Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Düsseldorf: Ehefrau soll Mann gefangen gehalten haben

Vor dem Landgericht beginnt der Prozess gegen eine 32-Jährige. Ihr werden schwere Straftaten, darunter gefährliche Körperverletzung und erpresserischer Menschenraub, vorgeworfen. Ein Autohändler aus Solingen hat in einem Düsseldorfer Strafprozess ausgesagt, seine Ehefrau habe ihn niederschlagen, ausgeraubt und in einer Wohnung gefangen gehalten. Demnach soll die Mutter eines siebenjährigen Sohnes und einer einjährigen Tochter ihren Ehemann im vergangenen September unter dem Vorwand, sie habe dort ihren Ehering vergessen, in die Düsseldorfer Wohnung einer Freundin gelockt haben. Dort erwartete den arglosen Ehemann (33) dann aber laut Anklage nicht die Freundin, sondern ein Komplize der Frau. Seit Mittwoch muss sich die 32-Jährige vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr gefährliche Körperverletzung, erpresserischen Menschenraub und schweren Raub vor. Ehefrau soll mit Hammer zugeschlagen haben Der Komplize, gegen den gesondert ermittelt wird, habe ihm mehrfach mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und 10- bis 15-mal sein Knie ins Gesicht gerammt, sagte das Opfer als Zeuge aus. Völlig ahnungslos habe er seiner Ehefrau daraufhin zugerufen, sie solle weglaufen, berichtete der Mann. "Doch die hat stattdessen die Wohnungstür verriegelt und mir mit einem Hammer von hinten auf den Kopf geschlagen." Seine Frau habe ihn dann nach Geld gefragt und ihr Komplize habe ihn mit vorgehaltener Waffe bedroht, sagte der 33-Jährige. Das nur nach islamischem Recht verheiratete Paar hatte bis zur angeklagten Tat in Solingen gemeinsam einen Autohandel betrieben. 32.000 Euro Bargeld erbeutet Anschließend soll das beschuldigte Duo den Ehemann mit Kabelbindern und einem Gurt gefesselt und ihm Bargeld sowie persönliche Dokumente abgenommen haben. Nach Gerichtsangaben waren das 2.000 Euro aus der Brieftasche des Opfers sowie eine Aktentasche mit 30.000 Euro Bargeld, die die Ehefrau aus dem Auto ihres Mannes geholt habe. Daraufhin sei das Opfer in einen abgedunkelten und mit Plastikfolie ausgelegten Raum gebracht und an mit Kieseln gefüllte Säcke gefesselt worden. Als der Komplize am Folgetag die Wohnung kurzzeitig verlassen habe, habe sich der Gefangene befreien und in einen nahegelegenen Friseursalon retten können. Ehemann wollte bis zuletzt an seine Frau glauben Vor Gericht sagte das Opfer, es habe bis zuletzt geglaubt, seine Partnerin und die Mutter der beiden gemeinsamen Kinder sei manipuliert worden. Noch auf dem Gerichtsflur habe er gedacht: "Ich sage heute, dass ich mir das alles nur ausgedacht habe." Für den Prozess sind bis Mitte Februar fünf Verhandlungstage angesetzt. Wann gegen den mutmaßlichen Komplizen der Ehefrau verhandelt wird, ist offen. Im Ermittlungsverfahren soll die Angeklagte gesagt habe, dass sie den Komplizen aus ihrer Düsseldorfer Kirchengemeinde kenne. "Sie ist 2022 zum christlichen Glauben konvertiert", sagte ihr Verteidiger. Die Angeklagte muss bei einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.