Berlin: Gegen "Elterntaxis" – Straße vor Grundschule für Autos gesperrt
Eltern errichten eine temporäre Sperrzone vor einer Berliner Grundschule – um "Elterntaxis" fernzuhalten. Das könnte bald auch andere Schulen betreffen. In Marzahn-Hellersdorf hat das Bezirksamt eine temporäre autofreie Schulwegzone vor der Mahlsdorfer Grundschule genehmigt. Nach Angaben der Bezirksverwaltung beginnt die Pilotphase am 9. Februar und endet am 8. Juli. Die Sperrung in der Straße Feldrain gilt an Wochentagen von 7 bis 8.30 Uhr. Eltern der Grundschule betreuen die Absperrungen freiwillig. Sie stellen Absperrschrankengitter mit Rotleuchten auf, die das Bezirksamt bereitstellt. Angespannte Verkehrslage vor der Schule Die Maßnahme soll verhindern, dass sogenannte "Elterntaxis" direkt vor die Schule fahren. Anwohner sowie Liefer- und Versorgungsfahrzeuge dürfen die Zone weiterhin nutzen. Die Elternschaft der Mahlsdorfer Grundschule initiierte das Projekt. Grund sei die angespannte Verkehrslage vor der Schule, teilte das Bezirksamt mit. Die Sperrung soll Eltern motivieren, ihre Kinder weiter entfernt abzusetzen, damit diese zu Fuß zur Schule gehen. Mögliche Ausweitung des Projekts geplant Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) begrüßt das Projekt. Es werde spannend sein zu beobachten, wie sich das Projekt entwickle und ob sich die Erkenntnisse auf andere Standorte übertragen ließen, so Zivkovic. Nach der Testphase will das Bezirksamt die Maßnahme bewerten. Auf Basis dieser Ergebnisse und einer wissenschaftlichen Begleitstudie werde über das weitere Vorgehen entschieden. Für die Zukunft seien "Kiss-and-Go-Zonen" am Gutmannsplatz sowie in der Kieler und Lemkestraße geplant.
