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Opel Grandland Long Range: Stellantis lässt Privatkunden warten - bis 2027

Wer bei Opel ein neues Elektroauto mit großer Reichweite bestellt, braucht Nerven aus Stahl. Der Mutterkonzern Stellantis vertröstet Privatkäufer bis ins Jahr 2027. Währenddessen ziehen Großabnehmer an der Warteschlange vorbei. Für viele Opel-Kunden endet die Hoffnung auf schnelle Elektromobilität bereits an der Ladentür. Die Liefertermine für das "Long Range"-Modell des Grandland verschieben sich aktuell massiv. Auch die Peugeot-Modelle e-3008 und e-5008 sind betroffen. Warten am Ende der Schlange Händler berichten von einer Zweiklassengesellschaft bei der Auslieferung. Während gewerbliche Flottenkunden mit Priorität bedient werden, müssen sich Privatkunden hinten anstellen. Das Ziel des Konzerns ist es, Großaufträge bis September abzuarbeiten. Für den Rest bleibt somit nur das erste oder zweite Quartal 2027. Nicht nur die Kunden, sondern auch die Händler sind verärgert. Viele haben bereits unterschriebene Verträge in den Akten, können aber keine Autos liefern. Um ihre Kunden zu halten, stellen erste Betriebe nun auf eigene Kosten Ersatzwagen bereit. Zuliefererprobleme und andere Prioritäten Stellantis führt die Misere auf den Produktionsanlauf eines Zulieferers und eine unerwartet hohe Nachfrage zurück. In der Branche kursiert jedoch ein anderer Verdacht: Der Konzern habe einen großen Auftrag von einem Unternehmen erhalten und opfere dafür nun die Privatkundschaft. Für Opel kommt die Lieferblockade zur Unzeit. Die Rüsselsheimer starteten mit einem satten Zulassungsplus stark ins Jahr . Der neue Grandland "Long Range" sollte den Aufschwung zementieren. Nun droht er, zum Symbol für lange Wartezeiten zu werden. Drei Wege aus der Warteschlange Wer nicht ewig warten will, kann die Blockade mit diesen Alternativen umgehen: Lagerwagen kaufen: Viele Händler haben bereits fertig gebaute Autos auf dem Hof. Diese sind sofort verfügbar. Der Haken: Käufer müssen Kompromisse bei Farbe und Ausstattung machen. Auto-Abo nutzen: Die Langzeitmiete überbrückt die Wartezeit. Die monatliche Rate deckt alles außer den Stromkosten ab. Die Laufzeiten sind flexibel und liegen meist zwischen einem Monat und zwei Jahren. Gebrauchtkauf wagen: Elektroautos verlieren in den ersten drei Jahren bis zu 70 Prozent an Wert. Junge Gebrauchte sind daher oft Schnäppchen. Da E-Autos weniger Verschleißteile haben als Verbrenner, ist das technische Risiko überschaubar. Für Stellantis ist das Spiel mit der Geduld gefährlich. Denn die Kunden könnten die Wartezeit nutzen, um eine eigene Entscheidung zu treffen: den Gang zur Konkurrenz etwa, die nicht nur verspricht, sondern liefert. Wer zu spät kommt, den bestraft im Autohaus vielleicht nicht das Leben. Aber dafür der Wettbewerb.