Russland | Medwedew droht Merz mit Entführung wie bei Maduro
Ex-Kreml-Chef droht Merz. Lettland meldet Schaden an Ostseekabel. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dieser Newsblog wurde beendet. Die neuesten Entwicklungen zum russischen Krieg gegen die Ukraine lesen Sie hier . Montag, 5. Januar Opfer und Schäden in Kiew und Umgebung Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen überzogen. In der Hauptstadt Kiew wurde Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge eine medizinische Einrichtung getroffen, vier Menschen seien dadurch verletzt worden. Ein Mann, der zur Behandlung in der Einrichtung war, kam demnach ums Leben. Auch im Kiewer Umland hatten die Schläge schwere Folgen. Ein Mann sei im Kreis Fastow in der Region Kiew getötet worden, teilte die regionale Polizei mit. Seine Leiche sei bei Löscharbeiten in seinem Haus gefunden worden. An mehreren Orten des Gebiets seien Wohnhäuser, Autos und Garagen beschädigt worden. In der Nacht gab es teilweise in der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach Angaben der Luftstreitkräfte setzte Moskau neun ballistische Raketen und umfunktionierte Flugabwehrraketen sowie 165 Kampfdrohnen ein. 137 Drohnen seien abgewehrt worden. Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Trump: Glaube nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz US-Präsident Donald Trump geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert. Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblichen Angriff informiert, der danach sagte: "Das ist nicht gut." Der US-Geheimdienst CIA hatte dann die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau. Klitschko meldet russischen Luftangriff auf die Hauptstadt Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew aus der Luft an. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Klitschko ruft die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben. Brand nach Drohnenangriff in russischer Region Lipezk Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der Stadt Jelez in der russischen Region Lipezk einen Brand in einem Industriegebiet aus. Das teilt der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, mit. Verletzte gebe es nicht. In Jelez befindet sich das Batteriewerk Energija, ein wichtiger Hersteller für die russische Rüstungsindustrie. Die Ukraine hat das Werk nach eigenen Angaben bereits früher angegriffen. Erneute Sabotage? Lettland meldet Schaden an Ostseekabel Nach einem erneuten Schaden an einem Telekommunikationskabel in der Ostsee hat die lettische Polizei ein Schiff untersucht. Das Schiff und seine Besatzung seien nicht festgesetzt worden und die Besatzung kooperiere mit den Ermittlern, teilte die lettische Polizei am Sonntag mit. Der Schaden sei bereits am Freitag aufgetreten. Die Polizei habe das Schiff am Sonntag betreten. Nach Angaben des südlichen Nachbarlandes Litauen verläuft das Kabel von der Ortschaft Sventoji in Litauen zur Stadt Liepaja in Lettland . Die Entfernung beträgt etwa 65 Kilometer. Die Ursache des Vorfalls sei noch unklar, teilte das litauische Krisenmanagementzentrum mit. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina erklärte, der Schaden sei in der Nähe von Liepaja aufgetreten. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die lettischen Kommunikationsnutzer, schrieb sie auf X. Die Ostseeregion ist seit Russlands Großangriff auf die Ukraine im Jahr 2022 nach einer Reihe von Ausfällen von Stromkabeln, Telekommunikationsverbindungen und Gaspipelines in Alarmbereitschaft. Die Nato hat ihre Präsenz mit Schiffen, Flugzeugen und Drohnen verstärkt. Erst vor wenigen Tagen hatte die finnische Polizei ein Frachtschiff auf dem Weg von Russland nach Israel beschlagnahmt. Es steht unter dem Verdacht, mit seinem Anker ein Untersee-Telekommunikationskabel zwischen Helsinki und Estland beschädigt zu haben. Die Polizei sprach von schwerer Sabotage. Sonntag, 4. Januar Ukrainische Drohnen halten auf Moskau zu Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten. Mindestens 32 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben. Wegen des Anflugs der Drohnen wurde auf den Moskauer Flughäfen Schukowski und Wnukowo aus Sicherheitsgründen vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt. Ankommende Flüge wurden umgeleitet. Medwedew kann sich Entführung von Merz vorstellen Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz . "Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden." Wenn behauptet werde, dass der nun entmachtete venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ein illegitimer Präsident sei, dann halte das keiner Kritik stand, sagte Medwedew weiter. Dies gelte vor allem für die europäischen Reaktionen, die einen "doppelten Standard" Europas aufzeigten. Er fügte mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hinzu, dass es aus dieser Sicht "sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen", da dessen Amtszeit längst abgelaufen sei. Selenskyj allerdings bleibt aufgrund der Verfassung zu Kriegszeiten im Amt. Möglicher Terroranschlag in Kiew Bei einer Autoexplosion in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben ein Soldat verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Millionenmetropole mitteilte, kam es beim Öffnen des Kofferraums zu der Detonation. Der Soldat sei durch Splitter verletzt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Terroranschlags. Nähere Angaben etwa zum Besitzer des Fahrzeugs oder möglichen Hintergründen machten die Ermittler nicht. Die Ukraine warnt in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg immer wieder vor der Gefahr von Anschlägen und Sabotage im eigenen Land. Dabei gab es bereits mehrere Tote. Die ukrainischen Geheimdienste wiederum sind Drahtzieher schwerer Bombenattentate in Russland, bei denen etwa in Moskau auch Generäle getötet wurden. Selenskyj besetzt mehrere Kabinettsposten neu Zum Jahresbeginn hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj mehrere Spitzenpositionen in seinem Regierungsteam neu besetzt. Der Drohnen-Experte und bisherige Digitalminister Mychailo Fedorow werde künftig das Verteidigungsministerium leiten, sagte Selenskyj. Der bisherige Inhaber des Postens, Denys Schmyhal, soll neuer Energieminister werden. In Kiew berieten die Sicherheitsberater der Länder der sogenannten Koalition der Willigen nach ukrainischen Angaben am Samstag über "Rahmendokumente" mit dem Ziel, den russischen Angriffskrieg zu beenden. Selenskyj begründete den geplanten Ministerwechsel nicht. Er lobte den 34-jährigen Fedorow jedoch dafür, dass er sich viel mit Drohnen beschäftigt habe "und sehr effektiv an der Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen und Verfahren arbeitet". Der bisherige Verteidigungsminister Schmyhal war früher Ministerpräsident. Im Juli war er auf diesem Posten von Julija Swyrydenko abgelöst worden und hatte das Verteidigungsressort übernommen. Selenskyj erklärte am Samstag im Onlinedienst X, er hoffe, dass Schmyhal seinen "systematischen" Ansatz aus der Zeit als Verteidigungsminister im Energieministerium nutzen werde. "Ich zähle auf die Unterstützung des Parlaments", fügte Selenskyj hinzu. Die Ernennung der neuen Minister erfordert die Zustimmung des Parlaments, die jedoch als sicher gilt. Selenskyj: Rund 2.000 russische Luftangriffe in Neujahrswoche Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2.000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. "Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe", schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1.070 Gleitbomben, fast 1.000 Drohnen und sechs Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Dabei erinnerte Selenskyj in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw; dort gab es am 2. Januar zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden. Gouverneur: Ein Toter bei Drohnenangriff auf russische Grenzregion Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod meldet einen ukrainischen Drohnenangriff, bei dem ein Mann getötet worden sei. Zudem seien eine Frau und ein vierjähriges Kind verletzt worden, teilt Wjatscheslaw Gladkow weiter mit. Ihr Zustand sei ernst, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Feuerwehr habe einen Brand gelöscht, der nach dem Angriff ein Auto erfasst habe. Das russische Verteidigungsministerium teilt zudem mit, es seien in der Nacht 90 ukrainische Drohnen und am Sonntagmorgen 42 weitere Drohnen abgeschossen worden. Drei von ihnen seien Richtung Moskau unterwegs gewesen. Partisanen: Russisches Werk für Raketensystem ausgespäht Mitglieder der pro-ukrainischen Partisanenbewegung Atesh haben nach eigenen Angaben das Autowerk in Brjansk ausgespäht. Dort sollen Fahrgestelle für die Flugabwehrsysteme S-400 und S-350 sowie für das Iskander-M-Raketensystem sowie Mehrfachraketenwerfersystem Uragan hergestellt werden. Das berichtet die Bewegung laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform auf Telegram. Nach Angaben der Partisanen dokumentiert die Aufklärung Produktions- und Verwaltungsgebäude, Lagerinfrastruktur sowie Zufahrts- und Logistikwege des Werks. Zudem werde am Standort Aktivität im Zusammenhang mit der Erfüllung von Rüstungsaufträgen festgestellt. Die gewonnenen Daten seien an die Verteidigungskräfte der Ukraine übermittelt worden und könnten zur Planung gezielter Maßnahmen gegen die militärisch-industrielle Infrastruktur genutzt werden, heißt es in der Mitteilung. Samstag, 3. Januar Beratung über Rahmendokumente zu Kriegsende Die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen haben nach ukrainischen Angaben über "Rahmendokumente" zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gesprochen. Zu den am Samstag erörterten Dokumenten gehörten laut Verhandlungsführer Rustem Umerow "Sicherheitsgarantien und Ansätze für den Friedensplan". Zudem sei es bei dem Treffen um die "Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte" gegangen, erklärte Umerow im Onlinedienst Telegram. Selenskyj bezeichnet Maduros Sturz als "wegweisend" Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten. Selenskyj bezog sich offenbar auf Kremlchef Putin, ohne diesen namentlich zu erwähnen. Selenskyj hat Putin wiederholt als Diktator bezeichnet und hält ihn nicht für einen legitimen Staatschef. Er äußerte sich zur Lage in Putins Krieg gegen die Ukraine nach weiteren Verhandlungen in Kiew, bei denen nationale Sicherheitsberater über den künftigen Schutz für die Ukraine gesprochen hatten. Selenskyj kündigte weitere Gespräche an. Der Präsident forderte erneut solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen Schutz für die Ukraine bieten sollen. Das bedeute ganz klar, dass "auf jeden Fall" mindestens französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert sein würden, sagte Selenskyj. Russland, das an den Gesprächen nicht beteiligt ist, warnt immer wieder vor der Stationierung von Soldaten aus Nato-Staaten in der Ukraine. Ein Friedensabkommen ist weiter nicht in Sicht. Trump: "Ich bin nicht begeistert von Putin" US-Präsident Donald Trump ist unzufrieden mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine. "Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen", sagte Trump auf einer Pressekonferenz zur US-Militäraktion in Venezuela. Weiter äußerte sich Trump nicht zum Krieg in der Ukraine. Am Donnerstag hatte Trump überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Das Boulevardblatt "New York Post" stellte in dem Stück Kremlchef Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht. In dem Artikel heißt es, jeder Angriff auf Putin sei "mehr als gerechtfertigt". "Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden". Trump verbreitet regelmäßig Artikel von Medien, die ihm nahestehen. In manchen Fällen kommentiert der Präsident die Texte – dies war beim vorliegenden Stück nicht der Fall. In der Vergangenheit war Trump immer wieder eine gewisse Russlandnähe vorgeworfen worden, unter anderem, weil er zeitweise kremlnahe Positionen übernommen hatte. Selenskyj tauscht Verteidigungsminister aus Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj tauscht zum Jahresbeginn seinen Verteidigungsminister aus. Auf seinen Wunsch solle der Posten vom bisherigen Digitalminister Mychailo Fedorow übernommen werden, sagte Selenskyj am Freitag in seiner täglichen Videoansprache. Der bisherige Verteidigungsminister Denys Schmyhal war erst ein halbes Jahr im Amt. Selenskyj begründete den geplanten Ministerwechsel nicht. Er lobte den 34-jährigen Fedorow jedoch dafür, dass er sich viel mit Drohnen beschäftigt habe und "sehr effektiv an der Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen und Verfahren arbeitet". Freitag, 2. Januar Viele Verletzte bei russischem Angriff auf Wohngebäude in Charkiw Bei einem russischen Luftangriff auf das Zentrum der nordostukrainischen Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens 19 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen. Russland hatte der ukrainischen Armee am Vortag einen Drohnenangriff auf ein Café und ein Hotel in Chorly im russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson vorgeworfen. Die Zahl der Toten stieg nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs von Cherson, Wladimir Saldo, inzwischen von 24 auf 28. Moskau drohte nach dem Angriff mit "Konsequenzen". Nach ukrainischen Angaben richtete sich dieser Angriff gegen ein Militärtreffen, zu dem Zivilisten nicht zugelassen waren. Kiew ordnet Evakuierung Tausender Kinder an Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehreren Tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. Wegen der "schwierigen Sicherheitslage" sei beschlossen worden, mehr als 3.000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram. Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt. Selenskyj macht Chef des Militärgeheimdienstes zum neuen Büroleiter Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Geheimdienstchef Kyrylo Budanow die Leitung des Präsidialamts übertragen. Budanow wird damit Nachfolger von Andrij Jermak, der nach Hausdurchsuchungen der Korruptionsbehörden Ende November zurückgetreten war. Selenskyj berichtete in den sozialen Medien über eine Sitzung mit Budanow, in der er ihm den Posten angeboten habe. Budanow leitete bisher den Militärgeheimdienst HUR. Selenskyj teilte mit, die Ukraine müsse sich stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und den diplomatischen Weg der Verhandlungen konzentrieren. Das Präsidialamt werde sich diesen Aufgaben vorrangig widmen. Budanow sei besonders erfahren in diesen Bereichen und könne Ergebnisse erzielen, schrieb Selenskyj. Die Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, wird seit Wochen von einem Schmiergeldskandal erschüttert, der bis in die Staatsführung reicht. Auch Jermak war in diesem Zusammenhang in Erklärungsnot geraten. Ende November trat er nach Hausdurchsuchungen zurück. Jermak ist ein langjähriger Vertrauter von Selenskyj und war eine zentrale Figur bei den Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des Krieges. Er hatte das ukrainische Verhandlungsteam angeführt. Trump-Schwiegersohn bei Friedensgesprächen: Lob von beiden Seiten Jared Kushner , Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, ist nach Angaben aus Russland an Gesprächen über einen möglichen Frieden im Ukraine-Krieg beteiligt gewesen. Der Immobilienentwickler traf sich am Dienstag gemeinsam mit dem US-Sondergesandten für den Nahen Osten, Steve Witkoff, mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau. Kremlberater Juri Uschakow bezeichnete Kushners Teilnahme im Anschluss als "äußerst nützlich". Uschakow sagte laut dem russischen Exilmedium "Moscow Times", Kushner habe der amerikanischen Delegation eine "systematische Präsenz" verliehen und den "Charme und die Freundlichkeit" Witkoffs ergänzt. Sollte weiter an einem konkreten Friedensplan gearbeitet werden, werde Kushner "in vielerlei Hinsicht die Feder führen", erklärte der Präsidentenberater. Auch aus der Ukraine kam Zustimmung. Oleksandr Merezhko, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses im ukrainischen Parlament, sagte dem "Kyiv Independent", Kushners Einbindung sei ein "gutes Zeichen". Kushner stehe nicht "im Bann Putins", so Merezhko. Er traue ihm daher mehr als Witkoff, der teils öffentlich russische Forderungen wiederholt habe. Merezhko verwies zudem auf Kushners diplomatische Erfahrung, etwa bei den Abraham-Abkommen von 2020. DeepState: Russland besetzte 0,72 Prozent weiteres Gebiet Russland hat im Jahr 2025 rund 4.336 Quadratkilometer zusätzliches Gebiet in der Ukraine besetzt. Das geht aus einer Analyse der ukrainischen Militärbeobachtungsgruppe DeepState hervor. Die Fläche entspricht etwa 0,72 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets. Insgesamt sei die russisch kontrollierte Fläche zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 1. Januar 2026 um 7.463 Quadratkilometer gewachsen. Das entspreche einem Zuwachs von 1,28 Prozent des gesamten ukrainischen Territoriums. Im Vergleich zu den Vorjahren sei 2025 ein besonders schwieriges Jahr für die ukrainischen Streitkräfte gewesen, heißt es in der Einschätzung von DeepState. Die Analysten führen den Verlust auf die intensive militärische Offensive Russlands zurück. DeepState berichtet, dass insgesamt 116.165 Quadratkilometer ukrainischen Landes besetzt sind, was 19,25 Prozent der Gesamtfläche der Ukraine entspricht – also jeder fünfte Quadratkilometer. Widerstandsbewegung verteilt Poster in Luhansk Die militärische Bewegung Atesh, eine Widerstandsgruppe von Ukrainern und Krimtataren, hat in der Silvesternacht Poster und Aufkleber im russisch besetzten Luhansk verteilt. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, hat die Bewegung dies auf Telegram bekannt gegeben. "In der Silvesternacht haben Agenten erneut eine Agitationskampagne im besetzten Luhansk durchgeführt. Flugblätter mit Informations- und Appellmaterialien tauchten in verschiedenen Bereichen der Stadt auf, darunter auch an Orten mit ständigem Personenaufkommen", heißt es in dem Bericht. ISW: Russland feuerte mehr als 54.000 Drohnen auf Ukraine ab Russland hat 2025 mehr als 54.000 Drohnen und rund 1.900 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Das geht aus einer Analyse des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Demnach nahmen Umfang und Intensität der Angriffe im Laufe des Jahres deutlich zu. Russland hat insgesamt 52 Angriffe mit jeweils 210 oder mehr Flugkörpern gestartet. Der bislang größte Angriff habe in der Nacht vom 6. auf den 7. September stattgefunden. Dabei seien 810 Drohnen und 13 Raketen eingesetzt worden. In 18 Fällen habe Russland jeweils mehr als 500 Flugkörper in einem Angriff eingesetzt. Möglich sei das durch eine gestiegene Rüstungsproduktion im Jahr 2025 gewesen. Die russischen Angriffe hätten sich im Herbst und Winter verstärkt gegen das ukrainische Stromnetz gerichtet. Laut ISW verursachten diese Angriffe schwere Schäden an der Energieversorgung. Außerdem habe Russland gezielt Eisenbahnanlagen angegriffen, um die ukrainische Logistik zu stören. Donnerstag, 1. Januar Russland: Ukraine hat Restaurant angegriffen Im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Cherson sollen der Besatzungsverwaltung zufolge mehr als 24 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden sein. Ein Café im Dorf Chorly am Schwarzen Meer sei von drei Drohnen getroffen worden, als dort Silvester gefeiert wurde, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Er sprach morgens zunächst von 24 Toten, sagte aber später, dass die Zahl höher liege. Der ukrainische Generalstab wies die Darstellung als typische russische Desinformation zurück. Ziel der Russen sei es, mit solchen Falschbehauptungen Einfluss auf die Partner der Ukraine und den Verlauf der Friedensverhandlungen zu nehmen. Unabhängige Berichte und eine Bestätigung der hohen Totenzahl gab es nicht. Fotos und Videos in sozialen Netzwerken lassen darauf schließen, dass ein Restaurant in dem kleinen Ferienort auf einer Halbinsel ausgebrannt ist. Angriff auf Putin-Residenz? Russland gibt Material an USA Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge, die das Ziel habe, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu rechtfertigen. Selenskyj: "Politisch ist fast alles vorbereitet" Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte in den Verhandlungen um Sicherheitsgarantien. "Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. "Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden", führte er aus. Für das Treffen der nationalen Sicherheitsberater am Samstag in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der "Koalition der Willigen" am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj. Das Wichtigste für die Ukraine sei weiterhin eine ausreichende Unterstützung von den Partnern. "Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen, unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion", sagte Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für Waffen, Drohnen, Technik – "für alles, was notwendig ist". Ukraine täuscht Tod von Milizchef vor – und kassiert Kopfgeld Der Kreml hatte ein Kopfgeld von 500.000 Dollar auf den Milizchef Denis Kapustin ausgesetzt. Das Geld hat sich angeblich Kiew gesichert – mit einer Finte. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Kriegskosten steigen – Kreml erhöht Mehrwertsteuer Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut. Die Verteidigungsausgaben in Russland steigen wegen des andauernden Krieges, dessen Ende auch nach fast vier Jahren nicht in Sicht ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Künftig wolle sich die Regierung aber wieder darum bemühen, die Steuerlast für die Bürger zu senken. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen. Schon im laufenden russischen Haushalt 2025 machen Berechnungen zufolge Militär und Sicherheit etwa 40 Prozent aller staatlichen Ausgaben aus. Die Kriegswirtschaft mit großen Aufträgen für die Rüstungsindustrie sowie hohe Zahlungen an Soldaten und deren Familien haben dem Land eine Zeit lang ein scheinbares Wachstum beschert. Doch zuletzt häuften sich die Krisenzeichen in zivilen Branchen. Die russische Bevölkerung leidet unter der Teuerung. Eine höhere Mehrwertsteuer macht sich für Verbraucher bei jedem Einkauf bemerkbar, selbst wenn der Steuersatz nach Angaben des Finanzministeriums für Lebensmittel, Medikamente und Kinderbedarf bei zehn Prozent bleiben soll. Angeblicher Angriff: Auch die CIA widerspricht Putin Russland behauptet, die Ukraine habe Kremlchef Putin persönlich mit Drohnen angegriffen. Jetzt äußert sich der US-Auslandsgeheimdienst. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Besatzungschef meldet Angriff auf Feier – angeblich 25 Tote Im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Cherson im Süden der Ukraine sollen der Besatzungsverwaltung zufolge mehr als 24 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden sein. Ein Café im Dorf Chorly am Schwarzen Meer sei von drei Drohnen getroffen worden, als dort Silvester gefeiert wurde, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Er sprach morgens zunächst von 24 Toten, sagte aber später, dass die Zahl höher liege. Mindestens 25 weitere Menschen seien verletzt worden. Das ukrainische Militär erklärte, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen "und andere legitime Ziele" an. Die ukrainischen Streitkräfte hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldete die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Café gab es nicht. Ukraine greift Energieanlagen in Russland an Die Ukraine hat Öl- und Industrieanlagen in mindestens zwei russischen Regionen angegriffen. In einer Raffinerie in Krasnodar und einem Lager der Energiebranche in Tatarstan seien Brände ausgebrochen, erklären russische Behörden. Das ukrainische Militär bestätigt die Angriffe. Nach russischen Angaben wurde auch eine Industrieanlage in der Region Kaluga südwestlich von Moskau angegriffen. Unabhängige Berichte und eine Bestätigung der hohen Totenzahl gab es nicht. Fotos und Videos in sozialen Netzwerken lassen darauf schließen, dass ein Restaurant in dem kleinen Ferienort auf einer Halbinsel ausgebrannt ist. Nach Angaben pro-ukrainischer Blogger soll es sich um eine Feier von Angehörigen der russischen Besatzungsmacht gehandelt haben. Diese Angaben sind aber unbestätigt. Von offizieller Seite in Kiew gab es zunächst keine Reaktion. Das Gebiet Cherson im Süden der Ukraine ist entlang des Flusses Dnipro geteilt. Der nördliche Teil mit der Gebietshauptstadt Cherson steht unter ukrainischer Kontrolle. Der südliche Teil mit der Küste ist von russischen Truppen besetzt. Gouverneur: Mindestens 24 Tote nach ukrainischem Angriff Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel und ein Café in der Region Cherson sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs Wladimir Saldo mindestens 24 Menschen getötet worden. Mehr als 50 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Saldo auf Telegram mit. Der Angriff habe sich in dem Küstenort Chorly ereignet. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten in dem Hotel und dem Café Neujahrsfeierlichkeiten stattgefunden. Tschetscheniens Machthaber soll in Moskauer Krankenhaus liegen Der Gesundheitszustand des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow hat sich offenbar verschlechtert. Wie das Medium "Novaya Gazeta" berichtet, wurde er kurz vor einer traditionellen Sitzung in Moskau notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert. Genauer handelt es sich um die Sitzung des Staatsrats, die vor Neujahr unter dem Vorsitz von Wladimir Putin stattfand. Dem Bericht zufolge plante Kadyrow, persönlich an der Sitzung teilzunehmen – er sei dafür am 24. Dezember nach Moskau geflogen. In der darauffolgenden Nacht habe sich sein Zustand verschlechtert, woraufhin er mit einem Krankenwagen in das Zentrale Klinikum der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation eingeliefert worden sei. Die Sitzung des Staatsrats fand trotzdem statt – seither hat sich Kadyrow nicht mehr öffentlich gezeigt. Bereits in der Vergangenheit wurde er mehrmals wegen psychischer Probleme behandelt. "Ich habe manchmal Nervenzusammenbrüche", hatte der tschetschenische Machthaber einst gesagt, "ein ständiges Gefühl der Anspannung, als stände ich unter Strom". CIA: Kein ukrainischer Angriff auf Putin-Residenz Der US-Geheimdienst CIA ist Medienberichten zufolge zu dem Schluss gekommen, dass einer der jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine nicht den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dessen Residenz zum Ziel hatte. Das berichteten das "Wall Street Journal" sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau vom Montag. Zunächst hatte auch Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Putin die Ukraine wegen des angeblichen Angriffs kritisiert. Strack-Zimmermann: Angriff auf Putin-Residenz "Lug und Trug" Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat davor gewarnt, den russischen Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin zu glauben. "99,9 Prozent der Nachrichten, die aus dem Kreml kommen, sind Lug und Trug", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Putins "menschenverachtende Geschichte" über den angeblichen Drohnenangriff gehöre "in die Tonne", fügte sie hinzu. Selenskyj: Noch zehn Prozent vom Friedensabkommen entfernt Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsansprache die Möglichkeit eines Friedensabkommens mit Russland beteuert. "Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben", sagte er in der Ansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien "die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden", fügte er hinzu. Mittwoch, 31. Dezember Trump: Russland steht Frieden im Weg In einer Reaktion auf den angeblichen Drohnenangriff auf Putins Residenz auf der Krim hat sich US-Präsident Donald Trump gegen den Kremlchef gestellt. "Putins Geschrei um die 'Attacke' zeigt, dass Russland derjenige ist, der einem Frieden im Weg steht", schrieb Trump und teilte einen Artikel der "New York Post". In diesem hieß es, Putin wolle den angeblichen Angriff nutzen, um von seiner Blockade bei den Friedensgesprächen abzulenken. Selenskyj: Wir glauben an den Frieden Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsbotschaft den Glauben an den Frieden hervorgehoben. Das auslaufende Jahr sei geprägt gewesen "von der Treue und Standhaftigkeit, den Prinzipien und der täglichen Arbeit der Ukrainer", teilte er auf Facebook und X mit. "Dieses Jahr wurde möglich dank unserer Verteidiger – denen, die es nicht nur für die Ukraine, sondern für alle verteidigt haben, die Freiheit und Würde schätzen." Man gehe nun gemeinsam weiter "mit dem, was uns zusammenhält: Erfahrung und Erinnerung, unsere Muttersprache, Hoffnung und Glaube", teilte Selenskyj mit. Zudem nehme man die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Menschlichkeit in das neue Jahr mit. "Wir glauben an den Frieden, kämpfen dafür und arbeiten dafür", schloss er seine Botschaft mit den besten Wünschen für das neue Jahr. Kremlchef Putin hatte in seiner Neujahrsansprache dagegen s einen Glauben an den Sieg im Krieg gegen die Ukraine betont und sich siegessicher gezeigt. "Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg", sagte Putin laut dem von Staatsmedien veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache. Die russischen Soldaten, denen die Ukraine Kriegsverbrechen vorwirft, bezeichnete Putin erneut als "Helden". Kremlchef spricht bereits von "Sieg" in der Ukraine Kremlchef Wladimir Putin läutete in Russland bereits das neue Jahr ein. In seiner Ansprache fabuliert Russlands Machthaber vom Sieg über die Ukraine. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Kiew meldet Angriff auf Putins "strategische Reserven" Ukrainische Drohnen haben nach offizieller Darstellung aus Kiew ein Treibstofflager in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau getroffen und in Brand gesetzt. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU der Agentur Ukrinform mit. Das Terminal "Temp" in der Stadt Rybinsk gehöre zu den strategischen Reserven Russlands. "Der SBU unterbricht mit chirurgischer Präzision weiterhin die Lieferketten russischer Erdölprodukte sowohl ins Ausland als auch an die Truppen, die die Ukraine angreifen", wurde ein namentlich nicht genannter Geheimdienstmitarbeiter zitiert. Die Agentur veröffentlichte dazu ein Video, auf dem ein Großbrand hinter verschneiten Häusern zu sehen ist. Die genaue Örtlichkeit dazu war nicht zu erkennen. Von russischer Seite gab es zu dem ukrainischen Bericht keine Angaben. Jaroslawl liegt etwa 280 Kilometer nordöstlich von Moskau und ist mehr als 800 Kilometer von der Ukraine entfernt. Diese in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen sollen den Brand in Jaroslawl zeigen: Ukrainische Drohnen griffen in der Nacht zum Mittwoch auch andere Ziele innerhalb Russlands an. In der südrussischen Region Krasnodar sei in der Ölraffinerie im Hafen Tuapse am Schwarzen Meer ein Brand ausgebrochen, teilte der operative Stab des Gebiets mit. Das Feuer sei gelöscht worden. Bei dem Drohnenangriff seien zwei Menschen verletzt worden. Schäden gebe es auch an einer der Anlegestellen des Hafens und an fünf Häusern sowie an einer Gasleitung, hieß es in der Mitteilung. Unterseekabel beschädigt: Finnland setzt Schiff fest In der Ostsee wird erneut ein Unterseekabel beschädigt. Im Verdacht steht ein Schiff, das zu Russlands Schattenflotte gehören soll. Die finnische Polizei ermittelt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Ukraine meldet Stromausfall in Odessa nach Angriff Ein russischer Luftangriff auf die südliche Region Odessa hat nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums die Stromversorgung für mehr als 170.000 Verbraucher lahmgelegt. Notfallreparaturen seien im Gange. Der führende ukrainische Energiekonzern DTEK teilt mit, dass zwei seiner Anlagen in der Region Ziel des Angriffs gewesen seien. Kallas wirft Russland gezieltes Ablenkungsmanöver vor Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet Behauptungen Russlands, wonach die Ukraine kürzlich wichtige Regierungseinrichtungen in Russland angegriffen haben soll, als gezieltes Ablenkungsmanöver. "Moskau zielt darauf ab, echte Fortschritte der Ukraine und ihrer westlichen Partner auf dem Weg zum Frieden zu vereiteln", schreibt Kallas auf der Social-Media-Plattform X. "Niemand sollte unbegründete Behauptungen des Aggressors akzeptieren, der seit Beginn des Krieges wahllos die Infrastruktur und die Zivilbevölkerung der Ukraine ins Visier genommen hat." Angriff auf Putin-Residenz? Moskau zeigt Video mit Drohne Tage nach dem von Moskau gemeldeten angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin hat das russische Verteidigungsministerium Aufnahmen veröffentlicht, die eine Attacke belegen sollen. Ein am Mittwoch verbreitetes Video zeigt in einem Waldgebiet im Schnee liegende Überreste einer Drohne, die bei dem Angriff eingesetzt und abgeschossen worden sein soll. Der angebliche Angriff sei "gezielt, sorgfältig geplant und in Etappen ausgeführt worden", erklärte das Ministerium. Zeitung: Bis zu 15.000 europäische Soldaten in der Ukraine Mehrere europäische Staaten sind laut einem Medienbericht bereit, sich an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine zu beteiligen. "Die Pläne dafür, wie die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aussehen könnten, sind bereits fertig ausgearbeitet. Sie wurden im Wesentlichen von Militärexperten der britischen und französischen Streitkräfte in Zusammenarbeit mit Brüssel erstellt", berichtete die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten. Frankreich und Großbritannien seien demnach offenbar bereit, sogenannte robuste Sicherheitsgarantien abzugeben. Damit seien sie im Notfall auch befähigt, mit Bodentruppen für die Einhaltung des Friedens zu kämpfen. Als Größenordnung für den Einsatz europäischer Bodentruppen werde von Diplomaten für die ersten sechs Monate – je nach Einmeldungen der beteiligten Staaten - eine Zahl von "10.000 bis 15.000 Soldaten" genannt. In Diplomatenkreisen heiße es, Frankreich und Großbritannien seien bereit, sich auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union an der Überwachung eines Waffenstillstands zu beteiligen, so das Blatt. Beiden Ländern würde eine Einladung der Ukraine genügen. Die Überwachung des Waffenstillstands aus der Luft und von der See solle von den Nachbarstaaten der Ukraine aus sichergestellt werden. In den Planungen zur Überwachung des Waffenstillstands spiele auch die Türkei eine Rolle. So könne Ankara der Zeitung zufolge die Schwarzmeer-Region überwachen. Militärverwaltung: Vier Verletzte bei russischen Angriffen auf Odessa Bei russischen Angriffen auf Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Kinder, erklärte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe erfolgten, nachdem Moskau der Ukraine am Montag einen Drohnenangriff auf eine Privatresidenz von Kremlchef Wladimir Putin vorgeworfen hatte. Kiew dementierte die Angaben und erklärte, Moskau habe keine Beweise für den Angriff vorgelegt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau vor, mit den Anschuldigungen die diplomatischen Bemühungen der USA zur Beendigung des Krieges zu untergraben. Dienstag, 30. Dezember Drohnenangriff auf Moskau – massiver Stromausfall Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf die Region Moskau sind mindestens 100.000 Russen ohne Strom. Auslöser sei ein Feuer in einem Umspannwerk gewesen, bestätigen Behörden. Nach Medienberichten sollen rund 600.000 Menschen rund um die Hauptstadt betroffen sein, offizielle Angaben liegen bei mehr als 100.000. Auch in der von Russland besetzten ukrainischen Stadt Melitopol gebe es nach einem Drohnenangriff einen großflächigen Stromausfall. Parlament in Estland mit "Z"-Symbol beschmiert In Estland hat ein Mann eine Säule am Haupteingang des Parlaments des baltischen EU- und Nato-Landes mit einem Symbol für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beschmiert. Der estnische Staatsbürger wurde nach Angaben der Polizei auf frischer Tat dabei ertappt, wie er in der Nacht an dem Gebäude in der Hauptstadt Tallinn ein "Z" anbrachte. Der Buchstabe ist zu einem Symbol für die Unterstützung Russlands geworden – er wurde zunächst von russischen Streitkräften im Kriegsgebiet verwendet und steht für "za pobedu" ("Für den Sieg"). Behördenangaben zufolge wurde der wegen ähnlicher Taten bereits polizeibekannte 32 Jahre alte Mann vom Sicherheitsdienst der Volksvertretung Riigikogu festgenommen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. In Estland ist die Verwendung des Z-Symbols in der Öffentlichkeit in Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine verboten worden. Vergehen können juristisch geahndet werden. Estland grenzt im Osten an Russland. Der Baltenstaat ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Selenskyj: Neues Trump-Treffen in Paris In den Bemühungen um eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine soll es nach Angaben aus Kiew Anfang Januar einen weiteren Gipfel geben. Geplant sei zunächst ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der "Koalition der Willigen" am 3. Januar in der Ukraine, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Kurz darauf, am 6. Januar, sei dann ein weiteres Treffen auf der Ebene der Staatschefs geplant. "Wir sind dem Team von Präsident Trump für die Bereitschaft dankbar, an beiden Formaten teilzunehmen", fügte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump hinzu. Als "Koalition der Willigen" verstehen sich westliche Länder, die der Ukraine helfen. Erst am Wochenende hatte Trump Selenskyj in Florida zu Gesprächen über ein Kriegsende empfangen. Obwohl sich beide Seiten anschließend optimistisch zum Fortgang der Verhandlungen gaben, wurden keine konkreten Fortschritte bekannt. Russland stationiert Hyperschall-Raketen in Belarus Russland hat die Stationierung seines atomwaffenfähigen Hyperschall-Raketensystems Oreschnik im verbündeten Belarus bekannt gegeben und die Raketen in den aktiven Dienst gestellt. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Dienstag erstmals ein Video, das die mobilen Raketensysteme zeigen soll. Belarus grenzt sowohl an die Ukraine als auch an die Nato-Mitglieder Polen, Litauen und Lettland. Mit dem Schritt will Moskau seine Fähigkeit verbessern, im Kriegsfall Ziele in ganz Europa schneller anzugreifen. Präsident Wladimir Putin zufolge soll es unmöglich sein, die Oreschnik-Raketen abzufangen. Grund sei deren Tempo, das Berichten zufolge mehr als das Zehnfache der Schallgeschwindigkeit erreichen könne. Putin zufolge ist die Zerstörungskraft der Oreschnik selbst mit einem konventionellen Sprengkopf mit der einer Atomwaffe vergleichbar. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte die Installation der Raketen bereits angekündigt. Es würden "nicht mehr als ein Dutzend" Oreschniks stationiert, sagte er. Sein Verteidigungsminister erklärte, der Schritt sei durch "aggressive Schritte westlicher Gegner" notwendig geworden. Das von den Verteidigungsministerien beider Länder veröffentlichte Video gab den Standort der Systeme nicht preis. Es zeigte jedoch mobile Abschussrampen, deren Besatzungen auf Waldwegen fuhren und die Systeme mit Netzen tarnten. Ukraine ordnet Evakuierung von 14 Dörfern im Norden an Die Ukraine hat die Evakuierung von über einem Dutzend Dörfern im Norden des Landes angeordnet. Der Verwaltungschef der Region Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, teilte am Dienstag mit: "Der Verteidigungsrat hat beschlossen, 14 Grenzdörfer zu evakuieren, in denen noch 300 Menschen leben." Er fügte hinzu, dass das "Grenzgebiet jeden Tag bombardiert" werde. Die Region an der Grenze zu Belarus wird täglich von der russischen Armee angegriffen. Tusk sieht Anlass zur Hoffnung auf Frieden in der Ukraine Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sieht Anlass zur Hoffnung auf einen baldigen Frieden in der Ukraine. Es gebe Grund zur Annahme, dass der Krieg recht schnell enden könne, sagte er bei einer Regierungssitzung. "Aber es ist immer noch eine Hoffnung, die bei Weitem nicht zu 100 Prozent sicher ist." Merz fordert Ehrlichkeit im Friedensprozess Bundeskanzler Friedrich Merz fordert von den Beteiligten in den Friedensgesprächen Ehrlichkeit. "Jetzt braucht es Transparenz und Ehrlichkeit von allen – auch von Russland", schreibt er auf der Plattform X. Zusammen mit europäischen und kanadischen Partnern des Berlin-Formats habe man sich am Dienstag abgestimmt. "Wir treiben den Friedensprozess voran." Kreml: Angriff auf Putin soll Friedensgespräche scheitern lassen Ein mutmaßlicher ukrainischer Drohnenangriff auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird nach Angaben des Kremls zu einer härteren russischen Position bei möglichen Friedensverhandlungen führen. "Diese terroristische Aktion zielt darauf ab, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag vor Journalisten. Die diplomatische Konsequenz werde eine Verschärfung der Verhandlungsposition der Russischen Föderation sein. Das russische Militär wisse zudem, wie und wann es zu reagieren habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die russischen Anschuldigungen als "eine weitere Runde von Lügen" zurückgewiesen. Diese zielten darauf ab, zusätzliche Angriffe gegen die Ukraine zu rechtfertigen und den Krieg zu verlängern. Der ukrainische Außenminister Andrij Subiha rief andere Länder auf, nicht auf die russischen Vorwürfe zu reagieren. Russland habe auch einen Tag nach dem angeblichen Angriff keine Beweise vorgelegt, sagte er: "Weil es keine gibt. Keine solche Attacke hat stattgefunden." Peskow sagte, die Ukraine leugne den Angriff und viele westliche Medien würden sich dem anschließen: "Dies ist eine völlig wahnwitzige Behauptung." Wo sich Präsident Wladimir Putin zum Zeitpunkt des Angriffs aufhielt, wollte Peskow nicht sagen. Auf die Frage nach physischen Beweisen erklärte er, die Luftabwehr habe die Drohnen abgeschossen. Die Frage nach den Wrackteilen sei hingegen an das Verteidigungsministerium zu richten. Polen: Europäische Staatenlenker beraten erneut über Ukraine Europäische Staats- und Regierungschefs beraten am Dienstagvormittag erneut über den Ukraine-Krieg. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk werde um 11 Uhr "an einem weiteren Gespräch europäischer Führer zum Thema Ukraine" teilnehmen, teilte sein Sprecher Adam Szlapka beim Kurznachrichtendienst X mit. Russland meldet Einnahme von zwei weiteren Orten in der Ukraine Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwei weitere Ortschaften in der Ukraine eingenommen. Die russischen Truppen übernahmen demnach die Kontrolle über das Dorf Lukjaniwske in der Region Saporischschja und die Siedlung Bohuslawka in der Region Charkiw. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war zunächst nicht möglich. Ermittlungen gegen russischen Oligarchen Usmanow eingestellt Die Staatsanwaltschaft München II hat ein Verfahren gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow gegen Zahlung einer Geldauflage von zehn Millionen Euro eingestellt. Das teilte die Behörde in München mit. Als Erstes hat die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Zunächst ist die Einstellung vorläufig – nach Zahlungseingang ist sie dann endgültig. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Verdachts zweier Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz und möglicher Sanktionsverstöße gegen Usmanow ermittelt, der als enger Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Ukraine-Politik gilt. Die Europäische Union hatte wenige Tage nach dem Angriff Russlands auf das Nachbarland am 28. Februar 2022 Sanktionen verhängt, auch Usmanow stand auf der entsprechenden Sanktionsliste. "Sämtliche Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die im Geltungsbereich der Verordnung in seinem Eigentum oder Besitz stehen oder von ihm gehalten oder kontrolliert wurden, gelten seither (...) als 'eingefroren'. Er durfte daher nicht mehr darüber verfügen", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Anschlag auf Putin? Trump ist "schockiert" Die Ukraine soll angeblich einen Anschlag auf Putin verübt haben. Donald Trump äußert sich eindeutig zu dem Vorfall. Russland: Westen muss sich mit Realitäten in der Ukraine abfinden Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat dem Westen geraten zu akzeptieren, dass Russland die strategische Initiative in der Ukraine innehabe. Lawrow sagte der russischen Nachrichtenagentur Ria, der Westen müsse sich fast vier Jahre nach dem Beginn der "militärischen Sonderoperation" in der Ukraine mit den territorialen Realitäten vor Ort abfinden. Eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe setze zudem ein Ende der Nato-Präsenz in der Ukraine voraus. Das Land müsse einen neutralen, bündnisfreien Status annehmen. Lawrow bemerkte darüber hinaus, die USA würden nun die allen klar gewordene Auffassung unterstützen, dass mit dem Auslaufen des Mandats des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Neuwahlen erforderlich seien. Putin will Gebietshauptstadt Saporischschja einnehmen lassen Die russische Armee rückt in der Ukraine nach Angaben der Militärführung in Moskau in den Gebieten Saporischschja und Donezk "sehr dynamisch" vor. Die russischen Truppen stünden bereits 15 Kilometer im Süden vor der Grenze der Gebietshauptstadt Saporischschja, teilten Militärs bei einer Sitzung mit Kremlchef Wladimir Putin mit. Putin sagte, dass die ukrainischen Streitkräfte sich zwar sehr lange auf eine Verteidigung vorbereitet hätten, aber die russische Armee erledige die Aufgabe der Einnahme Saporischschjas. Die Einheiten "Dnepr" und "Wostok" (Osten) sollten die Stadt gemeinsam einnehmen, sagte er. Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte, alles laufe "sehr dynamisch" und nach Plan. "Tatsächlich haben wir im Dezember das maximale Tempo des Jahres erreicht", sagte er. Es werde derzeit mehr erreicht als vorgesehen. Generalstabschef Waleri Gerassimow informierte Putin, dass im Gebiet Donezk nun Slowjansk als nächstes Ziel in Angriff genommen werde. Insgesamt liefen die Operationen zur vollständigen Einnahme der Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson gemäß den Planungen. Die russischen Truppen stießen tief in die Verteidigungsstellungen der ukrainischen Streitkräfte vor, sagte er. Montag, 29. Dezember Russland bombardierte Mariupoler Theater – und baut es wieder auf Russland hat das frühere Theater von Mariupol wieder eröffnet. Zur Einweihung richteten die russischen Behörden eine aufwendig inszenierte Gala aus, die landesweit im russischen Fernsehen übertragen wurde. Aufgeführt wurde das russische Märchen "Die scharlachrote Blume". Russland hatte das Theater im März 2022 während der Belagerung der ukrainischen Hafenstadt bombardiert, als dort Zivilisten, darunter auch viele Kinder, Schutz gesucht hatten. Diese hatten das Wort "Kinder" auf Russisch in riesigen Lettern vor das Gebäude geschrieben. Bombardiert wurde es dennoch. Hunderte Menschen starben, das Theater wurde fast vollständig zerstört. Lesen Sie hier mehr dazu. Lettland stellt Zaun an der Grenze zu Russland fertig Lettland hat seine Ostgrenze zu Russland dauerhaft mit einem Zaun befestigt. Nach Angaben der staatlichen Immobilienverwaltung wurden die letzten fertiggestellten Abschnitte offiziell übergeben. Ein veröffentlichtes Video zeigte einen mit Stacheldraht verstärkten Schutzzaun, neben dem Patrouillenwege auf dem Grenzstreifen verlaufen. Damit gebe es auf einer Länge von rund 280 Kilometern eine durchgehende Barriere, teilte die Behörde des baltischen EU- und Nato-Landes in Riga mit. Innenminister Rihards Kozlovskis sprach unter Verweis auch auf den bereits im Sommer 2024 fertiggestellten Zaun entlang der lettisch-belarussischen Grenze von einem "bedeutenden Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung Lettlands und unseres Landes". Bis Ende 2026 sollen weitere Grenzinfrastruktur sowie moderne Überwachungssysteme entlang der Grenze zu beiden Nachbarstaaten errichtet werden. "Unser oberstes Ziel ist es, den modernsten Grenzschutz an der Ostgrenze der EU zu schaffen", wurde Kozlovskis in der Mitteilung zitiert. "Zombie-Tanker" aus Putins Schattenflotte vor Fehmarn entdeckt Vor der Ostseeinsel Fehmarn wurde offenbar erstmals ein sogenannter "Zombie-Tanker" aus der russischen Schattenflotte gesichtet. Laut den "Kieler Nachrichten" fuhr die "Tavian" dort bereits Mitte Dezember vorbei. Dabei soll das Schiff von zwei russischen Zerstörern begleitet worden sein und 100.000 Tonnen Rohöl aus dem russischen Küstenort Primorsk an Bord gehabt haben. Lesen Sie hier mehr dazu. Nach Selenskyjs Besuch: Trump führt "positives" Telefonat mit Putin Einen Tag nach dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida hat US-Präsident Donald Trump mit dem Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. Trump habe am Montag "ein positives Telefonat mit Präsident Putin bezüglich der Ukraine geführt", erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X. Trump und Putin hatten auch vor dem Treffen zwischen Trump und Selenskyj in Trumps Privatanwesen Mar-a-Lago bereits telefoniert. Leavitt äußerte sich kurz nachdem Moskau der Ukraine Drohnenangriffe auf Putins Residenz vorgeworfen hatte. Der russische Außenminister Sergej Lawrow beschuldigte die Ukraine, Putins "offizielle Residenz" in der Region Nowgorod zwischen Moskau und Sankt Petersburg in der Nacht zum Montag mit 91 Drohnen attackiert zu haben, die alle von der russischen Luftabwehr zerstört worden seien. Meloni-Regierung ebnet Weg für weitere Ukraine-Hilfen Die italienische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will die Ukraine auch 2026 weiterhin mit umfangreichen Militärhilfen unterstützen. Die rechte Regierung in Rom billigte ein Dekret, mit dem die Lieferung weiterer militärischer Güter und Ausrüstung an Kiew für die Abwehr gegen den russischen Angriffskrieg auch im kommenden Jahr erlaubt wird. Ursprünglich war die Entscheidung für Anfang Dezember geplant, hatte sich jedoch verzögert – unter anderem wegen Forderungen der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega nach Änderungen am Erlasstext. Die Partei von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini drängte darauf, zivile Hilfen stärker zu betonen und Waffenlieferungen ausdrücklich als defensiv darzustellen. Lawrow: Ukraine hat Putin-Residenz angegriffen Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat erklärt, die Ukraine habe eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Region Nowgorod angegriffen. Dabei habe Russland alle 91 Drohnen abgeschossen, erklärt der Lawrow. "Solche rücksichtslosen Aktionen werden nicht unbeantwortet bleiben", betonte der Minister. Demnach seien bereits Ziele für Vergeltungsschläge ausgewählt worden. Aktuell laufen Friedensverhandlungen zwischen den USA und den beiden beteiligten Nationen. Man werde nun seine Position in den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs "überarbeiten", erklärte Lawrow weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigung als Lüge zurück. Er betonte, Moskau nutze den Vorwurf für die Vorbereitung eines Angriffs auf Regierungsgebäude in Kiew vor. Lesen Sie hier mehr dazu. Moskau: Lösung des Ukraine-Kriegs kommt voran In Moskau wird das Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sowie dessen anschließendes Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj positiv bewertet. "Es herrscht das Empfinden, dass sich eine Bewegung voran andeutet", schrieb der Vizechef des Föderationsrats (Oberhaus des russischen Parlaments) Konstantin Kossatschow, der als einer der profiliertesten Außenpolitiker des Landes gilt, auf Telegram. Er lobte die US-Position als ausgewogen und zielorientiert. "Eins ist klar: Die Schlüssel zur Regulierung (des Konflikts) haben Russland und die USA, die Europäer werden nach wie vor Bosheiten machen und Selenskyj wird nervös am Spielfeldrand rauchen", schrieb er. Der echte Verhandlungsprozess sei durch das Telefonat zwischen Trump und Putin angestoßen worden, meinte Kossatschow. Bedeutend sei die Abmachung über zwei Verhandlungszweige: einem zu Sicherheitsfragen und einem zu wirtschaftlichen Thema. Die Gespräche zwischen Europäern und Ukrainern hingegen bezeichnete er als wertlos. Russischer Generalstabschef: Rücken auf ganzer Linie vor Die russischen Streitkräfte in der Ukraine rücken nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow entlang der gesamten Frontlinie vor. Währenddessen konzentriere sich die ukrainische Armee auf die Verteidigung und versuche, einen Gegenangriff zu starten, sagte er auf einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Präsident Wladimir Putin und hochrangigen Militärvertretern. Russland habe im abgelaufenen Jahr 6460 Quadratkilometer Territorium in der Ukraine erobert, darunter 334 Dörfer. Verhandlungen in Florida: Er muss das Spiel weiter mitspielen Die Präsidenten der USA und der Ukraine versuchen, ihre Verhandlungen in Florida als Erfolg zu verkaufen. Doch die netten Worte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es so keinen stabilen Frieden für die Ukraine geben wird. Lesen Sie hier den gesamten Kommentar . Bundesregierung: Sicherheitsgarantien der USA und Europas nötig Vor einem möglichen Einsatz einer multinationalen Truppe im Rahmen einer Friedenslösung für die Ukraine müssen aus Sicht der Bundesregierung zentrale Kriterien erfüllt sein. Zunächst sei ein Friedensschluss nötig, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. "Klar ist: Die Ukraine braucht substanzielle, rechtliche wie materielle, Sicherheitsgarantien der USA und der Europäer." Die Bundesregierung würdigte zugleich die jüngsten Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen Frieden in der Ukraine. Es liege nun an Russland, den Krieg zu beenden und zu einem gerechten Frieden zu kommen. Selenskyj: Frage nach Donbass und Atomkraftwerk Saporischschja weiter offen Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind die Fragen über die Kontrolle über den Donbass und das Atomkraftwerk Saporischschja nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump weiter ungelöst. Die Gespräche über eine freie Wirtschaftszone im Donbass liefen weiter, sagte er am Montag vor Journalisten. Russland fordert von der Ukraine den Abzug ihrer Truppen aus dem von ihr noch kontrollierten Teil des Donbass. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow kündigte zudem ein baldiges Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump an. Ein Telefonat zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei derzeit jedoch nicht geplant. Kiew wirft russischem Militär weiteres Kriegsverbrechen vor Die ukrainischen Behörden haben dem russischen Militär die neuerliche Erschießung von Kriegsgefangenen vorgeworfen. Russische Soldaten hätten zwei Ukrainer in der Ortschaft Schachowe unweit von Pokrowsk gefangen genommen und einen davon gezwungen, sich auszuziehen, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. "Anschließend erschossen sie die beiden entwaffneten Verteidiger", heißt es in der Mitteilung. Der zweite Ukrainer sei nach der Erschießung ebenfalls entkleidet worden. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben nach ein Ermittlungsverfahren wegen Kriegsverbrechen eingeleitet. Selenskyj: Treffen mit Russland nach Ja von USA und Europa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit Russland an Bedingungen geknüpft. Dies sei erst möglich, wenn US-Präsident Donald Trump und die europäischen Staats- und Regierungschefs einem von der Ukraine vorgeschlagenen Friedensplan zur Beendigung des russischen Krieges zugestimmt hätten, sagte er am Montag in einem WhatsApp-Chat mit Journalisten. Zudem hoffe er, dass vom Moment der Unterzeichnung eines Friedensabkommens an die Partner der Ukraine Sicherheitsgarantien geben würden. Selenskyj: Wollen US-Sicherheitsgarantien für bis zu 50 Jahre Ein Entwurf für ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges sieht laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine für 15 Jahre vor. Er habe US-Präsident Donald Trump um Garantien für bis zu 50 Jahre gebeten, schrieb Selenskyj in einem WhatsApp-Chat mit Reportern. Bizarre Trump-Aussage – Lob für Selenskyjs "Selbstkontrolle" Nach dem weitgehend ergebnislosen Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs macht ein Videoclip im Netz die Runde. Dieser zeigt Selenskyjs Reaktion auf eine Aussage des US-Präsidenten bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Trumps Privatclub Mar-a-Lago. Der ukrainische Präsident neigt den Kopf zur Seite, zieht die Augenbraue hoch und lächelt erstaunt. Vor dem bilateralen Treffen hatte Trump mit dem Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. Gefragt nach den Inhalten des Gesprächs sagte Trump, dem viele Kritiker seine Russlandnähe vorhalten: "Russland wünscht sich den Erfolg der Ukraine." Trump räumte ein: "Es klingt ein bisschen merkwürdig." Diese Einschätzung nahm Selenskyj sichtlich verwundert und leicht amüsiert auf. Russland hatte das Nachbarland im Februar 2022 überfallen. Seither wehrt sich die Ukraine mit westlicher Hilfe gegen die Invasion. Der russische Regierungskritiker und frühere Schachweltmeister Garry Kasparow schrieb auf der Plattform X: "Wir sind alle Selenskyj. Aber niemand auf Erden hat seine Selbstkontrolle." Dazu postete er den Clip der Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Auf dem X-Konto des Magazins "Business Ukraine" hieß es zu dem Clip: "Selenskyj verdient einen Preis allein dafür, dass er sich an diesem Punkt der Pressekonferenz beherrscht." Andere Nutzer in sozialen Medien äußerten sich ähnlich und teilten Bilder und Videos der Szene. Trump spricht nach Treffen mit Selenskyj von "großen Fortschritten" US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj haben bei ihrem Treffen in Florida nach Angaben Trumps "große Fortschritte" erzielt. "Wir kommen (einer Einigung; Anmerkung d. Red.) viel näher, vielleicht sogar sehr nahe", sagte Trump am Sonntag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago. Allerdings gebe es noch ein oder zwei schwierige Fragen. Die kommenden Wochen würden zeigen, ob eine Lösung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erarbeitet werden könne. Trump zufolge wird Russland beim Wiederaufbau der Ukraine helfen. Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau liegt zunächst nicht vor. Selenskyj sagte seinerseits, er habe eine großartige Diskussion mit Trump geführt. Er spricht zudem davon, dass das Problem der Sicherheitszusagen zu 100 Prozent gelöst sei, der US-Präsident sagte dagegen zu 95 Prozent.
