Berlin: BSR-Chefin schlägt Alarm – immer mehr Gewalt gegen Mitarbeiter
Die Stadtreinigung in Berlin verzeichnet mehr Übergriffe auf ihre Beschäftigten. Betroffene Mitarbeiter wurden bereits mit Flaschen beworfen und mit Autos angefahren. Die Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) sind in den vergangenen Monaten vermehrt Opfer von Gewalt geworden. "Leider ist das ein Phänomen, das wir stärker beobachten, insbesondere auf den Recyclinghöfen, aber auch im Bereich der Reinigung", sagte BSR-Chefin Stephanie Otto dem RBB in einem Interview. "Wir mussten insbesondere 2024 und 2025 feststellen, dass auf den Recyclinghöfen die Mitarbeiterinnen sexuell anzüglich herabwürdigend beleidigt wurden, teilweise Mitarbeitern aufgelauert wurde und sie unter Polizeischutz nach Hause gebracht werden mussten, aber auch dass Mitarbeiter mit Flaschen beworfen oder mit Autos angefahren wurden", sagte Otto. "Alles Dinge, die über jegliches Maß hinausgehen." Angriffe auf BSR-Mitarbeiter: Gespräch mit Kai Wegner geplant Bei der Straßenreinigung gebe es einige Hotspots, zu denen Mitarbeitende nicht mehr alleine geschickt würden. Es werde zudem überlegt, in manchen Fällen die Beschäftigten von Sicherheitsstreifen begleiten zu lassen. Eine Erklärung für das Phänomen habe sie nicht. Die BSR sei dabei, das Thema mit anderen Unternehmen genauer zu ergründen. In Kürze sei zudem ein Gespräch mehrerer Unternehmen mit dem regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) geplant, um auch darüber zu sprechen, wie mit dem Thema in der Stadtgesellschaft insgesamt umgegangen werden könne. Otto betonte, dass sie aber den Eindruck habe, dass die BSR "im Grundsatz von den Berlinern geschätzt" werde.
