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VW: Ikonischer Bulli nach Waldbränden in Kalifornien restauriert

Nach den verheerenden Bränden in Kalifornien Anfang des Jahres wurde ein VW-Bulli gerettet und restauriert. Ein weiß-blauer VW-Bus inmitten der verkohlten Überreste eines Wohnviertels: Das Bild aus Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles , verbreitete sich Anfang 2025 rasant. Der VW T2, Baujahr 1977, stand scheinbar unversehrt zwischen rauchenden Trümmern. Schnell bekam er den Namen "Magic Bus". In sozialen Netzwerken wurde diskutiert: Fake oder Wunder? Was das Foto nicht zeigte: Die vom Feuer abgewandte Seite war nahezu intakt, die andere dagegen deutlich gezeichnet. Hitze hatte Kunststoffteile deformiert, Bleche verzogen, Lack blätterte ab. Klar war: Wenn er wieder fahren soll, benötigt der Bulli mehr als eine Politur. Ein Bild, ein Name, eine Geschichte "Azul" (das bedeutet blau auf Spanisch) – so nennt Besitzerin Megan Weinraub den T2 seit Langem. Für sie ist der Bulli ein Familienmitglied. Mit dem Foto wurde ihr Fahrzeug plötzlich zum Symbol für Widerstandskraft, aber auch für den Wunsch nach Normalität in einer zerstörten Umgebung. Volkswagen of America wurde auf die Geschichte aufmerksam, nahm Kontakt zu Weinraub auf und ließ den Bus nach einer behördlichen Freigabe ins rund 60 Kilometer entfernte Oxnard bringen. Auf dem Gelände der US-Historienfahrzeugsammlung von VW begann die Analyse – und schnell stand fest: Der Bus war nicht mehr fahrbereit. Zerlegt, geprüft, restauriert In Oxnard wurde Azul vollständig zerlegt. Techniker prüften, reparierten oder ersetzten alle sicherheitsrelevanten Komponenten. Die Karosseriearbeiten übernahm GE Kundensport, ein Restaurationsbetrieb, der sich sonst um historische Porsche-Modelle kümmert. Ziel war kein überrestaurierter Museumswagen, sondern ein fahrbarer Bus mit Patina und Geschichte. Auch der Boxermotor wurde überholt, Anbauteile aufgearbeitet oder neu gefertigt. Fahrwerksteile wurden gereinigt, geprüft, neu aufgebaut und zusätzlich pulverbeschichtet – für mehr Langlebigkeit, als es das Original aus den 1970er-Jahren je hatte. In Zahlen: 50 Prozent des Bullis wurden in mehr als 2.080 Stunden Arbeitszeit repariert, mehr als 900 Teile aufgearbeitet oder ersetzt. Restaurierung als Symbol Volkswagen betont, dass Azul nicht nur ein Auto sei. Die Restaurierung sei ein Zeichen der Solidarität. Und wohl auch eine gute Chance für für positive Schlagzeilen: Als Teil des Projekts kündigte das Unternehmen eine Spende an die California Fire Foundation an. Die Stiftung unterstützt Feuerwehrleute und deren Angehörige in Kalifornien . Ziel sei es auch gewesen, das Auto mit seiner Besitzerin wiederzuvereinen. Auftritt in L.A., Ausstellung im Museum Azul feierte sein Comeback auf der Los Angeles Auto Show 2025 (21. bis 30. November) zwischen aktuellen VW-Modellen und dem elektrischen ID. Buzz. Danach zieht der Bus weiter ins Petersen Automotive Museum, wo er ab dem 4. Dezember ausgestellt wird – zwischen Supersportwagen, Designstudien und US-Ikonen. Zur Ausstellung gehört auch ein limitiertes Miniaturmodell: Gemeinsam mit dem Spielzeughersteller Candylab hat VW eine hölzerne Version von Azul im Maßstab aufgelegt. Sie ist ausschließlich am VW-Stand auf der Messe erhältlich – solange der Vorrat reicht.