Stromleitungen, über 250 Angriffe auf Anlagen zur Energieerzeugung und über 30 Angriffe auf Gasanlagen, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko. Charkiw: Russische Armee meldet Einnahme von weiterem Ort 11.49 Uhr: Die russische Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine eine weitere Ortschaft eingenommen. Wie das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilt, übernahmen die Streitkräfte die Kontrolle über das Dorf Sapadne, das rund vier Kilometer vom Westufer des Flusses Oskil entfernt liegt. Der Fluss Oskil bildete lange Zeit die Frontlinie zwischen der ukrainischen und der russischen Armee. Anfang Januar war es den russischen Soldaten allerdings gelungen, einen Brückenkopf am Westufer des Flusses zu errichten. Die Einnahme von Sapadne stellt demnach einen weiteren Geländegewinn dar. Die russischen Streitkräfte rücken derzeit in der Region Charkiw nördlich der Stadt Kupjansk vor. Die Region steht unter ständigem Beschuss. Nach Angaben von Gouverneur Oleh Synegubow wurden innerhalb von einem Tag zehn Zivilisten verletzt. Parallel dazu steht die russische Armee auch kurz vor einer Einnahme der wichtigen Stadt Pokrowsk in der Region Donezk. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Dienstag von einer "schwierigen Situation" im Osten des Landes. Russland sieht "kleines Zeitfenster" für Verhandlungen mit USA 11.48 Uhr: Russland sieht ein kurzes Zeitfenster für Verhandlungen mit den USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump. "Wir können heute noch nichts über die Verhandlungsfähigkeit der neuen Regierung sagen, aber im Vergleich zu der Hoffnungslosigkeit in jeder Hinsicht des vorherigen Chefs des Weißen Hauses (Joe Biden) gibt es heute ein mögliches Zeitfenster, wenn auch ein kleines", sagt der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow in einer Rede am Institut für US- und Kanadastudien, einer Denkfabrik in Moskau. Zunächst müsse Russland verstehen, mit was und mit wem es zu tun habe, um die Chancen maximieren und die Risiken minimieren zu können. Kallas: Russischer Angriff "in drei bis fünf Jahren" möglich 10.57 Uhr: Geheimdienste warnen nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas vor einem möglichen russischen Angriff ab 2028. "Viele unserer nationalen Geheimdienste geben uns die Information, dass Russland in drei bis fünf Jahren die Verteidigungsbereitschaft der EU testen könnte", sagt die frühere estnische Regierungschefin bei einer Veranstaltung der Europäischen Verteidigungsagentur in Brüssel . Mehr dazu lesen Sie hier . Ukraine meldet 99 Drohnenangriffe aus Russland in der Nacht 10.21 Uhr: Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht mit 99 Drohnen angegriffen. 65 Drohnen seien abgefangen worden, 30 seien von den Radaren verschwunden, ohne ihre Ziele erreicht zu haben. In sechs Regionen sei es zu Schäden gekommen, meldet die Luftwaffe. Indische Banken stoppen Zahlungen für russisches Öl 7.14 Uhr: Indische Banken haben die Zahlungen für russisches Öl eingefroren, nachdem die USA neue Sanktionen gegen Moskaus Finanzsystem verhängt hatten. Laut einem Bericht des Energieinformationsunternehmens Energy Intelligence betrifft dies insbesondere Transaktionen über die staatlichen Banken State Bank of India und Punjab National Bank. Grund für das vorläufige Ende der Zahlungen aus Indien sind neue Sanktionen der USA gegen Russland, die der ehemalige US-Präsident Joe Biden am 10. Januar angekündigt hatte. Die Sanktionen betreffen die staatlichen Energiekonzerne Gazprom Neft, Surgutneftegas und etwa 200 Schiffe der russischen "Schattenflotte". Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde Indien zum weltweit größten Importeur von russischem Öl. Auf das asiatische Land entfiel im Jahr 2024 fast die Hälfte aller russischen Rohölexporte auf dem Seeweg. Trump stellt weitere Sanktionen gegen Russland in Aussicht 4.13 Uhr: US-Präsident Donald Trump zieht weitere Sanktionen gegen Russland in Betracht. Auf die Frage, ob er solche Maßnahmen ergreifen werde, falls Russlands Präsident Wladimir Putin im Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht zu Verhandlungen bereit sei, antwortete Trump in Washington: "Klingt wahrscheinlich." Der Republikaner zeigte sich zudem offen für Gespräche mit dem Kremlchef und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: "Wann immer sie wollen, werde ich mich mit ihnen treffen." Selenskyj wolle gerne Frieden haben, führte Trump aus. "Aber zum Tango gehören immer zwei." Trump kritisierte erneut, dass die USA finanziell unverhältnismäßig stark für den Konflikt in die Pflicht genommen würden, und forderte eine größere Unterstützung durch die Europäische Union. Scholz: Müssen auch nach Kriegsende ukrainische Armee ausrüsten 0.01 Uhr: Deutschland hat laut Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch nach einem Friedensschluss eine Verantwortung für die Ukraine. "Erst mal wäre es eine gute Nachricht, wenn der Krieg in der Ukraine zu Ende geht. Doch auch dann wären wir noch gefordert, um der Ukraine eine sichere Zukunft zu ermöglichen", sagt Scholz der Funke-Mediengruppe. "Es wird dann um Sicherheitsgarantien gehen, und auch darum, wie die Ukraine eine starke Armee unterhalten kann, die wir gemeinsam ausrüsten." Darüber werde es "in der nächsten Zeit" Diskussionen mit den Verbündeten geben. "Aktuell verbieten sich aber solche Spekulationen", so Scholz. Denn es dürfe nichts über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg entschieden werden. Und es gebe noch längst keinen Frieden. Dienstag, 21. Januar Merz: Ukraine-Krieg hätte längst beendet sein können 19.46 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat die mangelnde Unterstützung des Westens für die Ukraine nach dem russischen Überfall 2022 kritisiert. "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dieser Krieg hätte beendet werden können, wenn wir sie vorher besser unterstützt hätten", sagt der CDU-Chef auf dem Wirtschaftsforum in Davos. "Aber jetzt befinden wir uns in einer sehr kritischen Phase", fügt er mit Blick auf die neue US-Regierung hinzu. Er werde dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, den er am Abend in Davos treffe, sagen, dass er sich auf Deutschland verlassen könne. Dieser Krieg müsse zu Ende gehen, aber nicht aus einer Position der Schwäche der Ukraine heraus. "Er wird nur aus einer Position der Stärke heraus enden." Selenskyj äußert Zweifel an Trumps Absichten 17.14 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Zweifel am Engagement des neuen US-Präsidenten Donald Trump für die Nato und die Sicherheit Europas geäußert. "Wird Präsident Trump Europa überhaupt beachten? Hält er die Nato für notwendig?", fragt Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Und wird er die europäischen Institutionen respektieren?" "Wir brauchen eine geeinte europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik", fügt der ukrainische Präsident in seiner Rede hinzu. Alle europäischen Länder müssten bereit sein, "so viel für Sicherheit auszugeben, wie wirklich benötigt wird". Europa müsse in der Lage sein, "sich selbst zu verteidigen." Selenskyj: Friedenstruppe benötigt mindestens 200.000 Soldaten 16.43 Uhr: Im Falle einer Stationierung von Friedenstruppen in der Ukraine werden dafür nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 200.000 Soldaten benötigt. Andernfalls sei es so gut wie nichts, sagt Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte in der europäischen Diskussion für die Zeit nach einem Waffenstillstand im Krieg Russlands gegen die Ukraine Friedenstruppen ins Spiel gebracht. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte allerdings schon vor Amtsantritt Insidern zufolge klargemacht, dass er keine US-Soldaten für die Sicherheit der Ukraine entsenden würde. Die Europäer müssten eine Friedenstruppe allein stellen. Selenskyj will sich mit Trump treffen 15.56 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereitet sein Land eine Zusammenkunft von ihm mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump vor. "Die Teams arbeiten an einem Treffen", sagt Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Ein Datum stehe noch nicht fest. Chefpsychiater der ukrainischen Armee festgenommen 16.15 Uhr: Der leitende Psychiater der ukrainischen Armee ist wegen eines nicht deklarierten Millionenvermögens festgenommen worden. Der Beamte habe Besitztümer in Höhe von etwa einer Million Dollar, die er seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine angehäuft hatte, nicht offengelegt, erklärt der ukrainische Geheimdienst SBU. Die Festnahme ist die jüngste in einer Reihe von Anti-Korruptionsmaßnahmen in der ukrainischen Armee. Insgesamt habe der Psychiater den Besitz von zwei Wohnungen in Kiew, einer in Odessa, Grundstücken außerhalb von Kiew und vier Luxusautos nicht angegeben, erklärt der SBU. Außerdem seien bei Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit den Ermittlungen 152.000 Dollar und 34.000 Euro in bar gefunden worden. Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der Beschuldigte war neben seiner Rolle als Psychiater auch stellvertretender Leiter der Kommission für Wehrtauglichkeit. Diese Kommission war seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 so häufig in Korruptionsskandale verwickelt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Oktober des vergangenen Jahres ihre Auflösung verkündete. In diesem Zusammenhang war im vergangenen Jahr auch der ukrainische Generalstaatsanwalt zurückgetreten. Ukraine zielt bei Drohnenangriff auf russisches Flugzeugwerk 11.24 Uhr: Die Ukraine hat bei nächtlichen Drohnenangriffen ein Flugzeugwerk im westrussischen Gebiet Smolensk ins Visier genommen. Auf Videos in sozialen Netzwerken sind mehrere Explosionen in der Stadt zu sehen. "Vorläufigen Informationen nach brennt nach der Attacke das Flugzeugwerk", berichtet das unabhängige Internetportal "Astra". Dafür gab es keine offizielle Bestätigung. Gouverneur Wassili Anochin schreibt von einzelnen Brandschäden an Wohnhausdächern durch Drohnentrümmer. Er warnt zugleich vor dem Auftauchen von Fakes über angebliche Einschläge von Drohnen. Das 1926 gegründete Flugzeugwerk von Smolensk steht wegen der Produktion von Luft-Boden-Raketen auf westlichen Sanktionslisten. Andrij Kowalenko, der Leiter des dem ukrainischen Präsidenten unterstellten Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Sicherheitsrat, bestätigte den Angriff. Er erklärt, in der Fabrik würden Kampfjets vom Typ Su-25 modernisiert. Russland nimmt ukrainische Ortschaft ein 10.15 Uhr: Die russischen Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau eine weitere Ortschaft im Osten der Ukraine eingenommen. Wowkowe in der Region Donezk stehe jetzt unter russischer Kontrolle, teilt das Verteidigungsministerium der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Die russischen Truppen gewinnen an der Ostfront seit geraumer Zeit stetig an Boden. Ukraine wehrt russische Drohnen ab 9.45 Uhr: Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht mit 131 Drohnen und vier Raketen angegriffen. 72 Drohnen seien abgefangen worden. 59 Drohnen seien von den Radaren verschwunden, ohne ihre Ziele erreicht zu haben. In zwei Regionen seien Gebäude beschädigt worden, teilt die Luftwaffe mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Rubio: Beide Seiten müssen etwas aufgeben 9.35 Uhr: Der neue US-Außenminister Marco Rubio hat betont, dass sowohl Russland als auch die Ukraine Kompromisse eingehen müssten, um den Krieg zu beenden. Wie CNN berichtet, erklärt Rubio, dass kein Konflikt beigelegt werde, ohne dass beide Seiten "etwas aufgeben" müssten. Eine konkrete Einschätzung, welche Zugeständnisse die Ukraine machen könnte, vermeidet er jedoch. Gleichzeitig macht er deutlich, dass Russland in diesem Krieg der Aggressor sei. Rubio betont, dass Verhandlungen über mögliche Kompromisse nicht öffentlich geführt werden sollten. "Wir werden den Verhandlungen nicht vorgreifen", sagt er und erklärt, dass Russland und die Ukraine letztlich selbst entscheiden müssten, worauf sie sich einlassen. Präsident Donald Trump sehe eine Waffenruhe als oberste Priorität, erste Schritte dafür seien bereits eingeleitet worden. Dennoch bleibe der Konflikt kompliziert, sodass eine schnelle Lösung nicht zu erwarten sei. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, den Krieg rasch zu beenden. Sein Team arbeitet derzeit an einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Wann und unter welchen Bedingungen eine Friedenslösung erreicht werden könnte, ist jedoch offen. Schlechte Verteidigung von Charkiw – Generäle festgenommen 5.30 Uhr: Wegen militärischer Fehlleistungen sind in der Ukraine zwei Generäle und andere ranghohe Offiziere festgenommen worden. Die Generäle und ein Oberst hätten die Verteidigungsanlagen an der Grenze zu Russland bei Charkiw nicht wie befohlen ausbauen lassen. Das teilen der ukrainische Geheimdienst SBU und das Staatliche Ermittlungsbüro in Kiew mit. Deshalb hätten russische Truppen bei einer Offensive im Mai 2024 in das Gebiet Charkiw eindringen und es teilweise besetzen können. Auch der Widerstand der ukrainischen Truppen sei unzureichend organisiert gewesen. Juristisch werden den ranghohen Soldaten schwerwiegende Verstöße gegen ihre militärischen Dienstpflichten vorgeworfen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, dass solche "kriminellen Fehler" eine Untersuchung und faire Antworten erforderten. In seiner abendlichen Videoansprache dankt er den Strafverfolgungsbehörden. "Es ist wichtig, dass die Menschen spüren, dass der Status oder irgendwelche Verdienste von gestern die Rechtsstaatlichkeit nicht aufheben", sagt er. Trump: Putin "zerstört Russland" bei Nein zu Ukraine-Abkommen 5.15 Uhr: Der russische Staatschef Wladimir Putin zerstört nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump durch ein Nein zu einem Abkommen für ein Ende des Krieges mit der Ukraine sein eigenes Land. "Er sollte eine Einigung treffen. Ich denke, er zerstört Russland, indem er keine Einigung trifft", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) in Washington. "Ich glaube, Russland wird große Probleme bekommen." Trump fügte hinzu, dass er sich mit Putin treffen werde. Er habe sich "sehr gut" mit ihm verstanden, sagte Trump weiter. Auch habe ihm der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gesagt, er wolle ein Friedensabkommen, um den durch die russische Invasion in der Ukraine im Februar 2022 ausgelösten Krieg zu beenden. Trump lehnt die bisher von den USA geleisteten Milliardenhilfen für die Ukraine ab und will rasch einen Friedensschluss erreichen. Im Wahlkampf hatte er sogar gesagt, er könne den Krieg innerhalb von "24 Stunden" beenden, inzwischen nennt er "sechs Monate" als Zeithorizont. Kritiker befürchten allerdings, dass die Ukraine aufgrund ausbleibender US-Unterstützung gezwungen sein könnte, sich einem Diktatfrieden mit Russland zu beugen, der sie zu erheblichen territorialen Konzessionen zwingt. Montag, 20. Januar Bericht: Feuer in wichtiger russischer Flugzeugfabrik 9.50 Uhr: In einer Flugzeugfabrik in der russischen Stadt Kasan soll nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen sein; das berichten ukrainische Medien unter Berufung auf in den sozialen Netzwerken verbreitete Bilder und Videos. Die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Stadt war schon in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Die Behörden in Kasan erklären, dass es zu keinem Schaden gekommen und es der Flugabwehr gelungen sei, alle Drohnen abzufangen. In der Flugzeugfabrik, die zum russischen Luftfahrtkonzern Tupolew gehört, werden unter anderem die strategisch wichtigen TU-160 und TU-22 Bomber gefertigt. Ukraine: 150.000 russische Soldaten 2024 getötet worden 9.10 Uhr: 150.000 russische Soldaten sollen im Jahr 2024 bei Kämpfen mit der Ukraine getötet worden sein. Zählt man Verwundete und Gefangene mit, habe die russische Armee Verluste in Höhe von 434.000 Mann erlitten, so der Oberkommandant der ukrainischen Armee, Oleksandr Syrskyj, im Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender TSN. Westliche Schätzungen setzen die Zahl der russischen Verluste deutlich niedriger an. So gingen westliche Geheimdienste im Oktober vergangenen Jahres davon aus, dass seit Beginn des Krieges 115.000 Soldaten getötet und 500.000 verwundet wurden. Ukraine will Flüchtlinge verstärkt aus Deutschland zurückholen 7 Uhr: Die ukrainische Regierung plant, sich verstärkt um die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen zu bemühen, die in Deutschland leben. Dazu sind sogenannte Unity Hubs (Einheitszentren) in Berlin und später an weiteren Orten geplant, um Flüchtlinge bei der Arbeits- und Wohnungsvermittlung oder mit Bildungsangeboten zu unterstützen. "Eine beträchtliche Anzahl von Ukrainern erwägt ernsthaft, in die Heimat zurückzukehren", so der ukrainische Vizeregierungschef Oleksij Tschernyschow, der die Eröffnung der Zentren vergangene Woche bei einem Besuch in Berlin vorbereitete, der Deutschen Presse-Agentur. Er leitet ein im Dezember eigens für die Rückkehr von Flüchtlingen gegründetes Ministerium für nationale Einheit. Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 sind mehr als 1,1 Millionen Ukrainer nach Deutschland geflüchtet – so viele wie in kein anderes Land. Tschernyschow erklärt, angesichts des Bevölkerungsschwunds würden vor allem in der Rüstungsproduktion, im Energiesektor und beim Wiederaufbau Arbeitskräfte in der Ukraine benötigt. Dies seien "kritische Branchen", sagt er. Rückkehrer würden vom Militärdienst zurückgestellt, wenn sie dort arbeiteten. "Wenn Sie also in einem Kraftwerk arbeiten, werden Sie nicht einberufen. Sie haben eine Garantie." Baerbock: Putin nimmt keine Rücksicht auf Wahlkampf 6.03 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grünen) spricht sich dafür aus, Waffenlieferungen in Höhe von drei Milliarden Euro an die Ukraine noch vor der Bundestagswahl zu beschließen. Sie hoffe, dass der Haushaltsausschuss das in der kommenden Woche umsetzen könne, sagt die Grünen-Politikerin in der ARD-Sendung "Caren Miosga". "Wir erleben, dass der russische Präsident keine Rücksicht darauf nimmt, dass wir gerade im Wahlkampf sind und eine vorgezogene Neuwahl haben", erklärt Baerbock mit Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine. Um die Waffenlieferungen hatte es zuletzt Streit zwischen der Außenministerin und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegeben. Dieser will nur zustimmen, wenn dafür die Schuldenbremse ausgesetzt wird. Die Grünen sind wie FDP und Union der Meinung, dass eine Finanzierung der Ukraine-Hilfe über eine "außerplanmäßige Ausgabe" möglich ist. Moskau wirft Kiew Tötung von Zivilisten im Raum Kursk vor 0 Uhr: Moskau wirft den ukrainischen Streitkräften vor, bei ihrer Besetzung im Gebiet Kursk mindestens sieben Zivilisten in dem Dorf Russkoje Poretschnoje im Kreis Sudscha getötet zu haben. Die Bewohner seien tot im Keller eines Wohnhauses gefunden worden, teilte das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau mit. Behördensprecherin Swetlana Petrenko sprach von einem "Terrorakt gegen die friedliche Bevölkerung". Die Verantwortlichen der ukrainischen Streitkräfte würden zur Rechenschaft gezogen. Zuvor hatten Moskauer Staatsmedien Videoaufnahmen veröffentlicht aus einem Keller, in dem russische Soldaten auf Opfer zeigen. Darauf sollen auch Leichen erschossener älterer Menschen mit Folterspuren und gefesselten Händen zu sehen sein. Die Echtheit der teils unkenntlich gemachten Aufnahmen und die Behördenangaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion auf die russischen Vorwürfe. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sprach von einem groben Verstoß gegen internationales humanitäres Recht. "Diese Gräueltaten sind ein weiterer Beweis für die terroristische und neonazistische Gesinnung des Kiewer Regimes, das in seiner bösen militärischen und politischen Ohnmacht angesichts der Niederlagen an der Front wieder einmal ein kannibalistisches Massaker an der Zivilbevölkerung verübt hat", sagte Sacharowa. Sie warf zugleich dem Westen eine Verantwortung vor, da dieser das "Regime" in Kiew mit Waffen und Geld versorge. So können Sie für die Ukraine spenden Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen , an die Sie spenden können.