München: Spritpreise steigen weiter – so findet man günstigere Tankstellen
Mit dem Ausbruch des Irankriegs schnellten die Spritpreise in Deutschland nach oben. In München stieg der Preis sogar auf über 2 Euro. Nun steigen die Preise deutlich langsamer. Die Folgen des Kriegs im Iran sind auch in Deutschland zu spüren – vor allem im Geldbeutel von Autofahrern. An einzelnen Tankstellen in München wurde vergangene Woche sogar die Marke von zwei Euro pro Liter für Super-Benzin, E10 und Diesel überschritten. Nun meldet der ADAC: Die Preise steigen zwar immer noch, aber deutlich langsamer und nicht so sprunghaft wie in der vergangenen Woche. So war ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags nur 0,7 Cent teurer als am Samstag. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich sogar nur um 0,4 Cent. Durchschnittliche Spritpreise am Sonntag Mit 2,117 Euro pro Liter war Diesel allerdings am Sonntag 37,1 Cent teurer als am Tag vor Kriegsbeginn. Bei E10 waren es 1,984 Euro pro Liter und 20,6 Cent Unterschied. Die ersten Zahlen vom Montag deuten – trotz des gestiegenen Ölpreises – bisher eher nicht in Richtung eines starken Anstiegs beim Sprit. In der üblichen Preisspitze am Morgen ging es am Montag bei Diesel bis auf 2,177 Euro, bei E10 bis auf 2,043 Euro. Diesel war damit nur um 0,4 Cent teuer als zum selben Zeitpunkt am Sonntag, E10 sogar um 1,1 Cent billiger. Da die Spritpreise zuletzt aber von ihren üblichen Bewegungen teilweise abwichen, ist unklar, ob diese Tendenz im weiteren Tagesverlauf anhält. So lässt sich beim Tanken in München sparen Auch an vielen anderen Tankstellen in München kostete Super am Dienstagmorgen über zwei Euro pro Liter. Am Mittwoch lagen die Preise teilweise ebenfalls jenseits der Zwei-Euro-Marke. Wer beim Tanken sparen will, sollte daher vorab die Preise im Internet vergleichen. Verhältnismäßig preiswert war der Sprit am Dienstag beispielsweise an der V-Markt-Tankstelle in Giesing. Dort zahlten Autofahrer am Morgen je nach Kraftstoff zwischen 1,90 Euro (E10) und 2 Euro (Diesel). Die günstigsten Preise in München könne im Internet auch hier abgerufen werden. Dazu empfiehlt es sich beim Tanken, auf die Uhrzeit zu schauen. In der Regel sind die Preise am Morgen am höchsten. Am günstigsten ist es in den Abend- und frühen Nachtstunden zwischen 18 und 22 Uhr. Spritpreise könnten weiterhin volatil bleiben Haupttreiber hinter den steigenden Preisen ist der Rohölmarkt, der seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran unter starkem Druck steht. Schon am 1. März erreichten die Kraftstoffpreise im bundesweiten Tagesmittel ihren höchsten Stand seit dem Frühjahr 2024. Im Laufe der Woche kletterten die Preise weiter nach oben. Daten der Europäischen Kommission, die wöchentlich Durchschnittspreise für Kraftstoffe veröffentlicht, zeigen: In Deutschland ist der Preisanstieg besonders hoch. Tanktourismus in die Nachbarländer lohnt sich allerdings nicht: Auch in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Italien sind die Preise gestiegen. Die Österreicher verzeichnen zwar ebenfalls ein Wachstum, wenn auch nicht ganz so sprunghaft wie in Deutschland. Ein Ende ist, trotz des verlangsamten Wachstums, erstmal nicht in Sicht. Sollte sich die Situation rund um den Persischen Golf und die Straße von Hormuz entspannen, könnten auch die Preise wieder moderater werden. Doch eine schnelle Entspannung sollten Autofahrer angesichts der weiterhin unsicheren Konfliktsituation nicht erwarten.
