Sprit-Diebstahl: Polizei verrät den besten Parktrick gegen Täter
Hohe Spritpreise machen Kraftstoff zur begehrten Beute. Banden plündern sogar Lastwagen und Baumaschinen. Die Polizei verrät, wie Sie Ihren Tank mit einem einfachen Parktrick schützen. Hohe Kraftstoffpreise machen Sprit zur begehrten Beute. Inzwischen häufen sich rabiate Diebstähle, bei denen die Täter hunderte Liter Kraftstoff aus Fahrzeugen abpumpen. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) rechnet wegen der Teuerung bereits mit einer neuen Welle der sogenannten Kraftstoffkriminalität. So schützen Sie Ihren Tank Die Polizei rät zu einfachen Mitteln: Parken Sie Ihr Auto möglichst in einer Garage oder auf beleuchteten Plätzen. Ein praktischer Kniff: Wer mit dem Tankdeckel nah an einer Wand oder Säule steht, versperrt Dieben den Zugang. Auch abschließbare Deckel helfen, die bei den meisten Autos zum Standard gehören. Ein ungewöhnlicher Tipp der Beamten: Aufkleber mit dem Hinweis "Tank fast leer" können die Attraktivität der Beute senken und Täter abschrecken. Hunderte Liter aus Lkw und Baggern abgezapft Die Diebe gehen immer skrupelloser vor. Inzwischen bohren sie sogar die Tanks von Lastwagen und Baumaschinen direkt an. So erbeuten sie oft Hunderte Liter Diesel. Teilweise wird die Beute sogar mit Anhängern abtransportiert. LKA erwartet Trendwende Obwohl die offiziellen Fallzahlen zuletzt sanken, erwartet die Polizei wegen der hohen Spritkosten nun wieder mehr Fälle. Auch der Tankstellen-Interessenverband (TIV) bemerkt, dass es an den Säulen rauer zugeht. Neben klassischen Tankbetrügern, die maskiert und mit falschen Kennzeichen davonfahren, bereiten technische Probleme weitere Sorgen: Viele Firmen-Tankkarten funktionieren nicht mehr, weil die Preissteigerungen die hinterlegten Limits sprengen. Teurer Sprit treibt Schmuggler über die Grenze Hohe Preise an deutschen Zapfsäulen machen auch den Tanktourismus zum Geschäft. Weil Benzin im Ausland teils deutlich weniger kostet, füllen Autofahrer dort nicht nur ihre Tanks, sondern auch Kanister im Kofferraum. Das ruft den Zoll auf den Plan. Fahnder erwischen immer öfter Fahrer, die weit mehr als die erlaubte Freimenge über die Grenze bringen. "Der Tanktourismus hat angesichts der explodierenden Preise stark zugenommen", sagt Andreas Roßkopf, GdP-Vorsitzender für Bundespolizei und Zoll. Wer zu viel bunkert, hinterzieht Verbrauchssteuern und riskiert bei Kontrollen hohe Strafen.
