Iran-Krieg: Zwei Tote durch Raketentrümmer in Abu Dhabi
In Abu Dhabi sterben zwei Menschen durch Raketentrümmer. Teheran will die Straße von Hormus kontrollieren. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 26. März Zwei Tote durch Raketentrümmer in Abu Dhabi In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Nachdem eine ballistische Rakete vom eigenen Abwehrsystem abgefangen wurde, waren laut dem Medienbüro der Stadt Trümmerteile herabgefallen. Drei weitere Menschen wurden dadurch verletzt, mehrere Autos wurden beschädigt. Auch Kuwait und Saudi-Arabien meldeten in der Nacht erneuten Beschuss. CDU-Politiker kritisiert Israels Militär CDU-Politiker Paul Ziemiak hält das Vorgehen des israelischen Militärs im Libanon für unangemessen und strategisch falsch. Der Außenpolitiker sagte dem Deutschlandfunk, dass der Einsatz im Süden des Landes zwar durch die Angriffe der Hisbollah-Miliz gerechtfertigt sei. Ziemiak betonte jedoch, dass eine potenzielle Annexion der Gebiete klar völkerrechtswidrig wäre. Er forderte die Einberufung einer Libanon-Konferenz, um stattdessen die libanesische Regierung und das Militär zu stärken. Fünf iranische Raketenangriffe auf Israel binnen zwei Stunden Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran : In fünf Wellen binnen rund zwei Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den Staat. In zahlreichen Gebieten Israels – darunter im Großraum Tel Aviv , Jerusalem sowie im Norden des Landes – gab es Raketenalarm. Sechs Menschen seien in der arabisch geprägten Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Rettungskräfte seien innerhalb von Minuten zum Ort des Einschlags gekommen, erzählte ein Sanitäter. "Vor Ort sahen wir großes Durcheinander, begannen mit Durchsuchungen im Haus und stellten Zerstörungen im mittleren Bereich des Hauses fest", sagte er. "Fünf Personen, die sich im Haus befanden, wurden durch die Druckwelle verletzt." Nach der Erstversorgung vor Ort seien sie ins Krankenhaus gebracht worden. USA: Haben zwei Drittel der iranischen Raketenanlagen zerstört Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen sowie einen ähnlichen Anteil der maritimen Produktion und der Werften des Landes getroffen. In dem fast vierwöchigen Verlauf des Iran-Krieges hätten die US-Streitkräfte zudem mehr als 10.000 militärische Ziele getroffen, teilte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, in einer am Mittwoch im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft mit. Trump bleibt bei der Behauptung, dass der Iran verhandeln wolle Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran gesprochen. "Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen", sagte Trump. Mehr dazu lesen Sie hier . Ex-CIA-Chef wirft Trump Lügen vor Ex-CIA-Chef John Brennan wirft Donald Trump im Iran-Konflikt Hilflosigkeit und bewusste Täuschung vor. Auch ein ehemaliger General sieht die USA im Nachteil. Trump hatte Anfang der Woche Gespräche mit Teheran angesprochen, zum anderen aber auch mit weiteren Schlägen gedroht. In einem Interview mit dem US-Sender MS Now sagte der Ex-Geheimdienstchef: "Trump kann die Wahrheit nicht ertragen, auch wenn sie ihm mehrfach ins Gesicht schlägt". Mittwoch, 25. März Trump will "Hölle im Iran losbrechen lassen" Die US-Regierung hat dem Iran mit verschärften Angriffen gedroht. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkennt, werden die USA härter zuschlagen als je zuvor, wie Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington sagte. US-Präsident Donald Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, die "Hölle im Iran losbrechen zu lassen". Pistorius will Waffenruhe absichern Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. "Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar", warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra. Nötig sei eine diplomatische Lösung "so schnell wie möglich", sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. "Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen", sagte Pistorius. Iran lehnt Gespräche ab Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt. "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagte Araghtschi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen. Iran bereitet sich auf US-Bodenoperation vor Iran verstärkt seine Verteidigung auf Charg massiv, während die USA Luftlandetruppen in die Region ziehen. Eine Eskalation scheint näher zu rücken. Mehr dazu lesen Sie hier . Iran pocht auf Kontrolle der Straße von Hormus Der Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: "Es wird geschehen, was wir wollen." Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. "Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns." Der Sprecher betonte die Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Energiehandel: "Das Feuer unter dem Ölpreis lodert seit einiger Zeit; wie hoch die Flammen schlagen, liegt in unserer Hand." Durch die Straße von Hormus verlaufen in Friedenszeiten rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen. Nach Angriff auf AKW: Moskau zieht russische Mitarbeiter ab Nach Angriffen auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks in Buschehr hat Moskau einen Teil seiner russischen AKW-Mitarbeiter evakuieren lassen. "163 Menschen haben Buschehr verlassen und sich zur iranisch-armenischen Grenze begeben", sagte der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, am Mittwoch vor Journalisten. Am Vortag war nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde bei US-israelischen Angriffen ein Geschoss auf dem AKW-Gelände eingeschlagen, wodurch jedoch kein Schaden entstand. "Rund 300 Personen" seien weiterhin vor Ort, ein Teil davon solle evakuiert werden, sagte der Rosatom-Chef weiter. Allerdings sollten einige Dutzend Mitarbeiter vor Ort bleiben. "Wir können nicht einfach die Schaufeln in den Boden stecken und gehen", fügte Lichatschow hinzu. Russland war an dem Bau des AKW in Buschehr beteiligt, russische Techniker unterstützten den Betrieb vor Ort. In der vergangenen Woche war das AKW Buschehr schon einmal von einem Geschoss getroffen worden. Buschehr liegt im Südwesten des Iran und verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Der Reaktor war nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden. Wadephul will Steinmeier-Äußerung zum Iran nicht kommentieren Außenminister Johann Wadephul will sich zur Bewertung des Iran-Kriegs als völkerrechtswidrig durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht äußern. "Es ist gute Tradition in Deutschland, dass wir Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht kommentieren", sagte der CDU-Politiker in Berlin bei einem Treffen mit seinem tunesischen Kollegen Mohamed Ali Nafti. Dabei bleibe es insbesondere angesichts dessen, dass es ihm persönlich sehr wichtig gewesen sei, Steinmeier als Ex-Außenminister zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts einzuladen. Steinmeier hatte den von Israel und den USA begonnenen Iran-Krieg bei seinem Auftritt im deutschen Außenministerium am Dienstag als politisch verhängnisvollen Fehler bezeichnet und als "nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig" eingestuft. Nach seiner Darstellung trägt die Begründung eines angeblich unmittelbar bevorstehenden Angriffs auf die USA nicht. Wadephul sagte nun, die US-Regierung habe angekündigt, dass deren rechtlicher Berater demnächst eine umfassende Stellungnahme abgeben werde. "Diese warten wir ab und werten sie aus und werden dann dazu Stellung nehmen", sagte der Minister. Mysteriöse Öl-Verkäufe wenige Minuten vor Trump-Ankündigung Der Krieg im Iran hat erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Öl- und Gasmarkt. Mithilfe gut platzierter Wetten könnte sich so mancher daran bereichert haben. Mehr dazu lesen Sie hier . Iran lehnt wohl Friedensangebot der USA ab Die Militärführung des Iran hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt. "Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt", sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt. Die Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahesteht, wies in einem Bericht unter Berufung auf "informierte Quellen" jegliche Verhandlungen zurück. "Der Iran akzeptiert keine Waffenruhe. Grundsätzlich ist es nicht logisch, mit Vertragsbrechern in einen solchen Prozess einzutreten", zitierte Fars eine namentlich nicht genannte Quelle. "Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen", sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das "Vorgehen gegen das iranische Volk" müsse aus den "verdorbenen Köpfen" der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. "Weder jetzt noch irgendwann sonst." Iran vermutet Trick hinter Trumps neuen Friedensplänen Mithilfe eines 15-Punkte-Plans beabsichtigt Trump angeblich, Friedensgespräche mit dem Iran voranzutreiben. Das Problem nur: Der Iran will solche Gespräche aktuell gar nicht führen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Iranisches Militär: Raketen in Richtung von US-Flugzeugträger abgefeuert Der Iran hat nach Militärangaben Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" abgefeuert. Der in der Golfregion eingesetzte Flugzeugträger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu ändern, zitierte das Staatsfernsehen am Mittwoch aus einer Erklärung des Militärs. Marinekommandant Schahram Irani drohte mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden. Iranische Quelle bestätigt Erhalt von Trumps Vorschlag Pakistan hat dem Iran einem Insider zufolge einen Vorschlag der USA übermittelt. Details nennt der ranghohe iranische Insider, der sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußert, nicht. Auch sagt er nicht, ob es sich um den 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs handelt, über den mehrere Medien berichten. Der Insider fügt allerdings hinzu, dass auch die Türkei auf der Suche nach Wegen zur Beendigung des Kriegs unterstütze. Das Land werde ebenso wie Pakistan als Gastgeber für etwaige Gespräche in Betracht gezogen. Noch stehe aber kein Ausrichtungsort fest. Irak: Mehrere Soldaten bei Luftangriff getötet Sieben irakische Soldaten sind bei einem Luftangriff in der westlichen Provinz Anbar nach Angaben des Verteidigungsministeriums getötet worden. 13 weitere Personen seien zudem verletzt worden, verlautet auch aus Sicherheitskreisen. Der Angriff habe einer Stellung der schiitischen Volksmobilmachungskräfte gegolten, einer Dachorganisation von Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Getroffen wurde dem Ministerium zufolge eine in der Nähe gelegene Militärklinik und eine technische Einheit. Rettungskräfte seien dabei, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen. Das Ministerium verurteilt den Angriff als "offensichtlichen und schwerwiegenden Verstoß" gegen internationales Recht, das Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Personal verbietet. Es handle sich um eine gefährliche Eskalation. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Iranische Rakete schlägt in israelischem Kraftwerk ein Das iranische Militär hat bei einem Angriff auf die israelische Stadt Hadera offenbar ein Kraftwerk getroffen. Auf Bildern und Videos im Kurznachrichtendienst X sind dicke Rauchschwaden über der Anlage zu sehen. Dem zugehörigen Stromversorger zufolge sind durch den Angriff keinerlei Schäden entstanden. Aus der Bevölkerung sollen jedoch Stromausfälle in der Stadt gemeldet worden sein. Erst vor zwei Wochen hatte eine ballistische Rakete das größte Kraftwerk Israels, das Kraftwerk Orot Rabin, nahe Hadera getroffen und Stromausfälle in Teilen der Hauptstadt Tel Aviv ausgelöst. Iranisches Militär weist Behauptungen über Verhandlungen zurück Das iranische Militär hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Verhandlungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten zurückgewiesen. Die USA verhandelten wohl mit sich selbst, sagt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge. "Hat das Ausmaß Ihrer inneren Zerrissenheit das Stadium erreicht, dass Sie mit sich selbst verhandeln?", fragt Solfaghari spöttisch in Richtung der US-Führung. Er fügt hinzu, US-Investitionen und die Energiepreise aus der Zeit vor dem Krieg würden nicht zurückkehren, solange die Regierung in Washington nicht akzeptiere, dass die regionale Stabilität von den iranischen Streitkräften garantiert werde. Trump hatte am Dienstag erklärt, der Iran wolle ein Abkommen schließen. Der Iran hat frühere Aussagen in dieser Form allerdings dementiert. Einem Insider zufolge habe die US-Regierung einen 15-Punkte-Plan entworfen und an Teheran übermittelt. Macron ruft Teheran zu Verhandlungen "in gutem Glauben" auf Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die iranische Regierung zu Verhandlungen "in gutem Glauben" über eine mögliche Beendigung des Iran-Krieges aufgerufen. "Ich habe den Iran aufgefordert, sich in gutem Glauben an den Verhandlungen zu beteiligen", erklärte Macron am Dienstag im Onlinedienst X nach einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Masud Peseschkian. Er habe zudem ein Ende der "inakzeptablen" Angriffe auf Länder in der Region sowie die "Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt" in der Straße von Hormus gefordert. Papst Leo XIV. forderte derweil einen Waffenstillstand im Nahen Osten und Gespräche zwischen den Kriegsparteien. "Ich möchte meinen Appell für einen Waffenstillstand erneuern, um für den Frieden zu arbeiten, nicht mit Waffen, sondern mit Dialog", sagte der Pontifex vor Journalisten bei seiner Residenz Castel Gandolfo nahe Rom. "Der Hass nimmt zu, die Gewalt eskaliert und mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben, viele sind ums Leben gekommen", fügte er hinzu. Er rufe die Verantwortlichen auf, sich ernsthaft für einen Dialog einzusetzen. Libanon: Staatsmedien melden sechs Tote bei israelischen Angriffen Bei israelischen Angriffen in dem Gebiet Sidon im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adloun getötet worden, berichtete NNA am Mittwoch. Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden. Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort "Infrastruktur der terroristischen Hisbollah" an, erklärte der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst Telegram. Treibstofflager am Flughafen Kuwait nach Drohnenangriff in Brand Am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge halte sich der Schaden in Grenzen und es gebe keine Verletzten, teilte die Regierung auf der Plattform X mit. Notfallpläne und Feuerwehr seien sofort aktiviert worden, hieß es unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde. Alle relevanten Kräfte seien am Flughafen am Rande von Kuwait-Stadt im Einsatz. Die Behörden machten keine Angaben zum mutmaßlichen Angreifer. Allerdings attackiert das iranische Militär seit Beginn des Iran-Kriegs mit Raketen und Drohnen immer wieder Ziele in den Staaten des Persischen Golfs, die es als US-Verbündete betrachtet. Israelische Armee startet neue Angriffswelle auf Teheran Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe visierten "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" an, erklärte die israelische Armee am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram. Zuvor hatte die Armee mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gemeldet. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) erklärte, Rettungskräfte hätten einen Mann behandelt, der auf dem Weg zu einem Schutzraum verletzt worden sei. Am späten Dienstagabend hatte MDA neun Verletzte bei einem iranischen Raketenangriff in dem Gebiet Bnei Brak im Zentrum Israels gemeldet. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. Weitere drei Menschen seien im naheliegenden Givat Schmuel verletzt worden. Die israelische Armee kündigte außerdem an, sie werde weiterhin die iranischen Fähigkeiten, Raketen zu produzieren und abzufeuern, ins Visier nehmen. "Wir treffen jedes Glied in der Raketenkette, von den Fertigungsanlagen über die Abschussvorrichtungen bis hin zu den Raketen selbst", sagte der israelische Armeesprecher Effie Defrin in einer Fernsehansprache. Die Zahl der iranischen Abschüsse ist Defrin zufolge auf durchschnittlich etwa zehn Raketen pro Tag zurückgegangen. Der Iran versuche, seine Anstrengungen alle paar Tage zu bündeln und im größeren Umfang zu feuern, vor allem auf Bevölkerungszentren. "Wir sind darauf vorbereitet und setzen die Jagd auf die Soldaten und Kommandeure des Raketenapparats fort, um sie auszuschalten", sagte er. Israel: Wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze getroffen Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran angegriffen. Sie sei schon im Krieg im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilte das Militär am Abend mit. Die iranische Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wiederherzustellen. Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele im Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Geschoss auf Gelände von Atomkraftwerk eingeschlagen Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben aus Teheran erneut ein Geschoss eingeschlagen. Die iranische Atomenergieorganisation teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, niemand sei verletzt worden. Es habe auch keine Schäden an der Anlage des Kraftwerks gegeben. Am Dienstag vergangener Woche war bereits ein Projektil auf dem Kraftwerksgelände eingeschlagen. Auch damals blieb die Anlage unbeschädigt. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock. Dienstag, 24. März Iran lockert Regeln für Straße von Hormus Der Iran lockert seine Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen. Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Die iranische Kontrolle der Meerenge sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter stecken in der Region fest. Trump: Iran hat uns ein riesiges Geschenk gemacht Im Krieg mit den USA und Israel dringt der Iran nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf ein Abkommen. "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen", sagte Trump in Washington. In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagte Trump. "Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen." Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke verschoben und dies mit "sehr guten und produktiven" Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten begründet. Der Iran hatte dagegen Verhandlungen dementiert . Trump sagte zwar, er wolle den Verhandlungen nicht vorgreifen. "Aber sie haben zugestimmt, niemals Atomwaffen zu besitzen." Dabei rechtfertigte er erneut die Dringlichkeit des Krieges mit dem Iran. Ohne den Angriff hätte Teheran zwei Wochen später selbst einen Angriff mit Atomwaffen starten können, behauptete Trump. In kryptischen Worten lobte Trump die Iraner zudem für ein Geschenk, das sie den USA gemacht hätten. "Es war ein riesiges Geschenk, das unglaublich viel Geld wert war", sagte er. Details wolle er nicht verraten, es habe aber etwas mit Öl, Gas und der für die internationale Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus zu tun. Offizielle Reaktionen aus dem Iran auf seine Äußerungen gab es zunächst nicht. USA verlegen Tausende Fallschirmjäger in den Nahen Osten Die USA bauen ihre Militärpräsenz im Nahen Osten weiter aus: Tausende Fallschirmjäger sollen verlegt werden. Mehr dazu lesen Sie hier . Trumps Bluff ist aufgeflogen – eine Analyse Für den US-Präsidenten fällt die Zwischenbilanz nach fast vier Wochen Iran-Krieg verheerend aus. Donald Trump könnte nun weiter eskalieren – mit unabsehbaren Folgen. Lesen Sie die Analyse hier . Golfstaaten rücken wohl näher an Kriegseintritt Die Golfstaaten geraten im Nahost-Krieg zunehmend unter Druck. Nun mehren sich Zeichen, dass ihre militärische Zurückhaltung ein Ende haben könnte. Mehr dazu lesen Sie hier . Unicef: Krieg im Nahen Osten bringt Millionen Kinder in Gefahr Zerstörte Schulen und Krankenhäuser, Millionen Zivilisten auf der Flucht. Unicef sieht eine humanitäre Katastrophe im Nahen Osten, der besonders Kinder schutzlos ausgeliefert sind. Mehr dazu lesen Sie hier . Schüsse auf Wohnhaus: Iraker in Abschiebehaft Die Schüsse auf ein Wohnhaus in Aachen, in dem eine iranische Flagge aus der Schah-Zeit im Fenster hing, haben für den mutmaßlichen Schützen Konsequenzen. Mehr dazu lesen Sie hier. Teheran bringt neue Rekord-Banknote in Umlauf Während die Inflation im Iran explodiert, kämpfen viele Menschen ums Überleben. Jetzt bringt die iranische Zentralbank eine Rekord-Banknote in Umlauf, die kaum noch Kaufkraft hat. Mehr dazu lesen Sie hier . Iran lässt wenige Schiffe in der Straße von Hormus passieren Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren. Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff "Selen" – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der "Aggressoren" USA und Israel sowie deren Unterstützer. Am Samstag hatte Araghtschi auf X geschrieben, dass Reedereien zögerten, weil Versicherer das Kriegsrisiko scheuten. Hisbollah: Werden israelische Besetzung bekämpfen Die Hisbollah hat Widerstand gegen die von Israel geplante Besetzung des südlichen Libanons angekündigt. Eine solche Besetzung würde eine "existenzielle Bedrohung" für den Libanon als Staat darstellen, sagte der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Die Hisbollah werde kämpfen, um dies zu verhindern. Israel kündigt Besetzung des Südlibanon an Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat eine Besetzung des südlichen Libanons bis zum Litani-Fluss angekündigt. Die Streitkräfte würden eine Verteidigungspufferzone schaffen und noch vorhandene Brücken sowie eine Sicherheitszone bis zum Litani unter ihre Kontrolle bringen, sagte Katz. Damit äußerte Israel erstmals klar die Absicht, Gebiete einzunehmen, die fast ein Zehntel des Libanons ausmachen. Der Litani mündet etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze ins Mittelmeer. Katz hatte der libanesischen Regierung bereits zuvor mit Gebietsverlusten gedroht, sollte sie die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz nicht entwaffnen. Diese hatte am 2. März Raketen auf Israel abgefeuert und den Libanon damit in den US-israelischen Krieg gegen den Iran hineingezogen. Das israelische Militär hat seit dem 13. März fünf Litani-Brücken zerstört und den Abriss von Häusern in grenznahen libanesischen Dörfern vorangetrieben. Zehntausende zivile Einrichtungen Irans im Krieg beschädigt Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand. Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden. Er verwies auf einen Vorfall in der Stadt Lar. "Während sie Verletzte transportierten, ist vom Krankenwagen überhaupt nichts mehr übriggeblieben", sagte Koliwand in einem Video, das der Rote Halbmond auf Telegram veröffentlichte. Schiitische Milizen melden US-Angriffe auf eigene Stellungen im Irak Mit dem Iran verbündete Milizen haben im Irak erneut einen US-Angriff auf eine ihrer Stellungen im Westen des Landes gemeldet. Dabei seien 14 ihrer Mitglieder getötet worden, teilten die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit. Unter den Opfern sei auch der Einsatzkommandeur der Provinz Anbar im Westen des Landes gewesen. Die PMF teilten mit, ihre Kämpfer seien "bei einem hinterhältigen US-Luftangriff" getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie "ihre nationale Pflicht" erfüllt hätten. Die schiitischen Milizen pflegen enge Verbindungen zu Teheran. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA äußerten sich nicht dazu. Zusätzlich meldeten lokale Quellen einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine Basis kurdischer Kämpfer nördlich von Erbil im Norden des Landes. Dabei seien sechs Mitglieder der Peschmerga-Einheiten getötet worden, teilte ein Vertreter der örtlichen Behörde der Region Kurdistan mit. 30 weitere wurden nach Angaben des Ministerpräsidenten der Kurdenregion, Masrur Barsani, verletzt. Er verurteilte den "verräterischen Angriff aufs Schärfste". Röttgen findet iranisches Regime glaubwürdiger als Trump Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen hat US-Präsident Donald Trump kritisiert. Auf die Frage, wem er mit Blick auf angebliche US-iranische Verhandlungen glaube, sagte Röttgen im Format "Frühstart" von RTL/ntv: "Man muss man wahrscheinlich antworten, dass hier die iranische Seite über mehr Glaubwürdigkeit verfügt." Trump hatte behauptet, es gebe gute Gespräche, was der Iran zurückwies. Darin zeige sich die Schwäche von Trumps Kriegsführung, so Röttgen. Der US-Präsident spreche Drohungen aus und nehme sie dann mit einer Behauptung zurück, der die iranische Regierung auch noch widerspreche. "Also es sieht nicht gut aus für die Rolle von Trump hier", fuhr Röttgen fort. Offenkundig gebe es für die Straße von Hormus kein strategisches Vorgehen der USA. "Das ist ein erratisches Verhalten, ein widersprüchliches Verhalten." Die Folge seien Unruhe und Panik an den Märkten. USA und Israel greifen iranische Energieinfrastruktur an In dem iranischen Ort Isfahan ist ein Gebäude der Gasverwaltung und eine Gasdruckreduzierstation getroffen worden, wodurch Teile der Anlagen und umliegende Häuser beschädigt wurden, berichtet die Nachrichtenseite "Al Jazeera" unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars. Zudem sei ein Geschoss außerhalb einer Gasleitung in Khorramshahr, nahe der Grenze zum Irak und Kuwait eingeschlagen. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag eigentlich erklärt, von Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur abzusehen, weil es erfolgreiche Gespräche zwischen den USA und Iran gegeben habe. Teheran widersprach den Darstellungen Trumps. Zuvor hatte der US-Präsident dem Iran noch ein Ultimatum gestellt, die Straße von Hormus freizugeben, sonst würden die USA die iranische Energieinfrastruktur angreifen. Mehr dazu lesen Sie hier . Mehrere Einschläge in Tel Aviv bei iranischem Raketenangriff Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel hat es in der Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet". Nach Polizeiangaben handelte es sich um den Einschlag von Raketentrümmern. Videoaufnahmen zeigten, wie an einem Ort Rauch aufstieg. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben. Staatsfernsehen: Iran startet neue Salve von Raketen auf Israel Die iranischen Streitkräfte haben dem Staatsfernsehen zufolge eine neue Salve von Raketen auf Israel abgefeuert. Die iranischen Raketen hätten "mehrere israelische Luftabwehrsysteme durchdrungen", erklärte der staatliche iranische Fernsehsender Irib am Dienstagmorgen. Die israelische Armee erklärte, sie habe anfliegende iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen. Bei einem vorherigen iranischen Angriff war bereits ein Gebäude im Norden Israels getroffen worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom veröffentlichte ein Video eines beschädigten Gebäudes und teilte mit, dass es bei dem Vorfall keine Todesopfer gegeben habe. Israel greift Ziele im Süden von Beirut an Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an, erklärte die israelische Armee in der Nacht zum Dienstag. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon. Die israelische Armee richtete zudem einen Evakuierungsaufruf an die Bewohner von zwei Küstenstädten nahe der südlibanesischen Stadt Tyrus. USA sehen in Parlamentspräsidenten des Iran möglichen Partner Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte, berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran liegen zunächst nicht vor. Ghalibaf gilt als zentrale Figur des iranischen Machtapparats: Nach einer Karriere in der Revolutionsgarde und als Chef der Polizei wurde er Oberbürgermeister von Teheran und später Parlamentspräsident. Politisch verortet er sich als konservativer Technokrat, der staatliche Stabilität und Kontrolle priorisiert, zugleich aber mit Korruptionsskandalen und einer Rolle bei der Niederschlagung von Protesten in Verbindung gebracht wird. Montag, 23. März Selenskyj: Russland liefert dem Iran Geheimdienstinformationen Der ukrainische Militärgeheimdienst hat nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj unwiderlegbare Beweise gesammelt, dass Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefert. Russland nutzt dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, und verlängere den Krieg im Nahen Osten, erklärte Selenskyj auf X. Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des "Wall Street Journal" über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen. Libanon: Ein Mensch bei israelischem Angriff nahe Beirut getötet Bei einem israelischen Angriff nahe Beirut ist nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Montag ein Mensch getötet worden. Der örtliche Bürgermeister sagte, bei dem Angriff sei ein Zimmer in einer Wohnung getroffen worden, das eine vertriebene Familie gemietet habe. Das israelische Militär erklärte, es habe "einen Terroristen" des Auslandsarms der iranischen Revolutionsgarden angegriffen. Nach eigenen Angaben führte das israelische Militär zudem neue Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Beirut aus. Zuvor hatte es seinen Evakuierungsaufruf an die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut erneuert. Netanjahu äußert sich zu möglichem Abkommen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich erstmals zu von den USA verkündeten Gesprächen mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung im Iran-Krieg geäußert. "Präsident Trump ist überzeugt, dass es eine Chance gibt, die enormen Erfolge, die wir mit dem US-Militär erzielt haben, zu nutzen, um die Kriegsziele durch ein Abkommen zu verwirklichen – ein Abkommen, das unsere vitalen Interessen schützt", sagte er in einer Videobotschaft. "Vorhin habe ich mit unserem Freund Präsident Trump telefoniert", erklärte Netanjahu darin weiter. Israels Regierungschef sagte zugleich, dass die Angriffe auf den Iran fortgesetzt würden. "Wir zerschlagen das Raketenprogramm und das Atomprogramm". Den Angaben nach will Israel auch weiterhin gegen die Hisbollah im Libanon militärisch vorgehen. Hier lesen Sie mehr. Zwei indische Tanker passieren Straße von Hormus Zwei unter der Flagge Indiens fahrende Tanker haben nach indischen Angaben die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die "Jag Vasant" und die "Pine Gas", die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärte das indische Schifffahrtsministerium am Montag. Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt. Die Blockade und die iranischen Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen. Trump: Potenzieller Deal mit Iran Donald Trump spricht von einem möglichen Deal mit dem Iran: In 15 Streitpunkten gebe es weitgehende Einigkeit, weitere Gespräche seien bereits geplant. Zugleich deutete der US-Präsident an, dass Washington mit Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf verhandelt – Teheran weist das jedoch zurück. Wie Trumps Aussagen trotzdem für Bewegung an den Märkten sorgen und wie unübersichtlich die Machtlage in Iran derzeit ist, lesen Sie hier . Energiemärkten steht desaströse Zukunft bevor Vielerorts wird auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs gehofft, damit Öl- und Gaspreise sinken. Dies könnte allerdings deutlich länger dauern als angenommen. Mehr dazu lesen Sie hier. Israelische Rakete tötet eigenen Staatsbürger Ein 60-jähriger Landwirt ist am Sonntag in der nördlichen Grenzgemeinde Misgav Am beim Autofahren von irrtümlich eingeschlagener israelischer Artillerie getötet worden. Das berichtet die "Times of Israel" unter Berufung auf eine militärische Untersuchung. Zunächst war von einem Angriff der Terrororganisation Hisbollah die Rede gewesen. Die Untersuchung habe "mehrere schwerwiegende Probleme und operative Fehler" bei der Planung und dem Abschuss der Artilleriegranaten ergeben. "Der Beschuss erfolgte im falschen Winkel und nicht gemäß den vorgeschriebenen Verfahren. Infolgedessen trafen fünf Granaten den Misgav-Am-Kamm anstatt feindlicher Ziele", so das Militär. Die israelischen Streitkräfte (IDF) erklären, die Ergebnisse der Untersuchung würden "von allen relevanten Gremien geprüft". Iranische Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf Kraftwerke Israels Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel und auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Erklärung hervor. "Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität", heißt es darin. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormus für die Schifffahrt öffnen. Zugleich dementierten die Revolutionsgarden, Wasserentsalzungsanlagen in der Region angreifen zu wollen. Israel: Militär beginnt Angriffswelle auf Teheran Die israelische Armee hat erneut eine "groß angelegte" Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe zielten auf die "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" ab, erklärte die israelische Armee am Montagmorgen im Onlinedienst Telegram. Iranische Medien berichteten derweil von Angriffen auf Teheran. "Explosionen zu hören in Teheran", berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete von "Luftangriffen auf Teile von Teheran" und nannte fünf Gebiete, aus denen "schreckliche Geräusche von Explosionen" gemeldet worden seien. Saudi-Arabien: Zwei Raketen auf Riad abgefeuert Auf die saudische Hauptstadt Riad sind zwei ballistische Raketen abgefeuert worden. Eine sei abgefangen worden, die andere in einem unbewohnten Gebiet niedergegangen, teilt das saudische Verteidigungsministerium mit. Medien: Luftangriff auf Wohnhäuser im Nordwesten des Iran Ein Luftangriff hat laut einem Medienbericht Wohnhäuser in der Stadt Urmia im Nordwesten des Iran zerstört. Rettungskräfte suchen nach Menschen unter den Trümmern, meldet die staatlich nahestehende Nachrichtenagentur Nour News. IEA-Chef warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Iran-Kriegs vor der womöglich schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten gewarnt. Während der zwei aufeinanderfolgenden Ölkrisen in den 1970er-Jahren habe die Welt "jeweils etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verloren", sagte Birol am Montag dem nationalen Presseklub im australischen Sydney. "Bis heute haben wir elf Millionen Barrel pro Tag verloren, also mehr als zwei große Ölschocks zusammengenommen", fügte er hinzu. Birol sprach außerdem angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus von einer "großen Bedrohung" für die Weltwirtschaft. "Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt", sagte er in Sydney. Daher seien globale Anstrengungen erforderlich. "Ich hoffe sehr, dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird." Als Reaktion auf die Preissteigerungen beschloss die IEA Mitte März, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben. Es ist die sechste und bislang größte Freigabe strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA.
