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Tanken in München: Spritpreise übersteigen Rekord nach neuer Tank-Regel

Nur noch einmal am Tag dürfen Tankstellen seit Mittwoch ihre Preise erhöhen. In München schießen diese in der Folge am Mittwochmittag kräftig in die Höhe. Deutschlandweit dürfen Tankstellen seit Mittwoch (1. April) nur noch einmal täglich – um 12 Uhr am Mittag – ihre Spritpreise erhöhen. Dies führte nach Angaben des ADAC am ersten Tag zu Preissteigerungen von durchschnittlich fast acht Cent pro Liter. In München lagen die Preise an manchen Zapfsäulen sogar über dem bundesweiten Allzeithoch der Tagesdurchschnittspreise. Dieses liegt laut der Webseite "benzinpreise.de" bei 2,20⁸ Euro für E10, 2,26⁵ für Super und 2,32⁵ für Diesel – jeweils erreicht wenige Wochen nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs im März 2022. An vielen Tankstellen in München kostete beispielsweise Super um kurz nach 12 Uhr zwischen 2,25 und 2,30 Euro pro Liter. Auch Dieselpreise in München auf Rekordniveau Auch beim Diesel kletterten die Preise vielerorts über das Allzeithoch der Tagesdurchschnitte. Am teuersten waren die beiden Kraftstoffe am Mittwochmittag an der Aral in der Tegernseer Landstraße. Satte 2,39⁹ Euro mussten Autofahrer dort laut dem Vergleichsportal "ich-tanke.de" pro Liter berappen. Knapp unter dem Allzeithoch blieben die Preise für E10 mit maximal 2,17⁹ Euro. Im bundesweiten Durchschnitt kostete der Liter E10 um kurz nach 12 Uhr 2,17⁵ Euro und damit 7,6 Cent mehr als kurz vor 12 Uhr. Der durchschnittliche Dieselpreis stieg demnach von kurz vor bis kurz nach 12 Uhr um 7,5 Cent auf 2,37⁶ Euro. Inzwischen sind die Preise vielerorts wieder etwas gesunken. Denn: Preissenkungen sind zu jeder Zeit möglich. ADAC äußert Zweifel am Erfolg der neuen Preismaßnahme Die schwarz-rote Bundesregierung erhofft sich durch die Maßnahme – nach österreichischem Vorbild – mehr Verlässlichkeit durch weniger Preiserhöhungen. Der ADAC äußert daran jedoch Zweifel. Es sei eher wahrscheinlich, dass durch die geringere Flexibilität von Mineralölkonzernen Unsicherheiten wie ein gegebenenfalls steigender Ölpreis vorweggenommen werden, heißt es. "Inwiefern die Möglichkeit, Preise jederzeit zu senken, genutzt wird, ist fraglich", sagte ein Preisexperte des ADAC. Verstöße gegen das Verbot der mehrmaligen Preiserhöhungen können mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Die Spritpreise waren infolge des Angriffs der USA und Israels auf den Iran Ende Februar in die Höhe geschossen.