VW T-Roc im Check: Das taugt das beliebte SUV als Gebrauchtwagen
Der Kompakt-SUV T-Roc von VW ist seit 2017 auf dem Markt und zählt zu VWs größten Erfolgsmodellen. Nur über den Preis lässt sich bekanntlich streiten. Mit dem Ende 2017 vorgestellten T-Roc schloss VW in seinem Kompaktklassenangebot die Lücke zwischen Golf und Tiguan. Und erschuf damit ein echtes Erfolgsmodell: Der T-Roc landete in den vergangenen Jahren immer wieder unter den meistverkauften Autos in Deutschland und auch Europa. Ende 2025 kommt der Nachfolger auf den Markt. Lohnt sich der (Gebraucht-)Kauf des Vorgängers? Karosserie Das Crossover aus Gold und Tiguan setzt innen wie außen eigene Akzente, sei es mit der coupéhaft geschnittenen Karosserie, dem farblich abgesetzten Dach oder dem farbenfrohen, auf Wunsch vollvernetzten Cockpit. Die bullige Front, markante Radkästen sowie große Schweller tun ihr Übriges, den T-Roc auffallen zu lassen. Das Facelift zum Modelljahr 2022 brachte ein retuschiertes Design mit überarbeiteten Schürzen und Schwellern, LED-Technik für die Scheinwerfer ab Werk, standardmäßig verbaute Digitalinstrumente und optimierte Assistenzsysteme. Die Karosse legt einen eher wuchtigen Auftritt als fünftüriges Kompakt-SUV hin. Seit 2020 gab es ihn auch als zweitüriges Cabriolet. Die offene Version besitzt im Gegensatz zu den anderen Modellen keinen Allradantrieb. Abmessungen Mit 4,23 Metern ist der T-Roc ungefähr so lang wie ein Golf. Wie sein Kompakt-Bruder nutzt der T-Roc den modularen Querbaukasten des Konzerns. Die Bedienung kennt man daher aus anderen VW-(Konzern)-Fahrzeugen. Die Cabrio-Version ist mit 4,27 Metern ein wenig länger. Die genauen Maße sind: Alle geschlossenen Kompakt-Versionen: 4,23 m bis 4,24 m x 1,82 m x 1,56 m bis 1,57 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 445 l bis 1.290 l Cabriolet: 4,27 m x 1,81 m x 1,53 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 284 l Innenausstattung Was das Platzangebot angeht, ist der T-Roc anders geschnitten als der Golf, bietet bei voller Bestuhlung mehr Kofferraum, aber weniger Platz im Fond. Das Ladevolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 392 und 1.237 Litern. Der Viersitzer verfügt über ein elektrisch sich schließendes oder öffnendes Stoffverdeck und streckt sich auf eine Länge von 4,37 Metern. Mit dem Facelift Ende 2021 verbesserte VW die Innenraumanmutung. Statt Hartplastik gibt es seitdem wieder Softtouch-Oberflächen. Das analoge Kombiinstrument wurde in Rente geschickt und LED-Scheinwerfer sind nun immer Bestandteil der Serienausstattung. Motoren und Antrieb Benziner, Diesel, Frontantrieb, Allrad – für den T-Roc ist dies alles zu haben. Das Gros der Kunden hat sich bislang für einen Benziner entschieden. Basismotor ist ein Einliter-Dreizylinder mit zunächst 115 PS (seit Ende 2020: 110 PS, ab Anfang 2024 wieder 115 PS). Der Dreizylinder ist immer an ein manuelles Sechsganggetriebe und Frontantrieb gekoppelt. Die Normverbrauchswerte liegen zwischen 5,1 und 5,6 Litern. Der 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS fährt optional mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) vor. Das Triebwerk war auch mit Allrad erhältlich. Immer Serie ist 4x4-Antrieb und Siebengang-DSG bei dem Zweiliter-Triebwerk mit 190 PS und bei dem leistungsstärksten T-Roc-Aggregat mit 300 PS, der R 4Motion. Das Top-Triebwerk ist bei Tempo 250 abgeregelt. Sein Durchschnittsverbrauch von 7,5 bis 7,8 Litern dürfte nur bei zurückhaltender Fahrweise zu erreichen sein. Das Dieselangebot umfasst einen 1,6 Liter mit 115 PS sowie einen Zweiliter in den Ausbaustufen mit 150 und 190 PS. Alternativ zum Frontantrieb ist der 150-PS-Motor auch mit 4x4-Antrieb bestellbar. Die 190 PS-Version war ab Werk mit Allrad ausgestattet, wurde aber mit dem Facelift aus dem Programm genommen. Gleichzeitig wurde der 1.6er gestrichen und durch einen 2,0-Liter mit ebenfalls 115 PS ersetzt. Die Verbrauchswerte bewegen sich im Schnitt zwischen 4,2 und 5,2 Litern. Die Motorenleistungen im Überblick: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Front-Allradantrieb): 110 PS bis 300 PS Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 115 PS bis 190 PS Ausstattung und Sicherheit Die Komfortniveaus heißen "T-Roc", "T Roc Style" oder "T-Roc Sport". "R-Line" gibt es zudem für das Cabrio. Die Basisvariante ist schon vergleichsweise ordentlich ausgestattet. Neben Radio und Klimaanlage zählen auch ein Spurhalteassistent und die City-Notbremsfunktion dazu. Gegen Aufpreis sind auch Posten wie adaptive Dämpfer und digitale Instrumente zu haben. Bei "Style" konnte der Erstbesitzer das Armaturenbrett und die Türinnenverkleidungen durch farbige Dekoreinsätze farbenfroh aufpeppen. Bei "Sport" hingegen ist eher sachliches Ambiente mit vielen Chromapplikationen im Innenraum angesagt. Mit dem Facelift hat VW das Angebot an Komfort- und Assistenzsystemen erweitert, darunter befinden sich ein Travel Assist, Side Assist, der vorausschauende Abstandstempomat sowie ein auch vorwärts einparkender Parklenkassistent. Den NCAP-Crashtest absolvierte der T-Roc mit einer Fünf-Sterne-Bewertung. Qualität Nicht nur bei den Käufern war und ist der T-Roc beliebt. Auch die TÜV-Experten sind mit dem Kompakt-SUV sehr zufrieden. Im aktuellen TÜV-Report 2026 schneidet er in der Kategorie SUV als Klassensieger ab , zudem kommt er in der Altersgruppe der sechs bis siebenjährigen Gebrauchten auf die geringste Mängelquote. Der T-Roc meistert die Prüfpunkte Fahrwerk, Licht, Bremsen und Umwelt bislang ohne Probleme. Stärken Der T-Roc lenkt sich akkurat und bietet ausgewogenen Fahrkomfort – bis zu sportlichen Leistungen, wenn er als R-Modell antritt. Schwächen Dem T-Roc wurde ein schlichtes Interieur mit viel Kunststoffflächen vorgehalten, zum Facelift schliff man nach. Rückrufe gab es laut "Auto Bild TÜV-Reports" wegen fehlerhafter Motorabdeckung sowie sich möglicherweise lösender Parkbremse. Pannenverhalten Vom ADAC kommt keine Kritik in Sachen Pannenverhalten. Sämtliche Jahrgänge belegen in dessen Pannenstatistik sehr gute Plätze. Schwerpunkte nennt der Club keine. Hingegen hebt der Automobilclub die Verarbeitung, guten Fahreigenschaften und den Stauraum hervor. Preise Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 13.000 T-Roc-Modelle aus Vorbesitz auf dieser Plattform angeboten. Ab rund 10.000 Euro geht es los, für die Cabrio-Versionen muss man mindestens 16.000 Euro anlegen.
