Düsseldorf: Neues Verkehrskonzept für Cirque du Soleil-Shows
Nach massiven Verkehrsproblemen präsentiert die Stadtverwaltung ein neues Konzept für die Aufführungen des Cirque du Soleil. Nicht ohne Kritik. Die Stadt Düsseldorf hat ein neues Verkehrskonzept für die bevorstehenden Gastspiele des Cirque du Soleil in Gerresheim entwickelt. Der kanadische Zirkus wird ab dem 26. März bis mindestens 3. Mai mit seiner Show "Alegría" in dem Düsseldorfer Stadtteil auftreten. Insgesamt sind 50 Vorstellungen geplant. Bei früheren Gastspielen, besonders im Jahr 2024, kam es zu erheblichen Verkehrsproblemen und Chaos auf den umliegenden Straßen. Anwohner hätten damals kritisiert, dass in den Nebenstraßen wild geparkt worden sei. Das neue Konzept wird am 24. Februar in der Sitzung der Bezirksvertretung 7 vorgestellt. Um die Verkehrssituation zu verbessern, sieht das Konzept unbewirtschaftete Pkw-Stellplätze vor. Zur Entzerrung plant die Stadt neben der bestehenden Einfahrt an der Heyestraße und der Ausfahrt über den Straßenzug Im Brühl eine weitere Ein- und Ausfahrt an der Straße Nach den Mauresköthen. Stadt rechnet mit rund 400 Autos pro Event Durch den Einsatz von Verkehrshelfern an Einfahrten und Knotenpunkten könne der Verkehr bedarfsgerecht geleitet werden, heißt es aus dem Amt für Verkehrsmanagement. Die Stadt rechnet mit etwa 400 Autos pro Veranstaltung. Das Gelände verfügt über 415 Stellplätze für die Besucher. Trotz der Maßnahmen gibt es bereits Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung. Die Grünen-Fraktion kritisiert laut eines Berichts der "Rheinischen Post", dass die Bezirksvertretung 7 nicht wie zugesagt frühzeitig in die Erstellung des Verkehrskonzepts eingebunden wurde. Grüne kritisieren Konzept Auf eine Anfrage in der Novembersitzung habe die Verwaltung noch zugesagt: "Sobald ein Bauantrag vorliegt und die Bauvorlagen einschließlich des Verkehrskonzepts durch die zu beteiligen Ämter materiell geprüft wurden, kann für das Vorhaben eine Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung gefasst werden. Das Vorhaben wird aufgrund der erforderlichen Befreiung zum Bebauungsplan der Bezirksvertretung in der dann frühestmöglichen Sitzung vorgestellt. Inhalt dieser Vorstellung wird auch das Verkehrskonzept sein." Diese Vorstellung sei bis zum aktuellen Datum nicht erfolgt. "Es ist bedauerlich, dass die Mitglieder der Bezirksvertretung 7, die zum Teil im Umfeld des Glasmacherviertels wohnen, nicht ihre Erfahrung und Expertise im Vorfeld zur Erstellung des Verkehrskonzeptes einbringen konnten", kritisiert die Grünen-Fraktion.
