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Muscle Car kaufen: Tipps und Tricks für US-Car-Sammler

Ihr Durst ist legendär, ihre Technik veraltet. Und ihre Preise explodieren. Wer ein Muscle Car kauft, sucht keine Vernunft, sondern eine Wertanlage. Doch Vorsicht: Nicht jedes Auto hält das Versprechen seines Verkäufers. Es beginnt mit einer Vibration im Bodenblech. Wer einen V8 aus den Sechzigern startet, spürt die Trägheit der Kolben. Während moderne Motoren fast lautlos arbeiten, bleibt hier jede Verbrennung hörbar. Diese Wagen, "Muscle Cars" genannt, waren preiswerte Autos für junge Käufer. Heute werden sie als Spekulationsobjekte gehandelt. Er stieß VW vom Thron: Der Opel, den ganz Wolfsburg hasste Koks, Edelstahl, Flügeltüren: John DeLorean jagte sein Imperium in die Luft Ein Motor, kaum Fahrwerk Das Rezept war simpel: Die Hersteller nahmen gewöhnliche Mittelklasse-Karosserien und verbauten die größten verfügbaren Motoren. Der Pontiac GTO markierte 1964 den Anfang. Im Gegensatz zu europäischen Sportwagen, die auf Kurvengeschwindigkeiten ausgelegt waren, zählte bei den Amerikanern nur die Kraft beim Beschleunigen. Schon beim Anfahren drehen die Hinterreifen kontrolliert durch – dieser raue Auftritt machte die Wagen berühmt. Mechanik statt Assistenz Das Fahren erfordert vollen Einsatz. Denn unter dem Blech steckt Technik, die schon bei der Markteinführung veraltet war: Starrachsen und Blattfedern an der Hinterachse lassen den Wagen auf unebener Straße tanzen. Da viele Modelle ab Werk nur Trommelbremsen hatten, verlangt jeder Stopp hohen Pedaldruck. Und der Fahrer lenkt nicht mit den Fingerspitzen; er arbeitet gegen die Mechanik. Genau hinschauen: Aus diesem Kasten wurde später ein SUV-Welterfolg Stahl gegen den Sensenmann: Volvo macht den Tod zum Verkäufer Vom Geheimprojekt zum Weltstar: Der VW, den keiner wollte – und alle liebten Der Markt der Originale Die Zeit der günstigen Importe ist vorbei. Seltene Modelle wie der Plymouth Hemi 'Cuda werden für Millionen versteigert. Der Wert hängt vor allem an der Echtheit. Experten suchen nach "Matching Numbers": Motor und Getriebe müssen dieselben Nummern tragen wie das Fahrgestell bei der Auslieferung. Sobald zentrale Teile gegen fremde Stücke getauscht wurden, sinkt der Sammlerwert drastisch. Die große Masse der Muscle Cars ist jedoch deutlich günstiger – bis es an die Tankstelle geht. Die Preisklassen im Check Der Markt ist gespalten: Während seltene Rekordwagen heute so viel kosten wie Luxusvillen, gibt es für Einsteiger noch bezahlbare Alternativen. Die Millionenklasse: Für einen originalen Plymouth Hemi 'Cuda oder einen Shelby Mustang GT500 zahlen Sammler siebenstellige Summen. Hier sichern nur lückenlose Dokumente und der Originallack den Wert. Die Mittelklasse (50.000 bis 100.000 Euro): In diesem Bereich liegen gut restaurierte Ford Mustangs oder Chevrolet Camaros. Sie sind technisch solide, aber meist keine exklusiven Sammlerstücke. Die Einsteigerklasse (unter 40.000 Euro): Wer das Fahrgefühl sucht, ohne ein Vermögen zu riskieren, wählt einen Mercury Cougar oder Pontiac LeMans. Beide nutzen die Technik der berühmten Ikonen, kosten aber nur einen Bruchteil – ihnen fehlt schlicht der Kultstatus. Investition mit Risiko Ein US-Klassiker ist kein vernünftiges Fortbewegungsmittel. Er dokumentiert eine Ära, in der Kraftstoffpreise und CO2-Bilanzen keine Rolle spielten. Wer heute kauft, sollte die Karosserie akribisch auf Rost prüfen und die Geschichte des Wagens belegen können. Nur dann bleibt die Investition stabil, wenn der Klangrausch verflogen ist.