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E-Auto-Camping: Leichtbau-Modelle machen Wohnwagen-Revolution möglich

Schluss mit den weißen Riesen: Eine neue Generation von Caravans besiegt den Fahrtwind. Mit Falt-Tricks und Leichtbau machen diese Modelle den Weg für E-Autos frei. Die Wohnwagenbranche hat ein gewaltiges Problem: das Elektroauto . Tonnenschwere Anhänger mit dem Luftwiderstand einer Schrankwand passen nicht in eine Welt der Batterien und Reichweiten. Und das hat drastische Konsequenzen. Mit jedem verkauften E-Auto schrumpft der Markt für klassische Caravans. Die Zahlen belegen den Abstieg: Die Zulassungen herkömmlicher Wohnwagen stürzen in Richtung Allzeittief. Doch die Hersteller reagieren. Sie schrumpfen den Caravan gesund: Er wird kleiner, leichter und windschlüpfriger. Der Wohnwagen, wie wir ihn kennen, ist ein Auslaufmodell. Neuer Trend für 2026: Warum immer mehr Deutsche auf Mini-Caravans setzen Ein Bremsschirm mit Duschkabine Jahrelang galt die Devise: mehr Platz, mehr Gewicht. Doch hinter einem Elektroauto wird Luxus zur Last. Ein herkömmlicher Caravan wirkt wie ein Bremsschirm. Der Luftwiderstand frisst den Akku leer. Spätestens an der Ladesäule wird die Reise zum Albtraum. Kurze Kabel, enge Parkbuchten, volle Plätze: Wer mit zwölf Metern Länge Strom zapfen will, braucht starke Nerven. Und starke Arme. Die Hersteller reagieren radikal und nehmen den Kampf gegen den Fahrtwind auf. So duckt sich der Dethleffs c.fold während der Fahrt auf eine Höhe von 1,65 Metern. Dadurch verschwindet er im Windschatten des Zugwagens. Erst am Ziel wächst er per Knopfdruck auf Stehhöhe. Das spart Strom und erhöht die Reichweite. Ein Konzept, das groß herauskommen könnte. Noch weiter geht der Beauer 3X: Er verdreifacht seine Fläche im Stand per Teleskopprinzip auf zwölf Quadratmeter. Diese Technik hat allerdings ihren Preis: Rund 30.000 Euro verlangt der Hersteller für das Raumwunder. Minimalismus als Pflicht Aber auch die Schwergewichte der Industrie specken ab. So drückt Fendt das Gewicht der Linie "Next" auf unter 1.000 Kilogramm. Das ist nur durch Verzicht möglich: Die Sitzgruppe wird nachts zum Bett. Was früher als Notlösung galt, preisen Strategen nun als Flexibilität an. Start-ups wie Miniatouring oder Farfalla verzichten sogar komplett auf das rollende Wohnzimmer. Ihre Anhänger sind aerodynamische Keile mit Außenküchen. Damit bedienen sie das "Vanlife"-Gefühl einer jüngeren Kundschaft. Der Wohnwagen wandelt sich vom protzigen Statussymbol zum kompakten Multitool. Sie alle wissen: Die Ära der rollenden Giganten geht zu Ende. Wer elektrisch reist, braucht keinen Ballast, sondern Effizienz. Die neuen Verwandlungskünstler beweisen: Verzicht bedeutet nicht weniger Komfort, sondern mehr Freiheit. Der Wohnwagen stirbt nicht aus. Er hört nur endlich auf, sich gegen den Fortschritt zu stemmen. Und gegen den Fahrtwind.