Nach Verurteilung im Fall Kirillow: Langes Strafmaß für Haupttäter
Russland verurteilt angebliche Attentäter. Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 21. Januar Nach Attentat auf russischen General: Täter verurteilt Nach einem tödlichen Bombenanschlag auf den russischen General Igor Kirillow hat ein Moskauer Gericht vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptbeschuldigte wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wie russische Medien meldeten. Die ersten zehn Jahre der Strafe müsse er im Gefängnis absitzen, den Rest in einer Strafkolonie mit erschwerten Haftbedingungen. Drei Komplizen verurteilte das Gericht demnach zu Freiheitsstrafen von 18 bis 25 Jahren. Ihnen wird Beteiligung an dem Anschlag vorgeworfen. Kirillow war im Dezember 2024 vor seinem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt Moskau von einem Sprengsatz getötet worden. Auch sein Adjutant kam dabei ums Leben. Kirillow war Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen und zuständig für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen. Zugleich war er ein wichtiger Propagandist des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine . Der ukrainische Geheimdienst reklamierte das Attentat für sich. Ranghohe Offiziere in Moskau und auch Propagandisten sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder Ziele von Anschlägen. Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe Ilona W. unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte. Am Mittwoch wurden ihre Wohnung und die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern durchsucht. Die beiden anderen Beschuldigten sind den Angaben zufolge auf freiem Fuß. W. wird vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie soll Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammengestellt und sich über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine informiert haben. Sie sollte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Putin trifft am Donnerstag US-Gesandten Witkoff Nach Angaben des Kremls soll bereits am Donnerstag das nächste Treffen zwischen Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff stattfinden. Klitschko: "Momentan schrumpft die Bevölkerung" Rund jeder sechste Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Räumung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Stadt zu verlassen, aber momentan schrumpft die Bevölkerung." Angesichts der verschärften russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hatte Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung aufgerufen. Nach einem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag war bei fast der Hälfte der Wohnungen in Kiew bei zweistelligen Minusgraden Strom und Heizung ausgefallen. "Die Temperatur liegt bei fast minus 20 Grad und Putin nutzt dies, um den Widerstand zu brechen", kritisierte Klitschko. Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Zahlreiche Kiewer hatten tagelang keinen Strom. In einem außergewöhnlichen Appell hatte Bürgermeister Klitschko die betroffenen Bürger aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeiten vorübergehend zu verlassen. Strom und Heizung fallen nach Angriff auf Kiew aus Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Die Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, hieß es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor. Explosionen in Russland gemeldet – fehlgeleitete Abwehrrakete? Bei einem Hochhausbrand nach mutmaßlichen Explosionen in der russischen Teilrepublik Adygeja östlich des Schwarzen Meers sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Republikchef Murat Kumpilow sprach von einem Drohnenangriff und einem Feuer, das in der Siedlung Nowaja Adygeja ausgebrochen sei. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, 15 Autos ausgebrannt und 25 weitere beschädigt worden. Tote gebe es nicht. In sozialen Medien kursierten zahlreiche Videos, auf denen ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus und brennende Autos zu sehen sind. Mehrere Nachrichtenkanäle auf Telegram berichteten, dass Augenzeugen Explosionen gehört hätten. Der unabhängige Militäranalyst Jan Matwejew schloss angesichts des Ausmaßes der Zerstörung einen Drohneneinschlag als Ursache aus. Im Netz wurde gemutmaßt, dass es sich um eine fehlgeleitete russische Flugabwehrrakete gehandelt haben könnte. In der benachbarten Region Krasnodar sei nach Angaben von Gouverneur Wenjamin Kondratjew ein weiteres Wohnhaus beschädigt und die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und Schäden steht in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Nach Angriffen: Tote in der Ukraine und in Russland Nach gegenseitigen Angriffen beklagen die Ukraine und Russland Tote. Ein 48-jähriger Mann, eine 43-jährige Frau und ihr 57 Jahre alter Nachbar wurden nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow bei einem russischen Angriff auf Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet. Außerdem seien infolge der Attacke 1.500 Kunden ohne Strom. Russische Streitkräfte zielen verstärkt auf das Energiesystem der Ukraine. Auch russische Behörden meldeten Opfer. In der Region Belgorod kam laut Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow ein Mitarbeiter des Sicherheitschefs im Kreis Graiworon bei einem Drohnenangriff ums Leben. Von zwei weiteren Toten infolge eines Drohnenangriffs schrieb der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Alexander Bogomas, bei Telegram. Selenskyj: Mehr als eine Million Verbraucher in Kiew ohne Strom Nach den schweren russischen Angriffen sind dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge allein in Kiew mehr als eine Million Verbraucher ohne Strom. Über 4.000 Hochhäuser in der Dreimillionenstadt seien ohne Heizung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er forderte den Energieversorger Ukrenergo, die Regierung, regionale Behörden und Stadtverwaltungen – dabei explizit die der Hauptstadt – auf, jede Stunde an der Energieversorgung zu arbeiten. Selenskyj kritisierte außerdem erneut die Flugabwehr. Die Arbeit der Luftstreitkräfte gegen die Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Shahed sei unbefriedigend, sagte er. Die Arbeit der Luftstreitkräfte müsse umorganisiert werden. Darüber sei mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gesprochen worden, führte er aus und kündigte Konsequenzen an. Bereits am Vortag hatte Selenskyj die Neuorganisation der Flugabwehr angekündigt und den erfolgreichen Kommandeur einer Drohneneinheit, Pawlo Jelisarow, zum Vizekommandeur der Luftwaffe gemacht. Dienstag, 20. Januar Putin-Vertrauter äußert sich zu neuen Gesprächen Der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz eigenen Angaben zufolge "konstruktive" Gespräche mit seinen US-Kollegen über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine geführt. "Die Treffen sind konstruktiv, und immer mehr Menschen erkennen, dass Russlands Position richtig ist", sagte Dmitrijew am Dienstag nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner vor Journalisten. Dmitrijew hatte zuvor im Onlinedienst X erklärt, dass er in Davos eingetroffen sei. Dazu postete er ein Friedenstauben-Emoji. Dmitrijew hatte für die russische Regierung im Dezember an Gesprächen in Florida mit den US-Gesandten Kushner und Witkoff über die Zukunft der Ukraine teilgenommen. Auch diese hatte er bereits als "konstruktiv" und "nützlich" bezeichnet. Russlands Angriffe lösen humanitäre Krise aus Für die Ukrainer ist es der bislang schlimmste Kriegswinter. Doch unterkriegen ließen sich die Menschen von Russlands Angriffen nicht, berichtet ein Bewohner von Kiew. Mehr dazu lesen Sie hier. Ukraine benötigt gut 600 Milliarden Euro für Armee Für den Unterhalt der ukrainischen Armee sind nach Angaben der Regierung innerhalb der nächsten zehn Jahre mehrere Hundert Milliarden Euro notwendig. "Wenn sich die Situation nicht ändert, das heißt das aggressive Verhalten Russland bezüglich Europas und der Welt, dann kann das in den nächsten zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar (gut 600 Milliarden Euro) kosten", sagte der für die EU- und Nato-Integration zuständige ukrainische Vizeregierungschef Taras Katschka beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Wirtschaftsminister Olexij Sobolew zufolge handelt es sich bei der Summe um Verteidigungsausgaben, die nicht im ukrainischen Etat festgeschrieben sind – und somit von außerhalb kommen müssen. Den dazu kommenden ukrainischen Anteil aus dem Haushalt an den Verteidigungsausgaben der kommenden zehn Jahre bezifferte er auf umgerechnet 425 Milliarden Euro. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit ausländischer Hilfe gegen eine russische Invasion. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sind für das osteuropäische Land Militärhilfen von über 200 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Außenminister: Neuer Angriff Russlands muss Weckruf für Davos sein Nach dem erneuten russischen Luftangriff hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dringend um weitere Unterstützung für sein Land gebeten. Es sei ein "barbarischer" Schlag" gewesen, der ein Weckruf für die Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsforum in Davos sein müsse, schrieb Sybiha auf der Plattform X. "Wir brauchen dringend zusätzliche Energiehilfe, Flugabwehr und Abfangraketen sowie Sanktionsdruck auf Moskau." Er verwies darauf, dass in der Hauptstadt Kiew wegen des Angriffs Tausende Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen ohne Heizung seien. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge sind fast 6.000 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen. Versorger: Mehr als 335.000 Menschen waren in Kiew ohne Strom Mehr als 335.000 Haushalte waren nach Angaben des Energiekonzerns DTEK infolge des russischen Angriffs in Kiew in der Nacht auf Dienstag ohne Strom. Für 162.000 Haushalte gebe es inzwischen wieder Elektrizität. 173.000 Haushalte in der ukrainischen Hauptstadt seien noch von der Energieversorgung abgeschnitten. Stromausfälle in Kiew nach russischem Angriff In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach erneuten russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge vielerorts die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zusammengebrochen. "Nach dieser Attacke auf die Hauptstadt sind 5.635 Hochhäuser ohne Heizung", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zum Großteil seien die Gebäude betroffen, die auch schon bei dem verheerenden russischen Schlag am 9. Januar in Mitleidenschaft gezogen wurden, schrieb er. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein. Vorläufigen Informationen zufolge gab es bei dem Angriff eine Verletzte. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Außer Energieanlagen traf es Wohnhäuser und private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit. Ukraine will Flugabwehr umbauen – Selenskyj warnt vor massivem russischen Angriff Nach wochenlangen, verheerenden russischen Luftangriffen auf Infrastruktur und Energieversorgung will die Ukraine ihre Flugabwehr umbauen. Dabei werde großes Gewicht auf Abfangdrohnen gelegt, kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache an. Es gehe um einen neuen Ansatz, der mobile Einheiten, Abfangdrohnen und andere Abwehrmaßnahmen mit kurzer Reichweite umfasse. Federführend bei der Entwicklung solle Pawlo Jelisarow sein, der deswegen zum neuen stellvertretenden Befehlshaber der Luftwaffe ernannt wurde. Der Präsident rief die Bevölkerung zu höchster Wachsamkeit auf: "Russland hat einen Angriff vorbereitet, einen massiven Schlag, und wartet auf den Moment, ihn auszuführen." Jede Region müsse bereit sein, so schnell wie möglich zu reagieren und den Menschen zu helfen. Bereits am Wochenende hatte Selenskyj gewarnt, der ukrainische Geheimdienst habe festgestellt, dass Russland neue Angriffsziele auskundschafte. Im Fokus seien Ziele wie Umspannwerke, die Kernkraftwerke mit Strom versorgen. Die Ukraine leidet noch immer unter den Folgen einer Welle russischer Angriffe von Anfang des Monats. Durch den Beschuss fielen in Tausenden Wohnblocks – vor allem in der Hauptstadt Kiew – Strom und Heizung aus. Montag, 19. Januar Ukraine: Gespräche mit USA werden in Davos fortgesetzt Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland weiterführen. "Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen", schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow im Messengerdienst Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten. Ukrainischer Armeechef: Russland intensiviert Kämpfe, statt über Frieden zu reden Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. "Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird", sagte Oleksandr Syrskyj dem Online-Medium lb.ua in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1.000 Drohnen pro Tag zu erhöhen. Syrskyj bezeichnet die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als "unsere Stärke". Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 zudem um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste "deutlich gestiegen" seien. Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals "LB.ua". Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle. "Daher werden wir entsprechend Offensivoperationen durchführen", sagte er. Die strategische Verteidigungsinitiative sei notwendig, weil die Ukraine allein durch Verteidigung keinen Sieg erringen könne. Ziel sei es, den Feind Russland zu einem noch höheren Aufwand bei Personal, Munition und Bewaffnung zu bringen. Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj. Die Ukraine verteidigt sich inzwischen seit fast vier Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Sonntag, 18. Januar Selenskyj meldet Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. "Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen", teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten. "Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt", teilte Selenskyj weiter mit. "Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme." Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte. Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess für eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr Unterstützung für die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Dabei greift Russland täglich vor allem auch die Energieinfrastruktur des Landes an. Die Folge sind großflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab. Gastbeitrag: Ein Pakt, der Europas Sicherheit stärkt Schon jetzt schützt die Ukraine ganz Europa. Der Kontinent täte gut daran, das Land mit seinen Kriegserfahrungen langfristig an sich zu binden, schreibt der Diplomat Fredrik Wesslau. Geheimdienst warnt: Moskau plant Angriff auf AKW-Infrastruktur Russland plant nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, zentrale Umspannwerke anzugreifen, um die drei aktiven Atomkraftwerke der Ukraine vom Stromnetz zu trennen. Ziel sei es, die Energieversorgung vollständig lahmzulegen und die Ukraine in Friedensgesprächen zu politischen Zugeständnissen zu zwingen, berichtete der Geheimdienst am Samstag auf Telegram. Demnach hat Russland bereits zehn besonders wichtige Umspannwerke in neun Regionen ausgespäht. Eine erfolgreiche Abkopplung der AKW hätte weitreichende Folgen: Ohne externe Stromzufuhr müssten die Anlagen auf Notstromaggregate zurückgreifen. Fielen diese aus, droht innerhalb weniger Stunden eine Kernschmelze. Die Warnung fällt in eine Phase massiver Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Millionen Menschen sind bereits von Strom- und Heizungsengpässen betroffen, Mitte Januar rief die Regierung den Notstand im Energiesektor aus. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) kündigte an, kritische Umspannwerke überprüfen zu wollen. Witalij Saichenko, Chef des Energieversorgers Ukrenergo, sprach im "Kyiv Independent" von einer Gefahr nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa. Außenminister Andrij Sybiha erklärte, man teile die Geheimdienstinformationen mit internationalen Partnern, um den Druck auf Moskau zu erhöhen. 20-Jährige stirbt bei russischem Angriff Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine 20-jährige Frau getötet worden. Eine Frau sei nach den vorliegenden Informationen durch einen Drohnenangriff auf ein privates Haus gestorben, erklärte der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, am frühen Sonntagmorgen im Onlinedienst Telegram. Regionalgouverneur Oleh Synehubow erklärte später, das Opfer sei erst 20 Jahre alt gewesen. Bei dem Angriff sei ein weiterer Mensch verletzt worden, führte der Gouverneur aus. Außerdem habe eine 41-Jährige in der Folge eine "akute Stressreaktion" erlitten. In der nordöstlichen Region Sumy wurden nach Angaben von Rettungskräften bei Luftangriffen auf eine Wohngegend drei Frauen und ein siebenjähriges Kind verletzt. Eine vorläufige Prüfung ergab Schäden an 15 Wohngebäuden. In der südukrainischen Region Odessa gab es nach Angaben der Behörden im Bezirk Ismail erneut einen russischen Angriff auf kritische Infrastruktur. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen niemand. Ukraine: Russischen Vorstoß mit Drohnen abgewehrt Ukrainische Grenztruppen haben in der Region Charkiw weitere russische Versuche abgewehrt, die Frontlinie zu durchbrechen. Die russische Infanterie versuchte laut Angaben der ukrainischen Seite, in kleinen Gruppen die Verteidigungslinien zu umgehen. Die Einheiten der Grenzbrigade "Gart" konnten diese Gruppen nach eigenen Angaben orten und zerstören. Laut Grenztruppen setzen die "Furia"-Drohnenbrigaden auch bei schlechtem Wetter täglich eine maximale Zahl von Aufklärungsflügen ein. Ziel sei es, eindringende russische Infanterie rechtzeitig zu entdecken. Überdies sind laut den Angaben auch Aufklärungs- und Angriffstrupps im Einsatz, die russische Stellungen im rückwärtigen Raum bekämpfen. Dabei sei eine sogenannte "Todeszone" für russische Truppen geschaffen worden. Getroffen wurden unter anderem Fahrzeuge, Antennenanlagen und feindliche Unterstände. Samstag, 17. Januar Klitschko: Wieder Heizung für mehr Wohnblocks in Kiew Nach tagelangem Heizungsausfall kommt die Wiederherstellung der Fernwärme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Etwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schrieb er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war zunächst für 6.000 Häuser die Fernwärme ausgefallen, also die Hälfte des Wohnungsbestandes. "Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr", schrieb Klitschko. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts. Viele Häuser sind ausgekühlt. Weiterhin schwierig ist die Stromversorgung der Dreimillionenstadt. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur für wenige Stunden Strom. Durch einen weiteren Luftangriff auf das Kiewer Umland in der Nacht zum Samstag sei im Vorort Butscha für 56.000 Haushalte der Strom ausgefallen, teilte der Versorger DTEK mit. In den Vororten Browary und Boryspil gebe es Notabschaltungen. Das Winterwetter erschwert die Reparaturarbeiten. Ebenso wurden in der Nacht Energieanlagen im südlichen Gebiet Odessa beschossen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Aus Sicht der Ukraine versucht die russische Armee mit systematischen Angriffen auf die Infrastruktur mitten im Winter, die großen Städte unbewohnbar zu machen. Ukraine verhandelt mit USA über Sicherheitsabkommen Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine für ein Ende des russischen Angriffskriegs werden am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida wieder aufgenommen. Dabei soll es ukrainischen Angaben zufolge vor allem um Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung des osteuropäischen Landes gehen. Die ukrainische Botschafterin in Washington , Olha Stefanischyna, schrieb auf Facebook, bei dem Treffen solle ein Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum "wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine" mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro ausgearbeitet werden. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz zu einer Unterzeichnung kommen. Derweil warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung vor neuen massiven russischen Luftangriffen. Offenbar russisches Chemiewerk in Brand In der Region Moskau hat es an einem Düngemittelwerk in Woskressensk Rauchentwicklung gegeben. Das berichtete der Telegram-Kanal Astra unter Berufung auf russische Quellen. Zur Ursache lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor. Wenig später meldete derselbe Kanal einen Brand an einer Umspannstation in der Stadt Serpuchow. Teile der Stadt und umliegender Orte seien demnach ohne Strom. Auch hier sei die Brandursache nach Angaben russischer öffentlicher Kanäle bislang unklar. Fotos, die auf dem Telegram-Kanal veröffentlicht wurden, zeigen Rauchschwaden und Feuer an beiden Standorten. Offizielle Stellen haben sich bislang nicht zu den Vorfällen geäußert. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen besteht, ist laut den Berichten nicht bekannt. ISW: Russland will mit Falschmeldungen USA beeinflussen Das russische Militärkommando lässt nach einer Analyse des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) ein klares Muster erkennen, indem es öffentlich falsche Informationen über die Lage im Krieg gegen die Ukraine verbreitet. Dies sei Teil einer umfassenderen kognitiven Kriegsführung, die darauf abziele, die Entscheidungsfindung der USA in Bezug auf die laufenden Friedensverhandlungen zu beeinflussen. Die Falschbehauptungen des Kremls zum Beispiel über angebliche Eroberungen zielten darauf ab, die falsche Darstellung zu verbreiten, dass ein russischer Sieg in der Ukraine unvermeidlich sei. Die Ukraine und der Westen sollen demnach davon überzeugt werden, dass die Ukraine die Forderungen Russlands aus Angst vor zukünftigen russischen Offensiven oder Durchbrüchen akzeptieren sollte. Kupiansk ist nach Ansicht des ISW für das russische Militärkommando zu einem besonders heiklen Punkt geworden, "wahrscheinlich aus Angst, dass die Realitäten auf dem Schlachtfeld in diesem Gebiet die Narrative über die militärische Stärke Russlands untergraben könnten, die Putin und hochrangige russische Militärkommandeure zu verbreiten versuchen" hieß es im aktuellen Lagebericht des Instituts. Selenskyj warnt vor massiven Angriffen Vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen massiven russischen Luftangriffen gewarnt. "Bitte beachtet die Luftalarme", sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. "Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus", betonte Selenskyj. Kiew drängt die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses. In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders schwer ist die Lage in der Hauptstadt Kiew, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion. Freitag, 16. Januar Wegen Saporischschja-Reparatur: Lokale Feuerpause in der Ukraine Für die Reparatur einer beschädigten Stromleitung haben die Kriegsgegner Ukraine und Russland zum vierten Mal eine örtliche Waffenruhe unweit des russisch kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja vereinbart. "Techniker des ukrainischen Stromnetzbetreibers werden voraussichtlich in den kommenden Tagen mit den Reparaturarbeiten an der 330-Kilovolt-Leitung beginnen", teilte die Internationale Atomaufsichtsbehörde (IAEA) in Wien mit. Ein IAEA-Team werde die Arbeiten überwachen. Die Leitung war demnach vor zwei Wochen infolge von Kämpfen beschädigt worden. Anlagen des stillgelegten AKWs seien nur über die verbliebene 750-Kilovolt-Leitung mit Strom versorgt worden. Selenskyj: Luftabwehr-Lieferungen reichen nicht aus Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Lieferungen von Luftabwehrsystemen und Raketen durch die Verbündeten als unzureichend. Zudem warnt er vor neuen massiven russischen Angriffen. Es sei entscheidend, dass die Partner die Bitten der Ukraine um zusätzliche Lieferungen hörten, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Ukraine: Neue Gespräche mit den USA am Samstag in Miami Vertreter der Ukraine und der USA werden nach ukrainischen Angaben am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida weitere Gespräche über eine Beendigung des Kriegs mit Russland führen. Die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, erklärte, die Delegation werde vom Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, und vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, geleitet. Es soll demnach um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die wirtschaftliche Erholung des Landes gehen. Laschet spricht sich für direkte Gespräche mit Russland zur Ukraine aus Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet spricht sich für direkte Verhandlungen zur Ukraine zwischen europäischen Staaten und Russland aus. "Wenn Europa souverän sein will, muss es seine eigenen Positionen auch selbst vertreten", sagte Laschet der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. "Genau deshalb war der Vorstoß von Präsident Emmanuel Macron richtig", fügte er mit Blick auf entsprechende Forderungen des französischen Staatschefs hinzu. Die derzeitige Situation sei "absurd", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag weiter. "Europäische Regierungschefs erarbeiten gemeinsam mit Präsident Selenskyj Positionen, die anschließend von amerikanischen Unterhändlern nach Moskau getragen werden. Das ist eine Selbstentmündigung Europas." Ukraine: Timoschenko soll Hunderttausende Euro Kaution hinterlegen Die mit Bestechungsvorwürfen konfrontierte ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko ist von einem Gericht zu einer Kautionszahlung von umgerechnet über 660.000 Euro verpflichtet worden. Zudem darf die Parlamentsabgeordnete das Umland der Hauptstadt Kiew nicht verlassen und musste ihren Reisepass abgeben, wie örtliche Medien aus dem Gerichtssaal berichteten. Weiter ist sie verpflichtet, Vorladungen des Gerichts und von Ermittlern zu folgen. Nach Ansicht des Nationalen Antikorruptionsbüros (Nabu) soll Timoschenko mittels Bestechung versucht haben, das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten in der Obersten Rada zu beeinflussen. Die Fraktionsvorsitzende der Vaterlandspartei weist die Anschuldigungen gegen sich allerdings als politisch motiviert zurück. Vom Nabu veröffentlichte Audioaufzeichnungen von Verhandlungen mit einem Parlamentarier der Präsidentenpartei "Diener des Volkes" bezeichnete die Ex-Regierungschefin als gefälscht. Sie kündigte an, gegen die Gerichtsentscheidung vorzugehen. Tags zuvor hatte sie auch beklagt, dass ihre Konten bereits gesperrt seien. Bürgermeister: Kiew verfügt nach Angriffen nur über Hälfte des benötigten Stroms Die ukrainische Hauptstadt Kiew verfügt nach russischen Angriffen auf die Infrastruktur nur über etwa die Hälfte des benötigten Stroms. "Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer Stadt, dass bei so strengem Frost im größten Teil der Stadt die Heizung ausgefallen ist und es einen massiven Strommangel gibt", sagte Bürgermeister Vitali Klitschko der Nachrichtenagentur Reuters. Reparaturteams würden rund um die Uhr arbeiten, um die Heizungsversorgung wiederherzustellen. Etwa 100 Gebäude seien immer noch unbeheizt. Es sei die schwerste Energiekrise während des Krieges für die Stadt mit 3,6 Millionen Einwohnern. Tschechien liefert Ukraine Flugzeuge für Drohnenabwehr Die Ukraine erhält in Kürze tschechische Kampfflugzeuge zur Drohnenabwehr. Dies kündigt der tschechische Präsident Petr Pavel bei einem Besuch in Kiew an. Zudem stellte Tschechien die Lieferung von Frühwarnsystemen in Aussicht. Selenskyj: Delegation wird mit USA über Sicherheitsgarantien sprechen Eine ukrainische Delegation reist nach Aussagen von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über Sicherheitsgarantien und ein Wohlstandspaket in die USA. Er hoffe, die entsprechenden Dokumente könnten kommende Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnet werden, sagte er auf einer Pressekonferenz in Kiew. Sein Team erhoffe sich zudem von den USA Klarheit über die russische Haltung zu den von Washington unterstützten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Kreml begrüßt Dialog-Forderungen von Europäern als "positiv" Der Kreml hat Forderungen einiger europäischer Regierungen nach einer Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland als "positiv" begrüßt. "Wir haben die Äußerungen einiger europäischer Staats- und Regierungschefs in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. Er fügte hinzu: "Wenn dies tatsächlich die strategische Vision der Europäer widerspiegelt, dann ist es eine positive Weiterentwicklung ihrer Position." Russland: Rund 423.000 Menschen haben 2025 Vertrag mit Armee abgeschlossen Im vergangenen Jahr haben russischen Angaben zufolge 422.704 Menschen einen Vertrag zum Dienst in den russischen Streitkräften unterzeichnet. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Vizechef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew. London fordert vor neuen Gesprächen Zeichen von Putin Großbritannien hat Überlegungen aus Frankreich und Italien nach direkten Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zurückgewiesen. Außenministerin Yvette Cooper sagte dem Magazin "Politico": "Ich denke, wir brauchen Beweise dafür, dass Putin tatsächlich Frieden will, und im Moment sehe ich das noch nicht." Sowohl Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron als auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hatten dafür plädiert, mit Putin wieder in einen Dialog zu treten. Moskau hatte auf das Angebot eines Telefonats zwischen Macron und Putin mit der Freilassung des französischen Forschers Laurent Vinatier reagiert. Er war 2024 als "ausländischer Agent" zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Großbritannien setzt auf eine harte Linie gegen Russland. So waren zu Jahresbeginn auch britische Soldaten am Aufbringen des Frachters "Marinera" im Nordatlantik beteiligt, der zur russischen Schattenflotte gezählt wird. Zuletzt kündigte die britische Regierung die Entwicklung der Kurzstreckenrakete "Nightfall" für die Ukraine an. Nach russischen Angriff muss Ukraine mehr Strom zukaufen Der neue ukrainische Energieminister Denys Schmyhal hat angesichts der russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur mehr Stromimporte aus dem Ausland angeordnet. "Staatliche Unternehmen, insbesondere die ukrainische Eisenbahn und der Gasversorger Naftogaz, müssen dringend dafür sorgen, dass während der Heizperiode 2025/26 die Menge Strom beschafft wird, die nötig ist, um mindestens 50 Prozent des Gesamtverbrauchs zu decken", erklärte Schmyhal am Freitag. Der Minister machte keine Angaben dazu, wie viel Strom die Ukraine derzeit jeweils herstellt oder importiert. Die Behörden halten die Zahlen wegen des Kriegs unter Verschluss. Russische Angriffe haben jüngst ganze Städte in der Ukraine in Dunkelheit und Kälte getaucht. Auch Teile der Hauptstadt Kiew waren zuletzt stark betroffen. Viele Menschen können nur sporadisch oder gar nicht heizen – bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Russland meldet Geländegewinne – Experten widersprechen Russland reklamiert große Fortschritte an der Front. Unabhängige Analysen zeichnen ein anderes Bild. Unterdessen überrascht Großbritannien mit einer militärischen Neuheit für Kiew. t-online gibt einen Überblick über die aktuelle militärische Lage. Litauen: Russland steckte hinter Brandanschlag auf Fabrik Litauen macht den russischen Militärgeheimdienst GRU für einen versuchten Brandanschlag im Jahr 2024 auf eine litauische Fabrik verantwortlich, die Funkscanner an die ukrainische Armee liefert. Die Tat sei von in Russland lebenden Personen mit Verbindungen zum GRU koordiniert worden, sagte der stellvertretende Polizeichef Saulius Briginas. Sechs Personen aus Spanien, Kolumbien , Kuba, Russland und Belarus seien angeklagt worden. Die Gruppe habe zudem ähnliche Anschläge in Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik versucht. Ukrainischer Ex-Außenminister: Keine Chance auf Feuerpause im Winter Der frühere ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sieht kurzfristig keine Aussicht auf eine Feuerpause im Krieg mit Russland. Es gebe "keine Chance auf einen Waffenstillstand vor dem Ende dieses Winters", sagt er dem Sender Welt TV. Die Chancen auf eine Feuerpause bis zum Jahresende seien zudem sehr gering. Der Krieg werde erst enden, wenn der russische Präsident Wladimir Putin eine unabhängige und souveräne Ukraine akzeptiere. Institut: Ukraine kann Front halten Die ukrainische Verteidigung steht nicht kurz vor dem Zusammenbruch, schätzt das amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) ein. Es sei den ukrainischen Streitkräften gelungen, die russischen Truppen daran zu hindern, die Ukraine militärisch einzunehmen. Die russischen Geländegewinne dürften weiterhin langsam und zermürbend voranschreiten und werden voraussichtlich nicht zu einem raschen Zusammenbruch der Frontlinie führen, so das ISW. Auf dem Höhepunkt der russischen Geländegewinne in der Ukraine im März 2022 hatten russische Truppen 26,16 Prozent der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Die darauffolgende ukrainische Gegenoffensive zur Zurückdrängung der russischen Streitkräfte aus der Hauptstadt Kiew und dem Norden der Ukraine reduzierte diesen Anteil jedoch bis Ende April 2022 auf 20,21 Prozent. Durch die ukrainischen Gegenoffensiven in Charkiw und Cherson sank der Anteil des von Russland kontrollierten Gebiets bis Ende 2022 weiter auf 17,84 Prozent. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 blieb das Ausmaß der russischen Kontrolle über Teile der Ukraine weitgehend konstant. Ukraine: Haben russische Vorstöße bei Charkiw abgewehrt Ukrainische Truppen der 13. Brigade "Khartia" der Nationalgarde haben nach eigenen Angaben einen großangelegten russischen Angriff in der Region Charkiw abgewehrt und dabei etwa 70 russische Soldaten getötet. Laut dem Pressedienst der Brigade haben russische Truppen im Laufe der Woche mehrfach versucht, die Stellungen im Verantwortungsbereich der Einheit nördlich von Charkiw zu durchbrechen. Alle Angriffe seien jedoch abgewehrt worden. "Dank der koordinierten Aktionen der Infanterie, Drohnenoperatoren, Artillerieeinheiten und anderer Einheiten von 'Khartia' war der Versuch des Feindes erfolglos. Wir verteidigen weiterhin die Region Charkiw und sorgen für die Sicherheit von Charkiw", erklärte die Brigade. London kündigt Nothilfe an Großbritannien hat eine neue Nothilfe in Höhe von 20 Millionen Pfund (etwa 23 Millionen Euro) für die Ukraine angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach anhaltenden Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes den Notstand ausgerufen. Die zusätzlichen Mittel sollen laut Großbritannien unter anderem in die Reparatur, den Wiederaufbau und den Schutz des ukrainischen Stromnetzes fließen. Zudem soll damit die Stromversorgung in Häusern, Krankenhäusern und Schulen während des strengen Winters aufrechterhalten werden. Mit dem neuen Hilfspaket erhöht sich die britische Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor seit dem Einmarsch Russlands auf über 470 Millionen Pfund (etwa 541 Millionen Euro). Donnerstag, 15. Januar Russische Einnahmen durch Öl und Gas fallen auf Fünf-Jahres-Tief Die von Moskau zur Finanzierung seiner Offensive in der Ukraine genutzten Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind laut neuesten Daten des russischen Finanzministeriums auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Insgesamt erbrachten Öl- und Gasverkäufe 2025 Einnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 93 Milliarden Euro, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist der niedrigste Stand seit 2020 und ein Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der russische Öl- und Gassektor ist Gegenstand zahlreicher Sanktionen der EU und der USA infolge der russischen Offensive in der Ukraine vor fast vier Jahren. Im Oktober hatten die USA die beiden größten russischen Ölunternehmen Lukoil und Rosneft auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Dennoch verkauft Russland weiterhin Öl und Gas an Partner wie China, Indien und die Türkei, nach Angaben von Experten teilweise unter Umgehung westlicher Sanktionen. Putin bedauert das Recht des Stärkeren in der Politik Der russische Präsident Wladimir Putin warnt vor einer Zunahme weltweiter Spannungen. "Die Lage auf der internationalen Bühne verschlechtert sich zusehends", sagte Putin am Donnerstag in einer Rede vor neuen Botschaftern im Kreml. "Langjährige Konflikte verschärfen sich, und neue, ernste Krisenherde entstehen." Ohne die USA oder Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, kritisierte Putin jene, die "nach dem Recht des Stärkeren ihren Willen diktieren, andere belehren und Befehle erteilen". Russland bekenne sich hingegen zu den Idealen einer multipolaren Welt, sagte Putin, der 2022 den Angriff auf die Ukraine angeordnet hatte. Dieser wird von den meisten Staaten als völkerrechtswidrig angesehen. Putin forderte zudem eine Diskussion über die russischen Vorschläge für eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa. "Wir hoffen, dass die Einsicht in diese Notwendigkeit früher oder später kommen wird", sagte er. "Bis dahin wird Russland seine Ziele weiter konsequent verfolgen." Zur Lage in Venezuela nach dem Sturz von Präsident Nicolás Maduro, den Protesten im Iran oder den Ansprüchen Trumps auf Grönland äußerte sich Putin nicht. Russland weist britischen Diplomaten aus Russland hat erneut einen britischen Diplomaten wegen angeblicher Spionage ausgewiesen. Der stellvertretenden Leiterin der Botschaft sei ein förmlicher Protest übermittelt worden, weil ein Diplomat den britischen Geheimdiensten angehöre, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Dem Betroffenen sei die Akkreditierung, also die Arbeitserlaubnis in Russland, entzogen worden. Er habe zwei Wochen Zeit, um das Land zu verlassen. Das britische Außenministerium wies die Vorwürfe als "haltlos und böswillig" zurück. Man wäge nun sorgfältig ab, wie man darauf reagiere, hieß es aus London. In einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB hatte es geheißen, der FSB habe einen nicht gemeldeten Mitarbeiter der britischen Geheimdienste enttarnt, der unter einem Deckmantel in die britische Botschaft entsandt worden sei. Den Angaben nach geht es um einen zweiten Sekretär der internen Verwaltung der Botschaft. Nicht zum ersten Mal muss ein britischer Diplomat wegen des Vorwurfs angeblicher Spionage gehen. Immer wieder streiten die beiden Länder, weil Diplomaten angeblich ihren Aufenthalt für geheimdienstliche Tätigkeit nutzen. Durch den seit inzwischen fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind die Beziehungen zusätzlich gespannt. Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew Kein Strom, keine Heizung, aber strenger Frost – die ukrainische Führung schaltet sich in die bereits seit Tagen andauernde Notlage der Hauptstadt Kiew ein. Zugleich kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. Die Regierung habe die Lage in Kiew, Odessa, Dnipro, Krywyj Rih und Charkiw besprochen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Wir sehen, dass viel gemacht worden ist, – insbesondere in Charkiw, wo sich die lokalen Behörden vorbereitet haben", sagte er. "Kiew hat leider deutlich weniger getan. In der Hauptstadt wurde sehr wenig unternommen." Auch jetzt gingen die Reparaturarbeiten dort nicht intensiv genug voran, kritisierte er. Der neue Energieminister Denys Schmyhal lobte ebenfalls Charkiw und kritisierte die Hauptstadt. Kiew habe sich "überhaupt nicht vorbereitet. Deshalb muss man jetzt zu Notfallmaßnahmen greifen", sagte Schmyhal im Parlament. Mittwoch, 14. Januar Selenskyj ruft Energienotstand aus Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach russischen Angriffen auf die Energie- und Wärmeversorgung seines Landes angekündigt, einen Energienotstand auszurufen. Dies gab Selenskyj am Mittwoch nach einem Treffen zur Lage bekannt. In Kiew werde eine "dauerhafte Koordinierungszentrale" eingerichtet, um sich der Lage in der Hauptstadt anzunehmen, sagte er. Kiew war in der vergangenen Woche Ziel massiver russischer Angriffe geworden. Er habe zudem die Regierung angewiesen, die Bemühungen um Unterstützung durch Verbündete zu verstärken, sagte Selenskyj. Es werde daran gearbeitet, das Volumen an Stromimporten in die Ukraine zu erhöhen. Nach massiven russischen Angriffen auf Kiew am vergangenen Freitag waren rund 400 Wohnblöcke der ukrainischen Hauptstadt mehrere Tage ohne Heizung, wie der Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte. "Die Situation in Kiew ist sehr schwierig", erklärte er in Onlinenetzwerken. Die Einwohner hätten "derzeit etwa drei Stunden Strom und bis zu zehn Stunden - oder mancherorts sogar mehr - keinen". Moskau: Ukraine für Angriff auf griechischen Tanker im Schwarzen Meer verantwortlich Das russische Verteidigungsministerium hat die Ukraine für den Angriff auf einen griechischen Tanker im Schwarzen Meer am Dienstag verantwortlich gemacht. Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker "Matilda" sei etwa 100 Kilometer vor der Stadt Anapa von zwei ukrainischen Drohnen angegriffen worden, erklärte das Ministerium am Mittwoch auf Telegram. Im Schwarzen Meer sei ein Notsignal empfangen worden. Kiew reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe. Die Ukraine hat immer wieder Energieinfrastruktur in Russland ins Visier genommen – als Vergeltung für die seit fast vier Jahren anhaltende Großoffensive Russlands in der Ukraine, bei der zehntausende Menschen getötet worden sind. Am Dienstag hatte Athen Drohnenangriffe auf die zwei griechischen Öltanker "Matilda" und "Delta gemeldet. Einer der Tanker war demnach auf dem Weg nach Russland, um dort mit Öl aus Kasachstan befüllt zu werden. Das russische Verteidigungsministerium erwähnte die "Delta Harmony" nicht. Kasachstan und Griechenland verurteilten die Angriffe am Mittwoch. Das kasachische Außenministerium äußerte "ernsthafte Besorgnis" und erklärte, die zunehmende Häufigkeit solcher Vorfälle zeige "die wachsenden Risiken für das Funktionieren der internationalen Energieinfrastruktur". Athen teilte mit, der griechische Außenminister werde mit europäischen Partnern über die Angriffe sprechen. Neuer EU-Kredit für Ukraine soll vor allem Militär stärken Das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine soll nach dem Willen der Europäischen Kommission zu einem großen Teil den gegen Russland kämpfenden Streitkräften zugutekommen. Wie ein von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierter Vorschlag vorsieht, soll das ukrainische Militär mit 60 Milliarden Euro unterstützt werden. Die verbleibenden 30 Milliarden Euro des insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden Kredits sollen dem Vorschlag der Brüsseler Behörde zufolge der Ukraine als Haushaltsunterstützung bereitgestellt werden. Mit der Unterstützung werde sichergestellt, dass die Ukraine einerseits ihre Verteidigung auf dem Schlachtfeld stärken und ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen könne sowie andererseits den Staat sowie die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen aufrechterhalten könne, sagte von der Leyen. Mögliches Putin-Treffen im Januar geplant Nach Berichten der US-Nachrichtenagentur "Bloomberg" planen der Sondergesandte der Trump-Regierung, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein erneutes Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin. Personen, die mit den Planungen vertraut sind, zufolge könnte das Treffen noch im Januar stattfinden. Aus dem Weißen Haus hieß es jedoch, bislang sei ein solches Treffen nicht vereinbart. Dem "Bloomberg"-Bericht zufolge soll es bei dem möglichen Treffen erneut um Fragen US-amerikanischer und europäischer Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen. Razzia bei ukrainischer Ex-Regierungschefin Timoschenko Ermittler der ukrainischen Antikorruptionsbehörden haben das Büro der Vaterlandspartei der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko durchsucht. Das Nationale Antikorruptionsbüro (Nabu) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) teilten mit, dass gegen die Vorsitzende einer Parlamentsfraktion ein Verdacht bestehe. Sie soll versucht haben, das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten anderer Fraktionen durch Geldzahlungen zu beeinflussen. Timoschenko wies die Vorwürfe zurück. In einem Beitrag auf Facebook kritisierte sie das Vorgehen der Ermittler scharf. Nach ihren Angaben hätten mehr als 30 bewaffnete Männer ohne Vorlage entsprechender Dokumente das Gebäude betreten. Mitarbeiter seien festgehalten worden. Die Durchsuchung bezeichnete sie als eine "PR-Aktion" und sprach von "absurden Anschuldigungen". Nach ihren Angaben wurden Telefone, parlamentarische Unterlagen sowie persönliche Ersparnisse beschlagnahmt. Im Falle einer Verurteilung drohen der Beschuldigten bis zu zehn Jahre Haft. Timoschenko führt die Vaterlandspartei, die mit 25 Abgeordneten die drittstärkste Fraktion im ukrainischen Parlament stellt. Im Juli des vergangenen Jahres hatte sie das Nabu und die SAP öffentlich kritisiert und ihnen vorgeworfen, Instrumente ausländischen Einflusses in der Ukraine zu sein. Ukraine hat vierten Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn In der von Russland angegriffenen Ukraine ist mit Mychajlo Fedorow der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn im Amt. Für die Ernennung des ehemaligen Digitalisierungsministers stimmte eine deutliche Mehrheit von 277 Abgeordneten. Die Kandidatur war gemäß der Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Es war bereits der zweite Versuch, Fedorow einzusetzen. Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete gefunden, um eine Abstimmung über seine Kandidatur anzusetzen. Fedorow hatte seit 2019 mit dem von ihm geleiteten Ministerium die Digitalisierung der staatlichen Verwaltung vorangetrieben und war nach Kriegsbeginn auch für den Ausbau der Drohnenproduktion im Land verantwortlich. Russland greift Strom- und Wärmeversorgung in Krywyj Rih an Russische Drohnen treffen die Infrastruktur in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih. Dadurch kommt es zu Notabschaltungen bei der Stromversorgung für mehr als 45.000 Kunden, teilt der Leiter der Militärverwaltung, Oleksandr Wilkul, mit. Auch die Wärmeversorgung sei gestört. Er ruft die Bewohner auf, Wasser abzufüllen und Geräte aufzuladen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Brand nach Drohnenangriff auf russische Stadt Rostow Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don einen Brand in einem Industriebetrieb aus und beschädigt Wohnhäuser. Die Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, sagt Bürgermeister Alexander Skrjabin. Herabfallende Trümmer hätten den Brand und die Schäden verursacht. Selenskyj räumt schwere Lage in der Ukraine ein Nach fast vier Jahren Krieg spitzt sich die Lage in der Ukraine nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. "Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück", sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper. Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. "Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen", fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu. Das Stromnetz der Ukraine ist nach den systematischen und zuletzt noch einmal verschärften russischen Angriffen stark beschädigt. Netzabschaltungen sind an der Tagesordnung. Täglich müssen die Ukrainer stundenlang ohne Strom- und Wärmeversorgung auskommen. Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenskyj ein: "Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten", sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand. Die Ukraine ist seit Monaten in der Defensive und musste im Osten und Süden des Landes zuletzt weitere Positionen aufgeben. Dienstag, 13. Januar Regierungsumbildung in der Ukraine vorerst gescheitert In der Ukraine verfehlten die Vorschläge von Präsident Wolodymyr Selenskyj für die Ernennung neuer Minister die notwendige Mehrheit im Parlament. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war laut Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch. Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Schmyhal war zuvor als Verteidigungsminister entlassen worden. Er stand dem Ressort nur sechs Monate vor. Davor war er mehr als fünf Jahre Regierungschef. Der 50-Jährige gilt als loyal gegenüber Selenskyj. Entlassen wurde der Chef des Geheimdienstes SBU Wassyl Maljuk. Faktisch leitete er die Behörde seit dem Sommer 2022. In dieser Zeit führte der SBU teils spektakuläre Angriffe auf russische Militärstützpunkte durch. Mehrere hochrangige Militärs hatten sich gegen die von Selenskyj eingeleitete Entlassung ausgesprochen. Auch der Verteidigungsausschuss des Parlaments gab erst im zweiten Anlauf seine Zustimmung. Griechische Tanker im Schwarzen Meer beschossen Im Schwarzen Meer sind am Dienstag zwei griechische Öltanker von Drohnen getroffen worden. Die beiden Tanker, die unter maltesischer Flagge fahrende "Matilda" und die unter liberianischer Flagge fahrende "Delta Harmony" hätten keine größeren Schäden davongetragen, sagte ein Vertreter des griechischen Marineministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eines der Schiffe sollte an der russischen Küste kasachisches Öl verladen. Weder die griechischen noch die kasachischen Behörden machten Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckt. Auch die Ukraine, die als Reaktion auf Moskaus Angriffskrieg immer wieder den russischen Energiesektor angreift, äußerte sich zunächst nicht. Der Tanker "Matilda" war auf dem Weg zu einem Erdöl-Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk, als er angegriffen wurde, wie das staatliche kasachische Energieunternehmen Kazmunaygas mitteilte. "Nach vorläufigen Einschätzungen ist das Schiff weiterhin seetüchtig, und es gibt keine Anzeichen für schwerwiegende strukturelle Schäden", fügte die Firma hinzu. Nach Angaben von Kasachstans Energieministerium hatte der Tanker zum Zeitpunkt des Angriffs keine Ladung an Bord. Russische Sabotage? Zwei mutmaßliche Agenten angeklagt Die Bundesanwaltschaft hat am Oberlandesgericht Stuttgart Anklage gegen zwei mutmaßliche Agenten Russlands erhoben. Die beiden Ukrainer sollen im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes Pakete mit GPS-Trackern in Richtung Ukraine verschickt haben, um einen späteren Versand von Brandsätzen auszutesten. Moldaus Präsidentin erwägt ungewöhnlichen Schritt Die Demokratie der Republik Moldau ist in Gefahr. Um sich vor Russland zu schützen, will das Land der EU beitreten. Jetzt bringt Präsidentin Sandu auch andere Möglichkeiten ins Spiel. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Tote durch russischen Luftangriff auf Charkiw Durch einen schweren russischen Luftangriff sind mindestens vier Menschen in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Snyjehubow, sprach außerdem von mindestens sechs Verletzten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden auch Kiew, Odessa und andere Städte in der Nacht mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. In einem Vorort von Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft ein Logistikzentrum des Postunternehmens Nowa Poschta zerstört. Die Behörde warf der russischen Armee einen sogenannten Doppelschlag vor: Erst sei das Gebäude mit einer Rakete beschossen worden, wenig später hätten Drohnen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte gezielt. In der Hauptstadt Kiew musste nach dem Angriff erneut an vielen Stellen notfallmäßig der Strom abgeschaltet werden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In den größten Städten der Ukraine müssen derzeit bei strengem Frost Millionen Menschen ohne Strom, Heizung oder Wasser ausharren, weil russische Angriffe die Versorgungsnetze gezielt ausgeschaltet haben. Mehr als 500.000 Russen nach Angriff ohne Strom Ein ukrainischer Angriff auf das westrussische Gebiet Belgorod hat nach Angaben der örtlichen Behörden einen großflächigen Ausfall der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zur Folge. Der Beschuss eines Infrastrukturobjekts mit Raketen habe 556.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. "Ohne Wärmeversorgung ist fast die gleiche Anzahl, in erster Linie betrifft das 1.920 Mehrfamilienhäuser. Fast 200.000 Menschen sind ohne Wasser und Abwasser", sagte er in dem Video. Nach Angaben Gladkows sind die Reparaturarbeiten bereits angelaufen. "Die Situation ist sehr schwierig", betonte er. Demnach wird versucht, Reservekapazitäten anzuschließen. Zur möglichen Dauer des Blackouts machte er keine Angaben. Am Nachmittag werde er neue Informationen geben, sagte er nur. Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch das Hinterland der Ukraine und zerstört Energieanlagen. So hat Moskau in der Nacht zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch eine Mittelstreckenrakete gegen den Nachbarn eingesetzt. Aber auch die Ukraine setzt in ihrer Verteidigung zunehmend auf Attacken gegen Objekte weit hinter der russischen Grenze. Vorwiegend zielt sie dabei auf Objekte der Öl- und Gasindustrie, um die Treibstoffversorgung des russischen Militärs zu erschweren. Dabei setzt sie normalerweise auf weitreichende Drohnen. Der Einsatz von Raketen ist selten. Kiew vergibt Rohstoffrechte an Trump-Unterstützer Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Dies gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Die ukrainische Regierung erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort Dobra in der zentralen Region Kirowohrad an die Dobra Lithium Holdings, wie Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko am Montag über den Nachrichtendienst Telegram mitteilte. Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung wird das Unternehmen eines der größten Lithium-Vorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen. Lithium ist ein wichtiges Metall, das unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt wird, weshalb man es auch als "weißes Gold" bezeichnet. Hinter dem Projekt stehen die Firmen TechMet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. TechMet wird nach Angaben der US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC von der US-Regierung unterstützt. Einem Bericht der Zeitung "New York Times" zufolge gehört der Milliardär Ronald S. Lauder, ein enger Freund und Vertrauter Trumps, zu den Investoren. Lauder ist der Erbe des Kosmetikimperiums Esteé Lauder. Er war unter der Regierung von Ronald Reagan US-Botschafter in Wien, seit 2007 steht er dem Jüdischen Weltkongress vor. USA verurteilen russischen Oreschnik-Angriff Die USA haben den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der atomwaffenfähigen Mittelstreckenrakete Oreschnik verurteilt. "Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden", sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg. Washington verurteile "die anhaltenden und sich verstärkenden Angriffe Russlands auf Energieanlagen und weitere zivile Infrastruktur der Ukraine", sagte Bruce. Das Vorgehen Moskaus drohe "den Krieg auszuweiten und zu verschärfen". Oreschnik schlägt bei Lwiw ein : Dieser Angriff könnte nach hinten losgehen Der amtierende britische Botschafter bei der UNO, James Kariuki, zeigte sich ebenfalls empört. Der Angriff nahe der polnischen Grenze sei "rücksichtslos" und gefährde "die regionale und internationale Sicherheit". Der Einsatz der atomwaffenfähigen Rakete berge ein "erhebliches Risiko einer Eskalation und Fehleinschätzung", sagte er. Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven Angriffen auf die Ukraine in der Nacht zum Freitag eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärte, es sei ein "ziviles" Ziel in der Region getroffen worden. Der Angriff nahe der Grenze zur EU löste empörte Reaktionen westlicher Regierungen aus. Es war der zweite bekannte Angriff mit einer Rakete dieses Typs in der Ukraine. Im November 2024 hatte die russische Armee mit der modernen, atomwaffenfähigen Rakete eine Rüstungsfabrik in der Millionenstadt Dnipro angegriffen. Montag, 12. Januar Russland will mit Oreschnik-Rakete wichtiges Ziel getroffen haben Bei ihrem Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik in der westlichen Ukraine am vergangenen Freitag haben die russischen Streitkräfte nach Angaben aus Moskau eine Flugzeuginstandsetzungsanlage in Lwiw getroffen. "In der Nacht zum 9. Januar wurde das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw durch das mobile bodengestützte Raketensystem Oreschnik außer Betrieb gesetzt", behauptete das russische Verteidigungsministerium am Montag. Es war das erste Mal, dass Moskau konkrete Angaben zum Ziel des Oreschnik-Angriffs vom Freitag machte. Die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe lehnte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP einen Kommentar zu den Moskauer Angaben ab. Die Ukraine hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Oreschnik-Rakete ein "ziviles" Ziel in der Region Lwiw getroffen habe, ohne Details zu nennen. Auch veröffentlichte die Ukraine Bilder von Raketentrümmern. Bewohner eines Vorortes von Lwiw nahe dem Flugzeugwerk berichteten AFP am Freitag von nächtlichen Explosionen und Gasausfällen. In seiner seit fast vier Jahren andauernden Offensive gegen die Ukraine setzte Russland zum zweiten Mal eine Oreschnik-Rakete ein. Krieg als Werbung: Moskau meldet Auftragsrekord für Waffen Das Interesse an russischen Rüstungsgütern im Ausland ist nach Angaben aus Moskau auf Rekordniveau. "Bis 2022 lag der maximale Auftragswert bei 55 Milliarden Dollar. Heute haben wir mit 70 Milliarden Dollar an schon unterschriebenen Verträgen einen Rekord", sagte Vizeregierungschef Denis Manturow bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin. Manturow führte das auch auf den 2022 von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine zurück. "Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst", sagte er. Als militärische Spezialoperation bezeichnen russische Offizielle den Krieg. Besonders gefragt seien russische Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer, sagte Manturow. Allerdings hat das Auftragshoch auch eine Kehrseite. Erst im Dezember hatte Manturow nämlich eingeräumt, dass Exportaufträge hinter der Nachfrage der russischen Armee nach neuen Waffen anstehen müssten, also nur mit Verspätung abgearbeitet werden. Neue russische Drohne kann Luft- und Bodenziele angreifen Russland hat offenbar eine neue Version der Shahed-Drohne "Geran-2" entwickelt, die gleichzeitig Luft- und Bodenziele angreifen kann. Laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) kann die Drohne zur gleichen Zeit ein Luftverteidigungssystem und einen konventionellen Sprengkopf tragen. Lesen Sie hier mehr dazu. Minister möchte Putin "in Gewahrsam" – Russland reagiert Russland hat mit einer Beleidigung auf das Gedankenspiel eines britischen Ministers reagiert, Wladimir Putin zu entführen. Verteidigungsminister John Healey hatte am Freitag auf die Frage, welchen Staatschef er entführen würde, wenn er die Gelegenheit dazu hätte, geantwortet: "Ich würde Putin in Gewahrsam nehmen und ihn für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen." Er verwies dabei auf "das, was ich bei einem meiner ersten Besuche in der Ukraine in Bucha gesehen habe" und "die Entführung einiger ukrainischer Kinder, die ich in Irpin getroffen habe". Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, reagierte nun und bezeichnete die Aussagen als "die feuchten Träume britischer Perverser". Sacharowa ist bekannt für ihre undiplomatische Sprache und hatte schon häufiger ausländische Politiker beleidigt. 35.000 Haushalte in Odessa ohne Strom Für 35.000 Haushalte im südukrainischen Gebiet Odessa ist nach einem russischen Drohnenangriff der Strom ausgefallen. Das teilte der Stromversorger DTEK mit und sprach von einem schweren Schaden. "Die Wiederherstellung der Versorgung braucht Zeit", hieß es in der Mitteilung. In der Hafenstadt Odessa traf der Angriff ein Objekt der Infrastruktur und ein Wohnhaus, wie Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden. Großbritannien will neue Raketen für die Ukraine entwickeln Großbritannien will nach eigenen Angaben für die Ukraine eine neue ballistische Rakete für Angriffe auf weit entfernte Ziele entwickeln. Die Regierung in London schreibt für das Projekt "Nightfall" einen Wettbewerb zur schnellen Entwicklung von bodengestützten Raketen aus. Diese sollen einen 200 Kilogramm schweren Sprengkopf mehr als 500 Kilometer weit tragen. Moskaus Krieg dauert schon 1.418 Tage Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen genauso lange wie der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland. Auf diese Statistik verwies neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die oppositionelle russische Webseite "Meduza" – offenbar, um der russischen Propaganda vom erfolgreichen Krieg in der Ukraine etwas entgegenzusetzen. Allerdings war es damals die Sowjetunion, die angegriffen wurde. Sowjetdiktator Stalin hatte nach dem deutschen Überfall 1941 den Großen Vaterländischen Krieg ausgerufen. Im Ukraine-Krieg ist Russland der Aggressor. Die Sowjetarmee habe 1.418 Tage gebraucht, errechnete die Website, um nach den ersten Rückschlägen gegen die Wehrmacht bis nach Berlin vorzustoßen und die Kapitulation Deutschlands zusammen mit den Alliierten zu erzwingen. Dagegen stecke die russische Armee nach 1.418 Tagen Krieg in der Ukraine "seit Jahren in denselben Dörfern und Städten des Donbass fest". Die Statistik fand in den russischen Staatsmedien keine Erwähnung. Russland hatte vor fast vier Jahren die benachbarte Ukraine überfallen und erwartet, die Hauptstadt Kiew innerhalb von wenigen Tagen zu erobern. Moskau wollte den Erfolg von damals wiederholen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht. Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von "direkten Treffern", sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien. Die Spezialkräfte der Ukraine veröffentlichten dazu ein Video, das den Angriff aus der Sicht angreifender Drohnen zeigt. Der Bericht über den Angriff sowie das Video konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Das russische Militär macht grundsätzlich keine Angaben zu Schäden durch ukrainische Angriffe. Die Ukraine greift wiederholt Objekte der Öl- und Gasindustrie in Russland an, um die Versorgung der russischen Besatzungstruppen zu erschweren. Von der Leyen: Russland muss nun Friedenswillen zeigen Russland muss EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge nun zeigen, dass es an einem Frieden interessiert ist. Die Regierung in Kiew und ihre Verbündeten hätten sich auf einen Friedensplan und Sicherheitsgarantien geeinigt, die nach einem Waffenstillstand in Kraft treten würden, sagte von der Leyen vor Journalisten. Bei dem Plan handele es sich um den 20-Punkte-Vorschlag, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump besprochen habe. Zudem gebe es umfangreiche Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier .
