A59 bei Düsseldorf: "Autobahngold"-Betrüger enttarnt – zwei Festnahmen
Zwei Männer im Anzug winken wild auf der A59 – eine Frau hält hilfsbereit an. Doch die vermeintliche Panne entpuppt sich als dreiste Betrugsmasche. Zwei Männer haben am Mittwochnachmittag auf der A59 eine Autofahrerin mit einer vorgetäuschten Panne und einem sogenannten "Autobahngold-Betrug" um eine kleinere Summe Bargeld betrogen. Die 22 und 30 Jahre alten Männer standen zwischen den Anschlussstellen Benrath und dem Autobahndreieck Düsseldorf-Süd im Anzug auf dem Seitenstreifen. Einer lehnte sich in den rechten Fahrstreifen und winkte wild, um andere Fahrzeuge zum Anhalten zu bewegen. Knapp vorbei: Großer Eurojackpot-Gewinn geht nach NRW Schon lange geschlossen: Warum es keinen Zoo mehr in Düsseldorf gibt Polizei warnt vor der "Autobahngold"-Masche Eine 61-jährige Solingerin hielt daraufhin an. Der Betrüger behauptete, sein Tank sei leer, seine Bankkarte defekt und er habe kein Bargeld dabei. Als Pfand bot er der Frau einen "goldenen" Ring an – daher rührt der umgangssprachliche Name der Masche ("Autobahngold"), die in diesen Tagen unter Kriminellen offenbar wieder in Mode gekommen ist. Der angebotene Schmuck ist wertlos, die Betrüger haben es lediglich auf das Geld abgesehen. In diesem Fall lehnte die hilfsbereite Autofahrerin den Schmuck ab und gab dem Mann stattdessen einen niedrigen zweistelligen Bargeldbetrag. Ihr Angebot, gemeinsam zur Tankstelle zu fahren, wies er zurück. Eine Zivilstreife hatte das verdächtige Verhalten von der Gegenfahrbahn aus beobachtet. Als die Beamten mit Blaulicht anrückten, beschleunigte der dunkle Pkw der Täter und fuhr davon. Kurz darauf konnten die beiden Männer durch Polizeibeamte angehalten und festgenommen werden. Sie verhielten sich laut einer Mitteilung der Polizei "unkooperativ und aggressiv". Das Fahrzeug der beiden wurde als Tatmittel sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.