Was kostet der Autotransport?
Überführungskosten können beim Neuwagenkauf schnell zur Preisfalle werden. Wann sie gerechtfertigt sind und wie sich sparen lässt, zeigt der Artikel. Beim Kauf eines neuen Autos stellt sich häufig die Frage, wie das Fahrzeug vom Händler oder Hersteller zum neuen Besitzer gelangt und welche zusätzlichen Kosten dabei entstehen. Besonders betroffen sind Käufer, die ihr Auto online bestellen oder es aus einer anderen Stadt oder sogar aus dem Ausland liefern lassen. Die tatsächlichen Kosten und enthaltenen Leistungen sind oft unklar. Was ein Autotransport kostet: Überführungskosten mit einplanen Wer ein Fahrzeug transportieren lässt – etwa nach einem Onlinekauf, einem Umzug oder bei einem Neuwagenimport – sollte die typischen Grundkosten kennen. Diese hängen in erster Linie von der Entfernung, dem Transportmittel und dem Fahrzeugtyp ab. Die Durchschnittspreise für einen innerdeutschen Autotransport liegen meist zwischen 150 und 800 Euro. Kleinwagen am unteren Ende dieser Spanne kann man günstiger überführen lassen, während große SUVs, Transporter oder Wohnmobile mehr kosten, da sie mehr Platz auf dem Transporter beanspruchen und höhere Treibstoffkosten verursachen. Es gibt zwei Hauptarten des Transports: Offener Sammeltransport: die häufigste und günstigste Variante, bei der mehrere Fahrzeuge gleichzeitig befördert werden Geschlossener Transport: bietet Schutz vor Witterung und neugierigen Blicken, kostet aber meist 30 bis 50 Prozent mehr Beispiel: Ein VW Golf von München nach Köln kostet im offenen Sammeltransport etwa 300 bis 400 Euro, im geschlossenen Transport bis zu 600 Euro. Lesen Sie auch: Leasing vs. Kauf eines Tesla: Gibt es Kostenfallen? In Zahlen: Wie viele Autos gibt es auf der Welt? Unterschiede bei verschiedenen Herstellern Die Kosten eines Autotransports können sich je nach Hersteller unterscheiden – weniger wegen des Namens, sondern aufgrund von Fahrzeuggröße, Wert und spezifischen Anforderungen. Kleinwagenhersteller (zum Beispiel Renault , Fiat, Opel): Die Überführung ist günstig, da kompakte Maße und ein geringes Gewicht vorherrschen. Die Preise für innerdeutsche Strecken starten bei rund 200 bis 300 Euro. Premiumhersteller (zum Beispiel BMW, Audi , Mercedes-Benz): Fahrzeuge dieser Marken werden oft im geschlossenen Transport befördert, um den Lack zu schützen. Hier sind Kosten von 400 bis 800 Euro üblich, je nach Strecke und Transportart. Luxus- und Sportwagen (zum Beispiel: Porsche, Ferrari , Tesla): Für hochwertige Modelle kommen Spezialtransporte infrage – inklusive Versicherung und Einzelverladung. Hier können die Kosten bis 1.500 Euro und mehr betragen, vor allem bei internationalen Überführungen. Beispiel: Ein neuer Audi A6 vom Werk Neckarsulm nach Berlin schlägt im Standardtransport mit rund 450 Euro zu Buche, im geschlossenen Einzeltransport liegt der Preis jedoch bei etwa 900 Euro. Zusatzkosten und Spartipps bei der Überführung Neben den Basispreisen entstehen häufig Zusatzkosten, die Laien leicht übersehen. Diese können den Endpreis spürbar erhöhen. Häufige Zusatzfaktoren entstehen, wenn das Fahrzeug vor der Haustür abgeholt oder bis zur Wunschadresse geliefert wird. Hier kommen meist 50 bis 150 Euro hinzu. Besonders bei hochpreisigen Fahrzeugen verlangen viele Anbieter eine Transportversicherung, die 1 bis 2 Prozent des Fahrzeugwerts kostet. Bei kurzfristigen Terminen (zum Beispiel Lieferung innerhalb von 48 Stunden) können Aufschläge von 20 bis 40 Prozent anfallen. Wer flexible Lieferzeiten wählt, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig überführen lässt oder Sammeltransporte nutzt, senkt die Kosten deutlich. Ein Preisvergleich mehrerer Speditionen lohnt sich immer, da Tarife stark schwanken.
