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Hamburg: Sagt Christina Block die Wahrheit? Schwere Vorwürfe vor Gericht

Der mutmaßliche Organisator der Kindesentführung widerspricht Christina Block vor Gericht. Seine brisanten Aussagen werfen ein völlig neues Licht auf die Entführung. Der mutmaßliche Chefentführer David B. hat als Zeuge vor dem Landgericht Hamburg ausgesagt und dabei schwere Vorwürfe gegen Christina Block erhoben. "Ich sage, dass Frau Block leider nicht die Wahrheit sagt", so der 68-Jährige laut Übersetzung aus dem Englischen. Block-Prozess: Mutmaßlicher Entführer David B. sagt überraschend aus B. berichtete, die Hamburger Unternehmerin sei über die Möglichkeit informiert gewesen, die Kinder vom Vater aus Dänemark mit einem Auto zurück nach Deutschland zu bringen. Ihr sei dabei wichtig gewesen, dass den Kindern nichts über den Kopf gezogen werde. Block betonte, dass das Unternehmen auf eigene Faust handelte Christina Block ist angeklagt, die Entführung ihrer Kinder in der Silvesternacht 2023/24 nach Deutschland beauftragt zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House" bestreitet die Vorwürfe. Die 52-Jährige hatte im Gerichtssaal ausgesagt, sie habe Kontakt zu der israelischen Firma gehabt. Dieses Unternehmen sei ausschließlich zur Überprüfung der Cybersicherheit des zur Block-Gruppe gehörenden Elysée-Hotels angeworben worden. Es habe ihr zufolge bei der Rückholaktion auf eigene Faust gehandelt. Block habe nichts von den Details des Plans gewusst Der mutmaßliche Chefentführer ist selbst Beschuldigter im Fall der Kindesentführung. Er wurde bis vor einigen Wochen mit Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu. Laut dem 68-Jährigen seien keine weiteren Einzelheiten des Plans mit Block geteilt worden, außer dass die Kinder mit einem Auto nach Deutschland gebracht werden müssten. "Das einzige Detail war die Art, wie wir kommunizieren würden, im Fall, dass es getan wird", sagte B.. Ihm sei bei der Planung klar gewesen, dass es einen kurzen "schrecklichen Moment" für die Kinder geben würde, wenn sie nachts weg von ihrem Vater zu einem Auto gebracht werden, und "bevor sie mit ihrer Mama zusammentreffen", sagte der Zeuge. Doch Christina Block habe zuvor die Befürchtung geäußert, dass Hensel "die Kinder nimmt und verschwindet und dass sie die Kinder nie wieder sieht". In dieser Abwägung habe er den kurzen Moment des Leidens für vertretbar gehalten. Den Kindern sollte keine Gewalt angetan werden "Ich stimme dem zu, dass das angesehen werden könnte als Anwendung von Gewalt", sagte B.. Als die Kinder dann tatsächlich im Auto waren, seien sie "absolut unglücklich" gewesen und hätten geschrien. Er betonte, dass er sein Team vorher angewiesen habe, gegenüber den Kindern keine Gewalt anzuwenden. Klar sei hingegen gewesen, dass der Vater während der Aktion außer Gefecht gesetzt werden müsse. Dazu habe er Kampfsportler ausgewählt, die Hensel "immobilisieren" sollten. Weil Hensel bei der Entführung laut Anklage geschlagen und verletzt wurde, nimmt er an dem Prozess als Nebenkläger teil. Neben Block sind sechs weitere Personen angeklagt. Bis zur Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.