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Schnee in Deutschland aktuell: Eisregen-Front – DWD weitet Warnungen aus

Eine massive Eis- und Schneefront trifft Deutschland. Der DWD weitet seine Warnungen aus. Meteorologen prognostizieren Gefahr. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 25. Januar Ehepaar bei Unfall auf schneeglatter Straße schwer verletzt Bei starkem Schneefall im Ostallgäu ist ein Ehepaar bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt worden. Der Crash ereignete sich am späten Nachmittag auf der B12 bei Germaringen, wie die Polizei mitteilte. Weil es aufgrund des starken Schneefalls dort zu stockendem Verkehr kam, bremste ein Autofahrer ab und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Dort fuhr er frontal in einen entgegenkommenden Pkw. Der 38 Jahre alte Unfallverursacher selbst wurde dabei nur leicht verletzt, im anderen Auto wurden nach Polizeiangaben allerdings die 40-jährige Beifahrerin sowie der Fahrer schwerstverletzt. Die drei Kinder des Ehepaares überstanden den Unfall ohne Blessuren. Laut ADAC bildete sich kurz nach dem Unfall ein mehr als zwei kilometerlanger Stau an der Unfallstelle. Viele Unfälle in Baden-Württemberg Starker Schneefall hat am Abend auf den Straßen in Baden-Württemberg viele Unfälle verursacht. Auf der Autobahn 8 am Nordrand der Schwäbischen Alb nahe Aichelberg mussten mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Streufahrzeuge und das Technische Hilfswerk seien im Einsatz. "Unfälle über Unfälle über Unfälle", sagte ein Polizeisprecher in Ulm . Die Präsidien in Ludwigsburg, Reutlingen und Heilbronn berichteten ebenfalls von vermehrten Einsätzen wegen der Witterung. Bei den Unfällen gab es nach ersten Erkenntnissen einige wenige Leichtverletzte und vor allem Sachschäden. "Das wird über Nacht noch anwachsen", sagte ein Sprecher in Heilbronn. Betroffen war zunächst vor allem der Nordosten und Osten in Baden-Württemberg sowie die Region um Stuttgart . Lastwagen etwa wurde wegen des Wetters empfohlen, das Autobahnkreuz Weinsberg bei Heilbronn (A6/A81) zu umfahren. Kein Nahverkehr am Montag im Kreis Wittenberg Im Landkreis Wittenberg in Brandenburg wird der öffentliche Nahverkehr am Montag wegen der Unwetterwarnung vor Glatteis eingestellt. Auch die Schülerbeförderung sei betroffen, teilte der Landkreis am Abend mit. Es besteht eine hohe Gefahr, dass gefrierender Regen auf bereits gefrorenen Untergrund treffe und die Lage auf den Straßen gefährlich werde. Mehrere Unfälle wegen Glätte in Unterfranken Auf den glatten Straßen in Unterfranken ist es zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. Schwerer verletzt wurde niemand, wie ein Polizeisprecher am frühen Abend sagte. Bis 18 Uhr zählte er "rund eine Handvoll Einsätze" wegen des Wetters. In Würzburg sei ein Radfahrer auf der glatten Straße gestürzt und habe sich leichte Verletzungen zugezogen. Auf der Bundesstraße 8 bei Rottendorf (Landkreis Würzburg) sind zwei Autos zusammengestoßen. In den Fahrzeugen sollen drei Erwachsene und ein Kind gesessen haben. Wie viele von ihnen verletzt wurden, war zunächst unklar. In Unterfranken habe es am Nachmittag und frühen Abend zunächst Eisregen gegeben. Im Laufe des Abends sei dieser in Schnee übergegangen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet deshalb mit markanter Glätte auf den Straßen. DWD verschärft Wetterwarnungen: Zweithöchste Warnstufe Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntagnachmittag seine Wetterwarnungen deutlich ausgeweitet und verschärft: Im Osten des Landes gilt ab 21 Uhr Warnstufe Rot, die zweithöchste von vier Warnstufen. Es bestehe "Gefahr für Leib und Leben" durch gefrierenden Regen und Eisansatz, so der DWD . Für weite Teile der Mitte Deutschlands gilt darüber hinaus von Sonntagabend an Warnstufe Orange. Laut den Wetterexperten drohen Schneemengen von bis zu 20 Zentimetern, in Staulagen auch mehr. Verbreitet werde es dort auch glatt. Glätte-Unfall: Streufahrzeug überschlägt sich Schon bevor Schnee und Eisregen Deutschland voll erfasst haben, hat es die ersten Unfälle gegeben: Im Münsterland ist einem Streufahrzeug die Straßenglätte zum Verhängnis geworden: Es rutschte von der Fahrbahn, überschlug sich und rollte einen Hang hinab, wie die Polizei Warendorf mitteilte. Die Folge: ein leicht verletzter 24-jähriger Fahrer, der ins Krankenhaus musste, und etwa 40.000 Euro Sachschaden am Streufahrzeug. Glatteis könnte "lebensbedrohlich werden" Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung hält die aufziehende Wetterlage für gefährlich: "Eine generelle Lebensgefahr besteht nicht, aber in einzelnen Situationen – etwa bei schweren Verkehrsunfällen oder Stürzen – kann die Lage durchaus lebensbedrohlich sein, insbesondere wenn Warnungen ignoriert werden", so der Wetterexperte zu t-online. Seiner Prognose nach dürfte der Eisregen in mehreren Regionen den Berufsverkehr am Montagmorgen voll treffen. Hier lesen Sie die ausführliche Wetter- und Schneeprognose für Sonntag und Montag. DWD ruft amtliche Wetterwarnungen wegen Glatteis aus Bereits den ganzen Sonntag gelten amtliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Glätte und Frost. Die Warnkarte färbte sich zwischenzeitlich komplett gelb ein. Doch die eigentlich gefährliche Phase kommt erst noch: in der Nacht auf Montag und am Montagmorgen. Laut DWD ist in der Nacht zunächst ein breiter Streifen vom Erzgebirge und der Lausitz bis zur Ostsee betroffen. Hier droht gefrierender Regen, "extremes Unwetter" sei lokal nicht ausgeschlossen.