Magdeburg: Geisterfahrer brettert 30 Kilometer in die falsche Richtung
Videoaufnahmen in sozialen Medien zeigen unglaubliche Szenen. Ein Auto ist in voller Fahrt auf der Bundesstraße unterwegs – allerdings in falscher Richtung. Die Polizei hat einen Geisterfahrer aus dem Verkehr gezogen, der fast 30 Kilometer in falscher Richtung unterwegs war. Den Beamten zufolge war der Mann am Montagabend in Magdeburg verkehrt auf die B71 aufgefahren. Der MDR-Verkehrsdienst meldete den Geisterfahrer erstmals um 21.47 Uhr, da befand sich der Autofahrer gerade auf dem Magdeburger Ring zwischen Damaschkeplatz und Fermersleber Weg. In der Folge spielten sich spektakuläre Szenen ab: Andere Autofahrer wurden auf den Falschfahrer aufmerksam und versuchten, seine Irrfahrt zu stoppen. Geisterfahrer "zog stur durch" In den sozialen Medien kursieren Videoaufnahmen, die die Gefahr dokumentieren. Der Falschfahrer ist in voller Fahrt auf der verkehrten Seite der Bundesstraße unterwegs, auf der anderen Seite der Mittelleitplanke veranstalten alarmierte Verkehrsteilnehmer ein Hupkonzert. Doch das beeindruckte den Geisterfahrer nicht. Er "zog stur bis hinter Egeln durch", heißt es auf der Seite des Instagram-Accounts "Harzer Blitzergruppe". Auch von der Polizei ließ sich der Mann zunächst nicht anhalten, wie der MDR berichtete. Auf der B81 bei Langenweddingen versuchte ein Streifenwagen demnach, den Geisterfahrer auszubremsen. Dabei entstanden am Auto des Falschfahrers sowie an einem Streifenwagen Lackschäden. Der Geisterfahrer fuhr dennoch einfach weiter – bis ihn Beamte bei Hakeborn schließlich doch noch stoppen konnten. Laut Polizei ist der Mann 76 Jahre alt. Er soll körperliche Einschränkungen haben. Ein medizinisches Problem sei nicht auszuschließen, hieß es. Der Führerschein des Mannes wurde eingezogen.