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Trump: Im Kampf gegen Kartelle kündigt der Präsident Bodenangriffe an

Zuerst die Intervention in Venezuela, dann die Drohungen gegen Grönland, und nun kündigt Trump Angriffe gegen Kartelle am Boden an. Es wäre eine neue Eskalationsstufe. Nach Angriffen auf See werden die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump auch an Land gegen Drogenkartelle vorgehen. "Wir werden damit beginnen, die Kartelle an Land zu bekämpfen", sagte Trump in einem am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. Nähere Angaben machte er nicht. "Wir haben 97 Prozent der auf dem Seeweg eingeführten Drogen aus dem Verkehr gezogen", sagte Trump in der Sendung mit Hannity. Nun müsse man auch die Distributionsrouten auf dem Landweg attackieren. "Die Kartelle beherrschen Mexiko", fügte er hinzu. "Es ist sehr, sehr traurig zu sehen, was mit diesem Land passiert ist, aber die Kartelle haben die Macht übernommen und töten jedes Jahr 250.000 bis 300.000 Menschen in diesem Land". Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat wiederholt erklärt, dass sie keine Genehmigung für US-Maßnahmen innerhalb Mexikos erteilen werde. Sheinbaum sagte allerdings auch, dass die USA selten um Erlaubnis bitten, wenn es darum geht, ein fremdes Land zu bombardieren. Unterdessen gibt es im US-Kongress Bestrebungen, die Macht des Präsidenten in Bezug auf weitere Auslandseinsätze des Militärs zu beschränken. Gemeinsam mit einer Handvoll abtrünniger Republikaner wollen die Demokraten eine Resolution einbringen, die die Befugnisse Trumps mit Blick auf weitere Attacken auf Venezuela beschränkt. Ob das Gesetz allerdings den Kongress passiert, ist fraglich. Mehr als 100 Menschen auf hoher See getötet US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag bei einem Militäreinsatz Ziele in Venezuela angegriffen und Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die USA gebracht. Die Monate zuvor hatte Trump bereits Druck auf den linksnationalistischen Präsidenten aufgebaut. Seit September haben die USA mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik und in der Karibik getötet. Trump hatte zudem gesagt, dass die USA außerdem eine Anlegestelle für solche Boote in Venezuela angegriffen hätten. Angriffe auf Kartelle in Mexiko würden allerdings eine massive Eskalation bedeuten. In einem Interview mit der "New York Times" antwortete Trump auf die Frage, wie lange die USA bestrebt sind, Venezuela nach dem Sturz Maduros zu kontrollieren. Ob dieser Zeitraum einige Wochen, Monate oder sogar ein Jahr betrage, sagte der 79-Jährige: "Ich würde sagen, sehr viel länger". Trump: "Brauche das Internationale Recht nicht" In dem Interview hatte Trump sich auch zu seiner Außenpolitik und den Vorwürfen geäußert, die USA würden mit Interventionen wie jene in Venezuela das Völkerrecht brechen. "Ich brauche das Internationale Recht nicht. Ich habe nicht vor, andere Menschen zu verletzen." Beim US-Einsatz in Venezuela waren mehr als 80 Menschen getötet worden. Bei den Einsätzen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler auf hoher See bis zu hundert. Erst am Mittwoch erschoss ein Agent der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-jährige Mutter in ihrem Auto. Die Frau hatte nach Angaben von Augenzeugen in Panik versucht, ihren Wagen von der Straße zu bewegen, nachdem sie von maskierten Sicherheitskräften dazu aufgefordert worden war. US-Präsident gibt Einblicke: "Das Einzige, das mich aufhalten kann" Reporter der "New York Times" sprachen den Präsidenten auf den Vorfall an. Der machte die Erschossene selbst für ihren Tod verantwortlich. "Sie hat sich ganz schrecklich verhalten", sagte er. Die Bundesermittler hätten ihm erzählt, dass die Frau einen US-Agenten überfahren wollte. Doch Videoaufnahmen von dem Vorfall belegen das nicht. Lokale Ermittler in Minnesota widersprechen dieser Behauptung. Von den Reportern auf das Videomaterial angesprochen, schwächte Trump seine Vorwürfe etwas ab. Doch er blieb dabei, dass die Frau selbst an ihrem Tod schuld sei. Obwohl selbst die US-Ermittlungsbehörden die Bevölkerung aufgerufen haben, die Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten. "Ich bin meine eigene moralische Autorität", sagte der Präsident in dem Interview noch.