Autowerkstatt bis Tankstelle: Diese Stadt liegt beim Autoservice vorn
Wer sein Auto regelmäßig tankt, wäscht oder warten lässt, ist auf gute Infrastruktur angewiesen. Eine neue Analyse zeigt, welche deutschen Städte dabei besonders gut aufgestellt sind. Ob auf dem Weg zur Arbeit, vor der Urlaubsfahrt oder einfach zwischendurch: Wer auf ein Auto angewiesen ist, kennt den Aufwand, den dessen Wartung und Pflege im Alltag bedeuten kann. Besonders in Städten, in denen freie Werkstatttermine knapp sind oder sich die nächste Tankstelle nicht um die Ecke befindet. Ein aktueller Städtevergleich zeigt nun, wie gut die Autoservice-Infrastruktur in den 50 größten deutschen Städten aufgestellt ist – und wo der Weg zur Werkstatt besonders lang werden kann. Saarbrücken schneidet am besten ab Die Analyse stammt vom Auto-Abo-Anbieter Finn, der für das Ranking drei Faktoren berücksichtigt hat: die Zahl der Tankstellen, Autowerkstätten und Waschanlagen pro privat zugelassenem Pkw. Aus den Einzelplatzierungen wurde eine Durchschnittswertung für jede Stadt berechnet – je niedriger der Wert, desto besser die Versorgung. Den besten Wert erzielt demnach Saarbrücken mit einer Durchschnittsplatzierung von 4,3. Besonders auffällig: Die Stadt liegt in allen drei Kategorien unter den besten zehn – bei Waschanlagen sogar auf Rang zwei. Autofahrerinnen und Autofahrer profitieren dort von kurzen Wegen und vergleichsweise vielen Servicepunkten. Auf den weiteren Plätzen folgen Rostock (5,0), Erfurt und Magdeburg (jeweils 8,3). Erfurt überzeugt vor allem mit seiner Werkstatt-Dichte: Dort kommen im Schnitt nur 982 Pkw auf eine Werkstatt – bundesweiter Spitzenwert. Großstädte weit abgeschlagen Am Ende des Rankings stehen vor allem die großen Metropolen. München bildet das Schlusslicht mit einer Durchschnittsplatzierung von 45,0. In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es im Vergleich zur Bevölkerungsdichte besonders wenige Tankstellen und Waschanlagen. Auf eine Waschstation kommen hier knapp 7.900 Autos, der schlechteste Wert aller untersuchten Städte. Ähnlich schlecht schneiden Frankfurt am Main (44,7) und Berlin (37,7) ab. Auch Stuttgart , Köln und Düsseldorf finden sich nur im unteren Drittel wieder. Der Effekt der Stadtgrößen spielt dabei eine wichtige Rolle: Zwar ist die absolute Zahl an Werkstätten oder Tankstellen in Großstädten oft hoch – doch pro Kopf, genauer: pro zugelassenem Privatfahrzeug, ist das Angebot vergleichsweise dünn. Werkstätten: Ostdeutschland gut versorgt, NRW schwach Ein genauer Blick auf die einzelnen Kategorien zeigt regionale Unterschiede: Vor allem bei Werkstätten schneiden ostdeutsche Städte stark ab. Neben Erfurt liegen auch Potsdam , Dresden und Magdeburg in der Spitzengruppe. Ganz anders das Bild in Nordrhein-Westfalen: Hier reihen sich gleich mehrere Städte unter den Schlusslichtern ein, darunter Gelsenkirchen , Krefeld , Duisburg und Oberhausen . Gerade bei akuten Problemen – etwa nach einem Unfallschaden oder bei dringendem Reparaturbedarf – kann eine dünne Werkstattdichte spürbare Folgen haben: längere Wartezeiten, weitere Wege, weniger Auswahl. Tankstellen und Waschanlagen: Auch hier klaffen Unterschiede Auch bei Tankstellen zeigt sich ein klares Muster: Besonders gut versorgt sind mittelgroße Städte wie Osnabrück oder Kassel , wo rechnerisch weniger als 2.000 Pkw auf eine Tankstelle kommen. In Frankfurt oder Berlin sind es dagegen mehr als 3.600 Fahrzeuge – in München sogar fast 4.000. Noch deutlicher fallen die Unterschiede bei Waschanlagen aus: In Leipzig , dem Spitzenreiter dieser Kategorie, kommen rund 2.370 Autos auf eine Anlage. In Frankfurt am Main sind es mehr als 8.000 – eine Differenz von rund 6.000 Pkw. Für Autofahrende bedeutet das: Wer sein Auto schnell und unkompliziert reinigen will, ist je nach Stadt mit sehr unterschiedlichem Aufwand konfrontiert.
