Volkswagen Atlas: Kommt der US-SUV bald nach Europa?
Volkswagen denkt laut über den Atlas für Europa nach. Doch passt ein SUV dieser Größe überhaupt auf den hiesigen Markt? In den USA ist er beliebt, in Europa dürfte er es schwer haben. Was spricht dafür, was dagegen? Ein Riese auf unsicherem Terrain: Volkswagen spielt mit dem Gedanken, den mächtigen Atlas auch auf den europäischen Markt zu bringen. Doch wie bei vielen Autoideen bleibt die Frage offen, ob das SUV hier tatsächlich auf Begeisterung stoßen würde. Grundsätzlich sei der Atlas für Europa denkbar, sagt VW-Markenchef Thomas Schäfer – aber er bleibt vorsichtig. Ein konkretes Einführungskonzept gibt es noch nicht. In den USA hat der Atlas bereits seinen Platz gefunden. Sieben Sitze, viel Raum und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis machen ihn dort attraktiv. Allerdings ist die Marktsituation in den USA anders als in Europa. Hier könnte der Atlas mit seiner Größe auf wenig Gegenliebe stoßen, auch wenn Schäfer einen Trend zu größeren Modellen erkennt. Der Atlas wird im amerikanischen Werk Chattanooga (Tennessee) gebaut und von dort auch nach Kanada exportiert. In China ist er unter dem Namen Teramont bekannt. Mit über fünf Metern Länge überragt er deutlich den Touareg (4,88 Meter), das größte VW-SUV auf dem deutschen Markt. Allerdings kostet er mit einem Einstiegspreis von umgerechnet 35.000 Euro nicht einmal die Hälfte (Touareg: ab 74.000 Euro). Tera: Das günstige SUV für Schwellenländer Mit dem Tera hat VW bereits ein weiteres SUV in der Pipeline – allerdings ein deutlich kompakteres. Und: Auch dieser SUV ist – zumindest vorerst – nicht für den europäischen Markt bestimmt. Der kompakte Tera wird mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Motor und Flex-Fuel-Technik (verträgt auch Ethanol) in Brasilien eingeführt und später auch in Indien erhältlich sein. Der Tera wird das günstigste SUV von Volkswagen in Südamerika und soll dort gegen etablierte Modelle der Wettbewerber antreten. Kommt der Tera irgendwann auch nach Europa? Eher nicht. Aber VW denkt pragmatisch. Und wenn das Modell in den Schwellenländern erfolgreich ist, könnte es die Basis für einen preiswerten Ablerger in Europa sein – ähnlich wie einst der Nivus, der hier als Taigo auf den Markt kam.