Schüsse in Neukölln am Sonntag: Einsatz rund um Café
Erneut fallen Schüsse in Berlin: Dieses Mal feuern schießen aus einem Auto auf ein Café in Neukölln. Unbekannte haben am frühen Morgen aus einem fahrenden Fahrzeug auf ein Café in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln geschossen. Zwei Projektile trafen die Scheiben des Lokals. Verletzt wurde niemand, obwohl sich zum Tatzeitpunkt mehrere Personen darin aufhielten. Die Schützen flüchteten mit dem Fahrzeug. Die Polizei sicherte noch am Morgen Spuren vor dem Café. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Schusswaffenvorfällen ein, die Berlin seit Monaten beschäftigt. Am Wochenende vor dem 29. März wurde ein Mann in Berlin-Schöneberg angeschossen und im Unterkörper getroffen. Am darauffolgenden Montag rückte die Polizei mit rund 50 Einsatzkräften in den Volkspark Hasenheide aus, nachdem Zeugen Schüsse gemeldet hatten. Der Einsatz endete nach knapp drei Stunden ohne Ergebnis. Sondereinheit in Berlin eingerichtet Laut Polizei handelt es sich bei solchen Taten häufig um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie um Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Als Reaktion auf diese Entwicklung richtete das Landeskriminalamt Berlin die Sondereinheit "Ferrum" ein – lateinisch für "Eisen". Die Berliner Staatsanwaltschaft folgte mit der Ermittlungsgruppe "Telum". Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten solle die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden. Ob "Ferrum" oder "Telum" auch im Fall der Schüsse in Neukölln ermitteln werden, war zur Stunde noch unklar.
