Tatort "Sashimi Spezial": Lesermeinungen zum ARD-Krimi aus Ludwigshafen
Am Sonntag ermittelte das Team aus Ludwigshafen im "Tatort: Sashimi Spezial". Bei den t-online-Lesern kam der neue Fall gar nicht gut an. Der TV-Krimi drehte sich um ein gesellschaftlich relevantes Thema: den Konflikt zwischen Auto und Fahrrad, den täglichen Kampf um den Platz im Straßenverkehr . Für die dienstälteste "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) war "Sashimi Spezial" ihr 83. Fall. Während sie wie gewohnt ermittelte, schlich sich ihre Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) völlig spontan undercover unter eine Gruppe von Fahrradkurieren. Letztlich war auch noch Polizeichef Kurt Breising (Bernd Hölscher) in die Machenschaften der "Velopunks" involviert. Für viele Zuschauer zu viel des Guten. Neuer Odenthal-Fall: An diesem "Tatort" stört einiges "Tatort"-Star: Das ist die berühmte Freundin von Ulrike Folkerts So schrieb t-online-Leser Holger Göschel: "Ich habe nach 45 Minuten abgeschaltet. Einfach lächerlich und langweilig." Er stellte sich die Frage: "Wer denkt sich so was aus?" Der Leser resümierte aber auch: "Allerdings werden fast alle 'Tatort'-Filme immer schlechter." Erst einmal angetan war Klaus Batzoni, doch letztlich musste er seine Meinung noch einmal ändern, wie er schrieb: "Eigentlich fand ich den Film insgesamt ganz gut, bis das Ende wieder alles zerstörte. Alles sehr unlogisch, das Tablet mit allen Daten war vorhanden, warum kommt der Polizeichef mit so fadenscheinigen Argumenten durch?" Er schloss: "Eine Farce!" "So ein Quatsch" Wenig begeistert zeigte sich auch Ulrich Köster. Er schrieb: "Abfolge teilweise sehr verwirrend. Das Ende war total unrealistisch. Note für diesen 'Tatort': eine glatte 4." Ähnlich sah es Helmut Göss: "So ein Quatsch. Selten so einen seichten 'Tatort' gesehen." t-online-Leser Ralf Thomese schloss sich ebenfalls an: "Dieser 'Tatort' war ausgesprochen schlecht. Völlig abwegig und außerhalb jeglicher tatsächlicher Polizeiarbeit und realitätsfremd." Doch damit nicht genug, er befand außerdem: "Dazu entsetzlich schlechte schauspielerische Leistungen." Es spotte jeder Beschreibung, "dass so etwas mit öffentlich-rechtlichen Mitteln bezahlt wird". Und stellte klar: "Bei dieser Qualität des Films sollte man dieses Sendeformat absetzen." "Zu unwahrscheinlich" Nach 30 Minuten schaltete Falk Koenemann ab, wie er schrieb. Dabei sehe er "sonst eigentlich jeden 'Tatort'". Er begründete: "Es war zu unwahrscheinlich und zu 'ausgedacht', dass einerseits die junge Polizistin durch Zufall undercover ermittelte und andererseits ihre Chefin Odenthal, die sie deckte, die Erlaubnis von 'oben' nicht hatte. Polizisten sind Beamte. Punkt." Tatsächlich ist keine durchweg positive Lesermeinung im t-online-Postfach gelandet. Auch aus Quotensicht erreichte der "Tatort: Sashimi Spezial" am Sonntag nicht den Tagessieg – was aber an der aktuellen Weltlage liegen dürfte . Nach der "Tagesschau" und einem "Brennpunkt" zum Krieg in Nahost schalteten um 20.30 Uhr viele Zusehende offenbar ab oder um. Platz drei gehörte aber dennoch dem "Tatort". Diese Woche zeigt das Erste keinen neuen "Tatort". Stattdessen dürfen sich Krimifans auf einen "Polizeiruf 110" aus Magdeburg freuen. Claudia Michelsen ermittelt als Hauptkommissarin Brasch im Fall "Your Body My Choice" nach einem tödlichen Fahrradunfall. Die Tote war Arzthelferin in einer Frauenarztpraxis, die auch Schwangerschaftsabbrüche vornimmt.
