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Niedernhall: Junge auf Supermarkt-Parkplatz totgefahren – Prozess beginnt

Ein Streit eskaliert – und ein Kind lebt nicht mehr. Die Vorwürfe gegen einen 18-Jährigen wiegen schwer. Jetzt spricht er. Auf den Tag genau sechs Monate nach einer tödlichen Attacke auf einem Supermarkt-Parkplatz im Norden Baden-Württembergs hat der Mordprozess gegen einen 18 Jahre alten Beschuldigten begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 11. September 2025 einen Zwölfjährigen in Niedernhall überfahren zu haben. Die Anklage lautet auf Mord aus niedrigen Beweggründen, wie der SWR berichtete. Kurz vor der Tat sollen der Angeklagte und das spätere Opfer laut Staatsanwaltschaft in Streit geraten sein. Dem Bericht zufolge soll es bei dem Streit um Kleingeld gegangen sein. Dann habe das Kind gedroht, das Auto des 18-Jährigen zu zerkratzen. Dadurch habe dieser sich zutiefst gekränkt gefühlt. Die Staatsanwältin sagte zum Prozessauftakt, der junge Mann sei "von Rache getrieben" gewesen und habe beschlossen, den Zwölfjährigen "als Mittel zur Machtdemonstration massiv abzustrafen". Dann habe er den Jungen, der auf einem Fahrrad unterwegs war, mit seinem Auto verfolgt und überfahren. Der Junge starb noch auf dem Supermarkt-Parkplatz. Plötzlicher Wetterumschwung: Nach 20 Grad folgt der Temperatursturz Aus einfachem Grund: Passagierin lässt wohl Ryanair-Flieger pfänden Junge auf Supermarkt-Parkplatz überfahren: Tränen bei Beobachtern Der Angeklagte äußerte sich am ersten Prozesstag über seinen Anwalt. Gemäß seiner eigenen Darstellung gab der Angeklagte zu viel Gas, als er nach dem Streit überstürzt den Parkplatz verlassen wollte. "Wie bei einem Kavalierstart" sei das gewesen und ein Fahrfehler. Nie habe er den Jungen anfahren wollen. "Ich spürte nur einen Schlag, als wäre ich gegen einen Bordstein gefahren", hieß es in der Einlassung weiter. Das Gericht muss nicht nur die Schuldfrage klären, sondern auch, ob für den Angeklagten das Jugendstrafrecht angewendet werden muss. Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes würden dann lediglich zehn Jahre Gefängnis drohen. Nach dem Erwachsenenstrafrecht wird Mord mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet. Die Mutter des Getöteten verfolgte den Prozess laut "Heilbronner Stimme" unter Tränen. Auch mehrere Besucher hatten Tränen in den Augen, hieß es. Die Tat hatte im vergangenen Jahr große Bestürzung im 4.000-Seelen-Ort Niedernhall im Hohenlohekreis ausgelöst. "Die Menschen sind betroffen und geschockt", hatte Bürgermeister Achim Beck t-online kurz nach der Tat gesagt. Der Getötete besuchte ein örtliches Schulzentrum mit rund 500 Schülern und war im Kampfsportverein aktiv. In einer Kirche wurde ein Raum der Stille eingerichtet.