Lohnt sich Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung?
Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung bietet planbare Kosten. Wann es passt – und wann Restwertrisiko bei der Rückgabe teuer wird. Der Begriff "Gebrauchtwagenabrechnung" steht meist für Restwertleasing: Zu Beginn der Leasingzeit wird ein Restwert berechnet, den das Auto bei der Rückgabe wahrscheinlich noch haben wird. Gibt es Abweichungen, trägt diese der Leasingnehmende. Beim Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung, auch Kilometerleasing genannt, ist von Anfang an festgelegt, wie viele Kilometer gefahren werden dürfen. Wer sich daran hält, hat in der Regel zum Ende keine bösen Überraschungen zu erwarten, und die Kosten sind besser planbar. In diesem Artikel wird erläutert, welche Leasingart für wen passt. Kosten und Risiken im Vergleich Restwertleasing kann zunächst niedrigere Raten ermöglichen – je höher der angesetzte Restwert, desto niedriger die Rate. Das Restwertrisiko bleibt jedoch beim Leasingnehmenden. Es ist schwer vorhersehbar, wie sich der Wert des Autos bis zum Vertragsende entwickelt haben wird. Möglich ist aber auch eine Rückzahlung, wenn der tatsächliche Restwert bei der Rückgabe höher liegt als der bei Vertragsbeginn geschätzte. Beim Kilometerleasing zählen vor allem gefahrene Kilometer und eine mögliche übermäßige Abnutzung. Das sind – je nach Leasinganbieter – mehr oder weniger gut bestimmbare Faktoren. Das macht die Gesamtkosten meist besser kalkulierbar. Das Wertrisiko liegt beim Leasinggeber. Gefahrene Mehrkilometer und übermäßige Abnutzung können Nachzahlungen auslösen, normale Gebrauchsspuren nicht. Wer bis zum Laufzeitende unter der vertraglich vereinbarten Kilometerleistung bleibt, bekommt in der Regel eine Erstattung ausgezahlt. Diese ist oft begrenzt, je nach Vertragsvereinbarung. Lesen Sie auch: Leasingübernahme statt Autokauf – lohnt sich das? Ebenfalls interessant: Suzuki Swift für weniger als 90 Euro im Leasing-Angebot Für wen lohnt sich welche Leasingvariante? Eine vollständig sichere Kostenkontrolle ist bei keiner Leasingvariante gegeben. Wer Planbarkeit sucht und keine Restwertwette eingehen will, fährt mit Kilometerleasing besser. Im Privatleasing ist dieses Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung die häufiger empfohlene Variante. Risikofreudigere Leasinginteressierte mit dem Wunsch nach Kilometerfreiheit prüfen am besten mit wertstabilen Automodellen, ob sich ein Restwertleasing für sie lohnt. Doch auch hier ist zu beachten, dass die gefahrenen Kilometer den tatsächlichen Restwert des Fahrzeuges mitbestimmen. Je mehr gefahrene Kilometer, desto mehr Abnutzung am Auto, und desto weniger ist es am Ende wert. Wer bei Vertragsbeginn den zu erwartenden Restwert mit zu wenigen Kilometern schätzen lässt, zahlt am Ende die Wertdifferenz. Fazit Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung bietet von vornherein ein bisschen mehr Klarheit und Transparenz bei der Kostenkalkulation – mit einer realistischen Einschätzung der Laufleistung am Anfang und Prüfung des Fahrzeugzustands am Ende.