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Remscheid: Mordprozess gegen Raser – Geständnis nach Tod von Hanna (19)

Ein junger Mann drückt aufs Gas – wenig später verändert sich das Leben zweier Familien komplett. Im Mordprozess räumt der Angeklagte einiges ein, widerspricht aber in einem Punkt deutlich. Vor dem Landgericht Wuppertal hat am Freitag der Mordprozess gegen einen 25-Jährigen begonnen – mit einem Geständnis. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Frühjahr des vergangenen Jahres zwei junge Frauen mit seinem 640 PS starken Mercedes-AMG-Sportwagen angefahren zu haben. Die 17-Jährige überlebte, ihre 19 Jahre alte Freundin, Hanna, starb. Vor Gericht äußerte sich der 25-Jährige ausführlich zu den Vorwürfen. Laut WDR ließ er über seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen. Er sei verantwortlich für den Tod der 19-Jährigen. Er habe immer schon eine Vorliebe für schnelle Autos gehabt und sei häufig viel zu schnell und riskant gefahren. Da dabei nie etwas passiert sei, habe er das Gefühl bekommen, ein guter Fahrer zu sein. Rückblickend habe er sich damit belogen. Verkehr kollabiert, Metro am Limit: Schneewalze erreicht Moskau und bricht Rekorde Großalarm in Bayern : Wichtige Autobahn nach Explosion komplett gesperrt "Ich habe große Schuld auf mich geladen" Er betonte, niemand könne zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über ein solch schnelles Auto haben. "Ich habe große Schuld auf mich geladen – ein Mörder bin ich nicht", hieß es in der Erklärung. Der Fall, der sich in der Nacht auf den 1. Mai 2025 ereignete, hatte Entsetzen und große Bestürzung weit über Remscheid hinaus ausgelöst. Sowohl der Angeklagte als auch die beiden Freundinnen hatten auf einem Feuerwehrfest in Remscheid gefeiert und Alkohol getrunken. Gegen Mitternacht machten sich die jungen Frauen zu Fuß auf den Heimweg – und der 25-Jährige stieg mit 1,46 Promille Alkohol im Blut in seinen AMG-Sportwagen. Staatsanwaltschaft: Fahrer wollte angeben Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wollte der Fahrer angeben, habe seinen hochmotorisierten Wagen immer wieder beschleunigt und abgebremst – er soll Schlangenlinien gefahren sein. Dann sei sein Auto ausgebrochen und auf den Bürgersteig geraten: Dort erfasste er die beiden Frauen mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 65 Kilometern pro Stunde, so die Staatsanwaltschaft. Beide wurden durch die Luft geschleudert. Während die 17-Jährige mit Knochenbrüchen und lebensgefährlichen inneren Verletzungen überlebte, starb die 19 Jahre alte Hanna Tage später im Krankenhaus an ihren schweren Kopfverletzungen. Im Prozess geht es vor allem um die Frage, ob dem Fahrer tatsächlich Mord oder nur fahrlässige Tötung vorgeworfen werden kann. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an: Der 25-Jährige, so die Anklagebehörde, hätte jederzeit sein gefährliches Fahrmanöver abbrechen können. Der Vorsitzende hat bis Mitte März zehn Verhandlungstage angesetzt.