Köln: Polizei kontrolliert verdächtigen Seat Ibiza – kuriose Wende
Die Polizei hält in Köln einen Seat Ibiza an. Bei der Kontrolle fallen ihnen einige Ungereimtheiten auf – am Ende gibt es ein Ermittlungsverfahren und eine Strafanzeige. Am Mittwoch sahen sich Beamte der Kölner Polizei mit einer kuriosen Situation konfrontiert. Die Polizisten stoppten gegen 10 Uhr einen Seat Ibiza auf der Tunisstraße in der nördlichen Altstadt, weil am Heck des Autos lediglich ein Versicherungskennzeichen angebracht war. Zudem hätte der Besitzer den Wagen mit großflächigen Stickern der Zahl 25 beklebt. Bei der folgenden Kontrolle zeigte der 38-jährige Fahrer den Beamten eine Prüfbescheinigung für das Fahren von Mofas. Zudem erzählte er, dass er den Seat über ein Online-Portal gekauft habe – der Verkäufer habe ihm gesagt, dass es sich bei dem Auto um einen Krankenfahrstuhl handle, dessen Tempo auf 25 km/h gedrosselt sei. Deshalb brauche es zum Fahren keine Fahrerlaubnis. Köln: Polizei stoppt verdächtigen Seat Ibiza Die Beamten stellten bei der Kontrolle aber fest, dass das Leergewicht des Wagens mit 985 Kilogramm weit über den zulässigen Grenzen lag. Weitere Nachforschungen hätten ergeben, dass für den Wagen zwar eine Tempodrosslung im Jahr 2000 amtlich vermerkt war und ein Stempel im Fahrzeugbrief den Seat Ibiza als "Sonder-Kfz Krankenfahrstuhl" auswies. In der offiziellen Fahrzeugakte der Zulassungsstelle aber fehlten die Angaben dazu. Offenbar waren die Stempel gefälscht. Die Polizei leitete gegen den Fahrer des Wagens unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen Verstößen gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz ein. Zudem fertigten die Beamten wegen der manipulierten Stempel im Fahrzeugbrief eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung gegen unbekannt an.
