Camping in Niedersachsen: Diese fünf Campingplätze sind (noch) Geheimtipps
Deutschland ist Campingland, doch viele Plätze sind in der Saison meist heillos überfüllt. Es gibt sie aber noch: die echten Geheimtipps, die absolute Ruhe versprechen. Wer im Frühjahr und Sommer an die Nordsee möchte, stellt schnell fest: Entweder sind Campingplätze überlaufen oder nur noch zu horrenden Preisen buchbar. Etwas weiter im Landesinneren lassen sie sich aber noch finden, die kleinen, versteckten Urlaubsparadiese abseits der Massen. t-online stellt fünf Campingplätze in Niedersachsen vor, die (noch) ein Geheimtipp sind. Camping Bruchsee: Heide-Idylle mit Badeteich Mitten in der Lüneburger Heide, im kleinen Ort Brockhöfe bei Wriedel, liegt ein Campingplatz, der bewusst auf große Infrastruktur verzichtet. Statt Animation und Pool gibt es hier Natur: mehrere Teiche, große Stellplatzwiesen und viel Ruhe. Wer morgens aus dem Zelt steigt, hört eher Frösche und Vögel als Autos. Der familiär geführte Platz liegt am Bruchsee und nur wenige Kilometer von der Ellerndorfer Wacholderheide entfernt – einer der schönsten Heidelandschaften Norddeutschlands. Baden im flachen Naturteich oder eine Radtour durch die Heide gehören hier zum Alltag. Mit dem Auto sind Bremer etwa eineinhalb Stunden unterwegs, die Strecke ist rund 120 Kilometer lang. Campingplatz Rote Schleuse: Waldcamping bei Lüneburg Der Campingplatz Rote Schleuse liegt südlich von Lüneburg – und fühlt sich eher wie Waldlager als klassischer Campingpark an. Der Platz liegt mitten im Grünen, umgeben von alten Bäumen und Wanderwegen. Besonders ist die Lage: Nur wenige Minuten von der historischen Salzstadt Lüneburg entfernt, aber gleichzeitig mitten in der Natur. Die Ilmenau fließt durch das Waldgebiet, Rad- und Wanderwege beginnen direkt am Platz. Die Fahrt mit dem Auto dauert ab Bremen gut eineinhalb Stunden und führt über die A1 in Richtung Hamburg, dann weiter in Richtung Lüneburg. Camping am Allerstrand: Flussstrand statt Badesee In Wienhausen bei Celle liegt ein Campingplatz, der eher an einen kleinen Flussurlaub erinnert als an klassisches Camping: direkt an der Aller mit einer natürlichen Badestelle. Der Platz ist ab Bremen in etwa 90 Minuten mit dem Auto zu erreichen, ist überschaubar und ruhig. Der Fluss eignet sich für Kanutouren, und im historischen Klosterdorf Wienhausen wirkt vieles noch erstaunlich entschleunigt. Wer hier campt, sitzt abends oft direkt am Wasser. Camping Hümmlinger Land: Ruhe und Weite im Emsland Im nördlichen Emsland, einer der am dünnsten besiedelten Regionen Niedersachsens, liegt der Campingplatz Hümmlinger Land in Werlte. Hier prägen Moore, Wälder und lange Radwege die Landschaft. Der Platz ist vergleichsweise klein und richtet sich vor allem an Natururlauber. Große Freizeitparks sucht man hier vergeblich – stattdessen gibt es Weite, Stille und viele Fahrradrouten durch eine Region Hümmlinger Land, die touristisch noch immer ein Geheimtipp ist. Baumzelte im Solling: Schlafen zwischen den Bäumen Wer einmal wirklich anders übernachten möchte, findet im Solling eine ungewöhnliche Option: Baumzelte, die zwischen Bäumen gespannt werden. Man schläft also mehrere Meter über dem Waldboden – mitten im Naturpark Solling-Vogler. Die Zelte hängen zwischen den Bäumen wie kleine Plattformen. Nachts sieht man durch das Zeltdach den Sternenhimmel, tagsüber rauscht der Wald. Der Komfort ist reduziert, dafür ist das Naturerlebnis maximal. Ab Bremen ist man mit dem Auto in etwa zwei Stunden vor Ort.
