Das ändert sich vom 1. Januar an
Mit dem neuen Jahr gibt es viele Änderungen für die Bürger in Deutschland, aber auch in Europa. Eine Übersicht. Im Bürgergeld gibt es eine Nullrunde, der Mindestlohn steigt, die Eurozone hat ein neues Mitglied. Mit dem Beginn des neuen Jahres gibt es einige Veränderungen, die viele Bürger betreffen. Mindestlohn steigt Der gesetzliche Mindestlohn steigt mit dem Jahreswechsel auf 13,90 Euro brutto je geleisteter Arbeitsstunde. Bisher galt ein Mindestlohn von 12,82 Euro. Die durch eine Verordnung des Arbeitsministeriums geregelte Anhebung beruht auf einer Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni. Anfang 2027 steigt der Mindestlohn demnach weiter auf 14,60 Euro. Parallel zur Mindestlohnerhöhung steigt auch die Obergrenze für sogenannte Minijobs. Diese erhöht sich ab Januar von 556 auf 603 Euro im Monat. Neues Jahr : Das ändert sich beim Müll Aktivrente in Kraft Mit dem Jahreswechsel ist die Aktivrente in Kraft getreten - also der angekündigte Steuerbonus für Arbeit im Rentenalter. Ältere Beschäftigte dürfen dann monatlich bis zu 2.000 Euro hinzuverdienen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Die Regelung soll einen Anreiz für Ältere bieten, dem Arbeitsmarkt länger zur Verfügung zu stehen. Parallel dazu wurde das Verbot gestrichen, Arbeitnehmer nach Erreichen des Rentenalters ohne Sachgrund befristet weiterzubeschäftigen. Pendlerpauschale gestiegen Seit Mitternacht gelten in Deutschland eine Reihe steuerlicher Änderungen. So steigt die Pendlerpauschale für kurze Strecken auf 38 Cent. Davon profitiert, wer täglich zur Arbeit pendelt - und zwar egal, ob mit dem Auto, der Bahn, dem Rad oder zu Fuß. Bisher konnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die ersten 20 Kilometer Wegstrecke nur 30 Cent absetzen, erst ab dem 21. Kilometer dann 38 Cent. Künftig gelten einheitlich 38 Cent. Davon profitieren am Ende aber nur diejenigen, deren übrige Werbungskosten 1.230 Euro übersteigen. Denn dieser Betrag wird als pauschale Werbungskosten in der Steuererklärung ohnehin angesetzt. Steuersenkung für Restaurants Auf Essen im Restaurant oder Schnellimbiss gilt ab heute eine reduzierte Mehrwertsteuer . Statt bisher 19 fallen nur noch 7 Prozent an. Das soll die Gastronomen unterstützen und die Kostensteigerungen der letzten Zeit etwas auffangen. Von der geringeren Steuer profitieren auch Bäckereien, Cafés, Wirtshäuser, Catering-Anbieter sowie Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung. Sie gilt allerdings nur für Speisen, nicht für Getränke. Deutschlandticket wird teurer Von heute an steigt der Preis des Deutschlandtickets. Es kostet nun 63 Euro im Monat. Bisher zahlten Nutzer für das bundesweit gültige Ticket im Nah- und Regionalverkehr 58 Euro im Monat. Zu Jahresbeginn 2025 war der Preis auf 58 Euro von zuvor 49 Euro angehoben worden. Das Deutschlandticket gibt es seit Mai 2023. Das monatlich kündbare Abo hat mehr als 14 Millionen Nutzer und ermöglicht bundesweit Fahrten im Regional- und Nahverkehr. Es hat zuvor bestehende Tarifstrukturen erheblich vereinfacht. Weil das Ticket günstiger ist als bisherige regionale Abos, kommt es zu Einnahmeausfällen bei Verkehrsunternehmen. Deswegen geben Bund und Länder pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro. CO2-Preis steigt Um in Deutschland die anvisierten Klimaziele zu erreichen, muss das Verbrennen von fossilen Energieträgern ein Ende finden. Um Öl, Gas und Kohle bis 2045 langsam aus dem Verkehr zu nehmen, werden sie seit 2021 mit einem Preis versehen: dem CO2-Preis. Umgangssprachlich ist häufig von der CO2-Steuer die Rede. 2026 steigt der CO2-Preis in Deutschland erneut an. Der nationale CO2-Preis dient als Vorbereitung auf den europäischen Emissionshandel, der ab 1. Januar 2028 greifen wird . Dann werden fossile Brennstoffe in ganz Europa bepreist. Eigentlich sollte das EU-System schon 2027 starten, doch im November 2025 haben sich die EU-Mitgliedsländer darauf verständigt, den Emissionshandel um ein Jahr zu verschieben. Für Deutschland bedeutet das, dass der CO2-Preis in den Jahren 2026 und 2027 stabil bleibt. EU: Zypern übernimmt Ratsvorsitz Mit Zypern hat zum Jahreswechsel eines der kleinsten EU-Länder den alle sechs Monate rotierenden EU-Ratsvorsitz übernommen. Vertreterinnen und Vertreter des nur rund eine Million Einwohner zählenden Inselstaates werden damit bis Ende Juni die Leitung zahlreicher Ministertreffen übernehmen und bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den EU-Staaten vermitteln. Dabei geht es vor allem darum, einen möglichst reibungslosen Ablauf der EU-Gesetzgebungsverfahren zu garantieren. In den vergangenen sechs Monaten hatte Dänemark die EU-Ratspräsidentschaft inne. Bulgarien führt den Euro ein Mit Beginn des neuen Jahres hat Bulgarien den Lew durch den Euro ersetzt. Der Balkanstaat ist damit das 21. Land, in dem die Gemeinschaftswährung das offizielle Zahlungsmittel ist. Der Euro werde dem Tourismus helfen sowie bulgarischen Herstellern den Handel mit Europa und der Welt erleichtern, wie das bulgarische Finanzministerium und die Nationalbank BNB bereits zuvor erklärt hatten. Auch für Urlauber wird vieles einfacher: Geldwechsel und zusätzliche Gebühren entfallen, Preise lassen sich einfacher vergleichen und Kartenzahlungen werden unkomplizierter. Der feste Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 Lew pro Euro – exakt derselbe, zu dem einst die D-Mark in den Euro überging.
