Streik: IG Metall legt Mercedes-Niederlassung in Nürnberg lahm
Im Kfz-Gewerbe sorgt ein Tarifstreit für Protest. Vor allem große Hersteller und deren Niederlassungen werden nun von Streiks erfasst. So auch in Nürnberg. Im Tarifstreit des bayerischen Kfz-Gewerbes hat die IG Metall mit Warnstreiks begonnen – betroffen sind Autohäuser und Werkstätten großer Hersteller. Dazu kamen in Nürnberg am Mittwoch rund 600 Menschen zusammen. Wer also sein Auto zur Werkstatt bringen muss, sollte mit längeren Wartezeiten rechnen. Vor allem beim Mercedes-Center an der Kressengartenstraße bei Tullnau. Hier sind am Mittwochvormittag gegen 10 Uhr etwa 600 Streikende zusammengekommen, wie die Gewerkschaft mitteilt. Auf t-online-Nachfrage erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken , dass die Versammlung friedlich verlaufen sei. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Gegen 11.30 Uhr habe sich der Streik wieder aufgelöst. Warnstreiks im Kfz-Gewerbe Im bayerischen Kfz-Gewerbe haben nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde damit die ersten Warnstreiks begonnen. Am Dienstag bereits wurde ein Autohaus in Schweinfurt bestreikt, am Mittwoch nun folgten in Nürnberg mehrere Niederlassungen großer Hersteller wie Mercedes-Benz , BMW , MAN und VW. Dazu rief die IG Metall auf. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde für die rund 120.000 Beschäftigten in Bayerns Autohäusern und Werkstätten. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt sowie 170 Euro zusätzlich für Auszubildende. Die Arbeitgeberseite ging in der ersten Verhandlung am Montag in München nicht ausreichend auf die Forderungen ein, heißt es. Aus Sicht der IG Metall braucht das Kfz-Handwerk dringend bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.