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Spritpreis: Benzin und Diesel – Tanken ist an Ostern besonders teuer

Die Spritpreise ziehen an – und könnten zu Ostern weiter steigen. Neben der aktuellen Krise gibt es dafür auch alljährlich wiederkehrende Gründe. Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen, könnten Autofahrer in Deutschland in den kommenden Wochen deutlich mehr fürs Tanken zahlen. Der Chefvolkswirt der ING, Carsten Brzeski, erwartet laut "Bild", dass Super zeitweise über 2,10 Euro pro Liter kosten könnte, Diesel bis zu 2,25 Euro. Damit könnte das Tanken rund um Ostern so teuer werden wie seit Jahren nicht mehr. Schon jetzt liegen die Preise zeitweise darüber: Am Montagmorgen kostete Diesel zeitweise 2,32 Euro, Super E10 2,14 Euro. Doch selbst unabhängig von geopolitischen Krisen zeigt sich ein Muster: Rund um Feiertage wie Ostern steigen die Spritpreise häufig zusätzlich an. Das hat nicht nur offensichtliche Gründe. Mehr Verkehr, höhere Preise Ein Grund ist die Nachfrage. Vor langen Wochenenden sind viele Menschen mit dem Auto unterwegs – sei es für Urlaubsreisen oder Familienbesuche. Diese erhöhte Nachfrage nutzen Tankstellen häufig für kurzfristige Preisanpassungen. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn weitere Faktoren hinzukommen. Dazu zählen wie derzeit steigende Rohölpreise, politische Unsicherheiten oder ein schwächerer Euro. In solchen Phasen fallen die üblichen Preisspitzen rund um Feiertage besonders deutlich aus. Was in Raffinerien passiert Was aber wenige wissen: Ein weiterer Grund liegt in der Herstellung der Kraftstoffe. Im Frühjahr stellen Raffinerien in Europa von Winter- auf Sommerqualität um. Diese Umstellung betrifft sowohl Benzin als auch Diesel und kann die Abläufe vorübergehend verlangsamen, schreibt das Portal "Finanztip". Beim Benzin geht es dabei vor allem um den sogenannten Dampfdruck. Sommerbenzin ist so zusammengesetzt, dass es bei höheren Temperaturen weniger stark verdunstet. Dadurch sollen Emissionen reduziert und technische Probleme vermieden werden. Um das zu erreichen, verändern Raffinerien die Mischung: Leicht flüchtige Bestandteile werden reduziert und durch andere Komponenten ersetzt. Diese sind in der Herstellung oft aufwendiger, was sich auf die Kosten auswirken kann. Auch Diesel wird saisonal angepasst. Während Winterdiesel spezielle Zusätze enthält , damit er bei niedrigen Temperaturen nicht ausflockt, entfällt dieser Zusatz im Frühjahr wieder. Dann kehren Raffinerien zum sogenannten Sommerdiesel zurück. Wann Tanken günstiger ist Für Verbraucher lassen sich die Preisschwankungen zumindest teilweise umgehen. Nach Daten des ADAC sind die Preise morgens besonders hoch: Ab etwa 5 Uhr steigen sie an und erreichen gegen 7 Uhr oft ihren Höchststand. Im Tagesverlauf sinken die Preise dann in mehreren Wellen. Am günstigsten ist Tanken meist am frühen Abend sowie zwischen 21 und kurz vor 22 Uhr. Dann liegen die Preise häufig mehrere Cent unter dem Tagesdurchschnitt. Doch aufgrund geplanter Regelungen könnte diese Faustregel bald nicht mehr gelten. Auch ein Vergleich der Tankstellen kann sich lohnen. Preisunterschiede im direkten Umkreis sind keine Seltenheit.