E-Zigarette im Auto: Dieses Bußgeld droht bei der Benutzung von Vapes
Die Nutzung von E-Zigaretten am Steuer kann teuer werden, wie ein Urteil des OLG Köln zeigt. Vor allem eine Kleinigkeit zieht unerwartete Bußgelder nach sich. E-Zigaretten sind für viele Raucher mittlerweile eine Alternative zur Zigarette. Doch die Geräte können beim Autofahren unerwartet zur Bußgeldfalle werden: Ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Az.: III-1 ORbs 139/25) zeigt, dass die Benutzung unter bestimmten Voraussetzungen als Verstoß gegen das Handyverbot am Steuer fällt. In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer während der Fahrt das Touchdisplay seiner E-Zigarette benutzt, um die Dampfstärke zu regulieren. Der Mann argumentierte, es handele sich nicht um ein Handy oder ein elektronisches Gerät, sondern um eine E-Zigarette. Das Gericht jedoch entschied, dass das Tippen auf dem Touchscreen eine Ablenkung darstelle, die mit der Bedienung eines Handys im Sinne von § 23 Abs. 1a StVO vergleichbar sei, bei dem ebenfalls die Konzentration vom Straßenverkehr abgelenkt wird. In der Folge musste der Autofahrer 150 Euro Bußgeld zahlen und erhielt einen Punkt in Flensburg . Diese Strafen sind bei der Benutzung von Telefonen am Steuer möglich: Verstoß Bußgeld Punkte Fahrverbot Handy wird manuell am Steuer benutzt 100 Euro 1 ... bei zusätzlicher Gefährdung 150 Euro 2 1 Monat ... bei zusätzlicher Sachbeschädigung 200 Euro 2 1 Monat Dampfen im Auto: Was ist erlaubt? In Deutschland ist das Dampfen im Auto grundsätzlich erlaubt – zumindest dann, wenn keine anderen die Sicherheit betreffenden Vorschriften verletzt werden. Wer während der Fahrt seine E-Zigarette nachfüllt und dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verliert, kann bei einem Unfall mit dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit und damit den Kosten des Unfalls konfrontiert werden. Überdies gilt: Wer beim Dampfen im Auto Abfälle wie leere Liquidpods aus dem Fenster wirft, muss mit einem Bußgeld von 10 bis 25 Euro rechnen. Zudem sollten Sie beachten, dass E-Zigaretten häufig starken Nebel verursachen und damit die Sicht einschränken können. Vapen im Auto im Ausland: Hier gelten andere Regeln Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte sich gut über die jeweiligen Landesgesetze informieren. Denn in vielen Ländern gibt es strengere Regeln als in Deutschland, wenn es darum geht, das Dampfen im Auto zu erlauben – vor allem, wenn Kinder oder Schwangere mitfahren. Frankreich: Hier ist Dampfen im Auto nur erlaubt, wenn keine Kinder dabei sind. Wer gegen diese Regel verstößt, kann mit einer Strafe von bis zu 68 Euro belegt werden. Italien: In Italien gilt das gleiche Verbot im Beisein von Kindern und schwangeren Frauen. Wer trotzdem dampft, muss mit einem Bußgeld von über 100 Euro rechnen. Großbritannien: Im Vereinigten Königreich gilt das Dampfen im Auto mit Minderjährigen als Ordnungswidrigkeit, es sei denn, es handelt sich um ein Cabrio. Griechenland: Wer beim Dampfen im Auto mit Kindern unter 12 Jahren an Bord erwischt wird, muss mit einer Strafe von bis zu 1.500 Euro rechnen. Zypern: Auf der Mittelmeerinsel gilt ein Rauchverbot im Auto, wenn Kinder unter 16 Jahren mitfahren. USA: In einigen Bundesstaaten wie Kalifornien ist das Dampfen im Auto mit Minderjährigen verboten. Die Strafen variieren von Staat zu Staat. Bundesrat bringt Rauchverbot ins Spiel Im August 2025 wurde im Bundesrat ein neuer Vorschlag für ein Rauchverbot im Auto eingebracht, das in Zukunft gelten soll, wenn Kinder oder Schwangere mitfahren. Das Ziel ist der Schutz vor dem passiven Einatmen des Qualms – auch dem von E-Zigaretten/Vapes. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, drohen bei Verstößen Bußgelder von 500 bis 3.000 Euro. Gesundheitsministerin Nina Warken unterstützt das Vorhaben, während die Gewerkschaft der Polizei Bedenken hinsichtlich der Kontrollierbarkeit äußert. Der Entwurf muss nun noch im Bundestag weiterverhandelt werden.
