Dresden-Cotta: Neue Brücke und Haltepunkt entstehen bis 2029
Drei Jahre lang wird an der Hamburger Straße gebaut. Pendler und Anwohner müssen sich auf Sperrungen einstellen – profitieren am Ende aber von besseren Verbindungen. Die Deutsche Bahn hat mit dem Bau eines neuen Verkehrsknotenpunkts in Dresden-Cotta begonnen. An der Hamburger Straße entsteht eine neue Eisenbahnbrücke samt barrierefreiem Haltepunkt, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt werde zudem die Hamburger Straße grundlegend ausgebaut. Die bestehende Brücke musste bereits 2015 wegen ihres schlechten Zustands durch ein Provisorium ersetzt werden. Der neue Bau aus Stahlbeton werde breiter und ermögliche höhere Geschwindigkeiten auf der Bahnstrecke, so die Bahn. Unter der Brücke entstehe mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer, Autos und die Straßenbahn. Dresden: Anbindung an die S-Bahn-Linie S6 Direkt unter der neuen Brücke ist eine Straßenbahnhaltestelle geplant. Der Haltepunkt Dresden-Cotta soll den Stadtteil an die geplante S-Bahn-Linie S6 im Dresdner Westen anbinden. "Durch die Verbindung des Haltepunktes vom Regionalverkehr mit der Haltestelle für die Straßenbahn entsteht unter der Eisenbahnbrücke ein neuer Verknüpfungspunkt für den öffentlichen Verkehr", sagte DB-Projektleiter Ulrich Mölke. Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn bezeichnete die Maßnahme als "wichtigen Lückenschluss für den Radverkehr". Auf der Bundesstraße und dem Autobahnzubringer verschwinde das letzte Stück Holperpflaster für täglich rund 20.000 Fahrzeuge. Dresden: Sperrungen ab Februar 2026 Die Hauptarbeiten führt die DB InfraGO AG bis März 2029 durch. Im Februar 2026 werde die Strecke Dresden-Friedrichstadt über Cossebaude nach Coswig einen Monat lang gesperrt, kündigte die Bahn an. In dieser Zeit solle eine weitere Hilfsbrücke eingebaut werden. Während der Hauptbauphase von Februar 2026 bis März 2029 sei die Durchfahrt für Straßenbahnen gesperrt. Die DVB richten eine Umleitung ein. Für Fußgänger und Radfahrer führe eine Umleitung über den Elberadweg, der dafür asphaltiert und beleuchtet werde. Die Bundesstraße B6 bleibe für den Autoverkehr weitestgehend befahrbar. Beidseitig der Bahnstrecke entstehen laut Bahn neue Lärmschutzwände. Lärmintensive Arbeiten fänden überwiegend tagsüber statt.
