Wetter in Deutschland – Schnee-Unfälle auch in Südtirol und Österreich
Das Wetter in Deutschland bleibt winterlich. Auch in anderen Ländern zeigen sich teils chaotische Verhältnisse. Dutzende Unfälle legen viele Straßen lahm. Das Winterwetter hat am Donnerstag in Deutschland, Österreich und Italien zu Dutzenden Unfällen geführt. Die Ostseeinsel Hiddensee ist momentan nur noch per Eisbrecher zu erreichen. Auf der Autobahn 2 bei Vlotho gab es auf glatter Fahrbahn einen Unfall mit insgesamt sechs beschädigten Fahrzeugen. Nach ersten Erkenntnissen war dort eine 24-Jährige mit ihrem Auto ins Schleudern geraten und in die Schutzplanke gekracht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Frau habe nach ersten Erkenntnissen ihre Geschwindigkeit nicht an die Witterungsbedingungen angepasst. Verkehr kollabiert, Metro überlastet: Schneewalze erreicht Moskau und bricht Rekorde Unglück in Polen : Auto zieht Schlitten – junger Mann stirbt In der Oberpfalz registrierte die Polizei bis zum Vormittag rund 50 Verkehrsunfälle, bei denen fünf Menschen leicht verletzt wurden. Im Ostalbkreis prallte der Anhänger eines Lastwagens bei winterlichen Straßenverhältnissen gegen einen Linienbus. Der Busfahrer wurde bei dem Unfall nahe Gschwend am Morgen leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In dem Bus hätten sich auch fünf Kinder befunden, die nach ersten Erkenntnissen unverletzt blieben. Auf der A3 bei Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg fuhr ein mit sieben US-Soldaten besetzter Kleintransporter auf das Heck eines Lastwagens auf . Mindestens ein Mensch wurde schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem deformierten Transporter befreit werden. Wetter in Südtirol und Österreich: Schnee und Unfälle Auch in Österreich und Italien registrierten die Feuerwehren etliche Unfälle: Der Landesfeuerwehrverband Südtirol meldete am Donnerstagvormittag rund 100 schneebedingte Einsätze in den vergangenen 24 Stunden. Die Retter appellierten in einem Facebook-Post: "Bitte weiterhin Vorsicht auf rutschigen Fahrbahnen und nur mit geeigneter Winterausrüstung unterwegs sein – das schützt euch und unsere Einsatzkräfte." In Teilen Südtirols waren innerhalb von 24 Stunden rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. "Respektlosigkeit erstaunt": Chaos auf Südtirol-Pass – Feuerwehr wählt klare Worte Erst am Dienstag hatte es auf dem Kreuzbergpass in Südtirol chaotische Szenen gegeben, nachdem mehrere Autos teils mit Sommerreifen im Schnee stecken geblieben waren. Die Feuerwehr musste den Pass stundenlang abriegeln und sprach im Anschluss von "heftigen Diskussionen" mit einigen Autofahrern. In Österreich gab es ebenfalls Unfälle "im Minutentakt", wie die Zeitung "Heute" berichtete. Insbesondere im Mühlen- und Innviertel seien die Helfer im Dauereinsatz. Am frühen Donnerstagmorgen kam es etwa bei Dornbirn-Nord zu einem Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen, wie der ORF berichtete. Es bildete sich ein Stau, der zwischenzeitlich bis nach Hörbranz nahe der deutschen Grenze zurückreichte. Schneechaos in Russland Noch deutlich dramatischer gestaltet sich die Schneelage derzeit im Osten Europas: Russland hat mit massiven Schneemengen zu kämpfen, die mittlerweile auch die Hauptstadt Moskau erreicht haben. Seit Montag hört es dort praktisch nicht mehr auf zu schneien. "Innerhalb von zwei Tagen fielen in der Hauptstadt 27 Millimeter Niederschlag, was mehr als der Hälfte der monatlichen Norm entspricht", teilte die Meteorologin Tatjana Posdnjakowa auf ihrem Telegram-Kanal mit. Der bisherige Tagesrekord lag bei 8,4 Millimetern und stammt aus dem Jahr 1977.
