Lyon: Teenager foltern 15-Jährige – Polizei meldet Festnahmen
Plötzlich taucht der Ex-Freund vor der Tür einer 15-jährigen Französin auf. Wenig später findet sie sich in einem Keller wieder – und wird von Unbekannten gefoltert. Die französische Justiz ermittelt gegen mehrere Jugendliche, die am Wochenende ein 15-jähriges Mädchen eingesperrt und gefoltert haben sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Lyon mitteilte, sind die Verdächtigen zwischen 14 und 17 Jahren alt. Es soll sich bei ihnen um einen Jungen und drei Mädchen handeln. Laut französischen Medien fügten sie der 15-Jährigen Verbrennungen und Messerstiche zu. Zudem sollen sie sich bei den Taten gefilmt haben. Ob das Bildmaterial veröffentlicht wurde, sei noch nicht klar. 13-Jähriger tatverdächtig: Teenager prügelt auf Senior ein – tot Gefährliche Straftat mit Eisblock: Wetter in Deutschland – DWD warnt vor Glatteis Das Mädchen war in den frühen Morgenstunden des Montags in einem Vorort von Lyon aufgegriffen worden – mit Wunden am Bein und Rissen im Rücken. Französische Medien schreiben unter Berufung auf Augenzeugen, dass sie blutverschmiert herumirrte und offensichtlich verwirrt wirkte. Einer der Täter war wohl ihr ehemaliger Partner Bei dem Jungen soll es sich laut Medienberichten um ihren Ex-Freund handeln – eines der Mädchen ist wohl seine neue Freundin. Das Opfer soll von ihrem Ex in ein Auto gelockt worden sein. Das Haus, in dem sie gefoltert wurde, gehört laut dem französischen Sender BFMTV einem Familienangehörigen von einem der mutmaßlichen Täter. Wie Medien berichten, gab das Mädchen gegenüber den Rettungskräften an, dass es von vier Menschen in einem Keller gefangen gehalten und gefoltert worden war. Zuvor habe man sie zu dem Haus gefahren und ihr das Telefon abgenommen. Das Mädchen habe sich selbst befreien können. Sie werde momentan im Krankenhaus behandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen einen 19-Jährigen, der einige der Teenager in seinem Auto gefahren haben soll. Die Minderjährigen sollen laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft gebracht werden, der 19-Jährige soll unter Justizaufsicht gestellt werden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Alle mutmaßlichen Täter seien zuvor nicht polizeibekannt gewesen.
