Mülheimer Brücke: Fallen Autospuren für Radfahrer weg?
Die Mülheimer Brücke ist erst seit wenigen Monaten wieder für den Autoverkehr frei. Doch künftig könnten Fahrspuren für Autofahrer wegfallen. Auf der Mülheimer Brücke könnten künftig zwei Autospuren zugunsten des Fahrradverkehrs wegfallen. Die Stadt Köln möchte mithilfe eines Gutachtens feststellen, inwiefern die vorhandenen Spuren auf der frisch sanierten Brücke für die Zukunft besser aufgeteilt werden können. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die die Verwaltung am Donnerstag veröffentlichte. Konkret soll es darum gehen, inwiefern der Wegfall von je einer Autospur pro Fahrtrichtung Auswirkung auf den Verkehr im Kölner Stadtgebiet hat. Die Idee der Verantwortlichen ist es, künftig pro Fahrtrichtung je eine Autospur in eine Radspur umzuwandeln, um der steigenden Zahl an Fahrradfahrern im Stadtgebiet gerecht zu werden. Gleichzeitig soll der Autoverkehr nicht leiden. Mülheimer Brücke: Fällt eine Autospur für Radfahrer weg? Das Gutachten, das zusammen mit einem Ingenieursbüro erstellt wird, soll klären, welche Auswirkungen eine Umgestaltung auf den Verkehr im Stadtgebiet hätte. Dabei sollen die Varianten mit je zwei Autospuren pro Fahrtrichtung mit der Aufteilung für Rad- und Autofahrer verglichen werden. Dabei soll vor allem darauf geschaut werden, wie stark der Verkehr zu Stoßzeiten beeinflusst wird. Im Fokus steht auch die Anbindung des Clevischen beziehungsweise des Bergischen Rings an die Mülheimer Brücke. Im Rahmen des Gutachtens soll das Ingenieursbüro auch prüfen, ob der Verkehr in Richtung Brücke über beide Straßen möglicherweise anders geleitet werden kann. Ein Ergebnis wird im Laufe des ersten Halbjahres 2027 erwartet. Kölner Rheinbrücken: Berufsverkehr ächzt unter Sanierungen Erst vor wenigen Monaten konnte die Mülheimer Brücke wieder für den Auto- und auch den Stadtbahnverkehr nach jahrelangen Sanierungsarbeiten freigegeben werden. Die Arbeiten hatten sich wegen teils neuer Schäden am Bauwerk mehrfach verzögert . Durch die Sperrung der Mülheimer Brücke kam es auf zahlreichen Ausweichstrecken zu teils langen Staus und Wartezeiten, vor allem im Berufsverkehr. Sollte eine Umgestaltung der Spuren sinnvoll sein, wäre diese übrigens förderfähig und könnte von der Bezirksregierung bezuschusst werden. Über eine tatsächliche Veränderung der Verkehrsführung müsste allerdings zunächst der Rat der Stadt Köln entscheiden.
