Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Bremen: Nach Farbanschlag auf Verfassungsschutz-Chef – hohe Belohnung

Erst wird ein mutmaßlicher V-Mann enttarnt, dann fliegen Farbkugeln auf das Haus des Bremer Geheimdienstchefs. Die Ermittler wollen die Täter – und setzen jetzt einen lukrativen Anreiz. Nach der Farbattacke auf das Wohnhaus des Leiters des Bremer Landesamtes für Verfassungsschutz hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt. Mit dem Geld sollen Hinweise gefördert werden, die zur Identifizierung der Täter führen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bremen entgegen, teilte die Behörde mit. Unbekannte hatten Ende Januar mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Hauswand des Behördenleiters geworfen. Zudem wurde das Auto einer unbeteiligten Nachbarsfamilie beschädigt: Scheiben wurden eingeschlagen, Reifen zerstochen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Bekennerschreiben im Internet Kurz nach der Tat tauchte auf einer linksextremen Plattform ein Schreiben auf, in dem sich Unbekannte selbst zu dem Angriff bekannten. Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) verurteilte die Tat scharf. Der Angriff sei eine "absolute Grenzüberschreitung", erklärte sie. Massive Kritik an Vorgehen: Linke Gruppe enttarnt mutmaßlichen V-Mann Vor dem Hintergrund der Tat kritisierte Högl auch einen aktuellen Solidaritätsaufruf der "Interventionistischen Linken" (IL). "Hier wird mit billigen Mitteln versucht, Anschluss an eine breite Öffentlichkeit zu finden", sagte die Senatorin. Die Gruppe stelle sich als Opfer dar und fordere den Rücktritt der Amtsleitung des Verfassungsschutzes. Innensenatorin spricht von "gewaltorientiertem Linksextremismus" Das wies Högl zurück: "Die IL versucht, sich als harmlose Bürgerinitiative darzustellen und ein Feindbild aufzubauen, das nicht der Realität entspricht." Tatsächlich gehe es nicht um linke Politik, sondern um "gewaltorientierten Linksextremismus". Die Gruppierung werde deshalb seit Jahren im Verfassungsschutzbericht geführt. Högl stellte klar: "Ich stehe voll und ganz hinter dem Verfassungsschutz Bremen, seinen Beschäftigten und der Amtsleitung." Der Rechtsstaat gehe konsequent gegen jede Form von Extremismus vor. "Wer unsere demokratische Grundordnung bekämpft, muss mit der Beobachtung durch den Verfassungsschutz rechnen", so die Senatorin.