Tanken in Köln: Spritpreisbremse – Spritpreise um 12 Uhr auf Allzeithoch
Die neue Einmal-Regel sollte Autofahrer schützen. Doch Kölner Tankstellen nutzten das Zeitfenster um 12 Uhr konsequent aus. Die aktuelle Preissituation. Pünktlich wie ein Uhrwerk haben die Kölner Tankstellen am Mittwoch von der neuen Preisregel Gebrauch gemacht. Nun nämlich dürfen die Preise an deutschen Zapfsäulen nur noch einmal täglich erhöht werden : um 12 Uhr mittags. Das Ergebnis in Köln war wenig überraschend: Fast alle Stationen nutzten das neue Zeitfenster sofort aus, das ergab eine Abfrage der aktuellen Preise, die das Portal "benzinpreis.de" für die Tankstellen in der Stadt eingesammelt hat . Demnach zogen die Preise am Mittag in Köln flächendeckend an. Super E10 verteuerte sich je nach Anbieter um vier bis 15 Cent. An der günstigsten Kölner Station — der Star-Tankstelle an der Berrenrather Straße in Sülz — kostet der Liter E10 nun 2,119 Euro. Am teuersten tankt man derzeit bei Esso, etwa am Hoeninger Weg in Rodenkirchen und am Melatengürtel in Müngersdorf, wo 2,209 Euro fällig werden. Damit wurde dort das Allzeithoch beim E10 von 2,208 Euro, in Deutschland aufgerufen am 14. März 2022, am Mittwoch übertroffen. Tanken in Köln: Deutliche Preisanstiege am Mittwochmittag Die größten Sprünge bei E10 verzeichnete ebenfalls Esso: plus 15 Cent an beiden Standorten. Super E5 bewegte sich am Mittag zwischen 2,179 Euro (Star an der Berrenrather Straße) und 2,269 Euro (Esso, mehrere Standorte in Köln). Und auch hier wurde das Allzeithoch vom 14. März 2022 zumindest an den teuersten Super-Tankstellen der Stadt gerissen. Beim Diesel gingen die Preise am Mittag ebenfalls in die Höhe: Der Preis für den Liter lag in Köln am Mittag zwischen 2,329 Euro (Star an der Berrenrather Straße) und 2,399 Euro (mehrere Aral- und Esso-Filialen). An den teuersten Kölner Diesel-Tankstellen wurde damit auch hier das Allzeithoch vom 10. März 2022, damals 2,325 Euro, übertroffen. Die neue Verordnung ist eine Reaktion auf den massiven Preisanstieg an den Zapfsäulen seit Ausbruch des Iran-Kriegs. Sie soll verhindern, dass Tankstellen die Preise mehrfach täglich nach oben anpassen und so den Druck auf die Verbraucher zusätzlich erhöhen. Bislang war es gängige Praxis, dass die Preise morgens niedrig angesetzt und im Tagesverlauf schrittweise angehoben wurden — ein Muster, das der Gesetzgeber nun unterbinden will.
