Akt-Jugendgründung in Gießen: Weidel und Chrupalla verspäten sich
Die neue AfD-Jugend will sich in Gießen gründen. Doch Proteste vor Ort führen zu Startschwierigkeiten. Zum offiziellen Beginn ist die Halle kaum gefüllt. Der Gründungskongress der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen verzögert sich infolge der laufenden Proteste und Blockaden. Zur eigentlich als Beginn der Veranstaltung vorgesehenen Zeit um 10 Uhr war der für rund 1.000 Gäste vorgesehene Saal in der Messe nur zu gut einem Viertel gefüllt. Laut der t-online-Reporterin Annika Leister, die von der Veranstaltung vor Ort berichtet, müssen Medienvertreter in einem abgesperrten Bereich bleiben. In dem Messesaal seien bereits Stände geöffnet, darunter einer des Verlags Antaios des neurechten Verlegers und Aktivisten Götz Kubitschek. Er verkauft neben seinen Büchern und Magazinen dort auch Aufkleber mit rechten Parolen, T-Shirts mit Motiven des AfD-Landespolitikers Björn Höcke oder Proteinpräparate. Mit t-online sprechen wollte Kubitschek nicht. "Massive" Proteste in Gießen: Polizei setzt Wasserwerfer ein – AfD-Auto angegriffen Neue AfD-Jugend: Noch schlagkräftiger, einflussreicher, radikaler AfD-Chefs Chrupalla und Weidel wohl noch nicht vor Ort AfD-Teilnehmer, die mit dem Auto anreisen wollten, kamen rund um Gießen oder bereits in weiterer Entfernung nicht weiter, so auch der designierte Vorsitzende der neuen Jugendorganisation Jean-Pascal Hohm, wie er der dpa bestätigte. Auch die AfD-Chefs Tino Chrupalla und Alice Weidel , die bei der Veranstaltung Reden halten wollen und mit Begleitschutz anreisen, steckten nach AfD-Angaben zumindest zeitweise fest. Auch der thüringische AfD-Chef Höcke wurde unter Polizeischutz zum Messegelände gefahren. Wann die Veranstaltung beginnen kann, ist derzeit nicht abzusehen. Begleitet vom Einsatz von Wasserwerfern der Polizei, kommt es in Gießen seit dem Morgen zu massiven Protesten mit Blockaden gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation. Tausende Menschen fanden sich zu Demozügen ein, im Tagesverlauf wurden rund 50.000 Demonstranten aus ganz Deutschland erwartet. Sehr viele protestierten friedlich.
