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Frankfurt plant autofreies Bahnhofsviertel als "Superblock"

Das Frankfurter Bahnhofsviertel soll umgestaltet werden. Autos dürfen dann nicht mehr durchfahren. Von Anwohnern gibt es dazu unterschiedliche Reaktionen. Vergangenen Freitag hat der Magistrat der Stadt Frankfurt den Masterplan Mobilität verabschiedet. Das Verkehrskonzept sieht unter anderem vor, Radverkehrsachsen auszubauen und autoarme Zonen einzurichten. Bis 2035 soll der Anteil an nachhaltigem Verkehr (zu Fuß, per Rad oder ÖPNV) 80 Prozent der zurückgelegten Wege ausmachen. Auch in Frankfurts Bahnhofsviertel soll sich im Zuge dessen einiges verändern. Das Bahnhofsviertel soll als sogenannter Superblock neugestaltet werden, ohne die Erreichbarkeit für den Lieferverkehr einzuschränken. Die Leistungsfähigkeit wichtiger Verkehrsachsen wie der Mainzer Landstraße und Hafentunnel sollen erhalten bleiben. So blicken Bahnhofsviertel-Anwohner auf die Superblocks Anwohner des Bahnhofsviertels blicken überwiegend optimistisch auf die Gestaltung des Stadtteils zu einem "Superblock". Der 31-jährige Steven wohnt seit vielen Jahren im Bahnhofsviertel. Er sagt: "Ich fände das richtig gut. Das Bahnhofsviertel ist generell sehr überlastet." Er sei vor allem von Autos, die in der zweiten oder dritten Reihe parken, genervt. Darüber hinaus sei man durch den Hauptbahnhof ohnehin sehr gut angeboten, weshalb es keiner Autos in dem Stadtteil bedarf, erklärt er. "Aus fast jedem Ort in Hessen ist man schneller mit der Bahn hier, als mit dem Auto", so Steven. Er selbst fahre gelegentlich mit dem Auto aus dem Bahnhofsviertel zu seinem Arbeitsplatz nach Offenbach – je nach Verkehrslage brauche er mit dem Auto manchmal sogar eine Stunde bis zur benachbarten Stadt. Mit der Bahn seien es lediglich rund 15 Minuten. Anwohner: "Patrouillieren die Polizisten dann zu Fuß hier durch?" Ein 29-jähriger Student, der ebenfalls seit rund zehn Jahren im Bahnhofsviertel lebt, sieht die "Superblocks" etwas kritischer. "Patrouillieren die Polizisten dann zu Fuß hier durch?", fragt er sich. Auch die Sicherheit der Suchtkranken, die sich überwiegend im Bahnhofsviertel aufhalten, sieht er dadurch nicht verbessert. "Ich wage es zu bezweifeln, dass die Stadt daran gedacht hat bei dem Plan. Überfahren wurde hier in den ganzen Jahren, in denen ich hier lebe, noch niemand", sagt der 29-Jährige. Dennoch würde ihm der Stadtteil ohne Autos besser gefallen, da er Autos in der Innenstadt generell ablehnt – für ihn haben jedoch andere Maßnahmen für die Verbesserung der Situation im Bahnhofsviertel Priorität, etwa die Errichtung eines Hauses für Suchtkranke. Er befürchtet, dass die für ihn gravierendere Suchtthematik durch die Errichtung eines "Superblocks" im Bahnhofsviertel weiter nach hinten gerückt wird.