Straße von Hormus gesperrt – Etliche Porsche auf Insel Lamu gestrandet
Der Iran-Krieg führt zu bizarren Szenen: Auf einer kleinen Insel in Afrika kommen plötzlich riesige Schiffe mit teurer Fracht an – und es werden immer mehr. Wegen des Kriegs im Nahen Osten sind Tausende Neuwagen auf der kenianischen Insel Lamu gestrandet. Auf von der Nachrichtenagentur Reuters verbreiteten Fotos sind zahlreiche sorgfältig aufgereihte Wagen der Marken VW und Porsche zu sehen. Die Autos stammen demzufolge von mehreren Schiffen, die auf dem Weg von Japan nach Dubai waren und die Straße von Hormus hätten durchfahren müssen. Weil diese jedoch wegen massiver Sicherheitsbedenken nicht passierbar ist, legten die Schiffe am Hafen der nur etwa 57 Quadratkilometer großen Insel Lamu an. Rund 4.000 Fahrzeuge sollen in den vergangenen Tagen dort gestrandet sein. Alle Entwicklungen: Iran-Krieg – Lage im Nahen Osten im Newsblog Existenzkrise: Hohe Spritpreise – Tankstelle laufen Kunden weg Krieg im Nahen Osten: Straße von Hormus nicht passierbar Die kenianische Hafenbehörde teilte auf der Plattform X mit, der Hafen sei auf die Ankunft weiterer Schiffe vorbereitet. Kommende Woche werde ein weiteres Schiff mit rund 5.000 Autos erwartet. "Diese Entwicklung dürfte dem regionalen Handel neue Impulse verleihen und die Position des Hafens als führendes Umschlagzentrum in der Region stärken", heißt es in dem Post. Hafenmanager Abdulaziz Mzee sagte laut Reuters: "Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher." Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. Wegen des Kriegs im Nahen Osten ist der Handelsverkehr in der wirtschaftlich bedeutenden Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste für Erdöl- und Flüssigerdgas-Exporte.
