Autokauf-Betrug: ZDK warnt vor neuer Welle – so schützen Sie sich
Eine professionelle Betrugswelle überrollt den Autohandel. Mit gefälschten Dokumenten und gestohlenen Identitäten locken Kriminelle viele Käufer in die Falle. Ein Verband warnt und fordert drastische Konsequenzen. Kriminelle nehmen zunehmend den deutschen Autohandel ins Visier. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnt vor einer aktuellen Betrugswelle, von der sowohl Autohäuser als auch Privatkunden betroffen sind. Dabei gehen die Täter immer professioneller vor. Sie nutzen gefälschte Webseiten, gestohlene Identitäten und manipulierte Dokumente, um ihre Opfer zu täuschen. Internationale Banden und Phantom-Autos Die Maschen der oft international vernetzten Banden sind vielfältig. In Onlinebörsen tauchen manipulierte Inserate für Fahrzeuge auf, die den Verkäufern gar nicht gehören. Zudem täuschen die Betrüger mit gefälschten Zahlungsnachweisen seriöse Transaktionen vor oder agieren unter fremdem Namen. Laut ZDK arbeiten die Täter dabei zunehmend arbeitsteilig. Das erschwert die Verfolgung. So erkennen Sie Betrug beim Online-Autokauf Bevor Sie in einen Autokauf einwilligen, prüfen Sie jedes Angebot anhand dieser Warnsignale: Preischeck: Ist das Fahrzeug auffallend günstig im Vergleich zu ähnlichen Modellen? Seien Sie dann extrem vorsichtig. IBAN-Abgleich: Stimmen die Kontodaten mit dem offiziellen Sitz des Autohauses überein? Ein ausländisches Konto für ein deutsches Autohaus ist verdächtig. Offizielle Kanäle: Seriöse Händler nutzen keine Messenger-Dienste als einzigen Kanal. Bestehen Sie auf ein Telefonat über die offizielle Festnetznummer des Betriebs. Keine Vorkasse: Überweisen Sie niemals hohe Beträge, bevor Sie das Fahrzeug und die Originalpapiere persönlich geprüft haben. Eigene Verifizierung: Suchen Sie die Kontaktdaten des Händlers selbst im Internet heraus, anstatt Links aus einer Anzeige zu nutzen. Fragen Sie direkt beim Autohaus nach, ob das Inserat echt ist. ZDK fordert Hilfe von der Politik Angesichts der aktuellen Entwicklung fordert der Branchenverband ein härteres Durchgreifen von Politik und Strafverfolgung. Organisierte Betrugsstrukturen müssten entschlossener bekämpft werden. Konkret verlangt der Verband spezialisierte Ermittlungen im Bereich Cybercrime, strengere Sicherheitsvorgaben für Online-Plattformen und verlässliche Verfahren zur digitalen Identitätsprüfung für Käufer und Verkäufer.
