ICE tötet Alex Pretti: Die Promiwelt ist geschockt
In Minneapolis wird ein Mann von US-Beamten getötet. Die Trauer ist groß, doch noch größer ist die Wut. Auch bei den Stars. Erneut ist ein Mensch in den USA bei einem Einsatz von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde ICE getötet worden. Der Krankenpfleger Alex Pretti nahm in Minneapolis an Protesten gegen die Trump-Regierung und das Vorgehen der Einwanderungsbehörde teil, als er von Beamten gewaltsam zu Boden gebracht und schließlich durch mehrere Schüsse getötet wurde. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen: Anfang des Monats wurde die US-Bürgerin Renée Good von einem ICE-Beamten in ihrem Auto erschossen. Die US-Regierung erklärt die tödlichen Schüsse auf den 37-jährigen US-Amerikaner als Akt der Selbstverteidigung. Zahlreiche Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren, stellen diese Darstellung jedoch infrage. Die Welt blickt erschüttert auf die Ereignisse in den USA. Und das amerikanische Volk ist wütend. In den sozialen Medien wird die Regierung unter Donald Trump scharf kritisiert. Die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton fordern Gerechtigkeit und ein Ende der gewaltsamen Einsätze der Einwanderungsbehörde. Und auch zahlreiche prominente Stimmen melden sich zu Wort. ICE-Kommandeur zur Tötung von Alex Pretti: Er leugnet, was er gerade selbst gesehen hat Schauspielerin Natalie Portman war am Wochenende bei einer Presseveranstaltung im Rahmen des Sundance Film Festivals. Dabei trug sie Anstecker mit den Aufschriften "ICE Out" und "Be Good". Mit dem US-Medium "Variety" sprach sie von einem "zutiefst erschütternden Moment in der Geschichte unseres Landes". Sie sagte: "Es ist unmöglich, nicht über die aktuellen Ereignisse und die Brutalität der Einwanderungsbehörde ICE zu sprechen und darüber, dass diese sofort gestoppt werden muss." Zugleich beobachte sie einen "wunderbaren Zusammenhalt in der amerikanischen Gemeinschaft". "Die Menschen stehen füreinander ein, schützen einander und kämpfen für ihre Freiheit." "Sie haben wieder jemanden hingerichtet" Schauspielerin Florence Pugh nutzte ihr Instagram-Profil, um ihre Stimme zu erheben. Zu Aufnahmen von Alex Prettis Tötung schrieb sie: "Es ist Mord. Er wurde ermordet. Er beschützte eine Frau, die zu Boden geworfen wurde." Weiter postete sie: "Er war ein Held. Ein Mann, der jeden Tag Heldentaten vollbrachte. Kein Terrorist. Ein Intensivpfleger." Auch Schauspielerin Mandy Moore widersprach den offiziellen Aussagen, dass Alex Prettis Tod Selbstverteidigung gewesen sei: "Wir haben Augen. Wir haben das Video gesehen. Sie haben wieder jemanden hingerichtet. Ich weiß nicht, wie das enden wird." Sängerin Olivia Rodrigo bezeichnete das Vorgehen der ICE-Beamten als "unentschuldbar". Gleichzeitig betonte sie: "Wir sind nicht machtlos. Unser Handeln zählt. Ich stehe an der Seite von Minnesota." Schauspielerin Olivia Wilde , die ebenfalls beim Sundance Film Festival anwesend war, fand deutliche Worte: "Dieses Land leidet. Ich bin entsetzt und angewidert. Wir können nicht einen weiteren Tag lang akzeptieren, dass dies unsere neue Normalität ist." Sie sprach sich offen dafür aus, die Einwanderungsbehörde abzuschaffen: "Diese kriminelle Organisation" müsse "delegitimiert" werden. Schauspieler Mark Ruffalo hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach zu den Zuständen in den USA geäußert – und US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Auch jetzt richtete er sich wieder an die Öffentlichkeit, schrieb in den sozialen Medien von einem "kaltblütigen Mord auf den Straßen der USA". Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Reaktionen, die derzeit die sozialen Medien überfluten. Unzählige Promis melden sich zu Wort und verleihen ihrer Trauer und ihrer Wut Ausdruck. Sie fordern – genau wie viele andere Menschen – das Ende der brutalen ICE-Einsätze.
