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Notlandung: Pilot schafft "fliegerische Meisterleistung" über Mannheim

Inmitten einer dicht bebauten Großstadt stürzt plötzlich ein Flugzeug vom Himmel. Der Pilot schafft noch, es auf einen Parkplatz zu lenken. Experten sind voll des Lobes für den jungen Mann. Nach der spektakulären Notlandung eines Leichtflugzeugs in der Mannheimer Innenstadt hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung einen Zwischenbericht vorgelegt. Demnach fehlte einer Überwurfmutter am Kraftstoffschlauch des Motors eine Vierteldrehung. Dies wäre beinahe zum fatalen Verhängnis geworden. Die Bruchlandung war aufsehenerregend – alle Insassen im Flugzeug überlebten, sonst wurde niemand verletzt. Das Fachportal "Aerokurier" spricht von einer "fliegerischen Meisterleistung des erst 23-jährigen Piloten". Er schaffte es, die Maschine im Gleitflug noch auf einen Parkplatz zu steuern. Schlimmer Verdacht: Ganzes Dorf soll zum DNA-Test "Neuer Alpinismus-Höhepunkt": Kletterer stellt einsamen Mount-Everest-Rekord auf Der junge Mann war am 12. Dezember mit der Diamond DA-40 eines Luftsportvereins gestartet. Neben ihm saß ein 37-Jähriger, der ebenso wie der 23-Jährige gerade in der theoretischen Ausbildung zum Erwerb einer Verkehrspilotenlizenz ist. Hinter den beiden hatte die Lebenspartnerin des jungen Piloten Platz genommen. Um 15.56 Uhr hebt die Maschine ab Es sollte nur ein 30-minütiger Rundflug ab dem City Airport Mannheim werden. Um 15.56 Uhr hob die Propellermaschine bei idealen Wetterbedingungen ab: kein Wind, kaum Wolken, freundliche zehn Grad. Doch nur zwei Minuten nach dem Start, mitten im Steigflug, wurde es brenzlig. Plötzlich streikte der Motor. "Es fühlte sich an, als würde jemand die Maschine abrupt abbremsen", zitierte das Flugmagazin "Aero Telegraph" den Piloten. Der 23-Jährige leitete eine Umkehrkurve ein, um im Gleitflug zum City Airport zurückzukehren. Aber keine Chance: Schnell wurde klar, dass nur noch eine Notlandung im Stadtgebiet infrage kam. Flugzeug rutscht zwischen geparkten Autos hindurch Der junge Mann entschied sich, das Feuerwehrfeld gegenüber der Mannheimer Hauptfeuerwache anzusteuern. Es liegt an der vierspurigen Neckarauer Straße. Dort finden Veranstaltungen wie Jahrmärkte statt. Die Fläche dient ansonsten als Parkplatz. Um den Gleitflug nicht zu gefährden, gab der junge Pilot erst kurz vor dem Aufprall das Signal, die Landeklappen auszufahren. Dann erfolgte der harte Aufschlag auf den Boden: Mit hängender rechter Tragfläche rutschte die Maschine zwischen geparkten Autos hindurch, knallte gegen eine Bordsteinkante und kam schließlich auf der angrenzenden Straße zum Stillstand. BFU: Erkenntnis auf dem Triebwerksprüfstand Alle drei Insassen schafften es, selbst aus dem Wrack zu klettern. Das 400.000 Euro teure Flugzeug war zerstört. Ansonsten wurden laut Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nur der Bordstein, ein Verkehrsschild und ein geparktes Auto leicht beschädigt. Der Pilot musste ins Krankenhaus, die beiden Fluggäste konnten nach ambulanter Behandlung gehen. Für die Untersuchung baute die BFU das Triebwerk aus dem Wrack aus. In der Werkhalle stellte sich dann heraus: Der Überwurfmutter an der Vorförderpumpe fehlte etwa eine Vierteldrehung. In dieser Stellung würgte der Motor ab einem Einspritzdruck von etwa 300 bis 350 bar abrupt ab. "Nachdem die Überwurfmutter angezogen worden war, wurde das Triebwerk auf dem Triebwerksprüfstand wieder in Betrieb genommen", heißt es im BFU-Bericht. So habe man den Motor ohne Auffälligkeiten bis zur Volllast betreiben können.